Marktanalyse: IDC prophezeit Rückgang der Smartphone-Verkaufszahlen in 2026 um fast 13%
Das Marktforschungsunternehmen IDC prophezeit in einem Ausblick auf die nächsten Jahre einen drastischen Rückgang der Smartphone-Verkaufszahlen. Demnach sollen in 2026 rund 13% weniger Smartphones verkauft werden, als im Vorjahr. Dem Bericht zufolge dauere es bis mindestens 2030, bis das Niveau von 2025 wieder erreicht werde. Wenig überraschend sei der Grund für die erdrutschartige Prognose die aktuell andauernde Speicherkrise.
2026 sollen global nur 1,1 Milliarden Smartphones verkauft werden
Dieser Rückgang um 12,9% bringe den Smartphone-Markt auf sein schwächstes Niveau seit über zehn Jahren. Dazu sagt Francisco Jeronimo, Vizepräsident der Endgeräte-Abteilung:
Was wir derzeit erleben, ist keine vorübergehende Verknappung, sondern ein tsunamiartiger Schock, der seinen Ursprung in der Lieferkette von Speicherchips hat und dessen Auswirkungen sich auf die gesamte Unterhaltungselektronikbranche ausbreiten.
(Übersetzung durch uns)
Betroffen seien vor allem Hersteller von Android-Smartphones und von denen vor allem jene, die sich auf Budget- und Mittelklassemodelle fokussieren. Die stark steigenden Kosten von Speicherchips würden die Margen schmelzen lassen, sodass die höheren Kosten an die Kunden weitergegeben werden müssen. Apple und Samsung seien hingegen deutlich besser aufgestellt und könnten ihre Marktanteile während der Krise sogar ausbauen.
Jeronimo erwartet sogar eine Konsolidierung, da kleinere Hersteller unter anderem aufgrund von Lieferengpässen aus dem Markt ausscheiden werden.
Obwohl die Lieferungen einen Rekordrückgang verzeichnen werden, wird der durchschnittliche Verkaufspreis für Smartphones in diesem Jahr voraussichtlich um 14% auf einen Rekordwert von 523 US-Dollar steigen. Die Speicherpreise werden sich zwar bis Mitte 2027 voraussichtlich stabilisieren, aber wahrscheinlich nicht wieder das vorherige Niveau erreichen, wodurch das Segment unter 100 US-Dollar (…) dauerhaft unrentabel wird.
(Übersetzung durch uns)
Weil vor allem eher günstige Smartphones voraussichtlich teurer und knapper werden, sind einige Regionen laut IDC voraussichtlich stärker betroffen. In Afrika und im Mittleren Osten soll es den stärksten Rückgang um 20,6% im Jahresvergleich geben. Gegenüber Bloomberg sagte Nabila Popal, Senior Research Director bei IDC:
Die Zölle und die Pandemiekrise wirken im Vergleich dazu wie ein Witz.
Auch bei Counterpoint Research wird das Jahr 2026 in der Prognose kein Ponyhof. Dort ist von einem Rückgang um 12,4% die Rede.
Unsere Einschätzung
Es scheint, als wären sich alle großen Marktforschungsunternehmen einig: Vor allem für Budget- und Mittelklassemodelle wird 2026 ein bemerkenswert schlechtes Jahr. IDC spricht sogar von Konsolidierungen und sieht Smartphones unter 100 US-Dollar aussterben. Der Grund ist offenbar die Speicherkrise, die nicht nur uns direkt beim Kauf einer Festplatte oder von RAM, sondern auch die Hersteller von Smartphones und anderen Geräten betrifft.
Wer wird die Krise eurer Meinung nach nicht überstehen? Schreibt uns eure Vermutung gerne in die Kommentare!
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Wenn es wirklich so kommt, wie die Prognose verdeutlicht, dann könnten bald wirklich leider zeitnah Smartphone Marken, die es in letzter Zeit sowieso schon schwer hatten wie beispielsweise “OnePlus” ganz verschwinden… Hoffen wir mal nicht aber ein Rückgang von rund 13% würde wahrscheinlich die meisten Hersteller treffen, wenn es denn wie gesagt wirklich so kommt…