Inhaltsverzeichnis
- Einordnung im Qidi-Portfolio und Vergleich zum QIDI 4 Plus
- Verpackung, Lieferung und Lieferumfang
- Verarbeitung, Mechanik und Gesamtkonstruktion
- Die Filamenthalterung: Klarer Konstruktionsfehler
- Slicer und Workflow auf Orca-Basis
- Geschwindigkeit und Druckverhalten
- Der Luftfilter
- Lautstärke, Energieverbrauch und Alltagseinsatz
- Langzeitstabilität, Wartung und typische Alltagspunkte
- Bedienung und Display im Alltag
Der QIDI Q2 ordnet sich bewusst unterhalb des QIDI 4 Plus ein. Er ist weder ein Highspeed-Drucker noch ein auf maximale Geschwindigkeit ausgelegtes System oder Benchmark-Gerät. Stattdessen richtet er sich an Anwender, die einen kompakten, geschlossenen 3D-Drucker suchen, der zuverlässig arbeitet, technische Materialien beherrscht und saubere Ergebnisse ohne ständige Eingriffe liefert. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Prozesssicherheit statt auf maximaler Geschwindigkeit.
Nach dem sehr positiven Testbericht zum QIDI 4 Plus waren die Erwartungen an den QIDI Q2 entsprechend hoch. Nicht, weil der Q2 mehr leisten soll als der 4 Plus, sondern weil Qidi mit dem größeren Modell gezeigt hat, dass der Fokus klar auf Stabilität, reproduzierbaren Ergebnissen und geringem Wartungsaufwand liegt. Genau daran muss sich auch der QIDI Q2 messen lassen.
Einordnung im Qidi-Portfolio und Vergleich zum QIDI 4 Plus
Der QIDI 4 Plus ist auf Durchsatz ausgelegt. Großer Bauraum, hohe Geschwindigkeiten und starke Beschleunigungen machen ihn geeignet für größere Bauteile und Serien. Der QIDI Q2 verfolgt ein anderes Konzept: Er reduziert den Bauraum deutlich und verzichtet bewusst auf hohe Druckgeschwindigkeiten.
Das wirkt sich direkt auf das Druckverhalten aus. Der QIDI Q2 arbeitet ruhiger, gleichmäßiger und weniger aggressiv. Im Alltag führt das zu weniger Vibrationen, geringerem mechanischem Stress und einer insgesamt höheren Prozesssicherheit. Besonders beim Drucken von ABS und ASA zahlt sich dieser Ansatz aus.
Wer vom QIDI 4 Plus kommt, muss sich auf ein langsameres Arbeitstempo einstellen. Wechselt ihr hingegen von einem offenen Einsteigerdrucker, erlebt ihr den QIDI Q2 als deutlichen Qualitätssprung.
Verpackung, Lieferung und Lieferumfang
Qidi liefert den Q2 sehr sorgfältig verpackt. Der Hersteller setzt auf einen stabilen Umkarton mit passgenauen Schaumstoffeinlagen, die den Drucker während des Transports sicher fixieren. Alle beweglichen Teile sind zusätzlich gesichert. Im Test kam das Gerät ohne Transportschäden oder lose Komponenten an, was keine Selbstverständlichkeit ist.
Der Lieferumfang ist praxisgerecht zusammengestellt. Neben dem weitgehend vormontierten Drucker liegen eine flexible PEI-Federstahlplatte, ein Werkzeugset für Wartung und Düsenwechsel, ein USB-Stick sowie eine kurze gedruckte Anleitung bei. Für den Start ist alles Notwendige vorhanden. Ihr könnt den Drucker nach dem Auspacken und Entfernen der Transportsicherungen direkt in Betrieb nehmen, ohne weiteres Zubehör beschaffen zu müssen.
Verarbeitung, Mechanik und Gesamtkonstruktion
Beim Auspacken hinterlässt der QIDI Q2 einen sehr soliden Eindruck. Das Gehäuse wirkt stabil und verwindungssteif, Türen schließen sauber, Spaltmaße sind gleichmäßig. Der vollständig geschlossene Bauraum reduziert Geräusche, schützt vor Zugluft und sorgt für eine stabile Temperatur. Gerade bei ABS und ASA ist das entscheidend.
Die Achsen laufen ruhig und gleichmäßig. Qidi setzt bewusst auf kontrollierte Bewegungen statt auf extreme Beschleunigungen. Auch bei längeren Drucken bleibt das Laufgeräusch konstant. Resonanzen oder ruckartige Bewegungen traten im Test nicht auf.
Die Mechanik ist sauber montiert. Der Drucker steht stabil und verrutscht auch bei längeren Drucken nicht. Für den Einsatz im Büro oder im Unterricht stellt dies einen klaren Pluspunkt dar.
| Kategorie | Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|---|
| Allgemein | Drucktechnologie | Fused Deposition Modeling |
| Abmessungen | Bauraum (B×T×H) | 270x270x256mm |
| Geräteabmessungen | 402x438x494mm | |
| Verpackungsabmessungen | 480x520x585mm | |
| Gewicht | Nettogewicht | 18,1kg |
| Bruttogewicht | 23,5kg | |
| Mechanik | XY-Struktur | CoreXY |
| X-Achse | Hochharte Linearführungsschiene | |
| Y-Achse | 8mm hochharte lineare hohle Stahlwellen | |
| Z-Achse | Zwei unabhängige Spindelmotoren, 10mm Linearwellen und Spindeln | |
| Gehäuse | Außenhülle | Glas und Kunststoff |
| Gehäuserahmen | Stahl | |
| Antrieb | Motor | 42-48 Hochgeschwindigkeitsmotor |
| Druckkopf | Max. Temperatur | ≤370°C |
| Extruder-Getriebe | Doppelgetriebe aus gehärtetem Stahl | |
| Übersetzungsverhältnis | 8.9 : 1 | |
| Hotend | Keramikplattenheizung, Multimetall | |
| Aufheizen | Nur 40s Aufheizzeit von 30°C auf 220°C | |
| Temperaturmessung | Thermoelement | |
| Düse | Typ | Bimetall-Düse |
| Durchmesser | 0,4mm (0,2/0,6/0,8mm optional) | |
| Filament | Filamentschneider | Ja |
| Filamentdurchmesser | 1,75mm | |
| Heizbett | Heizbett-Typ | Aluminium-Substrat-Heizbett |
| Druckplatte | Doppelseitige magnetische PEI-Druckplatte | |
| Max. Temperatur | ≤120°C | |
| Geschwindigkeit | Max. Druckkopfgeschwindigkeit | 600mm/s |
| Max. Beschleunigung | 20.000mm/s² | |
| Kühlung | Hotend-Lüfter | 4-Pin PWM-Lüfter mit Drehzahlrückführung |
| Bauteillüfter | 4-Pin PWM-Lüfter mit Drehzahlrückführung | |
| Zusatz-Bauteillüfter | 4-Pin PWM-Lüfter mit Drehzahlrückführung | |
| Mainboard-Lüfter | Spannungsgesteuerter Lüfter | |
| Bauraum-Umwälzlüfter | Spannungsgesteuerter Lüfter | |
| Bauraum | Bauraumtemperatur | 2. Gen bis zu 65°C, unabhängige Bauraumheizung, 4-Pin PWM-Lüfter mit Drehzahlrückführung |
| Filter | Luftfilter | 3-in-1 Luftfilter: G3 Vorfilter + H12 HEPA + Kokosnussschalen-Aktivkohle |
| Materialien | Unterstützte Filamente | PLA, ABS, ASA, PETG, TPU, PA, PC, kohlenstoff-/glasfaserverstärkte Polymere etc. |
| Sensoren | Verhedderungserkennung | Ja (QIDI BOX erforderlich) |
| Filamentsensor | Ja | |
| Automatische Nivellierung | Im Hotend integrierter Wägezellen-Sensor | |
| Funktionen | Input Shaper | Ja |
| Stromausfall-Sicherung | Ja | |
| KI-Kameraerkennung | Ja | |
| Netzteil | Spannung | 110V / 220–240V AC, 50/60Hz (regionsspezifische Modelle verfügbar) |
| Nennleistung | 350W + 280W (Bauraumheizung) | |
| Elektronik | Display | 4,3 Zoll 480×272 Pixel Touchscreen |
| Speicher | 32GB eMMC und USB 2.0 Flash-Laufwerk | |
| Kamera | Bis zu 1080P, Zeitraffer unterstützt | |
| Schrittmotortreiber | TMC2240 | |
| Bewegungssteuerung | Single-Core Cortex-M4 | |
| Anwendungsprozessor | Quad-Core 1,1GHz Cortex-A35 | |
| Extruder-Prozessor | Single-Core Cortex-M4 | |
| Bedienung | Bedienoberfläche | Touchscreen, Mobile App, PC-Anwendung |
| Verbindung | Konnektivität | WLAN, Ethernet, USB |
| WLAN | Frequenzbänder | 2,4GHz |
| Sendeleistung (EIRP) | 18dBm (max.) | |
| Protokoll | IEEE 802.11b/g/n | |
| Software | Slicer | QIDI Studio und Drittanbieter (PrusaSlicer, Orca etc.), ggf. ohne alle erweiterten Funktionen |
| Dateiformate | STL, OBJ, 3MF, STEP (.stp/.step) etc. | |
| Betriebssysteme | Windows, MacOS, Linux |
Die Filamenthalterung: Klarer Konstruktionsfehler
Die seitlich montierte Filamenthalterung stellt den größten konstruktiven Schwachpunkt des QIDI Q2 dar. Sie ist mechanisch ungünstig ausgeführt und deutlich zu wackelig. Bereits bei normalen 1kg-Spulen entsteht sichtbare Bewegung.
Im Druckbetrieb führt das dazu, dass das Filament nicht gleichmäßig abrollt, zusätzliche Zugkräfte auf den Extruder wirken und unnötige mechanische Unruhe entsteht. Gerade bei einem Drucker, der konsequent auf Prozesssicherheit ausgelegt ist, passt dies nicht zum sonst stimmigen Gesamteindruck.
In der Praxis bleibt nur eine sinnvolle Lösung: Ihr solltet die serienmäßige Halterung durch eine externe, stabile Filamentführung ersetzen oder umbauen. Positiv ist, dass sich dieser Schwachpunkt leicht beheben lässt. Danach wirkt der QIDI Q2 deutlich runder.
- original
- selbst gedruckte Halterung
Slicer und Workflow auf Orca-Basis
Ein klarer Pluspunkt des QIDI Q2 ist der mitgelieferte Slicer auf Orca-Basis. Die Oberfläche ist übersichtlich, Einstellungen sind logisch gruppiert und die Standardprofile sind sehr gut auf die Hardware abgestimmt. In den meisten Fällen lassen sich Modelle ohne größere Anpassungen direkt drucken.
Im Alltag harmonieren Hardware und Software anstandslos. Drucke starten zuverlässig, laufen stabil durch und werden sauber übertragen. Die Netzwerkverbindung funktioniert unauffällig und zuverlässig. Der Workflow wirkt insgesamt modern und ausgereift.
Materialtests im Detail: PLA, PETG, ABS, ASA
Im Praxistest habe ich den QIDI Q2 mit PLA, PETG, ABS und ASA betrieben. Die Ergebnisse waren durchweg einwandfrei und teilweise überraschend.
- ABS
- PLA
- Benchy PLA
- Fehler
- Druckbett – Planheit
- Gesamtdruck
PLA ist für den QIDI Q2 eine leichte Aufgabe. Oberflächen sind sauber, Kanten scharf, Details klar erkennbar. Stringing tritt kaum auf. Auch längere Drucke laufen stabil durch. Für Alltagsdrucke liefert der Q2 konstant gute Ergebnisse. Lediglich bei einem Silk-Filament trat ein Fehler auf. Dies kann aber an meinen nicht für dieses Material optimierten Einstellungen liegen. Der Weihnachtsmann mit Schlitten besteht aus zusammengeklebten Einzeldrucken aus PLA und war absolut fehlerfrei.
PETG stellt höhere Anforderungen an Temperaturstabilität und Materialfluss. Auch hier zeigt der QIDI Q2 seine Stärken. Die Schichthaftung ist gut, der Materialfluss gleichmäßig. Selbst größere flächige Bauteile zeigen nur minimalen Verzug. Die PEI-Federstahlplatte sorgt für zuverlässige Haftung und erleichtert das Ablösen nach dem Druck.
ABS profitiert massiv vom geschlossenen Bauraum. Der QIDI Q2 hält die Temperatur stabil, was sich direkt in der Druckqualität zeigt. Risse und Warping bleiben im Test weitgehend aus. Für ein Gerät dieser Größe sind die ABS-Ergebnisse überzeugend.
ASA lässt sich ebenfalls zuverlässig drucken. Gerade für funktionale Bauteile, die im Außenbereich eingesetzt werden sollen, ist das ein klarer Vorteil. Hier zeigt der QIDI Q2, dass er mehr ist als ein reiner PLA-Drucker.
Geschwindigkeit und Druckverhalten
Qidi setzt bewusst auf moderate Beschleunigungen und ruhige Bewegungsabläufe. Im Alltag zahlt sich das aus: Der Drucker läuft ruhig, gleichmäßig und vorhersehbar. Gerade bei längeren Drucken ist das ein Vorteil. Es gibt keine aggressiven Richtungswechsel, keine lauten Resonanzen und keine unnötige mechanische Belastung.
Im direkten Vergleich mit dem QIDI 4 Plus wirkt der QIDI Q2 langsamer. Wer vom 4 Plus kommt, muss sich umstellen. Wer jedoch Wert auf saubere Ergebnisse und Prozesssicherheit legt, wird die entspannte Arbeitsweise des Q2 zu schätzen wissen.
Der Luftfilter
Der integrierte Luftfilter des QIDI Q2 erfüllt im Alltag seine Aufgabe unauffällig. Er reduziert Gerüche beim Drucken von ABS und ASA. Wunder solltet ihr allerdings nicht erwarten. Der Filter ersetzt keine professionelle Absaugung und ist nicht dafür gedacht, Emissionen vollständig zu eliminieren.
Für den Einsatz im Büro, im Homeoffice oder im Unterricht ist die Lösung dennoch sinnvoll, weil sie die Belastung reduziert und den Betrieb deutlich angenehmer macht. Wichtig ist, dass ihr den Filter regelmäßig prüft und bei Bedarf wechselt, damit die Wirkung erhalten bleibt.
Dank des geschlossenen Bauraums arbeitet der QIDI Q2 angenehm leise. Die Lüfter sind hörbar, aber nicht störend. Auch während längerer Drucke bleibt das Geräuschniveau konstant. Für den Einsatz im Büro, im Homeoffice oder im Unterricht ist das ein klarer Vorteil.
Der Energieverbrauch liegt im üblichen Bereich dieser Geräteklasse. Durch den geschlossenen Bauraum bleibt die Temperatur stabil, was sich positiv auf den Energiebedarf auswirkt. Es gibt keine extremen Lastspitzen, der Drucker verhält sich insgesamt unauffällig.
Im Alltag zeigt sich der QIDI Q2 als zuverlässiges Arbeitsgerät. Er benötigt wenig Aufmerksamkeit, druckt reproduzierbar und lässt sich problemlos in bestehende Arbeitsabläufe integrieren.
Im Langzeittest über mehrere Tage hinweg zeigte sich der QIDI Q2 als ausgesprochen stabil. Es kam zu keinen ungeplanten Druckabbrüchen, keinen Extrusionsproblemen und keinen plötzlichen Qualitätseinbrüchen. Die Schichthöhe blieb konstant, auch bei längeren Druckjobs mit ABS und ASA.
Gerade diese Zuverlässigkeit ist ein Punkt, der im Alltag oft wichtiger ist als reine Geschwindigkeit. Ein Drucker, der unbeaufsichtigt mehrere Stunden sauber durchläuft, spart Zeit und Nerven. Genau hier spielt der QIDI Q2 seine Stärken aus. Die Wartung gestaltet sich unkompliziert. Die Düse lässt sich ohne größeren Aufwand wechseln.
Die PEI-Federstahlplatte erleichtert das Entfernen der Druckteile und die Reinigung. Alle relevanten Komponenten sind gut erreichbar. Es gibt keine unnötig versteckten Schrauben oder schlecht zugänglichen Baugruppen.
Bedienung und Display im Alltag
Das Touchdisplay erfüllt seinen Zweck, wirkt aber nicht besonders schnell. Menüs öffnen sich mit einer leichten Verzögerung. Das ist kein echtes Problem, fällt im direkten Vergleich mit moderneren Systemen jedoch auf. Positiv bleibt, dass die Menüführung logisch und übersichtlich aufgebaut ist. Druckjobs, Temperatureinstellungen und Achsenfunktionen lassen sich ohne Umwege erreichen.
Bei häufiger Nutzung hilft eine klare und konsequente Routine im Alltag. Vor längeren Druckaufträgen solltet ihr die Bauplatte kurz prüfen und bei Bedarf reinigen. Das Filament solltet ihr vor dem Einführen sauber abschneiden, um eine zuverlässige Führung in den Extruder zu gewährleisten. Beim Materialwechsel empfiehlt es sich, kurz zu extrudieren, bis der Materialfluss stabil ist. Nach dem Drucken von ABS oder ASA sollte die Düse mit einem kurzen PLA-Purge gereinigt werden, bevor wieder PLA eingesetzt wird. Das trägt zu gleichmäßigen Ergebnissen und einem störungsfreien Betrieb bei.
Praxisempfehlungen aus dem Test des QIDI Q2
Um den QIDI Q2 möglichst stressfrei zu nutzen, haben sich im Test einige einfache Maßnahmen bewährt. Sie erfordern wenig Aufwand und sorgen unmittelbar für mehr Ruhe im Druckalltag. Als Ausgangspunkt empfiehlt es sich, die Standardprofile des Orca-basierten Qidi Slicers zu verwenden, da sie gut auf den Drucker abgestimmt sind.
Bei PETG ist es ratsam, die Lüfterleistung moderat einzustellen. Zu starke Kühlung verschlechtert häufig die Schichthaftung und wirkt sich negativ auf die Bauteilfestigkeit aus. Bei ABS und ASA ist eine stabile Umgebung wichtiger als eine hohe Druckgeschwindigkeit. Bei größeren Flächen solltet ihr die Geschwindigkeit reduzieren und starke Zugluft vermeiden, etwa durch häufiges Öffnen der Tür während des Drucks.
Für den Praxistest wurden bewusst unterschiedliche Modelltypen eingesetzt, da ein einzelner Benchy wenig über den Alltag aussagt. Entscheidend ist, wie der Drucker mit verschiedenen Geometrien umgeht. Kleine Funktionsteile mit engen Radien und Bohrungen geben schnell Aufschluss über die Maßhaltigkeit. Größere flache Platten und Deckel eignen sich zur Bewertung von Warping und Haftung. Hohe und schlanke Bauteile machen Z-Wobble und Schwingungen sichtbar. Gehäuseteile mit Überhängen zeigen, wie gut Kühlung und Stützstrukturen funktionieren. ABS- und ASA-Teile mit größeren Wandstärken lassen erkennen, ob es zu Rissbildung kommt.
Gerade bei flachen Bauteilen profitiert der QIDI Q2 von seiner ruhigen Fahrweise. Er arbeitet kontrolliert und nicht aggressiv. In der Summe entstehen dadurch häufig die besseren Oberflächen, auch wenn die Druckzeit etwas länger ausfällt.
Testergebnis
Der QIDI Q2 ist ein kompakter und zuverlässiger 3D-Drucker mit klarer Ausrichtung auf saubere Druckergebnisse und hohe Materialvielfalt. Besonders die sehr guten Ergebnisse mit PLA, PETG, ABS und ASA zeigen, dass es sich nicht um ein reines Einsteigergerät handelt, sondern um ein ernst zu nehmendes Arbeitswerkzeug.
Die Kombination aus ruhigem Druckverhalten, geschlossenem Bauraum und gut abgestimmtem Orca-basiertem Workflow sorgt für einen stressarmen Betrieb im Alltag. Die Filamenthalterung bleibt der einzige konstruktive Schwachpunkt, lässt sich aber mit geringem Aufwand beheben. Wer einen zuverlässigen Drucker mit Fokus auf Prozesssicherheit sucht, findet im QIDI Q2 ein stimmiges Gesamtpaket.
Zielgruppe: Der QIDI Q2 richtet sich an Anwender, die einen zuverlässigen Arbeitsdrucker suchen und im Alltag konstante Ergebnisse erwarten. Im Vordergrund stehen nicht maximale Geschwindigkeit oder ein möglichst großer Bauraum, sondern ein kontrollierter und stabiler Druckprozess.
Durch den kompakten Aufbau eignet sich der Drucker besonders für Arbeitsumgebungen mit begrenztem Platz. In Bildungseinrichtungen profitiert ihr von der einfachen Bedienung, dem geschlossenen Bauraum und dem ruhigen Betrieb. Auch in Büros und Werkstätten eignet sich der QIDI Q2 als zuverlässiges Werkzeug für Prototypen, Funktionsteile oder Gehäuse, ohne den Arbeitsalltag zu stören.
Im Marktvergleich grenzt sich der QIDI Q2 klar von offenen Einsteigergeräten ab. Der geschlossene Bauraum, die stabilere Mechanik und der gut abgestimmte Orca-basierte Slicer sorgen für eine höhere Prozesssicherheit und reduzieren typische Probleme wie Warping oder schwankende Druckqualität deutlich.
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Irgendwie komisch, dass jede Einordnung im Vergleich zu anderen Geräten fehlt. Ich verstehe den Drang zur Sicherheit über Geschwindigkeit – aber habt ihr das Gefühl, ein P1S oder P2S sei unzuverlässig? Oder einer der anderen, modernen Drucker? Das ist ein Eindruck, der bei mir keine Bestätigung finden kann – Geschwindigkeit+Zuverlässigkeit sind ja keine Begriffe, die zwangsläufig exklusiv laufen müssen. Die genannten Bambus sind entweder deutlich günstiger oder 20€ teurer, und ja: bieten einen etwas kleineren Bauraum. Schneller sind sie – aber unzuverlässiger? Kann ich mir schlecht vorstellen.
Der Artikel versteht sich nicht als Marktvergleich, sondern als praxisbezogene Einordnung des getesteten Geräts. Ziel war es, zu bewerten, wie zuverlässig und reproduzierbar der Drucker im Alltag arbeitet, nicht, ihn anhand von Datenblättern oder Maximalgeschwindigkeiten einzuordnen. In der Praxis zeigt sich aber, dass mit steigender Geschwindigkeit die Anforderungen an Material, Kalibrierung und Prozessstabilität deutlich steigen, vor allem bei langen Druckjobs und komplexen Bauteilen. Der Artikel stellt die Zuverlässigkeit anderer moderner Drucker nicht infrage. Geräte wie P1S oder P2S gelten zu Recht als schnell und leistungsfähig. Der getestete Drucker setzt jedoch einen anderen Schwerpunkt. Er liefert konstante Ergebnisse über viele Stunden,… Weiterlesen »