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Der GTBOX T1 richtet sich vor allem an Nutzer, die statt eines herkömmlichen Mini-PCs im quadratischen Format ein außergewöhnliches Design auf dem Schreibtisch bevorzugen. Der kompakte Mini-PC, der sich optisch offensichtlich am Apple HomePod orientiert, soll für jede erdenkliche Office- oder Multimedia-Anwendung geeignet sein. Die spezielle Optik ist kein Zufall: Der GTBOX Mini-PC besitzt eingebaute Stereo-Lautsprecher – definitiv ein Alleinstellungsmerkmal. Zusätzlich verfügt er über eine RGB-Beleuchtung. Wir haben getestet, ob der aktuelle Preis von fast 600€ in Relation zum Gebotenen steht oder ob es sich bei dem PC eher um einen Blender handelt.
Design, Verarbeitung & Lieferumfang
Der kleine PC kommt in einem schlichten weißen Karton. Überraschungen im Lieferumfang sind bei Mini-PCs ohnehin selten. Neben dem Gerät liegt lediglich das übliche Zubehör bei. Dieses besteht aus einem Netzteil mit CN-Stecker und einer Leistung von 120 Watt. Das zugehörige Kabel misst 1,20 Meter. Der Hersteller legt zwar einen Reiseadapter in Ramschware-Qualität bei, dieser ist aufgrund seiner Abmessungen jedoch für keine handelsübliche Schuko-Steckdose nutzbar. Glücklicherweise hatten wir noch einen passenden Netzstecker zur Hand, um diesen Test durchzuführen. Besorgt euch am besten ein handelsübliches Kabel mit Mickey-Maus-Stecker. Außerdem befindet sich ein nicht weiter spezifiziertes HDMI-Kabel im Lieferumfang. Damit ist der „üppige“ Lieferumfang bereits komplett.
Quadratisch, praktisch, gut! Gemeint ist nicht die Schokolade aus Stuttgart, sondern das meist schlichte Design handelsüblicher Mini-PCs. Der große Vorteil der kantigen Form: Sie finden meist auch auf überfüllten Schreibtischen noch Platz, passen oft unter den Monitor oder lassen sich mithilfe einer VESA-Halterung direkt am Bildschirm befestigen. Beim GTBOX T1 entfällt diese Option. Da das Gerät vertikal steht, benötigt ihr entsprechenden Platz am Arbeitsplatz. Das äußere Erscheinungsbild dieses Mini-PCs ist jedoch absolut gelungen.
Das zylindrische, dunkelblaue Gehäuse des GTBOX T1 besteht vollständig aus Kunststoff und ist mit einer blau-schwarzen Textiloberfläche bespannt. Die Abmessungen betragen 159 x 112 Millimeter, das Gewicht liegt bei 798,7 Gramm. Ein Gummiring mit drei Fortsätzen an der Unterseite gewährleistet einen sicheren Stand. Auf der Oberseite befindet sich ein LED-Ring, der abwechselnd in den Farben Grün, Orange und Blau leuchtet. Direkt nach dem Einschalten des PCs leuchtet der Ring rot. Die wechselnden Farbmodi passt ihr nach Belieben im UEFI manuell an oder deaktiviert sie. An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen. Einzig auf die Textiloberfläche müsst ihr achten. Bei unserem Testgerät löste sich eine Faser der Textilnaht. Mit geschultem Auge ist dies auf den unten gezeigten Fotos (ca. 11 Uhr) erkennbar.
Technische Daten, Konnektivität & Kommunikation der GTBOX T1
Auf der Rückseite integriert der Hersteller zahlreiche zeitgemäße Schnittstellen. Ein SD-Karten-Slot fehlt. Oberhalb der Anschlüsse befindet sich die Einschalttaste. Meckern auf hohem Niveau, aber da der Mini-PC vermutlich meist im hinteren Bereich des Schreibtischs steht, wäre ein Einschalter an der Front oder Oberseite komfortabler. Per Reset-Taste (Pin zum Eindrücken) setzt ihr das System schnell zurück. Im Bereich der drei Kühlkörper wird es zwar etwas wärmer, die Abluft sorgt dort jedoch für keine nennenswerte Hitzeentwicklung.
Alle Spezifikationen auf einen Blick
| Modell | GTBOX T1 (EXR1) |
|---|---|
| CPU | AMD R7 8745HS (8 Kerne / 16 Threads) |
| GPU | 780M (RDNA 3) mit DirectX 12 Support |
| RAM | 32GB DDR5 |
| Speicher | 1TB PCIe Gen 4.0 NVMe SSD |
| Betriebssystem | Windows 11 Pro |
| WLAN / Bluetooth | WiFi 6, Bluetooth 5.0 |
| Anschlüsse | 1× AUX (3,5mm Klinke) 1x USB 4.0 (40Gbit/s / 8K (60Hz)) 3x USB 3.2 1x USB 2.0 1x HDMI 2.1 1x DisplayPort 2.0 1× 2,5G LAN (RJ45) 1x Netzstecker 1x PIN Reset |
| Lautstärke | 30 – 45dB(A) |
| Abmessungen | 159 × 112mm |
| Gewicht | 799g |

Leistung des GTBOX T1 & Upgrademöglichkeit(en)
Mit dem Ryzen 7 8745HS setzt der Hersteller auf einen sehr starken und sparsamen 8-Kern-Prozessor. Die CPU basiert auf der Hawk Point (Zen 4)-Architektur und wird im fortschrittlichen 4-Nanometer-Verfahren gefertigt. Der Basistakt der CPU-Kerne liegt bei 4,9GHz.
- AS SSD Benchmark
- CrystalDiskMark
- Geekbench 6 CPU
- Geekbench 6 OpenCL
- Geekbench 5 CPU
- Geekbench 5 OpenCL
- Cinebench Multi
- Cinebench Single
Leistung in der Praxis
Was bedeutet das im Alltag? Für reine Office-Anwendungen, Web-Browsing mit dutzenden Tabs oder 4K-Streaming ist der GTBOX T1 beinahe unterfordert. Die 8 Kerne langweilen sich bei Word und Excel regelrecht, sodass ihr jederzeit ein absolut flüssiges Systemerlebnis genießt.
Spannender wird es beim Gaming: In Kombination mit der AMD Radeon 780M GPU, die derzeit zu den stärksten integrierten Grafikeinheiten zählt, bietet der GTBOX eine beachtliche Leistung für seine Größe. E-Sports-Titel wie League of Legends, Valorant oder CS2 spielt ihr in Full-HD flüssig mit hohen Bildraten. Selbst anspruchsvollere AAA-Titel wie Cyberpunk 2077 oder Shadow of the Tomb Raider sind spielbar, wenn ihr die Details reduziert und auf Upscaling-Technologien wie FSR zurückgreift. Für einen dedizierten High-End-Gaming-PC reicht es nicht, aber als potente Konsole für Gelegenheitsspieler macht der kleine Würfel eine gute Figur.
Speicher der GTBOX T1
Dank 32GB DDR5-RAM ist anspruchsvolles Multitasking mit Windows 11 oder leichte Video- und Bildbearbeitung kein Problem. Als Massenspeicher kommt eine 1TB große PCIe-4.0-SSD zum Einsatz. Diese gehört zwar nicht zu den Spitzenreitern ihrer Klasse, bietet aber für schnelle Systemstarts und kurze Ladezeiten in Spielen mehr als genug Geschwindigkeit.
Für gewöhnlich gewähren Hersteller einfachen Zugang zu den Komponenten, um Bauteile wie RAM oder SSD zu ersetzen. Beim GTBOX T1 ist dies prinzipiell ebenfalls möglich, allerdings rät der Hersteller vom Öffnen des Geräts ab. Die Gefahr ungewollter Beschädigungen am Gehäuse und den Komponenten ist zu hoch.
Anschlüsse
Daneben stehen USB-3.2- und USB-2.0-Anschlüsse im USB-A-Format zur Verfügung. Für die Bildausgabe bietet das System HDMI 2.1 und DisplayPort 2.0, womit ihr mehrere hochauflösende Monitore parallel betreibt. Hervorzuheben ist der USB-C-Anschluss (USB 4.0), der Datenübertragungsraten von bis zu 40Gbit/s ermöglicht und den Anschluss externer Grafikkarten (eGPU) erlaubt.
Lüfter
Der temperaturgesteuerte Lüfter kühlt das System sehr effizient; eine nennenswert hohe Geräuschentwicklung ist nicht vorhanden. Im Leerlauf ist der Mini-PC mit ca. 30dB(A) nahezu unhörbar. Unter Volllast liegt die Geräuschentwicklung bei akzeptablen 40-45dB(A). Somit ist selbst in fordernden Situationen ein leises Arbeiten möglich.
System und UEFI
Zum Testzeitpunkt ist auf dem GTBOX T1 Windows 11 Pro (24H2) installiert. Das lizenzierte System ist frei von verdächtigen Dateien und unnötiger Bloatware. Virenscans von Drittanbietern blieben ohne Befund. Optionen für den TPM-2.0-Chip sind vorhanden.
Während des Tests kam es zu keinem ungewöhnlichen Verhalten. Vom Einschalten des PCs bis zum Anmeldebildschirm von Windows 11 vergehen knapp 25 Sekunden. Durch Drücken der Entf-Taste beim Startvorgang gelangt ihr in das offene UEFI, das neben dem Anpassen der LED-Farbmodi zahlreiche weitere Einstellungen bietet.
Audio & Mikro der GTBOX T1
Die Bezeichnung „Gamechanger“ wäre übertrieben, aber die beiden verbauten 5-Watt-Lautsprecher liefern ein überraschend gutes, klares Klangbild und verschaffen dem GTBOX T1 gegenüber anderen Mini-PCs einen Pluspunkt. Selbst auf maximaler Lautstärke übersteuern die Lautsprecher nicht. Für alltägliche Bürotätigkeiten, Podcasts, YouTube-Videos und gelegentliches Zocken ist die Soundqualität absolut ausreichend. Beim Musikhören kommt mangels Tiefen keine wirkliche Freude auf. Hier steht sich das Design des PCs selbst im Weg, denn aufgrund der Ähnlichkeit zu Bluetooth-Lautsprechern erwartet das Gehirn einen satteren Klang. Die Unterseite wäre für einen kleinen Tieftöner prädestiniert gewesen.
Das verbaute Mikro liefert prinzipiell gute Audioaufnahmen. Da sich jedoch der aktive Lüfter in unmittelbarer Nähe befindet, werden dessen Geräusche mit aufgezeichnet. Digitale Meetings solltet ihr daher besser mit einem Headset beitreten.
Stromverbrauch & Energieeffizienz
Der Stromverbrauch des schicken Mini-PCs bewegt sich im Leerlauf unter Windows 11 zwischen sparsamen 10 und 15 Watt. Im handelsüblichen Office-Betrieb, bzw. beim Abspielen eines 4K-Videos oder Surfen mit diversen offenen Tabs steigt die Leistungsaufnahme moderat auf 30 bis 40 Watt. Unter Volllast, zum Beispiel bei Benchmarks, genehmigt sich der GTBOX T1 mit bis zu 65 Watt doch schon ein wenig mehr Saft aus der Dose. Hier ist der aktive Lüfter natürlich deutlich(er) hörbar.
Testergebnis
Das Design der meisten Mini-PCs folgt einem einheitlichen Schema. Eine Ausnahme bildet der GTBOX T1. Mit seinem bewusst an einen Bluetooth-Lautsprecher erinnernden Erscheinungsbild hebt sich dieser Mini-PC deutlich von anderen Konkurrenzgeräten ab. Der PC sieht nicht nur aus wie ein Lautsprecher, er verfügt tatsächlich über eingebaute Stereo-Lautsprecher. Diese setzen zwar keine neuen klanglichen Maßstäbe, bieten aber einen Mehrwert im Vergleich zur Konkurrenz.
Erwähnenswert sind die potente CPU mit leistungsstarker integrierter Grafikkarte und die 32GB DDR5-Arbeitsspeicher. Dies macht den T1 zu einem fähigen Allrounder für den Office-Alltag. Auch genügend Leistung für das gelegentliche Spiel ist vorhanden. Nachteile sind die langsame SSD, die Lüftergeräusche bei Verwendung des integrierten Mikrofons und die fehlende Aufrüstbarkeit. Wir sprechen eine Kaufempfehlung für den GTBOX T1 aus.
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