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Terramaster D1 SSD Pro – Thunderbolt 5 Case im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • absolut lautlos (passiv gekühlt)
  • extreme Geschwindigkeit (~6.400 MB/s)
  • kein Thermal Throttling unter Last
  • hochwertige Verarbeitung
  • zukunftssicher dank USB4 & Thunderbolt 5
Nachteile
  • hoher Preis
  • hohes Gewicht und etwas klobig
  • keine Anti-Rutsch-Pads
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Über 250€ für ein SSD-Gehäuse sind eine Ansage, bei der man erst mal schlucken muss. Normalerweise bekommt man für das Geld schon eine gute 4TB SSD inklusive Gehäuse. Aber die TerraMaster D1 SSD Pro will nicht durch den Preis überzeugen, sondern durch die Leistung.

Terramaster D1 SSD Pro Test 2

Volle USB4-Unterstützung, Kompatibilität mit dem brandneuen Thunderbolt 5, Geschwindigkeiten jenseits der 6.000MB/s und das alles komplett lüfterlos und lautlos. Für Kreativschaffende und sonstige „Datensammler“ klingt das natürlich wie ein Traum. Wir haben uns das Premium-SSD-Case genauer angesehen und klären, ob es den hohen Preis wirklich wert ist.

Design und Verarbeitung

Wer die D1 SSD Pro auspackt, merkt sofort: Hier wurde nicht am Material gespart. Das Gehäuse besteht aus einem massiven Block Aluminium, der mit ausgeprägten Kühlrippen versehen ist. Das sieht nicht nur technisch aus, sondern hat einen Zweck: Da kein Lüfter verbaut ist, muss das Gehäuse die gesamte Hitze der NVMe-SSD passiv ableiten.

Mit rund 300 Gramm ist das Case ein echter Brocken. Für die Hosentasche ist das definitiv nichts, aber auf dem Schreibtisch wirkt es durchaus ansehnlich. Dabei hat der Hersteller auch an die Kleinigkeiten gedacht: Die Schraube am Gehäusedeckel kann nicht gänzlich herausgedreht werden und ist daher „unverlierbar“. Wer schon mal winzige Gehäuseschrauben auf dem Fußboden gesucht hat, weiß das zu schätzen.

Auf der Vorderseite gibt es eine zweifarbige Status-LED: Weiß signalisiert den schnellen Modus (Thunderbolt/USB4), Orange bedeutet, ihr seid „nur“ mit USB 3.2 unterwegs. Ein nettes visuelles Feedback, damit ihr wisst, ob ihr die volle Leistung abruft.

Ein Kritikpunkt beim Design sind allerdings die Füße. Oder besser gesagt: das Fehlen von vernünftigen Anti-Rutsch-Gummis. Auf glatten Oberflächen kann das Case ins Rutschen kommen oder empfindliche Oberflächen sogar verkratzen. Hier hätte TerraMaster bei dem Preis ruhig noch zwei Cent für Gummi-Pads investieren können.

Lieferumfang & Installation

Im Lieferumfang liegt ein 30cm langes USB4-Kabel bei (80Gbit/s, 240W). Dazu gibt es eine solide Transporttasche, einen Schraubendreher und ein zweites Wärmeleitpad.

Der Einbau der SSD ist kinderleicht: Eine Schraube lösen, Deckel auf, M.2-SSD einsetzen (unterstützt werden bis zu 8TB), Wärmeleitpad drauf, Deckel zu. Fertig. TerraMaster legt sogar einen Schraubendreher bei.

Leistung & Lautstärke

Terramaster D1 SSD Pro SSD Speedtest

TerraMaster verbaut hier einen USB4-Controller, der theoretisch bis zu 80Gbit/s übertragen kann. Das macht das Case zukunftssicher für Thunderbolt 5, ist aber auch voll abwärtskompatibel zu Thunderbolt 3/4 und USB 3.2.

In unserem Test kamen wir bei der Verwendung von Thunderbolt 5 wirklich ins Staunen. Aus einer WD_BLACK SN850X NVMe SSD (zu Amazon) holt das Gehäuse fast 7000MB/s im Lesen und 5715MB/s im Schreiben heraus. Diese Geschwindigkeit liefert das Case dauerhaft und ohne Lautstärke. Das Gehäuse wird zwar handwarm (ca. 30°C außen maximal), aber im Inneren gibt es kein Thermal Throttling. Die massive Bauweise zahlt sich hier wohl aus.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Die TerraMaster D1 SSD Pro ist ein Nischenprodukt, aber ein gutes. Für Video-Cutter, Fotografen oder Technik-Enthusiasten, die maximale Geschwindigkeit wollen, ist das Case definitiv eine Empfehlung. Zusammengefasst könnte man sagen: Es ist teuer, es ist schwer, aber es liefert ab. Die passive Kühlung funktioniert besser als bei vielen Lüfter-Modellen und die Verarbeitung ist ebenfalls überzeugend. Wenn euch der Preis von rund 270€ nicht abschreckt, bekommt ihr eines der besten passiv gekühlten SSD-Gehäuse auf dem Markt. Eine deutlich günstigere Alternative gibt es eigentlich nur für Mac-Mini-Nutzer mit dem Beelink Mate Mini (zum Test), das die gleiche Geschwindigkeit hat, aber als stationäres Dock einen anderen Einsatzzweck erfüllt.

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