Endlich mehr Power für Wearables: Snapdragon Wear Elite ist offiziell!
Endlich kommt Bewegung in den Markt der Android-Wearables: Qualcomm hat den neuen Chipsatz Snapdragon Wear Elite auf dem MWC in Barcelona vorgestellt. Der Nachfolger des Snapdragon W5 Gen 2, der unter anderem in der Google Pixel Watch 4 (zum Test) verbaut ist, soll vor allem mit einer dedizierten NPU für KI-Aufgaben und einer besseren CPU- und GPU-Performance punkten.
Snapdragon Wear, die zaghafte Entwicklung von Wearable-Chips
Für viele Jahre wurden Android-Wearables von den Chipherstellern mehr als stiefmütterlich behandelt. Qualcomm hat mit nicht ganz passenden Notlösungen gearbeitet und erst im Jahr 2022 einen größeren Sprung gemacht, der vor allem die Effizienz verbessert hat. Die Google Pixel Watch (zum Test) hat zum Beispiel auf einen wenig modernen Prozessor von Samsung gesetzt. Deren Nachfolger war mit dem 2022 vorgestellten Qualcomm Snapdragon W5 Gen 1 ausgestattet, den wir auch aus der OnePlus Watch 2 (zum Test) kennen.
Dessen Nachfolger, der Snapdragon W5 Gen 2 aus 2024, war dann wieder ein vorsichtiges, iteratives Update. Mit dieser Historie im Hinterkopf wird erst so richtig deutlich, was für ein gewaltiger Sprung der nun vorgestellte Snapdragon Wear Elite überhaupt ist.
Der Snapdragon Wear Elite im Überblick
Eigentlich bleibt beim neuen Wearable-Chip von Qualcomm nämlich nichts wie gehabt. Er wird im 3 Nanometer-Verfahren gefertigt, hat neue CPU-Kerne und auch noch mehr davon, dadurch deutlich mehr Leistung und eine neue GPU und NPU.
Mit an Bord sind ein Cortex A78 und vier Cortex A55. Zum Vergleich: Der Vorgänger war nur mit vier Cortex A53-Kernen ausgestattet. Qualcomm wirbt mit einer bis zu fünfmal so hohen Single Core-Leistung wie beim Vorgänger. Einen noch größeren Sprung macht die GPU, namentlich die Adreno A622. Hier wurde die Performance laut Hersteller um den Faktor sieben gesteigert. Die neue 3 Nanometer-Architektur soll außerdem die Akkulaufzeit um bis zu 30% verbessern.
Auch schnelleres Laden wird von dem Chipsatz unterstützt, bis zu 50% in zehn Minuten sollen möglich sein. Bei der Konnektivität liefert Qualcomm ebenfalls moderne Standards. Mit an Bord sind Dual Band-GPS, LTE und 5G RedCap (Reduced Capability), Bluetooth 6.0, WiFi 6 im Tri-Band, UWB und NFC. Unterstützt werden laut Datenblatt die Betriebssysteme Linux, WearOS, Android und FreeRTOS, ein Echtzeitbetriebssystem für eingebettete Systeme von Amazon Web Services.
Unsere Einschätzung
Die Angaben von Qualcomm deuten darauf hin, dass der Snapdragon Wear Elite der bisher größte Leistungssprung seit Bestehen der Snapdragon Wear-Familie sein wird. Im Vergleich mit dem direkten Vorgänger, der bereits eine solide Performance auf meiner Pixel Watch 4 liefert, soll die CPU-Leistung fünfmal so gut sein. Noch nicht bekannt ist bis dato, in welchen Wearables der Chip zum Einsatz kommen soll.
Mit der Vermutung, dass die voraussichtlich im Spätsommer dieses Jahres erscheinende Google Pixel Watch 5 auf den Prozessor setzen wird, lehnen wir uns vermutlich nicht allzu weit aus dem Fenster. Auch die kommende neunte Generation der Samsung Galaxy Watch und neue Uhren von Motorola könnten mit dem Snapdragon Wear Elite ausgestattet sein.
Ich persönlich bin sehr gespannt auf den neuen Chip und ich werde ihn voraussichtlich in der kommenden Google Pixel Watch 5 für euch testen. Schreibt uns eure Einschätzung ebenfalls gerne in die Kommentare!
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Wurde aber auch Zeit