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Aiyima S400 (V2) – kompakte Regallautsprecher im Test

Getestet von Max Drechsel am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • starker Sound
  • Sound gut anpassbar (Hardware Drehregler)
  • viele Anschlussmöglichkeiten (Cinch, Opt, BT)
  • SUB-Out und USB-DAC-Anschluss
  • Bluteooth 5.3
  • Fernbedienung vorhanden
  • saubere Verarbeitung
  • kleiner Formfaktor
  • umfangreicher Lieferumfang
  • Preis / Leistung
Nachteile
  • kein HDMI & 3,5mm Klinkenanschluss
  • keine App
  • ohne Anpassung der Bässe etwas flach
  • nur SBC Codec für Bluetooth
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Gute und günstige Regallautsprecher sind immer willkommen. Endlich gibt es Konkurrenz zu den etablierten Produkten von Edifier und Hecate. Mit den Aiyima S400 erhaltet ihr Zweikanal-Lautsprecher in einem kompakten Formfaktor für wenig Geld. Sie versprechen ein schlichtes Design mit hoher Leistung. Viel Spaß beim Lesen des Tests.

Design & Verarbeitung

Aiyima S400 Test Design 2

Wir erweitern unsere Regallautsprechertests, denn die Aiyima S400 bieten interessante Features. Ein Lautsprecher misst mit Füßen 135 x 138 x 197 Millimeter (B x T x H) und gemeinsam kommen sie auf rund 2640 Gramm. Sie sind als klassisches Zweiwegesystem mit einem Hochtöner im oberen Drittel und einem Tiefmitteltöner in der unteren Hälfte ausgeführt. Dazwischen liegt ein pfeilartiges Designelement, das die Status-LED und den Infrarotsensor für die beiliegende Fernbedienung beherbergt.

Die Aiyima S400 sind in Schwarz und Weiß erhältlich. Beide Varianten nutzen MDF als Basis, während eine PVC-Schicht für die Farbe sorgt. Abgesehen vom Pfeil sind die S400 sauber gestaltet: keine Schnörkel, abgerundete Ecken und nur eine sichtbare Schnittkante für die Kunststoffabdeckung an der Front.

Die Rückseite präsentiert sich anders. Aiyima bringt hier zahlreiche Anschlüsse unter. Darüber findet noch ein Bassreflexrohr Platz. Fast die gesamte Rückseite des Hauptlautsprechers wird genutzt. Die mit sechs Schrauben befestigte Blende lässt sich entfernen, um an das Innere zu gelangen. Folgende Elemente sind vorhanden:

Drei Schalter:

  • Power-Button / Eingangswahl
  • Aiyima S400 Test ConnectionsVorheriger Titel
  • Nächster Titel

Drei Drehregler:

  • Lautstärke
  • Höhenregler
  • Bassregler

Außerdem:

  • Stromanschluss
  • Anschluss für den linken Lautsprecher
  • USB-A-Anschluss für DAC
  • Opt-Eingang (SPDIF)
  • RCA-Eingang (Cinch)
  • SUB-Ausgang (Cinch)
  • Bluetooth

Es fehlen lediglich ein HDMI-Anschluss und ein 3,5mm-Klinkeneingang, wobei sich Letzterer per Adapterkabel über den RCA-Eingang realisieren lässt.

Da Aiyima selbst Verstärker vertreibt, überrascht der Einsatz eines Class-D-Verstärkers aus dem eigenen Sortiment nicht. Verbaut ist ein Texas Instruments TPA3118, der eine maximale Leistung von 100 Watt bietet. Aiyima nutzt davon 50 Watt RMS für die beiden Lautsprecher.

Verarbeitungstechnisch machen die S400 eine gute Figur und wirken hochwertig. Sie stehen auf einfachen Gumminoppen; hier wäre eine hochwertigere Lösung möglich gewesen, ansonsten gibt es keine Kritikpunkte.

Aufgepasst bei der Versionswahl. Wir hatten die S400 Version 2.0 im Test. Es gibt die S400 auch als Auslaufmodell 1.0. Dieses ist laut mehreren Berichten ebenfalls solide, kann aber nicht mit dem hier getesteten Refresh mithalten. Version 1.0 bietet weniger Anschlüsse und ein reines Plastikgehäuse statt MDF. Optisch unterscheiden sich die beiden Varianten nur leicht, daher heißt es: aufgepasst. Die S400 V1 besitzen keinen Pfeil zwischen den Lautsprechern. Auf der Website von Aiyima werden weiterhin die S400 V1 angezeigt. Unsere Verlinkung auf das Amazon-Angebot führt jedoch zuverlässig zur neuen Variante.

Energieverbrauch

Wir haben das Strommessgerät an die Lautsprecher angeschlossen, um euch einen Überblick über den Verbrauch zu geben.

  • Stand-by (kein Gerät verbunden, passiv): ~1W
  • Stand-by (Gerät verbunden, aber keine Audioausgabe, aktiv): ~2W
  • Stand-by (ausgeschaltet): ~0,2W
  • 50% Lautstärke: ~7,5W

Lieferumfang der Aiyima S400

Aiyima S400 Test Design 1

Aiyimas S400 erreichen euch in einer kompakten und schlichten Box. Im Inneren sind sie mit Schaumstoff gepolstert.

  • Aiyima S400 Lautsprecher
  • Optisches Kabel (ca. 100cm)
  • 3,5mm-Klinke-auf-Cinch-Kabel (ca. 1,5m)
  • Cinch-auf-Cinch-Kabel (Mono, Verbindung zum passiven Lautsprecher, ca. 200cm)
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • EU-Netzadapter (21V/1,5A, ca. 180cm)
  • Fernbedienung

Soundqualität der Aiyima S400

Aiyima S400 Test Design 15

Wie erwähnt, bietet Aiyima bei den S400 bis zu 100 Watt an. Der Verstärker liefert jeweils 25 Watt RMS an die einzelnen Lautsprecher. Dies teilt sich in 10 Watt für den Hochtöner und 15 Watt für den Tiefmitteltöner auf. Die S400 besitzen viel Leistung für ihre Größe und beschallen problemlos größere Räume.

Beim Hochtöner fiel die Wahl auf ein 20mm-Seidenkalotten-Modell. Beim Tiefmitteltöner setzt der Hersteller auf außergewöhnliche Materialien. Aiyima wählte die Angabe von 3 Zoll, was 76,2mm entspricht, und verwendet eine Membran aus Glasfaser – keine Selbstverständlichkeit. Glasfasermembranen gelten als robust und bieten einen neutralen, klaren Klang.

Frequenz: 45–20.000Hz
Bluetooth: 5.3
Treibergröße: 2x 20mm & 2x 76,2mm
Chipsatz: TPA1338
Eingänge: Bluetooth, Cinch, USB-C
Nennleistung: 2x 25W
Maximale Leistung: 100W
Gewicht: 2,64kg
Reichweite: bis zu 20m
Modellnummer: S400
Widerstand: Hoch 6 Ohm / Tief 8 Ohm
Einzelnutzung:
Lautstärke: 85dB
Hochauflösender Codec: Nein
Profile/Codecs: AVRCP 1.6, A2DP 1.3, SBC
Akkukapazität:
Wasserresistenz:

Sound

Aiyima S400 Test DAC

Im Test standen die Aiyima S400 mehrere Wochen auf meinen Edifier S1000. Sie sind im Vergleich so kompakt, dass dies problemlos möglich war. Praktischer Nebeneffekt: Beim Sitzen vor dem PC standen sie genau auf Kopfhöhe.

Verwendet wurde der SPDIF-Eingang, da auch die S1000 so angeschlossen sind. Hierbei ist zu beachten, dass die Lautsprecher weiterhin über den integrierten Lautstärkeregler gesteuert werden können, zusätzlich jedoch auch über die Software am PC.

Akustische Einschätzung: Im Mittel sind die S400 ausgeglichen und warm abgestimmt. Der Hochtonbereich glänzt durch eine verzerrungsfreie Wiedergabe, auch bei hohen Lautstärken. Ein Beispiel: „Sturmnacht“ von Schandmaul beginnt mit klangvollen Dudelsäcken und einer Drehleier – beides anspruchsvolle Töne für Hochtöner. Bevor die S400 aufgaben, war die Lautstärke bereits grenzwertig hoch (50%). Standardmäßig sind die Bässe etwas zurückhaltend, was sich mit dem Gain-Regler an der Rückseite ändern lässt. Den guten Höhen könnt ihr so mehr Raum verleihen, besonders der Tieftonbereich profitiert davon. Über 50% (bei maximaler Lautstärke) schleichen sich bei rockigen Stücken leichte Unsauberkeiten ein.

Für ihre Größe und den Preis gibt es an den S400 kaum Kritik. Die Stereoabdeckung funktioniert hervorragend, und bei simuliertem Surroundsound lassen sich Richtungen gut orten.

Bluetooth & App

Die Aiyima S400 unterstützen Bluetooth 5.3, nutzen jedoch lediglich SBC. Dies wirkt auf dem Datenblatt schwächer als die Verbindungen über den optischen oder den Cinch-Anschluss. Die Kopplung funktioniert reibungslos.

Aiyima S400 Test Design 8

Die Aiyima S400 verfügen über keine App. Einstellungen oder Firmware-Updates sind nicht möglich. Immerhin greifen die Drehregler für Lautstärke, Höhen und Bässe auch im Bluetooth-Modus.

Fernbedienung

Aiyima legt eine schlanke Fernbedienung aus mattem Kunststoff bei – Standard-OEM-Ware ohne besonders wertige Anmutung. Mit ihr schaltet ihr die drei Soundmodi „Movie“, „Music“ und „Dialog“ durch. Zudem findet ihr darauf eine Mediensteuerung und eine Kurzwahl für die Eingänge. Da nicht mehr Funktionen benötigt werden, dient die „M“-Taste zum Durchschalten der Eingänge.

Positiv fällt die Stummschalttaste auf. Batterien fehlen im Lieferumfang; ihr benötigt zwei AAA-Batterien. Leider lassen sich die Einstellungen für Höhen und Bässe nicht über die Fernbedienung anpassen.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Für Lautsprecher im Bereich um die 80€ performen die Aiyima S400 ganz ausgezeichnet. Sie schaffen den Spagat zwischen kleinem Formfaktor, ausreichend Leistung und gutem Klang. Gleichzeitig bilden sie mit ihren vielen Eingängen und Regelmöglichkeiten direkt am Gerät eine solide Basis, um sie ordentlich auf die eigenen Vorlieben abzustimmen.

Ich verstehe, dass Aiyima keine Notwendigkeit für eine App sieht und die kabellose Verbindung über Bluetooth nur ein Beiwerk, aber nicht den Fokus darstellt. Eine App ist auch nicht zwingend notwendig. Als Ersatz erhaltet ihr eine rudimentäre, aber ausreichende Fernbedienung.

Von mir bekommen die Aiyima S400 V2 eine Kaufempfehlung. Ein direkter Konkurrent wären wohl die Edifier M60 (zum Test), die zwar etwas mehr auf dem Kasten haben, allerdings auch deutlich teurer ausfallen. Etwas näher dran, aber immer noch teurer, liegen die MR3 (zum Test). Wer den Platz hat und ein Budget über 100€ ansetzt, greift eher zu den R1700BTs (zum Test). Ansonsten bietet Edifier gerade nichts mit dem gleichen Funktionsumfang für die aufgerufenen 80€ an.

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