Startseite » Gadgets » Beamer » Magcubic HY300 Pro Test – was kann der Amazon-Bestseller-Beamer für unter 50€?
Zum Anfang

Magcubic HY300 Pro Test – was kann der Amazon-Bestseller-Beamer für unter 50€?

Getestet von Torsten S. am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • brauchbare Projektion für 50€
  • kompaktes, leichtes Design mit Gimbal
  • einfache Benutzeroberfläche unter Android
  • recht natürliche, lebhafte Projektion
  • nach manueller Fokuseinstellung recht scharf
  • Streaming-Anbieter-Wiedergabe in 720p
Nachteile
  • deutlich dunker als angegeben (165 ANSI statt 290)
  • Bild- und Toneinstellung nicht möglich
  • kurzes vierpoliges DC-Netzkabel
  • etwas zu warm voreingestellt
  • Bild wirkt manchmal verwaschen
  • autom. Bildanpassung nur bei "gerader" Bildfläche
  • Gimbal lässt sich nur stufenweise verstellen
  • lauter Lüfter
  • Lautsprecher mehr schlecht als recht
  • viele Software-Bugs (Übersetzung, Youtube, ...)
Springe zu:

Wir testen heute den Magcubic HY 300 Pro, den Nachfolger des Bestseller-Beamers, den es regelmäßig zu einem Preis von unter 50€ gibt. Zu diesem Beamer existieren von unterschiedlichsten Herstellern viele verschiedene Angaben zu den Spezifikationen. So findet ihr den Mini-Projektor, dessen Design sich stark an dem des Samsung The Freestyle orientiert, unter den Herstellernamen ZDSSY, Olymmons, WOOPKER, Salange, Limoff und Aquota als „HY 300 Pro“ – und das allein bei Amazon. Dies ist bei Amazon jedoch gängige Praxis: Bei vielen günstigen „China“-Produkten bieten mehrere Hersteller (mit teilweise kuriosen Namen) dasselbe Produkt an.

Magcubic HY300 Pro Test 34

Magcubic gibt für den HY 300 Pro folgende Spezifikationen an: 290 ANSI-Lumen Helligkeit, native 720p-Auflösung (4K-Inhalte können wiedergegeben werden), Android 11, automatische vertikale Bildanpassung, 5-Watt-Lautsprecher, Projektionen bis zu einer Größe von 130 Zoll und das bei einem kompakten Design. Hält der HY 300 Pro für unter 50€, was er verspricht, und wie schlägt er sich gegen andere günstige Projektoren? Findet es hier im Test heraus! Wir haben den Beamer für 27,79€ bei Aliexpress bestellt. 

Design und Verarbeitung

Das Design des Magcubic HY 300 Pro setzt auf ein kompaktes, funktionales Grundkonzept, das klar auf Flexibilität ausgelegt ist. Das röhrenförmige Gehäuse ist bewusst schlicht gehalten, sodass der Beamer sowohl auf dem Schreibtisch als auch im Wohnzimmer wenig auffällt. Mit Abmessungen von 156 x 95 Millimeter ist der Beamer sehr kompakt und mit einem Gewicht von nur 350 Gramm sehr leicht für einen Projektor dieser Helligkeitsklasse.

Das Highlight am Design ist der integrierte Ständer. Dieser erlaubt es, den Projektor stufenweise zu kippen und auszurichten. Dadurch lässt sich das Bild schnell an Wände, Decken oder schräg geneigte Flächen anpassen. Bis zu 180 Grad könnt ihr das Bild so neigen. Das manuelle Fokusrad sitzt oben auf der Röhre, wenn der Beamer zur Leinwand ausgerichtet ist. Damit passt ihr den Fokus der Projektion präzise und stufenlos von rund 40 bis 130 Zoll an. Der Lüfterauslass und die Anschlüsse sind auf der Rückseite verbaut. Der Magcubic HY 300 Pro verfügt über einen HDMI-2.0-Eingang, einen USB-A-2.0-Anschluss, eine Power-Taste und einen vierpoligen DC-Netzanschluss.

Lieferumfang des Magcubic HY 300

Wie bei günstigen Geräten üblich, fällt der Lieferumfang des HY 300 Pro mager aus. Neben einer Fernbedienung ohne Shortcuts für Streaming-Anbieter befinden sich eine mehrsprachige Bedienungsanleitung (auch in Deutsch) und ein 70cm kurzes Kabel für den vierpoligen Netzanschluss im Paket. Letzteres ist aus zwei Gründen ein Kritikpunkt: Erstens ist das Kabel viel zu kurz, da die Stromquelle sehr nah am Beamer stehen muss.

Zweitens erschwert, der mir unbekannte DC-Anschluss, die Nutzung einer Powerbank via USB-C-Adapter. Dabei würde sich der mobile Betrieb aufgrund des geringen Stromverbrauchs und der Kompaktheit des Geräts eigentlich anbieten.

Magcubic HY300 Pro Design 3

System und Software

Der Magcubic HY 300 Pro ist mit WiFi 6 und der neueren Bluetooth-Version 5.4 ausgestattet. Der Beamer verfügt über 4GB Festspeicher und 1GB RAM. Als Prozessor kommt ein Allwinner H726 Quad-Core mit vier Cortex-A53-Kernen zum Einsatz. Dieser soll sogar 8K-Dekodierung ermöglichen.

Die WLAN-Verbindung war sowohl im 2,4GHz- als auch im 5GHz-Band immer stabil. Trotz einiger Wände als Hindernisse hatte ich stets volles Signal. Auch Miracast wird über Android TV via Chromecast problemlos unterstützt. Bluetooth 5.4 erweist sich ebenfalls als zuverlässige Wahl für drahtlose Verbindungen. Damit hatte ich stets eine stabile Kopplung, selbst beim Raumwechsel. Eine Latenz beim Anschluss eines Bluetooth-Lautsprechers konnte ich nicht feststellen.

Magcubic HY300 Pro System und Software 2

Ein schwieriger zu testender Punkt ist die Software des Beamers. Zunächst findet ihr widersprüchliche Angaben zum Betriebssystem. Einige geben Android 11, 12 und sogar 15 als Software an, was sich jedoch nicht konkret überprüfen lässt. Das Betriebssystem funktioniert keineswegs wie das leicht zugängliche Google und Android TV, sondern erinnert eher an eine Linux-Oberfläche. Einige wichtige Einstellungen (Bild- und Toneinstellungen) fehlen schlichtweg. Jedoch gab es überraschenderweise ein zu installierendes Update während des Testzeitraums, was bei vielen Beamer-Herstellern selten vorkommt.

Positiv ist, dass Netflix, Prime Video, Disney+ und YouTube über den eigenen App-Store schnell herunterladbar sind. Sogar der Google Play Store ist über den Beamer direkt zugänglich. Die Streaming-Anbieter werden auch in der höchstmöglichen Auflösung (720p) wiedergegeben – bis auf eine Ausnahme: In der Standardeinstellung funktionierte YouTube leider nicht gut. Ich musste die dekodierte Auflösung von 1080p auf 720p stellen, ansonsten erhielt ich lediglich ein Standbild.

Die Wiedergabe von Mediendateien über USB funktionierte bei dem Gerät gut. Videos werden bis 4K flüssig wiedergegeben. Leider fehlen dem Beamer Soundcodecs. Zwar werden AC3-Tonspuren wiedergegeben, jedoch keine DTS-Tonspuren. Dieses Problem lässt sich aber durch die Installation des VLC-Players beheben.

Bildqualität des Magcubic HY 300

Der Hersteller des Beamers hebt besonders die Bildqualität hervor, wobei ich bei einem Preis von unter 50€ skeptisch bin. Mit 290 ANSI-Lumen soll der HY 300 Pro 8K-Inhalte in 720p und 130 Zoll abspielen können. Auch der Kontrast von 10.000:1 ist beachtlich. Sogar eine automatische vertikale und horizontale Bildanpassung (widersprüchliche Werbeangaben) ist vorhanden. So viel zu den Versprechungen.

Magcubic HY300 Pro Test 23

Nach dem Start des kleinen Projektors merkt ihr davon allerdings erst einmal nichts und das Bild ist zunächst unscharf und im falschen Format. Eine Einstellung für die automatische vertikale Bildanpassung gibt es, sie ist nur nicht voreingestellt. Aktiviert ihr diese, passt sich der Beamer über einen Gyroskop-Sensor an. Wenn ihr den Projektor neigt, verändert sich das Bild sofort entsprechend dem Neigungswinkel. Schräge Projektionen oder Projektionen an Dachschrägen müsst ihr daher manuell anpassen, was aber schnell erledigt ist. Den Fokus stellt ihr über ein leichtgängiges Drehrädchen stufenlos ein. Das funktioniert schnell, ist bei schrägen Projektionen aber besonders an den Bildecken nicht hundertprozentig genau. Das ist aber bei nahezu allen LED-Beamern der Fall.

Nachdem der Beamer eingestellt ist, erzeugt der HY 300 Pro eine Projektion, die sich für einen Preis von unter 50€ wirklich sehen lassen kann. Der Projektor erzeugt ein natürliches, einigermaßen scharfes Bild mit überwiegend lebendigen Farben. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Bildeinstellungen des Beamers anzupassen. Ich hätte mir die wenig intensiven Rottöne gern noch nachjustiert. Bewegungen werden flüssig ausgegeben. Ebenso ist die Farbtemperatur der Projektion ab Werk etwas zu warm eingestellt.

Der Beamer soll aus einem Abstand von 2,6 Meter Projektionen mit einer Diagonale von 130 Zoll erschaffen können. Für ein 80-Zoll-Bild muss der Projektor dagegen mindestens 1,6 Meter von der Bildfläche entfernt stehen. In der Bildmitte beträgt der Helligkeitswert 220 Lumen, an den Rändern nur 110 Lumen. In unserem Test erreicht der Magcubic HY 300 Pro eine gemessene Helligkeit von 165 ANSI-Lumen. Er ist damit erwartungsgemäß dunkler als angegeben, reicht mir aber für eine Projektion im dunklen Raum bis 120 Zoll und in abgedunkelten Räumen bis 65 Zoll aus.

Der Magcubic HY 300 Pro hat keine spürbare Eingabeverzögerung, sodass Kamerafahrten oder schnelle Bewegungen flüssig ausgegeben werden. Dadurch eignet sich der Beamer auch für Spiele von anderen Endgeräten.

Wie zu erwarten war, kann der Magcubic HY300 Pro im Vergleich mit dem mindestens dreimal teureren Wanbo T2 Ultra (zum Test) nicht mithalten. Besonders im direkten Vergleich wirken die Farben des HY300 Pro weniger gesättigt und das Bild weniger scharf. Auch die Helligkeit des Wanbo T2 Ultra ist einiges höher.

Soundqualität und Emissionen

Laut der Werbung soll der eingebaute „HiFi-Speaker“ 5 Watt Leistung bringen. Als Werbefoto wird kurioserweise ein Mann gezeigt, der sich die Ohren zuhält, während sein Gesicht mithilfe von KI verzerrt wurde. Ist der Sound des Beamers wirklich so grausig?

Der Sound ist beim ersten Hören passabel. Die Höhen des Mono-Speakers sind unausgewogen, eine maximale Lautstärke für Filme ist kaum vorhanden und Tiefen sind gar nicht wahrnehmbar. Nachträgliche Anpassungen durch einen Equalizer oder voreingestellte Sound-Modi sind leider nicht möglich.

Mit 44 Watt liegt der Stromverbrauch für einen LED-Beamer mit 165 ANSI-Lumen Helligkeit im grünen Bereich. Schade, dass der Hersteller dem Kunden durch den vierpoligen Netzanschluss die Möglichkeit nimmt, das Gerät mit einer Powerbank zu betreiben.

Der Lüfter ist mit unter 25dB angegeben, obwohl ein Baby als Werbebild direkt neben dem Beamer steht. Sagen wir es mal so: Das Baby bräuchte einen sehr tiefen Schlaf, damit es bei Betrieb des HY 300 Pro nicht aufwacht. Der Beamer kam auf eine gemessene Lüfterlautstärke von 44dB(A), was während normal lauten Filmen noch deutlich wahrnehmbar und möglicherweise störend ist.

Testergebnis

Getestet von
Torsten S.

Der Magcubic HY 300 Pro ist ein extrem günstiger Mini-Beamer mit überraschend solider Grundperformance. Sein kompaktes Design mit flexiblem Gimbal-Ständer, moderner Konnektivität, funktionierendem App-Support und ordentlicher 720p-Bildqualität macht ihn zu einem brauchbaren Gerät für einfache Heimkino-Situationen. Trotz widersprüchlicher Herstellerangaben liefert er ein natürliches, ausreichend scharfes Bild und flüssige Bewegungen, solange der Raum abgedunkelt ist. Auch die Medienwiedergabe über USB funktioniert gut.

Gleichzeitig zeigt der Test klare Defizite und Diskrepanzen zwischen Werbeversprechen und Realität: Die tatsächliche Helligkeit liegt deutlich unter den Werbeversprechen, die Software wirkt teilweise unausgereift, wichtige Bild- und Toneinstellungen fehlen und der Lüfter ist für ein entspanntes Filmerlebnis zu laut. Der Klang des integrierten Lautsprechers ist schwach und der ungewöhnliche vierpolige DC-Anschluss verhindert den praktischen Betrieb per Powerbank. Insgesamt bietet der HY 300 Pro für unter 50€ ein erstaunlich brauchbares Gesamtpaket, bleibt aber ein Kompromissgerät. Er eignet sich für Gelegenheitsnutzer, ist jedoch keine ernsthafte Alternative zu höherwertigen Projektoren.

Beim Magcubic HY 300 Pro erhaltet ihr also, wofür ihr bezahlt – wer eine bessere, hellere Bildqualität in 1080p möchte, sollte 100 Euro mehr bezahlen. Wanbo bietet mit dem Wanbo X5 (zum Test) ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis in weniger kompakter Form. Wer einen kompakteren Beamer möchte, wird mit dem hier verglichenen Wanbo T2 Ultra (zum Test) für unter 180€ wahrscheinlich glücklich werden. Dieser bietet mit Android TV sowie besserer und anpassbarer Bild- und Tonqualität das stärkere Gesamtpaket in deutlich größerer Form. Wenn ihr beim kompakten Format des Magcubic HY 300 Pro bleiben möchtet, wird wahrscheinlich der ETOE Dolphin (zum Test) am ehesten passen. Er bietet mit gemessenen 500 ANSI-Lumen, DLP-Linse, Google TV und integriertem Akku die kleinste Form und die beste Bildqualität von den hier genannten Beamern – zum deutlich höheren Preis von knapp 400€.

Preisvergleich

Unsere Empfehlung
42 €*

3-6 Tage - zollfrei
Zum Shop
53 €*
1-3 Tage - aus DE
Zum Shop
55 €*
Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden
Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 42 €* Zum Shop
3-6 Tage - zollfrei
53 €* Zum Shop
1-3 Tage - aus DE
55 €* Zum Shop
Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert. - Preise zuletzt aktualisiert am 20.01.2026

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Tests und News direkt auf dein Smartphone.
Alle News Updates über Telegram.

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
0 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert.

Smartzone App
Lade jetzt deine Smartzone App