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Ninkear S13 im Test – das perfekte Sub-Notebook?

Getestet von Manuel am
Vorteile
  • helles und scharfes IPS-Panel
  • Mulit-Touch Panel
  • gute Verarbeitung
  • leise Kühlung
  • moderner, solider Prozessor
Nachteile
  • schlecht verarbeitete Tastatur
  • englisches Tastaturlayout
  • keine Erweiterung des Speichers möglich
  • geringe Anzahl an Anschlüssen
  • spiegelendes Display
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Mit dem Ninkear S13 haben wir ein interessantes Sub-Notebook im Test, das die Brücke zwischen Tablet und Notebook schlagen möchte. Mit 13 Zoll ist es einerseits kompakt und gleichzeitig groß genug, um damit produktiv arbeiten zu können. Die Designvorlage ist klar erkennbar und der Hersteller möchte dem Microsoft Surface Pro 12 Zoll Konkurrenz machen. Die Chancen stehen dafür nicht schlecht.

Test Ninkear S13 Design 9

Ein moderner Intel-Prozessor, zusammen mit 16GB RAM und einer schnellen 1TB großen SSD sind gute Grundpfeiler für ein angenehmes Nutzungserlebnis. Mit rund 700€ ist das Ninkear S13 kein Schnäppchen und daher sind die Erwartungen auch höher als bei einem typischen Einstiegsgerät mit einem Intel N150. Ob das Notebook die Erwartungen erfüllen konnte, zeigt unser Testbericht mit Erfahrungen aus dem Alltag der vergangenen drei Wochen.

Design und Verarbeitung

Ihr müsst das Ninkear S13 ein wenig zweiteilen. Einerseits ist da das 13 Zoll große Tablet und andererseits das Cover, das den Bildschirm schützt und die Tastatur mit Mousepad beherbergt. Mit 297 x 200 x 17 Millimeter inklusive Tastatur baut die Konstruktion grundsätzlich kompakt. Starke Magnete sichern die Verbindung, sodass sie sich nicht zufällig löst. Zwei zusätzliche Nasen sorgen für die richtige Position. Mit rund 871 Gramm ist das Tablet alleine für die verbaute Technik leicht und zudem astrein verarbeitet. Zusammen mit dem Tastaturcover wächst das Gewicht auf 1245 Gramm an. Der Hersteller setzt auf Aluminium zusammen mit einem sicheren Kickstand, der konstruktiv clever gelöst ist. Die Neigung lässt sich stufenlos bis zu einem Winkel von rund 155° einstellen. Die Lautstärkewippe befindet sich im Querformat links oben, zusammen mit der Status-LED und den beiden USB-C-Anschlüssen. Der einzelne USB-A-Anschluss ist rechts verbaut, während oben der Powerbutton sitzt.

Auf der anderen Seite habt ihr das Tastaturcover, das ein QWERTY-Layout besitzt und in der Qualität deutlich vom Tabletteil abfällt. Das Tastaturlayout kann mit den beigelegten Aufklebern angepasst werden. Die Grundplatte ist zwar steif genug, aber die Tastatur wölbt sich sicht- und spürbar nach oben. Deshalb ist das Tippgefühl auf den 16 x 16 Millimeter großen Tasten oberhalb der Space-Taste unangenehm. Mit dem Tastendruck drückt ihr das Chassis wieder nach unten, bevor es zum Tastenanschlag kommt. Der grundsätzliche Hub von 1mm ist in Ordnung.

Von ebenso einfacher Qualität ist das kleine Trackpad mit 104 x 53 Millimeter darunter, das zumindest Gesten unterstützt. Für ein 700€ teures Sub-Notebook ist die Qualität der Tastatur mangelhaft. Und auch von der versprochenen Tastaturbeleuchtung ist nichts zu sehen. Aber ihr könnt natürlich jede beliebige Bluetooth-Tastatur koppeln. Zudem ist kein Hallsensor verbaut. Schließt ihr das Cover, bleibt das Notebook weiterhin aktiv. Somit müsst ihr das Ninkear S13 explizit in den Ruhezustand versetzen oder ausschalten.

Der beigelegte Stift ist ein nettes Accessoire, bietet aber nicht die versprochenen 4.096 Druckstufen. Dank eines Gewichts von nur 13 Gramm liegt er gut in der Hand, sodass ihr ihn wunderbar für Notizen nutzen könnt. Da jedoch die Druckstufen fehlen, ist er zum Zeichnen ungeeignet. Über den USB-C-Anschluss wird dieser extern geladen. Dank der kleinen Schlaufe am Gehäuse könnt ihr den Stift dort verstauen.

Am Ende bleibt der fade Beigeschmack der schlechten Tastatur und auch der größeren Aufstellfläche gegenüber einem normalen Notebook. Parallel begleitet mich noch ein MacBook Neo, das bei gleicher Bildschirmgröße weniger Platz benötigt. Insbesondere im Zug, wo Tische ohnehin eher klein sind, ist ein Arbeiten mit dem Ninkear S13 kaum möglich.

Zubehör und Ausstattung

Der Lieferumfang des Ninkear S13 fällt eher bescheiden aus. Der Hersteller legt zwar ein 65W USB-Netzteil bei, aber das USB-Kabel ist mit 1,2m kurz und passt eher zu einem Tablet als zu einem Notebook. Dazu kommen eine kurze Anleitung und diverse Tastaturaufkleber. Eine Displayschutzfolie ist bereits auf dem Bildschirm angebracht.

Ein Blick in das Innere des Ninkear S13 gestaltet sich schwierig, da das Gehäuse keine sichtbaren Schrauben besitzt. Somit müssen die verbauten Komponenten ausreichen. Theoretisch könntet ihr die 1TB große PCI-Express-SSD im M.2-Slot tauschen. Diese stammt von Maxio und nutzt das Modell MAP1202-1. Immerhin sind Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 mit an Bord. Es kommt Samsung-Arbeitsspeicher zum Einsatz und erfreulicherweise liegt dieser im modernen LPDDR5-Format mit einer Frequenz von 5600MHz vor.

Als Software kommt Windows 11 Pro mit deutschem Sprachpaket zum Einsatz. Der Check auf Schadsoftware verlief unauffällig und weitere Software ist nicht installiert. Eine Neuinstallation gestaltet sich schwierig, da der Schlüssel nicht im BIOS hinterlegt ist. Falls ihr Windows 11 neu installiert, sichert euch vorher den Schlüssel in eurem Microsoft-Konto. Ansonsten ist eine erneute Aktivierung notwendig. Auf der Ninkear-Seite gibt es keine Treiber, obwohl eine Supportseite existiert. Das AMI-BIOS dient eher Informationszwecken, denn wirklich wählbare Optionen fehlen.

Anschlüsse

Insgesamt ist das Ninkear S13 recht mager ausgestattet, denn neben zwei USB-C-Anschlüssen auf der linken Seite bietet das Notebook nur noch einen weiteren USB-A-Anschluss auf der rechten Seite. Einen 3,5mm-Klinkenanschluss oder einen Micro-SD-Slot sucht ihr vergebens. Zumindest könnt ihr beide USB-C-Anschlüsse für den Display-Out verwenden und damit theoretisch zwei externe Monitore ansteuern. Allerdings benötigt ihr einen USB-C-Anschluss zum Laden des S13. Daher seid ihr bei der externen Peripherie eingeschränkt.

Display

Test Ninkear S13 Display

Hier kann das Ninkear S13 mit seinem 13 Zoll großen IPS-Panel punkten. Die hohe Auflösung von 2560 x 1600 Pixel liefert ein knackig scharfes Bild. Die Ablesbarkeit aus verschiedenen Blickwinkeln ist gut, nur im Sonnenlicht fehlen der Anzeige die Reserven. Mit 283 Lux wird der Laptop an hellen Tagen nicht ausreichend hell, um Inhalte vom Bildschirm gut ablesen zu können. Im direkten Sonnenlicht versagt die Anzeige aufgrund der Spiegelungen und der geringen Maximalhelligkeit. Die maximale Bildwiederholungsfrequenz beträgt die üblichen 60 Hertz.

Das Touchdisplay beherrscht Multitouch. Unsere Messungen bestätigen den guten Ersteindruck mit einem hohen Kontrastwert von 1500:1. Allerdings fallen die Farbabweichungen deutlich aus und das Panel ist ab Werk eher kühl abgestimmt. Auch die Homogenität der Anzeige ist verbesserungswürdig. Die versprochene 100% Abdeckung des sRGB-Farbraums wird mit 88% nicht erreicht.

Somit ist die Anzeige des Ninkear S13 zwar angenehm scharf und ausreichend hell, aber für Arbeiten mit Bildern nur bedingt geeignet.

Leistung

Im Inneren arbeitet ein moderner Intel Core Ultra 5 115U, womit ein Meteor-Lake-Chip der unteren Preisklasse verbaut wurde. Dieser wurde 2024 vorgestellt, verbindet insgesamt 8 verschiedene Kerne miteinander und kann 10 Threads gleichzeitig verarbeiten. Da insgesamt drei verschiedene Kern-Arten im Prozessor arbeiten, ist der maximale Takt von 4,2GHz wenig aussagekräftig. Die beiden P-Cores unterstützen Hyperthreading. Grundsätzlich liegt die TDP bei 15 Watt, aber kurzfristig sind 57 Watt möglich. Aufgrund der begrenzten Kühlfläche wurde dieser Wert im Test nicht erreicht. Der Check mit CPU-Z verlief unauffällig und die versprochene CPU ist verbaut. In jüngster Vergangenheit gab es bei AMD Auffälligkeiten bezüglich gefälschter Prozessoren. Das Ninkear S13 ist davon nicht betroffen.

Im Test fühlte sich die Bedienung jederzeit flüssig an. Einen großen Anteil daran haben der großzügige Arbeitsspeicher und die schnelle SSD. Das Ninkear S13 eignet sich gut für die üblichen Standardaufgaben und bewältigt auch Bildbearbeitung. Programme wie Office oder der Webbrowser laden zügig und insbesondere bei der Nutzung von vielen Tabs macht sich der große Arbeitsspeicher bezahlt. Lediglich zum Spielen ist das Notebook aufgrund der integrierten GPU mit nur 3 X-Cores weniger geeignet. Hierbei steht zudem die hohe Bildschirmauflösung im Weg. Dafür hat sich der Hersteller bei der Kühlung Gedanken gemacht, sodass das Ninkear S13 auch unter Last sehr leise bleibt. Im Alltag ist das Notebook mit 34dB(A) kaum zu hören. Unter Stress, wie mit Prime95 simuliert, steigt die Lautstärke auf moderate 39dB(A) und die Temperatur auf 43°C am Gehäuse an.

Benchmarks

Geekbench Single (v6)
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000
Geekbench Multi (v6)
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
3DMark Timespy
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
4.500
5.000

Übertragungsgeschwindigkeiten

interne SSD
Lesen Speed IOPS Delay
SEQ 1MiB (Q= 8, T= 1) 3.434,65MB/s 3.275,5IOPS 2.440,99us
SEQ 128KiB (Q= 32, T= 1) 3.425,99MB/s 26.138,3IOPS 1.222,88us
RND 4KiB (Q= 32, T=16) 1.121,26MB/s 273.744,4IOPS 1.826,64us
RND 4KiB (Q= 1, T= 1) 61,64MB/s 15.049,8IOPS 66,31us
Schreiben
SEQ 1MiB (Q= 8, T= 1) 2.298,41MB/s 2.191,9IOPS 3.643,15us
SEQ 128KiB (Q= 32, T= 1) 2.298,43MB/s 17.535,6IOPS 1.822,82us
RND 4KiB (Q= 32, T=16) 976,85MB/s 238.490IOPS 1.112,70us
RND 4KiB (Q= 1, T= 1) 199,56MB/s 48.721,7IOPS 20,41us
USB-C Port
Lesen Speed IOPS Delay
SEQ 1MiB (Q= 8, T= 1) 2.053,13MB/s 1.950,3IOPS 4.092,85us
SEQ 128KiB (Q= 32, T= 1) 1.575,96MB/s 13.074,8IOPS 2.435,53us
RND 4KiB (Q= 32, T=16) 83,55MB/s 45.510,7IOPS 11.136,57us
RND 4KiB (Q= 1, T= 1) 25,59MB/s 7.677,5IOPS 130,01us
Schreiben
SEQ 1MiB (Q= 8, T= 1) 1.214,94MB/s 1.751,3IOPS 4.555,03us
SEQ 128KiB (Q= 32, T= 1) 1.446,25MB/s 12.418,7IOPS 2.569,16us
RND 4KiB (Q= 32, T=16) 122,98MB/s 51.915IOPS 9.696,40us
RND 4KiB (Q= 1, T= 1) 64,98MB/s 17.303,7IOPS 57,63us

SSD Benchmark (read)
0
800
1.600
2.400
3.200
4.000
4.800
5.600
6.400
7.200
8.000
SSD Benchmark (write)
0
800
1.600
2.400
3.200
4.000
4.800
5.600
6.400
7.200
8.000

Die Übertragungsraten bewegen sich auf dem üblichen Niveau für PCI-Express 3.0 und sind im Mittelfeld angesiedelt. Der Wi-Fi-Empfang ist mittelmäßig. Schon zwei Wände vom Router entfernt spürt ihr erste Einschränkungen.

Kamera, Mikrofon und Lautsprecher

Im Ninkear S13 sind wie in einem Tablet gleich zwei Kameras verbaut, eine auf der Vorder- und eine auf der Rückseite. Die Qualität der Aufnahmen ist lediglich durchschnittlich. Vor allem die Frontkamera weist einen Rotstich auf. Die rückseitige Kamera mit 5 Megapixeln schlägt sich ein wenig besser. Für Schnappschüsse ist die Qualität ausreichend und auch für Videocalls brauchbar. Mein Gegenüber konnte ich dank der zwei Mikrofone gut verstehen und ein Übersprechen war nicht erkennbar. Die Stereolautsprecher klingen mittelmäßig, was aufgrund der Baugröße jedoch nicht verwundern sollte. Die Lautstärke ist in Ordnung, bei maximalem Pegel kommt es allerdings zu einem minimalen Übersteuern.

Akkulaufzeit

Mit 42Wh fällt der Akku des Ninkear S13 eher klein aus, was angesichts des geringen Gewichts jedoch nicht verwundert. Mit maximal 65 Watt wird das Notebook geladen. Im Alltag sind je nach Bildschirmhelligkeit 4-5 Stunden Laufzeit realistisch, im reinen Office-Workload hielt das Notebook nur knapp 4 Stunden durch. Ein Langläufer ist das Ninkear S13 damit nicht. Für das komplette Aufladen mit dem beigefügten 65-W-Netzteil müsst ihr rund 120 Minuten veranschlagen, solange ihr das Notebook nicht nebenbei nutzt.

Testergebnis

Getestet von
Manuel

So richtig überzeugen kann das Ninkear S13 nach dem Test nicht. Als reines Tablet ist es zu teuer und als Sub-Notebook scheitert es an der Tastatur. Wenn diese auf dem gleichen hohen Niveau wie das restliche Gerät wären, wäre das S13 eine gute Alternative zu den üblichen Anbietern. Positiv fallen das geringe Gewicht und die gute Anzeige auf. Auch die Hardwarebasis ist in Ordnung. Die geringe Anzahl an USB-Anschlüssen kann verkraftet werden und die Ausdauer des Ninkear S13 ist ausreichend. Für rund 700€ gibt es wesentlich bessere Alternativen, zumal klassische Laptops stabiler stehen als dieser Hybrid. Falls euch diese Art von Laptop gefällt, dann könnte das Alldocube iWork GT Ultra (zum Test) eine Alternative sein, das viele Merkmale teilt, ohne die Probleme mit der Tastatur.

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