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Mit dem Joyroom Podix 140W Desktop GaN Charger bringt der auf elektronisches Zubehör spezialisierte Hersteller Joyroom ein neues leistungsstarkes Desktop-Ladegerät mit 140W Gesamtleistung, zwei integrierten und einziehbaren USB-C-Kabeln, 5 Ports insgesamt und umfangreichem Display auf den Markt. Dank der kompakten Abmessungen, der externen Stromzuführung und dem optionalen Anti-Rutsch-Silikon-Pad möchte das Ladegerät sowohl auf dem Schreibtisch als auch unterwegs überzeugen. Ob es auch in der Praxis punktet, zeigt der ausführliche Test.
Lieferumfang des Joyroom Podix 140W Chargers
Im Lieferumfang befinden sich das Ladegerät selbst, ein externes Zweipol-Stromkabel mit einer Länge von 1,5 Metern, eine Anleitung sowie ein Anti-Rutsch-Silikon-Pad für einen festen Stand des Ladegeräts. Ein zusätzliches, externes USB-C-Kabel fehlt, jedoch sind zwei Kabel bereits fest im Ladegerät integriert.
Design und Verarbeitung
Der Joyroom Podix 140W Charger besteht fast ausschließlich aus Kunststoff. Das quaderförmige Design weiß jedoch optisch zu überzeugen und auch haptisch gibt es keinen Anlass zur Kritik. Die Verarbeitung ist tadellos. Die beiden integrierten USB-C-Kabel mit einer Länge von 80 Zentimetern sind sauber verarbeitet und lassen sich problemlos ausziehen. Sie weisen jedoch einen merklichen chemischen Geruch auf, der auch nach einmonatiger Nutzung nicht gänzlich verflogen ist. Das 1,54 Zoll große Farb-LCD-Panel auf der Front bedient ihr über einen Touchpoint. Für einen optimalen Halt auf dem Schreibtisch gibt es ein optionales Silikonpad, das magnetisch an den Charger andockt.
Die Abmessungen betragen 81,9 x 74,8 x 74,8 Millimeter und das Gewicht liegt bei 471 Gramm.
Display und Funktionen
Das Display des Joyroom Podix 140W Desktop Charger ist nicht nur umfangreich, sondern auch vielseitig einsetzbar. Standardmäßig zeigt das Ladegerät die Gesamtleistung in Watt an. Über den Touchpoint könnt ihr euch jedoch auch durch verschiedene Seiten klicken, die zum einen die Leistung pro Port oder zum anderen animierte Emojis anzeigen. Über einen Doppelklick wechselt ihr zwischen den Emojis hin und her. Eine nette Spielerei, jedoch ohne echten Mehrwert. Über dreifaches Tippen auf den Touchpoint lässt sich das Display um 90 Grad im Uhrzeigersinn drehen. Dadurch richtet ihr den Charger flexibel aus. Wenn ihr die integrierten Kabel anstatt auf der Oberseite lieber links oder rechts nutzen möchtet, dreht ihr das Ladegerät einfach um. Haltet ihr den Touchpoint länger gedrückt, könnt ihr das Display auch deaktivieren.
Leistungswerte des Joyroom Podix 140W Chargers
Die Gesamtleistung des Ladegeräts beläuft sich auf 140W. Jedoch kann nur der USB-C-Port (C1) auch einzeln 140W ausgeben. Die beiden integrierten USB-C-Kabel (C2 & C3) sind auf 100W beschränkt, während die beiden USB-A-Ports (A1 & A2) jeweils 30W liefern.
- USB-C1 (Port): 5V/3A / 9V/3A / 12V/3A / 15V/3A / 20V/5A / 28V/5A
- USB-C2 (Kabel): 5V/3A / 9V/3A / 12V/3A / 15V/3A / 20V/5A
- USB-C3 (Kabel): 5V/3A / 9V/3A / 12V/3A / 15V/3A / 20V/5A
- USB-A1: 5V/3A / 9V/3A / 10V/2,25A / 12V/2,5A / 20V/1,5A
- USB-A2: 5V/3A / 9V/3A / 10V/2,25A / 12V/2,5A / 20V/1,5A
- C1 (140W Port) Ladeprotokolle
- C1 (140W Port) PPS-Range
- C2 / C3 Kabel Ladeprotokolle
- C2 / C3 Kabel PPS-Range
- A1 / A2 Ladeprotokolle
Leistungsverteilung und PPS-Range
Möchtet ihr nun mehrere Geräte parallel an das Ladegerät anschließen, verteilt sich die Leistung nach folgendem Schema:
Beim Ein- und Ausstecken der Kabel wird die Stromzufuhr der anderen Ports jedes Mal kurz getrennt. Für ein Ladegerät ist das jedoch nicht ungewöhnlich und für die Ladung der Geräte unproblematisch.
Die PPS-Range der Ports richtet sich nach deren maximaler Leistung und variiert entsprechend:
- 140W: 5V-20V bei 5A
- 100W: 5V-20V bei 5A
- 70W: 5V-11V bei 4,5A
- 30W: 5V-11V bei 3A
- 20W: Kein PPS!
Mit bis zu 20V und 5A bietet das Ladegerät eine fast perfekte PPS-Range. Bis auf die Modelle des Google Pixel Pro XL erzielen in der Theorie die meisten Smartphones hier ihre volle Leistung.
Unterstützt werden die folgenden Ladeprotokolle:
- USB-C1 bis -C3: PD3.1 bzw. 3.0, UFCS (33W), QC3.0, SCP, FCP, AFC, DCP, Apple 2,4A
- USB-A1 bis -A2: QC3.0, SFCP, SCP, FCP, AFC, DCP, Apple 2,4A
Ladekompatibilität des Joyroom Podix 140W Chargers
Die maximale Leistung pro Port wird mit 140W angegeben, was aber nicht automatisch bedeutet, dass jedes angeschlossene Gerät diese Ladeleistung auch abruft. Hier kommen die Ladestandards ins Spiel, die die Leistung definieren.
- Dank der bis zu 140W nach dem Power-Delivery-Standard lädt das Gerät kompatible Notebooks wie zum Beispiel das MacBook Pro 16 Zoll mit voller Leistung. Dies gilt ebenso für iPhones und iPads.
- Mit einer PPS-Range von bis zu 20V und 5A ist das Ladegerät zudem in der Lage, die meisten PPS-kompatiblen Smartphones mit einer Leistung von bis zu 100W aufzuladen. Das wären unter anderem die Modelle von Xiaomi, Nothing, Motorola oder Honor.
- Samsung-Geräte laden innerhalb der bis 11V- und 5A-PPS-Range (S25 Ultra und älter) oder 20V/3A (S26 Ultra), weshalb diese ihre volle Ladeleistung von 45W beziehungsweise 60W abrufen.
- Neuere Smartphones von Oppo, OnePlus oder Realme schaffen dank dieser Spanne ebenfalls 45W.
- Abstriche gibt es bei Smartphones, die eine bis 21V-PPS-Spanne erfordern. So laden Geräte wie das Google Pixel 9/10 Pro XL nur mit etwa 27W.
Interessant für Import-Fans: UFCS wird vor allem auf dem asiatischen Markt verwendet und gilt dort als universeller Standard sowie PPS-Alternative. Während die globalen Smartphones von Oppo, OnePlus, Realme, Huawei und Co. in der Regel kein UFCS unterstützen und stattdessen auf PPS setzen, sieht es bei den Import-Modellen gegenteilig aus. In der Realität führt dies bei diesen Modellen zu Ladeleistungen im Bereich von 24-28W.
Leistungsfähigkeit und Temperaturverhalten
Um zu ermitteln, ob und wie lange der Joyroom Podix 140W Desktop Charger seine maximale Leistung von 140W ausgeben kann, haben wir ihn an eine elektronische Last angeschlossen. Zudem haben wir im Praxistest ein MacBook Pro 16 Zoll von 5% auf 100% aufgeladen.
Nach durchschnittlich 70 Minuten hat sich das Ladegerät bei 21°C Raumtemperatur von 140W auf 100W heruntergedrosselt.
Die Temperatur-Werte liegen bei dieser extremen Dauerlast bei bis zu 72°C am äußeren Gehäuse und 88°C an den offenen Ports. Das sind zwar vertretbare und für das Ladegerät noch unproblematische Temperaturen, allerdings hat uns die hohe Wärmeentwicklung dennoch überrascht. Mit dann nutzbaren 100W konnte das Ladegerät aber konstant weiterladen, woraufhin die Temperaturen im weiteren Verlauf wieder sanken.
Das MacBook Pro 16 Zoll lud im echten Praxistest jedoch konstant mit 140W. Ab einem Akkustand von knapp 50% nach gut einer halben Stunde begann das Notebook, die Ladeleistung selbst zu drosseln. In der Praxis eignet sich das Joyroom Podix daher gut für größere Laptops und Powerbanks. Für Ladevorgänge mit 140W, die länger als eine Stunde dauern, gibt es jedoch wenig Reserven. Um eine große Powerstation mit voller Leistung aufzuladen, ist der Desktop-Lader also nur bedingt geeignet.
Der gemessene Wirkungsgrad liegt mit 81% bis 92% im sehr guten Bereich und schwächelt nur bei niedriger Last, was bei solchen Ladegeräten mit hoher Leistung jedoch normal ist.
- 10W (82%) bei 5V/2A
- 18W (81%) bei 9V/2A
- 27W (84%) bei 9V/3A
- 30W (85%) bei 15V/2A
- 45W (88%) bei 15V/3A
- 60W (90%) bei 20V/3A
- 100W (91%) bei 20V/5A
- 140W (92%) bei 28V/5A
Testergebnis
Der Joyroom Podix 140W Desktop GaN Charger ist nicht nur eine optisch ansprechende, sondern auch kompakte und flexible 5-in-1-Ladelösung für viele Anwendungsszenarien. Durch die zwei einziehbaren USB-C-Kabel herrscht Ordnung auf dem Schreibtisch. Zudem könnt ihr das Ladegerät in jeder Orientierung aufstellen, wobei das Display sogar mitrotiert. Dank bis zu 140W Leistung lassen sich selbst größere Endgeräte problemlos laden. Für die hohe Kompatibilität zu Smartphones und Tablets sorgen eine umfangreiche PPS-Range und viele Ladeprotokolle. Abstriche gibt es lediglich im Detail: Nach über 70 Minuten bei 140W Dauerlast drosselt sich das Ladegerät aufgrund erhöhter Temperaturen. Im Alltag wird das jedoch die wenigsten von euch betreffen. Die UVP von stolzen 130€ halten wir für überzogen, Straßenpreise von 80-90€ sind jedoch die Regel und gehen in Summe für die gebotene Leistung auch in Ordnung. Dennoch zahlt ihr für den Komfort der einziehbaren Kabel, des umfangreichen Displays sowie des kompakten Designs einen merkbaren Aufpreis. Klassische Desktop-Lader wie das Anker Prime mit 200W (zum Test) kommen zu einem günstigeren Preis von 60-70€, bieten mehr Gesamtleistung, haben jedoch weder ein Display noch integrierte Kabel.
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