Leser-Umfrage: Dünnes Design vs. Riesen-Akku: Die Antwort ist klar… oder?
In den vergangenen Jahren pendelte sich das Design von Smartphones auf einen verlässlichen Standard ein: Die Gehäusedicke blieb über viele Generationen hinweg gleich, während sich die Akkukapazitäten bei einem Wert von rund 5.000mAh etablierten.
Aktuell zeichnet sich jedoch ein plötzlicher Strategiewechsel bei einigen großen Herstellern ab. Mit dem Samsung Galaxy S25 Edge und dem iPhone Air rückt eine extreme Reduzierung der Gehäusedicke wieder in den Fokus. Die ersten Reaktionen auf diese sehr dünnen Geräte fallen bei euch jedoch verhalten aus, wie aggressive Abverkauf-Aktionen des S25 Edge zeigen.
Auf der anderen Seite quetschen andere Hersteller, wie OnePlus, Xiaomi und Honor, immer größere Akkus in ihre Smartphones. Das wirft für mich eine berechtigte Frage auf: Haben sich die Hersteller verlaufen?
Silizium-Kohlenstoff-Akkus: Ich habe nun die Wahl
Die aktuelle Entwicklung von Silizium-Kohlenstoff-Akkus verändert die Spielregeln auf dem Markt gravierend. Diese neuen Energiespeicher weisen eine deutlich höhere Energiedichte auf.
Hersteller können diese Technologie auf zwei verschiedene Arten nutzen: Einerseits lassen sich damit extrem dünne Smartphones bauen, die trotzdem über eine „normale“ Akkukapazität von rund 5.500mAh verfügen. Das Honor Magic 8 Pro Air (zum Test) macht es vor.
- 6,1mm dünn und federleicht (155g)
- schicker Metall-Unibody
- 5.500 mAh Kapazität trotz "Air"-Bauweise
- starke Kamera inklusive Periskop-Zoom
- reichlich Power mit Flagship-Prozessor
- 120Hz LTPO OLED
- eSIM-Support
- muss importiert werden
- langsamer USB 2.0 Standard
- Hitzeprobleme und Drosselung unter Dauerlast
- keine offiziellen Angaben zu 4G/5G-Bändern
Andererseits können Hersteller die altbekannte, normale Gehäusedicke beibehalten und den gewonnenen Platz für wahre Akku-Monster nutzen. Paradebeispiele hierfür sind das OnePlus 15 (zum Test) mit beeindruckenden 7.500mAh oder das Honor Win (zum Test), das in einem gewohnten Formfaktor sogar gigantische 10.000mAh unterbringt.
Naja gut… Es gibt noch die dritte Möglichkeit: Man macht es wie Samsung und Apple und nutzt die neue Silizium-Kohlenstoff-Technologie gar nicht und kombiniert schlanke Gehäuse mit Mini-Akkus.
Warum der Riesen-Akku im normalen Gehäuse die logische Wahl ist
Ich bin der Meinung: Wenn die Hersteller euch diese Wahl lassen, entscheidet sich die überwältigende Mehrheit für das normale Gehäuse mit dem massiven Akku. Und das aus handfesten, pragmatischen Gründen. Oder etwa nicht?
Ein entscheidender Faktor ist hierbei die Langlebigkeit. Jeder Akku degradiert und verliert über die Jahre unweigerlich an Kapazität. Wer sein Smartphone aber von vornherein mit einem Puffer von 7.500mAh oder 10.000mAh kauft, hat auch nach drei oder vier Jahren intensiver Nutzung noch mehr als genug Reserven, um problemlos durch den Tag zu kommen. Ein extrem dünnes Gerät, dessen Akku von Beginn an nur knapp für einen Tag reicht, wird durch diesen natürlichen Verschleiß viel schneller zum frustrierenden Begleiter am Ladekabel.
Hinzu kommt der Faktor der Schutzhülle, der die Design-Diskussion im Alltag ohnehin ad absurdum führt. Wer nutzt sein Smartphone dauerhaft ohne ein schützendes Case? Für die überwältigende Mehrheit von euch ist eine Hülle vor Stürzen und Kratzern unverzichtbar. Spätestens hier wird das Thema „Ultra-Slim“ ohnehin hinfällig: Ob das nackte Gerät nun zwei oder drei Millimeter dünner ist, fällt mit einer angelegten Hülle in der Praxis nicht mehr ins Gewicht. Das Endresultat in der Hand ist nahezu identisch.
Was sind eure Präferenzen im Alltag?
Meine Meinung ist: Der aktuelle Trend, die Vorteile der neuen Silizium-Kohlenstoff-Akkus für dünnere Designs statt für revolutionäre Laufzeiten zu opfern, geht an der Realität der meisten von euch vorbei.
Wie seht ihr die aktuelle Entwicklung? Gehen ultra-dünne Smartphones an euren Wünschen vorbei? Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Langlebigkeit und die Nutzung von Schutzhüllen. Hinterlasst uns gerne einen Kommentar.
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Sehe ich genauso, lieber einen viel größeren Akku und eine “normale” Gehäusedicke als einen viel kleineren Akku und eine sehr schmale Gehäusedicke…
Inzwischen sieht man ja, dass man beides haben kann. Geräte werden etwas dünner + haben größere Akkus. Problem ist nur, dass halt gute Kameras Platz brauchen. Was bringt einen ein dünnes Smartphone, wenn dann das Kameramodul extrem weit herausragt und die Gewichtsverteilung nicht mehr passt? Dünneres Gerät mit 6500 mAh Akku wäre für mich der Sweetspot. Aber auf Kameraqualität möchte ich nicht verzichten.
Die momentane Größe kann bleiben. Beim MagicPad 4 hat Honor ja auch auf einen viel größeren Akku verzichtet, was uns schlechtere Lautsprecher und den gleichen Akku wie aus 2024 gebracht hat, nur damit die werben können 4.8mm zu haben anstelle von 5.2mm (iPad Pro). Ich lege heute viel wert auf Lautsprecher, Vibrationsmotor und Akku, daher fliegen 90% der Android Geräte raus und ein Galaxy wäre niemals eine Option in 2026, mit 5000 mAh, wie in 2020.