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Oscal Pad 200 im Test

Getestet von Danny am
Vorteile
  • Android 16
  • Widevine L1 (Streaming in HD
  • 120 Hertz 13,3 Zoll Display
  • tolles Zubehör und erweiterbarer Speicher
  • Stereo-Lautsprecher und 3,5mm Kopfhöreranschluss
Nachteile
  • kein Update-Versprechen
  • niedrige Displayhelligkeit
  • Akkulaufzeit durchschnitt und lange Ladezeit
  • keine gute Verarbeitung
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Dass Blackview sehr gute Tablets bauen kann, hat der Hersteller bereits mehrfach bewiesen. Bei der Untermarke Oscal erhaltet ihr mit dem Pad 200 vor allem als preisbewusster Käufer ein außergewöhnliches Set aus Tablet, Maus und Tastatur. In Verbindung mit dem PC-Modus könnt ihr euch ein einfaches Notebook selbst zusammenbauen. Natürlich lässt sich das Oscal Pad 200 auch als herkömmliches Tablet nutzen. Hinzu kommen ein 120Hz-Panel, bis zu 256GB Speicherplatz und Android 16. Was das Tablet noch kann, ob es vielversprechend ist oder letztendlich enttäuscht, erfahrt ihr in unserem Test.

Oscal Pad 200 Display Raender 1

Design und Verarbeitung

Das Blackview Oscal Pad 200 besteht aus einem Aluminium-Kunststoff-Gehäuse, wobei sich der Kunststoff auf den Rahmen und die Tasten beschränkt. Erwähnenswert ist, dass andere Tablets, auch günstigere, auf einen Aluminiumrahmen setzen. Die Abmessungen betragen 309,41 x 201,49 x 7,9 Millimeter bei einem Gewicht von 708 Gramm. Betrachtet ihr das Tablet von vorn, befinden sich auf der linken Seite die Power-Taste sowie der 3,5mm-Kopfhöreranschluss. Daneben liegt der Einschub für zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine Speicherkarte.

Darunter befindet sich der USB-2.0-Anschluss. Auf der Unterseite sitzen schließlich die Stereo-Lautsprecher. Im Display eingelassen ist zudem die 8-Megapixel-Frontkamera, während auf der Rückseite eine 16-Megapixel-Kamera verbaut wurde. Eine IP-Zertifizierung ist nicht vorhanden. Die Verarbeitung fällt etwas dürftig aus. Weniger wegen der Materialwahl, doch das Tablet strahlt wenig Stabilität und Robustheit aus. Haltet ihr das Gerät in der Hand, könnt ihr es leicht am Rahmen biegen und dabei sehen, wie sich das Display aus den Verankerungen löst. Das Gleiche erreicht ihr auch ganz einfach mit einem Fingernagel.

Das ist zwar praktisch, wenn ihr das Panel mal austauschen möchtet, wirkt aber nicht wirklich sicher. Die Tasten haben hingegen einen hervorragenden Druckpunkt und das Tablet liegt gut in der Hand. Enttäuschenderweise haben wir das alles schon besser, günstiger und stabiler gesehen. Wir verzeichnen zwar keinen Ausfall, beeindruckt sind wir jedoch nicht.

Lieferumfang des Blackview Oscal Pad 200

Oscal Pad 200 Lieferumfang

  • Oscal Pad 200
  • 18W Netzteil
  • USB-A-auf-USB-C-Kabel
  • Headset
  • SIM-Nadel
  • Maus und Tastatur
  • Ersatzpanzerfolie

Dafür wird ein traumhaftes Zubehörpaket geliefert, bestehend aus einer recht robusten Schutzhülle, der Tastatur und einer Wireless-Maus. Im Paket enthalten sind außerdem ein 18W-Netzteil mit USB-A-auf-USB-C-Kabel, interessante Lektüre und eine Ersatzpanzerfolie. Eine weitere Folie ist bereits vorinstalliert. Ein schönes Rundum-sorglos-Paket.

Display des Oscal Pad 200

Oscal Pad 200 Display Test 1

Verbaut wurde ein 13,4 Zoll großes IPS-Panel. Die Auflösung beträgt 1920 x 1200 Pixel, was zu einer Pixeldichte von 236 Pixel pro Zoll führt. Die Bildwiederholrate liegt bei 120Hz. Diese lässt sich auch nicht in den Einstellungen ändern. Die Anzeige ist nicht variabel und regelt nicht herunter, z. B. auf 60Hz, egal bei welchem Inhalt. Die permanenten 120Hz wirken sich negativ auf die Akkulaufzeit aus. Die Abtastrate des Touchpanels liegt bei 240Hz. Widevine L1 für unsere westlichen Streaminganbieter ist ebenfalls verfügbar, sodass alle bezahlten Dienste in HD-Qualität gestreamt werden können.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
0
80
160
240
320
400
480
560
640
720
800

Die Kalibrierung ist nicht wirklich gelungen; das Panel wirkt eher kalt und trist, egal welche Einstellungen ihr anwendet. Es kommt keine wirkliche Kraft in die Anzeige. Bei der Helligkeit haben wir einen Maximalwert von 481 Lux gemessen. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird es daher kaum möglich sein, etwas zu erkennen. In Innenräumen ist das Tablet aber gut nutzbar. Abgesehen von der schlechten Kalibrierung ist das Panel dennoch gut. Eingaben werden ohne Verzögerung umgesetzt und Inhalte lassen sich angenehm betrachten. Wir haben das alles aber auch schon besser gesehen. 

Leistung

Im Oscal Pad 200 ist der Unisoc T7280 (T620) verbaut, ein Prozessor der unteren Mittelklasse. Er verfügt über zwei große ARM Cortex-A75-Kerne mit einer Taktrate von bis zu 2,2GHz sowie sechs kleinen Cortex-A55-Stromsparkernen mit einer Taktrate von bis zu 1,8GHz. Die GPU ist eine ARM Mali G57 MP1.

Es stehen wahlweise 128GB oder 256GB Speicher mit 6GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Beim Speicher setzt der Hersteller auf UFS 2.2, der in unseren Tests Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 1.073MB/s bzw. 700MB/s erreichte.

Antutu (v11)
smartzone logo
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Geekbench Single (v6)
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1.600
1.800
2.000
Geekbench Multi (v6)
0
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800
1.200
1.600
2.000
2.400
2.800
3.200
3.600
4.000
3DMark (Wildlife)
0
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600
900
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2.100
2.400
2.700
3.000
3DMark (Wildlife Extreme)
0
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160
240
320
400
480
560
640
720
800

Der Unisoc T7280 erfüllt seine alltäglichen Aufgaben, eine gewisse Trägheit ist jedoch nicht zu leugnen. Auch die 120Hz wirken nicht wirklich flüssig, sondern eher ruckelig; gleiches gilt für die Animationen. Die Leistung hat uns nicht enttäuscht, aufwendige Anwendungen sind aber nicht die Stärke des Oscal Pad 200.

System

Erfreulich ist auf jeden Fall, dass das Blackview Oscal Pad 200 mit Android 16 ausgeliefert wird. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigen auch größere Hersteller, die für ihre Geräte wiederum mehr Geld verlangen. Darüber wird die hauseigene Oberfläche Doke PadOS 5.0 gelegt. Diese bleibt Stock-Android, wird nur um sinnvolle Features erweitert und sieht etwas verspielter aus. Neben den hauseigenen und den Google-Apps war auch Bloatware in Form von Instagram und WhatsApp vorinstalliert. Diese lässt sich aber deinstallieren.

Besonders stolz ist der Hersteller auf den Desktop-/PC-Modus, der es ermöglicht, Android optisch an Windows anzugleichen. In Verbindung mit Tastatur und Maus wirkt das Gerät wie ein kleiner Laptop. Allerdings sind sowohl Tastatur als auch Maus nicht unbedingt von bester Qualität und alles wirkt etwas zäh und träge, sodass das herkömmliche Tablet ein viel besseres Erlebnis bietet. Die Leistung des Prozessors kann hier einfach nicht überzeugen. Ein Update-Versprechen gibt es nicht und während des Testzeitraums sind auch keine Updates eingetroffen. Die Erfahrung war dennoch insgesamt positiv. Es traten keine Probleme auf und DokeOS verfügt über Software-Features, die durchaus interessant sind und einen Mehrwert bieten. Betrachtet den Desktop-Modus einfach als kleinen Bonus.

Kamera des Oscal Pad 200

Oscal Pad 200 Kameras

Bei der Kamera hält sich Blackview etwas bedeckt. Geht man nach den Einstellungen, handelt es sich bei der Hauptkamera um eine 16-Megapixel-Kamera mit einer Blende von f/2.2, die Frontkamera hat 8 Megapixel und ebenfalls eine Blende von f/2.2. Auf Stabilisatoren jeglicher Art müsst ihr natürlich verzichten, die Kamera beschränkt sich auf das Nötigste. Hin und wieder friert die Kamera-App ein oder stürzt ab.

Bildqualität

Wir können es kurz machen: Mit diesem Tablet werdet ihr keinen Fotowettbewerb gewinnen. Die Auslösezeit ist äußerst träge und die Bildqualität lässt zu wünschen übrig – sofern ihr es überhaupt schafft, ein scharfes Bild zu machen. Details sind kaum erkennbar, die Bilder wirken farblos und trist. Erstaunlicherweise ist bei Dämmerung und Nachtaufnahmen trotzdem noch etwas zu erkennen. Die Frontkamera ist am Tag sowie bei Nacht ganz okay, aber zu hell, wodurch Schärfe und Details leiden.

Immerhin ist das Motiv zu erkennen. Videos können in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Die Qualität ist jedoch mangelhaft. Der Ton ist blechert, die Videos sind verwackelt und die allgemeine Videoqualität entspricht der von Smartphones vor 20 Jahren. Die Kamera war keine gute Erfahrung und ihr solltet sie eher meiden als benutzen.

Konnektivität und Kommunikation

Oscal Pad 200 SIM netz EmpfangFolgende 4G-Bänder werden vom Blackview Oscal Pad 200 unterstützt:

  • 4G: B1/B3/B7/B8/B19/B20/B28/B40/B41

Es können entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM- und eine Speicherkarte verwendet werden. Außerdem sind Bluetooth 5.0 und WLAN 5 integriert. Für die Navigation nutzt das Tablet die Systeme GPS, Galileo, Beidou und GLONASS. Bei den Sensoren ist alles ein wenig überschaubar, denn abgesehen vom Beschleunigungssensor besitzt das Tablet weder einen Kompass noch einen Helligkeitssensor. Während der Navigation gab es keine Probleme und der Standort wurde recht präzise gefunden.

Allerdings verlor das Tablet sporadisch die Verbindung zum Router, stellte sie aber nach kurzer Zeit sofort wieder her. Dafür funktioniert die Gesichtsentsperrung tadellos und gelingt in 9 von 10 Fällen. Ein Fingerabdrucksensor ist nicht vorhanden. Ein 3,5mm-Kopfhöreranschluss steht zur Verfügung. Die beiden Lautsprecher des Tablets produzieren einen guten Klang, allerdings fehlt es ihnen teilweise etwas an Tiefe. Dafür werden sie angenehm laut, ohne an ihre Grenzen zu geraten. Einen Vibrationsmotor besitzt das Tablet auch, dieser wirkt aber sehr billig und ist kaum zu bemerken.

Akkulaufzeit des Oscal Pad 200

Im Blackview Oscal Pad 200 wurde ein 8.300mAh großer Akku verbaut. Bei einem Akkutest mit 120Hz und einer Helligkeit von 200 Lux kamen wir auf eine Laufzeit von 7 Stunden und 44 Minuten. Bei einem YouTube-Video, das eine Stunde lief, verlor der Akku 10%, bei voller Helligkeit können es schon mal 12–14% werden. Dafür verantwortlich sind vermutlich die permanenten 120Hz, die sich auch bei YouTube nicht auf 60Hz schalten lassen. Das zieht unnötig Strom.

PCMark Akku Einheit: Stunden
0
1
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3
4
5
6
7
8
9
10
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
0
30
60
90
120
150
180
210
240
270
300

Der Stand-by-Verbrauch ist auch nicht optimal und zog innerhalb von 24 Stunden 9% des Akkus – und das alles ohne SIM-Karte und nur im WLAN. Das Tablet wird mit dem beiliegenden Netzteil in etwa dreieinhalb Stunden aufgeladen, wobei gerade die letzten zehn Prozent wirklich unheimlich lange dauern, was angesichts der Akkulaufzeit nicht gut ist. Die Laufzeit ist nicht schlecht, aber auch nicht gut. Einen langen Tag werdet ihr damit schaffen, einen zweiten nicht. Einmal am Tag das Tablet aufzuladen, ist quasi Pflicht.

Testergebnis

Getestet von
Danny

Das Oscal Pad 200 ist eher als Tablet für die Couch zu betrachten. Der Preis ist niedrig, Qualität und Leistung fallen entsprechend aus. Kommen wir zu den Stärken: Das Display, das permanent mit 120Hz arbeitet, erfüllt seine Aufgaben, setzt Eingaben präzise um und steht anderen Geräten im selben Preisbereich in nichts nach. Das Zubehör funktioniert tadellos, ist qualitativ jedoch nicht hochwertig. Auch die Leistung genügt für den Alltag. Die Software wurde durch praktische Features ergänzt, ist sehr benutzerfreundlich und bietet ab Werk Android 16. Zudem wird Widevine L1 unterstützt.

Die Akkulaufzeit überzeugt hingegen kaum. Die Kamera solltet ihr vernachlässigen. Es gibt kein Update-Versprechen, die Displayhelligkeit ist gering und auch bei der Konnektivität ist das Tablet schlecht aufgestellt. Das ist zwar kein gravierender Mangel, doch es gibt bessere Alternativen.

Ein Beispiel ist das Teclast ArtPad Pro (zum Test), das günstiger ist und viel mehr bietet. Wer auf Mobilfunk verzichten kann und ein sehr gutes Tablet möchte, bei dem sonst kaum ein Wunsch offenbleibt, sollte sich das Redmi Pad 2 Pro (zum Test) anschauen. Es ist unser Preis-Leistungs-Tipp. Ansonsten findet ihr die besten Alternativen in unserer Tablet-Bestenliste.

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Gast
Gast
Gast
1 Stunde her

Ein Tablet, welche fast auseinanderfällt? Nein, Danke! Da bringt mir auch Zubehör oder ein guter Preis nichts…

Jacek
Gast
Jacek
1 Stunde her

In der Tabelle stehen 152 Minuten Ladezeit, darunter schreibst du 3,5 Stunden… müssten es dann nicht 2,5 sein? 🙂

jonas-andre
Autor
Team
jonas-andre(@jonas-andre)
1 Stunde her
Antwort an  Jacek

Servus, danke für den Hinweis. Sollte jetzt passen. Unten sind auch die Screenshots, nur über 90% dauert es dann extrem lange.

beste Grüße

Jonas

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