Ihr besitzt bereits einen oder mehrere Tinywhoops oder habt euch nach unserem Testbericht zum BetaFPV Meteor 75 Pro eben dieses Modell gegönnt und sammelt nun fleißig Flugminuten? Dann haben wir mit den neuen BetaFPV Lava II 1S-LiPo-Akkus vielleicht genau das richtige Produkt für euch in unserem Testlabor! Was diese neuen 1S-Akkus so besonders macht und welche Akkulaufzeiten damit möglich sind, erfahrt ihr in diesem Testbericht.
Spezifikationen
Die neuen BetaFPV Lava II 1S-LiPo-Akkus stellen eine Weiterentwicklung des bereits seit Jahren erhältlichen BetaFPV 1S-Lava-Akkus dar. Neben den normalen „blauen“ BT2.0 1S-Akkus (die unter anderem beim Meteor 75 Pro (zum Test) im Lieferumfang beiliegen) und den LAVA 1S-Akkus (rot-schwarz) hat BetaFPV nun eine dritte, deutlich leistungsstärkere Akku-Variante für 1S-Tinywhoops im Angebot.
Insgesamt gibt es fünf verschiedene Typen des LAVA II 1S-Akkus, die sich vor allem in der Kapazität und der Größe (Abmessungen & Gewicht) unterscheiden. In der unten stehenden Tabelle sind die wichtigsten Fakten zu den fünf verschiedenen Akkugrößen aufgeführt.
Alle LAVA II 1S-Akkus besitzen erneut den bekannten BT2.0-Stecker, der sich in der Welt der 1S-Tinywhoops international durchgesetzt hat. Es handelt sich wie gewohnt um High-Voltage-LiPo-Akkus mit einer maximalen Spannung von 4,35V. Diese Features kennen wir bereits von den älteren Akkugenerationen von BetaFPV.
| LAVA II 1S 280mAh | LAVA II 1S 320mAh | LAVA II 1S 480mAh | LAVA II 1S 580mAh | LAVA II 1S 680mAh | |
| Gewicht (g) | 6,8g | 8g | 12,7g | 14g | 16,5g |
| Abmessungen (mm) | 54 x 10 x 6 | 64 x 10 x 6 | 61 x 15,5 x 6 | 70 x 15 x 6,5 | 80 x 15 x 6,5 |
| Kompatibilität | 65mm Tinywhoop | 65mm Tinywhoop | ab 75mm Tinywhoop | ab 75mm Tinywhoop | ab 75mm Tinywhoop |
| C-Rate | 95C | 95C | 95C | 95C | 95C |
| max. Spannung | 4,35V | 4,35V | 4,35V | 4,35V | 4,35V |
| Lagerspannung | 3,85V | 3,85V | 3,85V | 3,85V | 3,85V |
| Akkutyp | High-Voltage-LiPo-Akku | High-Voltage-LiPo-Akku | High-Voltage-LiPo-Akku | High-Voltage-LiPo-Akku | High-Voltage-LiPo-Akku |
| Stecker | BT2.0 | BT2.0 | BT2.0 | BT2.0 | BT2.0 |
Das wirklich „Neue“ an den LAVA II 1S-Akkus ist zum einen die hohe C-Rate von 95C. Aber was ist die C-Rate und warum ist sie so wichtig? Die C-Rate gibt die Stromabgabefähigkeit eines LiPos im Verhältnis zu seiner Kapazität an. Sie berechnet sich aus der angegebenen C-Rate multipliziert mit der Kapazität. Für den 280mAh-1S-Lava-II-Akku bedeutet dies, dass er bei der angegebenen C-Rate von 95C mit maximal 26,6 Ampere entladen werden kann. Dies ist vor allem bei leistungsstarken Tinywhoops sehr wichtig und macht sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass ihr viel weniger sogenannten „Voltage Sag“ (Spannungsabfall) spürt und die Drohne stabiler auf den Gas-Stick reagiert.
Der zweite entscheidende Punkt ist die etwas höhere Kapazität im Vergleich zu den alten LAVA 1S-Akkus, und das bei gleichem und teilweise sogar geringerem Gewicht! Hier geht es natürlich „nur“ um Zehntelgramm, aber diese sind bei Tinywhoops, die zwischen 14g (leichte 65mm-Whoops) und 19g (leichte 75mm-Whoops) wiegen, absolut entscheidend für die Flugperformance. Ihr ladet die LiPos wie gewohnt beispielsweise über einen Mehrfachlader wie den VIFLY Whoopstar 3. Damit lassen sich bis zu sechs Akkus gleichzeitig laden.
Die neuen LAVA II 1S-Akkus versprechen auf dem Papier also etwas mehr und vor allem konstantere Leistung bei gleichem beziehungsweise leicht geringerem Gewicht. Das schauen wir uns natürlich genauer an!
Test der Akkulaufzeit
Wie bereits festgestellt, hören sich die Zahlen zur Akkukapazität, der C-Rate und dem Gewicht sehr gut an, aber was leisten die neuen LAVA II Akkus im Praxis-Einsatz? Genau das haben wir anhand zweier verschiedener Tests für euch ermittelt. Als Drohnen-Testkandidaten dienten folgende zwei Modelle:
- 65mm-Selbstbau-Tinywhoop: 0702-Motoren mit 23.000KV und einem Gewicht von ca. 18,9g
- BetaFPV Meteor 75 Pro (zum Test): 80mm-Tinywhoop mit 1102-Motoren (22.000KV) und einem Gewicht von ca. 30,5g
Der 65mm-Selbstbau-Whoop entspricht ungefähr dem sehr bekannten BetaFPV-Air65-Modell, auch wenn dieser noch etwas leichter ausfällt als unser Testkandidat.
Der Meteor 75 Pro (zum Test) ist weltweit ein bekannter und weit verbreiteter Whoop, sodass er sich hervorragend für den Test der Akkus eignet. Wir haben mit beiden Tinywhoop-Drohnen für diesen Testbericht jeweils Flüge im Freien und Indoor-Hover-Tests absolviert.
Wichtiger Hinweis zur Einordnung der nachfolgenden Testergebnisse:
Wir haben den Akku bei allen Testflügen exakt so weit leer geflogen, dass unmittelbar nach der Landung eine Spannung von 3,5V über das OSD (On-Screen-Display in der FPV-Brille) angezeigt wurde. Die Akkus erholten sich nach Entnahme aus der Testdrohne im weiteren Verlauf meistens sogar auf 3,55V bis 3,6V. Wir haben sie bei unseren Tests also bewusst keineswegs kritisch entladen, weshalb mit diesen Akkus sogar noch etwas längere Flugzeiten (unter gleichen Bedingungen) erreichbar sein dürften. Mit der hier genutzten Art der Akkuentladung schont ihr den Akku im Hinblick auf seine Lebensdauer am besten.
Indoor-Hover-Test
Wir flogen die beiden Drohnen für die Indoor-Hover-Tests in einem geschlossenen Raum ohne Windeinwirkung bei ca. 21 bis 22°C ungefähr 30 bis 100 Zentimeter über dem Boden. Diese Position bezeichnet man auch als Hovern (Schweben). Nach jeweils zwei Durchgängen ergaben sich folgende Testergebnisse:
| Akku | erzielte durchschnittliche Akkulaufzeit | Testdrohne |
| Lava II 1S 280mAh | 3:32 Min. | 65mm Tinywhoop |
| Lava II 1S 320mAh | 4:12 Min. | 65mm Tinywhoop |
| Lava II 1S 480mAh | 5:51 Min. | BetaFPV Meteor 75 Pro |
| Lava II 1S 580mAh | 7:14 Min. | BetaFPV Meteor 75 Pro |
| Lava II 1S 680mAh | 8:13 Min. | BetaFPV Meteor 75 Pro |
Da dieser Test frei von äußeren Einflüssen stattfindet, haben wir hier die größtmögliche Akkulaufzeit in Bezug auf das gewählte Drohnensetup ermittelt. Die etwas über vier Minuten für den kleinen 65mm-Tinywhoop und die etwas über acht Minuten für den größeren Whoop sind absolut beachtlich, selbst wenn euch diese Werte ohne vergleichbare Erfahrungswerte auf den ersten Blick gar nicht so hoch vorkommen.
Diese Indoor-Tests zeigen das Potenzial der Akkukapazität, allerdings lässt sich die hohe C-Rate der LAVA II 1S-Akkus mit dieser Art Test nicht nachweisen. Trotzdem sind wir absolut positiv überrascht von den ermittelten Werten.
Outdoor-Test
Für die Outdoor-Tests haben wir mit den Drohnen jeweils zwei Testflüge absolviert, die sich am besten mit „zügigem Cruisen“ beschreiben lassen. Wir haben keine großartigen Freestyle-Manöver wie Powerloops oder Split-S durchgeführt, um die Flugzeiten möglichst vergleichbar zu halten. Wir flogen die kleineren Lava II Akkus im 65mm-Tinywhoop bei Außentemperaturen von 1 bis 2°C mit gelegentlich sehr leichtem Wind. Die drei größeren Akkus kamen im BetaFPV Meteor 75 Pro bei Außentemperaturen von ca. 5°C und ebenfalls leichtem Wind zum Einsatz. Wir erzielten bei den Tests folgende Akkulaufzeiten:
| Akku | erzielte durchschnittliche Akkulaufzeit | Testdrohne |
| Lava II 1S 280mAh | 3:07 Min. | 65mm Tinywhoop |
| Lava II 1S 320mAh | 4:13 Min. | 65mm Tinywhoop |
| Lava II 1S 480mAh | 5:02 Min. | BetaFPV Meteor 75 Pro |
| Lava II 1S 580mAh | 6:03 Min. | BetaFPV Meteor 75 Pro |
| Lava II 1S 680mAh | 7:16 Min. | BetaFPV Meteor 75 Pro |
Bei der Betrachtung der Werte fällt auf, dass die Ergebnisse der beiden kleineren Zellen (280mAh & 320mAh) fast an die Laufzeiten aus dem Indoor-Hover-Test heranreichen. Bei den drei größeren Zellen liegen die Akkulaufzeiten bei den Outdoor-Tests rund 49 bis 63 Sekunden unter den Indoor-Werten, was wir ebenfalls für ein sehr starkes Ergebnis halten. Wie oben beschrieben, haben wir die Akkus in unseren Tests nie „zu leer“ geflogen. Daher dürft ihr hier sicher noch bis zu 30 Sekunden dazurechnen, die zusätzlich möglich wären. Zudem stellen die Außentemperaturen von maximal 5°C während unserer Testflüge keine Optimalbedingungen für diese Akkus dar. Bei beispielsweise 15 bis 20°C könnt ihr ebenfalls mit noch etwas längeren Laufzeiten rechnen.
Bei deutlich aggressiverer Flugweise mit zahlreichen Freestyle-Manövern fällt die Akkulaufzeit natürlich zum Teil deutlich kürzer aus. Trotzdem werdet ihr aktuell auf dem Markt kaum einen 1S-LiPo-Akku finden, der die Performance der LAVA II Akkus von BetaFPV erreicht. Die hohe C-Rate macht sich bei den Outdoor-Tests absolut bemerkbar! Ihr spürt kaum Voltage Sag und die Drohnen reagieren auch noch im unteren Spannungsbereich einwandfrei auf gezielte Gasstöße.
Testergebnis
Die neuen Lava II 1S-LiPo-Akkus von BetaFPV gehören klar zu den Top 3 der besten Modelle auf dem Markt. Meiner Meinung nach sichern sie sich sogar direkt den ersten Platz! BetaFPV hat es geschafft, die Kapazität etwas zu erhöhen, ohne den gewohnten Formfaktor zu vergrößern. Auch das Gewicht bleibt unverändert oder fällt im Vergleich zur ersten Lava-Generation sogar etwas geringer aus.
Mit 95C bieten die LiPos zudem eine sehr hohe C-Rate, die sich beim Fliegen absolut bemerkbar macht. Unsere ermittelten Akkulaufzeiten bewegen sich auf höchstem Niveau und garantieren jede Menge Flugspaß mit 1S-Tinywhoops. Ich kann keine echten Schwächen an den Zellen finden. Einige Nutzer wünschen sich vielleicht verschiedene Steckervarianten, wenngleich der BT2.0-Stecker einen weit verbreiteten Standard darstellt, der völlig in Ordnung geht.
Fliegt ihr bereits Tinywhoops und braucht frische Akkus? Oder steigt ihr gerade in das FPV-Fliegen ein und sucht noch die passende Energiequelle für euer Einsteiger-Setup? Dann solltet ihr direkt zu den neuen Lava II 1S-LiPos greifen. Diese überzeugen mit ihren Leistungsparametern und geben jeder 1S-Drohne die nötige Power für optimalen Flugspaß.
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