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Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L im Test: Besser gestapelt als die Konkurrenz?

Getestet von Erik Schmid am
Vorteile
  • Turm-Design spart Platz
  • viel Gar-Volumen
  • starke 230°C möglich
  • SYNC-Funktion
  • gute Hitzeverteilung (oben) mit viel Fläche
  • faires Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachteile
  • bräunt hinten stärker
  • mit 52cm teils zu hoch
  • Tasten-Piepsen nervt
  • (App-Anbindung unnötig, aber deaktivierbar)
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Die Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L löst das Heiz-Problem besser als der Platzhirsch von Ninja. Zumindest theoretisch, denn die Heizspirale ist klassisch oben angebracht und nur der Umluftventilator sitzt an der Rückseite. Ninja platziert beide Elemente hinten, was zu einer sehr ungleichmäßigen Hitzeverteilung und Bräunung der Speisen führt. Klappt das bei der Xiaomi Double Stack Heißluftfritteuse besser?

Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L Test Head

Heißluftfritteusen haben sich in der modernen Küche fest etabliert. Was aber, wenn ihr ein möglichst großes Gerät möchtet, jedoch nur wenig Platz auf der Arbeitsplatte habt? Dafür wurden die „Double Stack“-Geräte entwickelt, die in die Höhe statt in die Breite bauen. Die Xiaomi Heißluftfritteuse Smart Air Fryer 3,5L (zum Test) haben wir bald seit fünf Jahren im Dauereinsatz. Sie arbeitet immer noch so wunderbar wie am ersten Tag. Selbst die Antihaftbeschichtung im Inneren ist kaum angegriffen.

Xiaomi Smart Double Stack 12L

Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L Test Beitragsbild

Ninja Double Stack XL

Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L Test Ninja Double Stack XL

Volumen 12L (2x 6L) 9,5L (2x 4,75L)
Bauweise Vertikal (gestapelt) Vertikal (gestapelt)
Leistung 2800W 2470W
Heizelemente Oben (Lüfter hinten) Hinten (Lüfter hinten)
Temperatur 40°C – 230°C 40°C – 240°C
Smarte App Ja (Mi Home) Nein
Abmessungen 335 x 520 x 457mm 385 x 280 x 470mm
~Preis 150€ 170€

Heißluftfritteusen sind schneller und effizienter. Ein herkömmlicher Backofen braucht mindestens zehn Minuten, bis er auf Temperatur ist. Die Heißluftfritteuse erreicht nach ein bis zwei Minuten die voreingestellte Temperatur. Ein Air Fryer ist sogar schneller als ein Toaster! Werft mal eine gefrorene Scheibe Brot in den Toaster und gleichzeitig in die Heißluftfritteuse. Das Ergebnis nach drei Minuten spricht klar für den Air Fryer.

Mit einem Angebotspreis von rund 150€ positioniert sich Xiaomi gewohnt aggressiv am Markt. Zu den wichtigsten Spezifikationen zählen: zwei Körbe à 6 Liter, vier Gar-Ebenen, bis zu 230°C, eine überflüssige App-Anbindung und eine Warmhaltefunktion. Wir klären im Praxistest, ob das vertikale Raumwunder den hohen Erwartungen gerecht wird.

Design, Verarbeitung und Platzbedarf

Das primäre Verkaufsargument des Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L ist seine vertikale Bauweise. Anstatt zwei Garkammern nebeneinander zu platzieren, werden diese übereinandergestapelt. Die physischen Abmessungen belaufen sich auf 335 x 520 x 457 Millimeter. Hier ist zwingend vor dem Kauf das Maßband anzulegen. Mit einer Höhe von 52 Zentimetern passt das Konstrukt nicht zwingend unter niedrig hängende Küchenschränke.

Optisch bleibt Xiaomi seiner minimalistischen Linie treu, auch wenn das schiere Volumen eine gewisse Präsenz im Raum erzwingt. Die Spaltmaße sind exzellent, die herausziehbaren Körbe gleiten flüssig und arretieren satt in ihrer Endposition. Wenn wir die Langzeitqualität unseres 3,5-Liter-Modells als Maßstab nehmen, dürfen Käufer auch hier eine widerstandsfähige Antihaftbeschichtung erwarten.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt die Frontpartie, die bei häufiger Nutzung im Küchenalltag eine gewisse Anfälligkeit für Fingerabdrücke und Fettspritzer aufweist.

Lieferumfang und Zubehör

Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L Test GeraetDer Lieferumfang fällt zweckmäßig, aber durchdacht aus. Neben der Haupteinheit finden sich die beiden massiven 6-Liter-Garkörbe. Im Inneren setzt Xiaomi auf ein modulares System. Jedem Korb liegt eine antihaftbeschichtete, geschlitzte Crisper-Platte bei, die das Gargut vom Boden anhebt und überschüssiges Fett abtropfen lässt.

Zusätzlich liefert der Hersteller Einsätze in Form von Grillrosten mit. Diese erlauben es, die 6-Liter-Kammern nochmals vertikal zu unterteilen. Theoretisch lassen sich so vier verschiedene Zutaten auf vier Ebenen zeitgleich zubereiten. Die Einsätze werden über robuste Silikonkappen an den Seitenwänden fixiert. Auf der Ebene darunter stören also keine Standfüße. Die heißen Gitter können mit einem Geschirrtuch oder einer Zange leicht herausgehoben werden. Wie wir bereits bei vorherigen Modellen beobachtet haben, sitzen diese Kappen stramm, unterliegen aber langfristig einem leichten Verschleiß durch das ständige Einsetzen und Entfernen des Crisp-Korbs. Das Netzkabel hat natürlich einen EU-Stecker, ist aber fest am Gerät angebracht. Es ist mit 1,5m ausreichend lang.

Technik und Hardware: Das Hitze-Konzept

Der kritischste Aspekt einer jeden Heißluftfritteuse ist die Luftzirkulation und Hitzeerzeugung. Um zwei separate 6-Liter-Kammern parallel zu befeuern, greift Xiaomi auf eine beachtliche Gesamtleistung von 2800 Watt zurück. Der nutzbare Temperaturbereich erstreckt sich von schonenden 40°C zum Dörren oder Auftauen bis hin zu kraftvollen 230°C. Die nutzbaren Innenabmessungen der Garkörbe betragen 21cm in der Breite, 24cm in der Tiefe und 10cm in der Höhe. Erfahrungsgemäß ist die Fläche am wichtigsten, nicht das Volumen. Alles, was oben liegt, wird gebräunt.

Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L Test Heizelement

Die Heizspirale erkennt man glühend rot.

Hier offenbart sich der fundamentale konstruktive Unterschied zur Ninja Double Stack. Während die Konkurrenz aus Platzgründen sowohl Heizelement als auch Ventilator an die Rückwand der Fritteuse verbannt, wählt Xiaomi einen aufwendigeren, aber physikalisch sinnvolleren Weg. Die Heizelemente sind klassisch an der Oberseite einer jeden Garkammer integriert, lediglich die Umluftventilatoren sitzen im Heck. Diese Entscheidung soll für eine weitaus direktere und homogenere Strahlungshitze von oben sorgen, während der rückseitige Ventilator die Luft unter der Crisper-Platte hindurchführt.

Praxistest und Garergebnisse

Um das tatsächliche Leistungsspektrum zu evaluieren, haben wir den Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L in verschiedenen Tests unterzogen. Das reicht von klassischen Beilagen bis hin zu anspruchsvollen Komponenten.

Alltagseinsatz: Pommes und Co.

Bei der Zubereitung von klassischen Pommes frites aus frischen Kartoffeln spielt die Fritteuse ihre Stärken aus. Durch das immense Volumen von 6 Litern pro Korb haben die Kartoffelstifte ausreichend Platz, um nicht dicht übereinanderzuliegen. Die Hitze zirkuliert dank des rückseitigen Ventilators hervorragend unter dem Gargut hindurch, was für eine sehr gleichmäßige Garung von unten sorgt.

Hitzeverteilung: Der physikalische Kompromiss

Hier kommen wir zur wichtigsten Beobachtung des Praxistests und der Antwort auf die Eingangsfrage. Macht Xiaomi es besser als Ninja? Ja, definitiv. Das oben liegende Heizelement verhindert, dass Speisen nur von hinten geröstet werden.

Ist die Double-Stack-Bauweise damit perfektioniert? Nein. Im Praxistest zeigte sich, dass die Bräunung trotz des cleveren Konzepts nicht ideal homogen ausfällt. Im hinteren Teil des Garkorbs, der sich in unmittelbarer Nähe zum leistungsstarken Umluftventilator befindet, werden die Speisen gut 50% stärker gebräunt als im vorderen Bereich an der Tür.

Dieses Phänomen ist der Thermodynamik der tiefen, aber schmalen Körbe geschuldet. Die Luftgeschwindigkeit ist hinten am höchsten. Relevant wird dieses Gefälle allerdings nur, wenn ihr das Gargut ignoriert. Wer der akustischen Schüttelerinnerung nachkommt und den Korb zur Halbzeit gut durchmischt, erhält ein einwandfreies, knuspriges Ergebnis. Bereitet ihr Speisen zu, die ihr nicht schütteln könnt, beispielsweise eine Pizza oder rechteckige Pinsa, empfiehlt es sich, diese zur Hälfte der Garzeit zu drehen, damit alles gleichmäßig gebräunt wird. Oder ihr ignoriert es für etwas Abwechslung beim Essen: Ein Teil schön knuspriger Käse und der andere Teil eher weich und cremig.

Backen und Braten

Bei statischen Speisen, die ihr nicht schütteln könnt (z. B. Kuchen, kleine Brote, Pizza oder überbackene Toasts), muss dieser Hitzestau im hinteren Bereich zwingend berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich, die Position der Backwaren nach der Hälfte der Zeit manuell zu tauschen, um einseitige Röstaromen zu vermeiden. Bei Fleisch (z. B. Hähnchenschenkel) sorgt die hohe Maximaltemperatur von 230°C für exzellente Röstaromen und eine krosse Haut, während das Innere saftig bleibt. 230°C erzeugen deutlich mehr Hitze als 200°C. Das sorgt gerade bei Kartoffeln, die ihr in der Heißluftfritteuse zu Pommes verwandelt, für ein deutlich knusprigeres Erlebnis.

Zwischenfazit zur Garleistung

Xiaomi hat das Problem der vertikalen Bauweise signifikant abgemildert, aber nicht physikalisch aus der Welt geschafft. Wer in der Küche keinen akuten Platzmangel hat, wird mit einer klassischen Dual-Zone-Fritteuse mit zwei Körben nebeneinander stets eine etwas gleichmäßigere Hitzeverteilung erzielen. Für den vertikalen Formfaktor liefert Xiaomi jedoch die aktuell beste Kompromisslösung am Markt.

System, Software und smarte Integration

Xiaomi-typisch fungiert das Gerät nicht als isolierte Insel, sondern gliedert sich nahtlos in die „Mi Home“-App ein. Die Anbindung erfolgt über das heimische WLAN. In der App finden sich dutzende vorinstallierte Rezepte, die Temperatur und Timer automatisch an das Gerät senden. Wer darauf verzichten möchte, bedient die Fritteuse autark über die LCD-Anzeige und die sensitiven Touch-Tasten an der Front. Diese funktionieren zielsicher, wenngleich klassische Drehregler schneller zu bedienen sind. Auch dürfte die akustische Bestätigung eines Tastendrucks, ein schrilles Piepsen, gern etwas leiser sein.

Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L Test Display

Das Display ist scharf genug und super ablesbar.

Hier stehen 14 vorkonfigurierte Programme zur Verfügung. Beide Zonen können nach Belieben selbst eingestellt werden. Nach dem Garvorgang werden die Speisen 30 Minuten lang warmgehalten.

App-Einbindung in Mi Home: Bei der Ersteinrichtung könnt ihr die WLAN-Anbindung auch gleich abschalten. Die smarte Konnektivität ist im Alltag weitgehend nutzlos. Vermutlich probiert ihr sie zu Beginn ein- bis zweimal aus und nutzt sie danach nie wieder.

Besonders hervorzuheben ist die „SYNC“-Funktion. Sie ist für Dual-Zone-Fritteusen unerlässlich. Plant ihr beispielsweise Hähnchen (Kammer 1: 200 Grad für 25 Minuten) und Pommes (Kammer 2: 220 Grad für 20 Minuten), pausiert das System die zweite Kammer intelligent so lange, bis beide Gerichte exakt zur selben Zeit servierfertig sind.

Wartung

Die Reinigung gestaltet sich erfreulich simpel. Sowohl die Körbe als auch die Crisper-Platten lassen sich mit heißem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm mühelos säubern. Die Antihaftbeschichtung erfüllt ihren Zweck tadellos. Von einer permanenten Reinigung in der Spülmaschine raten wir, wie bei allen Heißluftfritteusen, ab, um die Langlebigkeit der Beschichtung zu gewährleisten. Jonas nutzt das 4-Liter-Modell seit zwei Jahren und reinigt den Garkorb sogar in der Spülmaschine. Selbst hier hält die Teflon-Beschichtung noch einwandfrei.

Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L Test Vergleich

Die Xiaomi 3.5L Heißluftfritteuse leistet mir schon viele Jahre treue Dienste!

Ein spezieller Trocknungsmodus im Gerät hilft zudem, Restfeuchtigkeit im Gehäuseinneren nach dem Spülen zu eliminieren, was der Geruchsbildung vorbeugt.

Testergebnis

Getestet von
Erik Schmid

Der Xiaomi Smart Double Stack Air Fryer 12L ist ein beeindruckendes Stück Küchentechnik, das ein Platzproblem clever löst. Wer viel Fassungsvermögen für die Familie benötigt oder komplette Mahlzeiten in der Heißluftfritteuse zubereiten möchte, aber jeden Zentimeter Arbeitsfläche auf der Küchenzeile verteidigen muss, findet hier die derzeit beste vertikale Lösung.

Die Platzierung der Heizelemente an der Oberseite löst Xiaomi besser als die direkte Konkurrenz von Ninja. Die Hitzeentwicklung, das Garen von unten und die Bräunung der Speisen funktionieren astrein. Die intelligente „SYNC“-Funktion, die enorme Gesamtleistung von 2800 Watt und die App-Anbindung runden das Paket ab.

Ihr müsst euch jedoch der physikalischen Grenzen bewusst sein: Die extreme Bautiefe der Körbe sorgt für einen Luftstrom, der Speisen im hinteren Bereich deutlich schneller bräunt. Gelegentliches Schütteln oder Wenden ist auch hier der einzige Weg für ein gleichmäßiges Ergebnis.

Wer den horizontalen Platz hat, fährt mit einer breiten Heißluftfritteuse (zwei Garkörbe nebeneinander) rein gartechnisch immer noch besser. Wer jedoch in die Höhe bauen muss, bekommt bei Xiaomi für rund 150€ ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein Gerät, das im Dauereinsatz über Jahre hinweg treue Dienste leisten wird.

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Stephan
Gast
Stephan
3 Stunden her

Ich habe das Gerät seit ca. 14 Tagen täglich im Einsatz und bin sehr zufrieden.
Pommes werden super knusprig und auch Hähnchenschenkel werden wie im Ofen schön cross.

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