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JAGJOG JT57 – Klappbares Laufband mit bis zu 12 km/h im Test

Getestet von Christian Müller am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • zusammenklappbar
  • Geschwindigkeit bis zu 12 km/h
  • zulässiges Gewicht: 136 kg
  • solide Verarbeitung
  • Bedienfeld & Handläufe höhenverstellbar
  • App-Anbindung m. großem Funktionsumfang
  • großes und gut ablesbares Display
Nachteile
  • Abdeckung zerkratzt, Anzeige unscharf
  • keine Inklination
  • überteuerte Premium-Membership in der App
  • App-Inhalte laden sehr langsam
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Sobald es draußen kälter und dunkler wird, fällt die Laufeinheit im Freien schnell aus. Ein Laufband für zu Hause wäre die naheliegende Lösung, nur scheitert das meist am Platz: Richtige Laufbänder sind groß und klobig, die kompakten Walking Pads schaffen dagegen selten mehr als 6km/h. Damit lässt sich gehen, aber nicht laufen.

Genau in diese Lücke zielt das JAGJOG JT57. Es lässt sich zusammenklappen, erreicht bis zu 12km/h und ist für ein Körpergewicht bis 136kg zugelassen. Wir haben das Laufband ausführlich getestet und schauen uns an, wie es sich im Alltag schlägt. Also, legt euch schon einmal Funktionsshirt und Jogginghose bereit, schnürt eure liebsten Laufschuhe und dann heißt es „Ready, Set, Go!

Versand und Aufbau & Inbetriebnahme

JAGJOG vertreibt seine Laufbänder ausschließlich via E-Commerce und nutzt hierfür den Marktplatz von Amazon. Der Versand erfolgt innerhalb von zwei Tagen nach der Bestellung und wird zumindest in unserem Fall über DPD abgewickelt. Nach erfolgter Bestellung ist es ratsam, sich mit dem Paketzusteller gut zu stellen, denn ihr erhaltet ein über 30kg schweres Paket nach Hause geliefert. Leider sind die vier weißen Umreifungsbänder zusätzlich überklebt, was die Handhabung des Packstücks etwas erschwert. Als Hersteller bzw. das in den Verkehr bringende Unternehmen wird übrigens Shenzhen Xincheng E-Commerce Technology angegeben. Das Unternehmen liefert Waren direkt aus dem chinesischen Herstellungsnetzwerk über globale Logistikzentren an Kunden auf der ganzen Welt.

Lieferumfang

Das Auspacken ist in wenigen Minuten erledigt und der Packungsinhalt ist recht überschaubar. Zum Lieferumfang gehören:

  • Laufband
  • Netzkabel (170cm lang)
  • Halterung für Smartphone und Tablet
  • Sicherheitsschlüssel (rot)
  • Bedienungsanleitung
  • Inbusschlüssel
  • Schmieröl

Design und Verarbeitung

Obwohl es sich um ein vollumfängliches Laufband handelt, wird es bei Amazon als „Walking Pad” bezeichnet. Diese Geräte sind in der Regel kleiner bzw. flacher als Laufbänder und eher zum Gehen und Schrittesammeln ausgelegt. Dabei operieren sie für gewöhnlich mit Geschwindigkeiten zwischen 0,8 und 6,0km/h. Das JAGJOG JT57 ist jedoch ein vollwertiges Laufband für ein sportliches Lauftraining mit Geschwindigkeiten von bis zu 12km/h. Selbstverständlich bieten professionelle Laufbänder im Fitnessstudio eures Vertrauens noch höhere Geschwindigkeiten, aber diese Geräte sind natürlich wesentlich massiver und dementsprechend auch um einiges teurer.

Egal, ob ihr euch für die Anschaffung eines „Walking Pads” oder eines „Laufbands” interessiert, im Allgemeinen habt ihr die Qual der Wahl. Habt ihr allerdings keine entsprechend große Wohnung oder möchtet nicht, dass solch ein Ungetüm ständig in den eigenen vier Wänden herumsteht, ist die Auswahl schon deutlich kleiner. Laufbänder zum Zusammenklappen scheinen noch eine Nische zu sein. Damit haben wir auch schon die beiden Stärken des JAGJOG JT57 genannt. Es ist ein Laufband, das platzsparend zusammengeklappt werden kann und dennoch eine Laufgeschwindigkeit von bis zu 12km/h bietet. Im zusammengeklappten Zustand benötigt es einen Stauraum von gerade einmal 94 x 67 x 19 Zentimeter. Zum Training ist eine Freifläche von mindestens 128 x 67 x 104 Zentimeter erforderlich. Das Gewicht des Laufbandes beträgt 27 Kilogramm.

Beim JAGJOG JT57 handelt es sich um ein klassisches Laufband, das aus einem Aluminiumrahmen besteht, in dem die Lauffläche, die Antriebsrolle, das Fahrwerk und der Elektromotor untergebracht sind. Der Gleichstrommotor (DC) hat eine Nennleistung von 600 Watt. Im betriebsbereiten Zustand sorgen insgesamt acht Standfüße auf der Unterseite für einen festen Stand und verhindern ein Verrutschen während des Betriebes. Leider bietet das Laufband keine Inklination, also keine Steigung der Lauffläche, was zu einem höheren Kalorienverbrauch führen würde.

Der Hersteller empfiehlt die Nutzung des Laufbandes ausschließlich auf Hartböden. Auf hochflorigen Teppichen lässt sich beispielsweise keine optimale Kühlung des Motors gewährleisten. Die 39 Zentimeter breite Lauffläche bzw. der Laufgurt besteht aus einem mehrschichtigen PVC/Gummi-Band, das endlos über die Rollen gleitet. Die hintere Zylinderrolle verfügt über zwei Zentrierschrauben, mit denen sich die Gurtspannung im Bedarfsfall anpassen lässt. Die beiden unteren Bilder zeigen die Positionierung des Bandes beim Erstauspacken. Deutlich erkennbar ist, dass das Band rechtslastig positioniert ist. Nach einigen Laufeinheiten hat sich die Lauffläche jedoch selbstständig zentriert. In der Rubrik „Pflege & Wartung” gehe ich etwas näher darauf ein.

Des Weiteren verfügt das Laufband über zwei höhenverstellbare Stützsäulen aus Aluminium mit ausklappbaren Handläufen. Dabei lässt sich die Höhe variabel einstellen. In der niedrigsten Position befinden sich die Handläufe, wenn ihr auf dem Laufband steht, in einer Höhe von 52 Zentimetern, in der höchsten Position bei 90 Zentimetern. Demnach können sich sowohl Kinder als auch Erwachsene mit einer Körpergröße von ca. 190cm bequem festhalten bzw. das Display bedienen. In den beiden Säulen ist das Hauptbedienfeld untergebracht, mit dem sich das Laufband starten, die Geschwindigkeit und die Laufmodi einstellen sowie Distanzen, Kalorienverbrauch und Puls ablesen lassen. Des Weiteren verfügt das JAGJOG-Laufband über einen Sicherheitsschlüssel in Form einer roten Schnur. Diese wird an einem Ende am Kleidungsstück und am anderen Ende mittels Magnet am Bedienteil befestigt. Ohne installierten Sicherheitsschlüssel lässt sich das Gerät nicht starten. Kommt es beim Laufen zum Beispiel zu einem Sturz, reißt dadurch die Verbindung zum Laufband ab und es erfolgt die Notausschaltung. Dabei kommt es zu einem sofortigen Stopp des Laufbands.

Bei aktivem Training zeigt der obere Bereich der Displayeinheit von links nach rechts die Trainingsdauer, die verbrauchten Kalorien und die Geschwindigkeit (metrisch oder imperial) an. Ganz rechts erscheinen im Wechsel die zurückgelegte Distanz und die Schrittanzahl. Letzteres setzt voraus, dass die „FitShow”-App des Herstellers mit einer weiteren Gesundheits- und Fitnessdaten-Applikation wie beispielsweise Googles Health Connect verbunden ist. Bei mir hat das leider nicht funktioniert, sodass die getätigten Schritte nicht auf dem Display angezeigt wurden. Für mich ist das allerdings eher nebensächlich. Die Schrittanzahl wird jedenfalls aufgezeichnet und nach Trainingsende in der App vermerkt.

Das große Display liefert alle wichtigen Informationen auf einen Blick. JAGJOG hat es geschickt gelöst, es in den Stützbereich zu integrieren. Zudem ist es sehr erfreulich, dass alle Zahlen ausgesprochen groß dargestellt werden. Darunter befindet sich das Touchscreen-Bedienfeld, mit dem sich das Training starten, pausieren oder beenden lässt. Die Laufgeschwindigkeit lässt sich entweder per Touchbefehl auf „-” und „+” nach Belieben verringern oder erhöhen. Wenn es besonders schnell gehen soll, könnt ihr auch eine der Schnellwahltasten für 3, 5, 8 oder 10km/h betätigen. Das Gerät für den nordamerikanischen Markt weist hier entsprechend 2, 3, 5 oder 6mph aus. Durch Drücken der Taste „P” gelangt ihr zu Option 1 von 12 voreingestellten Programmen, die in Intervallen die Laufgeschwindigkeit erhöhen oder verringern. Mit der Taste „M” aktiviert ihr den manuellen Modus. Hier lassen sich Zeit, Wunschkalorienverbrauch, Geschwindigkeit oder Distanz nach Belieben einstellen.

Das Display macht zwar einen sehr guten Eindruck, allerdings muss auch erwähnt werden, dass es nicht besonders hochwertig ist. Auf den ersten Blick ist erkennbar, dass die angezeigten Zahlen nicht besonders scharf dargestellt werden. Zudem gibt es Schwankungen bei der Helligkeit, sodass bestimmte Bereiche heller erscheinen als andere. Die Displayabdeckung ist aus minderwertigem Kunststoff gefertigt und wies bereits beim Auspacken unzählige Mikrokratzer und einige Dellen auf, die ich auf den beiden oben gezeigten Fotos festgehalten habe. Ob das ein Einzelfall unseres Testgeräts oder ein Transportschaden war, lässt sich anhand eines einzelnen Geräts allerdings nicht beurteilen.

Damit beim Gehen oder Laufen keine Langeweile aufkommt, verfügt der Heimtrainer selbstverständlich über eine Halterung für Smartphones, Tablets und Ähnliches, falls ihr das Laufband nicht direkt vor dem Fernseher aufstellen könnt. Die Multimediageräte legt ihr hierfür einfach in die Vorrichtung bzw. befestigt sie an den 42 Noppen auf der Innenseite der Halterung, um ein Verrutschen der Geräte zu verhindern.

Das JAGJOG JT57 hinterlässt einen guten Ersteindruck. Ein Laufband, das nicht nur zusammenklappbar ist, sondern auch noch eine Geschwindigkeit von bis zu 12km/h bietet, klingt zu gut, um wahr zu sein. Wir sind von der allgemeinen Beschaffenheit des Laufbandes sehr angetan, denn alles ist gut verarbeitet und das Laufband macht einen robusten Eindruck. Raum für Kritik lässt das Gerät nur aufgrund des minderwertigen Displays, das der Hersteller bei möglichen Nachfolgemodellen definitiv verbessern muss, sowie aufgrund der nicht vorhandenen Inklination, die möglicherweise einige Interessenten vom Kauf abhalten wird.

Aufbau & Inbetriebnahme

Normalerweise bin ich recht zurückhaltend, was das Lesen von Betriebsanleitungen angeht, aber beim ersten Aufbau des Laufbandes habe ich dann doch einen schnellen Blick hineingeworfen. Das Benutzerhandbuch umfasst die Sprachen Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch und Spanisch. Abgesehen davon, dass einige Passagen in der deutschen Rubrik fälschlicherweise als französisch gekennzeichnet sind, habe ich an der Übersetzung nichts auszusetzen. Alle Inhalte sind kurz und knapp beschrieben und auch für Laien leicht verständlich. Der Erstaufbau nimmt naturgemäß etwas mehr Zeit in Anspruch, ist aber keine große Herausforderung. Nach zwei- oder dreimaligem Auf- und Zusammenklappen habt ihr den Dreh raus und das Laufband ist im Handumdrehen einsatzbereit.

Zum Aufbauen legt ihr das zusammengeklappte Laufband flach auf den Boden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Seite mit den Luftauslässen für den Antriebsmotor nach unten zeigt. Anschließend müssen die Verriegelungsscheiben an beiden Seiten gelöst werden. Nun lässt sich die Stützsäule mit Display-Einheit aufrichten. Anschließend müssen beide Schrauben wieder möglichst fest gedreht werden. Nun müssen beide Haken entriegelt werden, damit das Laufband aufgeklappt werden kann. Um den Laufbereich vollständig zu glätten, müsst ihr mit leichtem Druck auf das Endstück drücken, damit beide Laufflächen plan ausgelegt werden können. Zum Schluss werden beide Verriegelungen wieder eingerastet. Um die richtige Höhe der Display-Einheit und der Handläufe zu gewährleisten, müssen nun zunächst beide Hebel an den Säulen gelöst und anschließend wieder arretiert werden. Anschließend werden die Verriegelungsstifte nach unten gezogen, um die Handläufe auszufahren. Zuletzt lässt sich die Tablet-Halterung einstecken.

Spezifikationen des JAGJOG JT57

Modell JT57
Nennleistung 600W
Motorleistung 2,5PS
Drehzahlbereich 1-12km/h
Maximal zulässiges Gewicht 136kg
Geräuschpegel 40dB (im Leerlauf)
Abmessungen (zusammengeklappt) 93,6 x 66,45 x 18,7cm
Abmessungen (aufgeklappt) 128 x 66,45 x 103,2cm
Produktgewicht 27kg

App

Über den im Benutzerhandbuch abgedruckten QR-Code gelangt ihr zur „FitShow“-Applikation, die sowohl für Android als auch für iOS verfügbar ist. Nach der Registrierung fragt die App beim ersten Start einige Eckdaten zur Person ab. Neben verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten, dem Hinzufügen eines Herzfrequenzmonitors und dem Einsehen der Trainingshistorie gehören selbstverständlich entsprechende Trainingspläne zum Kernpunkt der App.

Des Weiteren sorgen kleinere Coaching-Videos, eine integrierte Songbibliothek für die Workouts, virtuelle Rundgänge zu verschiedenen Orten und Wahrzeichen auf der Welt sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Nutzern, die sich zur gleichen Zeit in der App tummeln, zu messen, für anhaltende Motivation. Sogar Tipps rund ums Laufen und Ernährung sind enthalten. Somit bietet die App einen wirklich großen Funktionsumfang. Erwartungsgemäß stehen in der Basisversion natürlich nur eine Handvoll aller möglichen Optionen, Videos und Co. zur Verfügung. Für eine Premium-Mitgliedschaft werden 69,99 Euro Jahresbeitrag bei Einmalzahlung oder eine monatliche Rate von 10,99 Euro verlangt. Letztendlich empfinde ich die Funktionen der Gratisversion allerdings als völlig ausreichend. Ein wahrer Showstopper ist hingegen die Latenz beim Auf- bzw. Abrufen von Inhalten wie Videos, Trainingseinheiten und Routen. Es kann 20 bis 30 Sekunden dauern, bis entsprechende Inhalte geladen sind. Der App-Server ist einfach zu langsam.

Laufmodi & Praxistest

Eine analoge Trainingssession startet standardmäßig immer mit einer Länge von 10 Minuten. Während des Laufens lässt sich die Geschwindigkeit bequem erhöhen oder verringern. Das Touchfeld funktioniert dabei präzise genug, um die Eingaben entsprechend zuverlässig auszuführen. Um in den manuellen Modus („M”) zu wechseln, muss das Laufband stillstehen. Insgesamt stehen drei verschiedene Laufmodi zur Verfügung.

Modus Funktion
Zeit-Countdown: Die Trainingsdauer lässt sich zwischen 0-99 Minuten einstellen.
Kalorien-Countdown: Wunschkalorienverbrauch (zw. 0000-9999 cal).
Entfernungs-Countdown: Legt die Distanz in Metern fest, die ihr laufen möchtet.

Nutzt ihr eines der 12 voreingestellten HIIT-Programme („P”), stehen folgende Laufzyklen zur Auswahl:

Die Betriebslautstärke im Leerlauf liegt laut Hersteller bei 40dB. Der Hersteller hat hier gewiss bei der niedrigsten Geschwindigkeit gemessen. Sofern ihr euch auf dem eingeschalteten Laufband befindet und „statisch eure Runden dreht”, erhöht sich die Lautstärke selbsterklärend allein schon aufgrund der Trittgeräusche, die natürlich je nach Körpergewicht, Schuhwerk und Gangart bei jeder Person unterschiedlich sind. Auch wenn es sich bei den unten genannten Messergebnissen keineswegs um Laborwerte handelt, möchten wir euch dennoch nicht vorenthalten, mit welchem ungefähren Lärmpegel ihr während des Betriebs im Leerlauf rechnen müsst:

Geschwindigkeit im Leerlauf Lautstärke
1km/h 44dB
3km/h 50dB
5km/h 53dB
8km/h 63dB
10km/h 64dB
12km/h 66dB

Wollt ihr hingegen eine digitale Trainingssession beginnen, muss natürlich in erster Linie die App gestartet und das Laufband via Bluetooth mit eurem Smartphone gekoppelt werden. Dazu reicht es aus, einfach ein beliebiges Training zu starten. Daraufhin ploppt ein Fenster auf, das euch auffordert, die Geräte miteinander zu koppeln. Das funktioniert nicht nur fix, sondern auch konsequent zuverlässig.

Wenn ihr kein explizites Trainingsprogramm starten, sondern direkt loslegen möchtet, könnt ihr den „Schnellstart” betätigen. Ihr landet dann zusammen mit anderen Nutzern, die sich auf der Welt verteilt im gleichen Programm befinden, auf einem virtuellen Laufband. Hier könnt ihr auch Musik aus vorausgewählten Genres auswählen.

Wenn ihr hingegen einen Rundgang simulieren möchtet, bietet die App verschiedene Locations wie Strand, Berge, verschiedene Städte oder auch den Grand Canyon an. Leider handelt es sich dabei lediglich um Videos, die unabhängig von eurer Laufgeschwindigkeit abgespielt werden. Egal, ob ihr mit 1km/h krabbelt oder mit 12km/h rennt, die Laufgeschwindigkeit des Videos bleibt unverändert. Beim Kartenrouting handelt es sich um bekannte Schauplätze auf der ganzen Welt, die ihr sozusagen ablaufen könnt. Zu guter Letzt bietet die App auch Coaching-Guides, die Tipps und Tricks zu den Laufübungen zeigen. Inwieweit das sinnvoll ist, kann am Ende jeder für sich entscheiden. Wir wollen schließlich nur laufen/joggen und keine Raketenwissenschaft betreiben. Insgesamt empfinde ich alle Möglichkeiten, die die App bietet, als wirklich ansprechende Spielerei. Ich vermute jedoch, dass die meisten sich eher eine ihrer Lieblingsserien oder -filme von einem der vielen Streaming-Anbieter anschauen werden.

Das JAGJOG-Laufband bietet in allen Belangen ein rundum gutes Laufgefühl. Offengestanden hatte ich anfangs etwas Sorge, dass der 39 Zentimeter breite Laufbereich möglicherweise etwas zu schmal sein könnte. Nach den ersten Metern auf dem Laufband konnte ich diese unbegründete Sorge jedoch direkt ad acta legen. Ihr fühlt euch sicher, könnt euch sehr schnell mit dem Aufbau und der Handhabung des Geräts vertraut machen und euch auf das Wesentliche fokussieren. Das Laufband bietet auch bei maximaler Geschwindigkeit einen festen Stand und ist auch unter Volllast nicht zu laut.

Pflege & Wartung

Reinigung

Auch wenn es nicht viel zu beachten gibt, solltet ihr gelegentlich etwas Pflege am Laufband betreiben und einige Dinge beachten. So empfiehlt der Hersteller beispielsweise, dem Motor nach einer zweistündigen Laufeinheit eine Pause von wenigstens 10 Minuten zu gönnen, um eine mögliche Überhitzung abzuwenden. Des Weiteren sollte das Gerät ab und zu mit einem Tuch gereinigt werden. Hierbei ist vor allem ein Blick auf die freiliegenden Kanten wichtig. Dass ihr in der eigenen Wohnung möglichst mit sauberen Turnschuhen lauft, setze ich als Selbstverständlichkeit voraus.

Schmierintervalle

Abgesehen von der allgemeinen Reinigung muss die Fläche unterhalb des Laufbandes geschmiert werden. Im Auslieferungszustand ist das Laufband bereits vorgeschmiert. Je nach Nutzungsintensität gibt der Hersteller die folgenden Schmierintervalle an:

Nutzung Laufzeit Schmierung
leicht 3 Stunden pro Woche alle 6 Monate
mäßig 3-5 Stunden pro Woche alle 3 Monate
stark >5 Stunden pro Woche alle 1,5 Monate

Schmierprüfung

Ihr hebt das Band an und fasst mit der Hand bis zur Mitte. Sofern die Hand leicht ölig ist, ist alles ok. Fühlt es sich trocken an, dann sollte etwas geschmiert werden (ca. 10ml).

Schmieren How To:

Den Schlauch der mitgelieferten Schmierölflasche leicht befüllen (ca. 10ml). Danach das Laufband einschalten und auf niedrigster Geschwindigkeit starten. Nun das Öl gleichmäßig verteilen. Anschließend sollte das Laufband ca. 10 Minuten weiter im Leerlauf laufen, damit sich das Öl besser verteilen kann.

Laufbandspannung

Je nach Nutzungsintensität kann es vorkommen, dass der Laufgurt des Laufbands zu locker oder zu fest sitzt. Ein zu lockerer Gurt kann dazu führen, dass das Band hin und her rutscht. Ein zu fest sitzender Gurt kann den Motor übermäßig belasten. Verläuft der Gurt nicht mehr mittig, müssen folgende Schritte unternommen werden:

Prinzipiell zentriert sich das Band bei mäßiger Geschwindigkeit und ohne Last automatisch. Falls das einmal nicht funktioniert, wählt ihr zunächst die niedrigste Geschwindigkeit. Sofern das Band zu nah an der rechten Führungsschiene liegt, muss die rechte Einstellschraube am Ende um eine Vierteldrehung im Uhrzeigersinn gedreht werden. Nun müssen 30 Sekunden gewartet und anschließend geprüft werden, ob das Band sich entsprechend ausgerichtet hat. Liegt das Band zu nah an der linken Führungsschiene an, muss folglich die linke Einstellschraube genutzt werden.

Testergebnis

Getestet von
Christian Müller

In der Regel handelt es sich bei kompakten Laufpads um die sogenannten „Walking Pads”, die zwar platzsparend zusammenklappbar sind, aber nur eine maximale Geschwindigkeit von 6km/h bieten. Für mich persönlich sind sie daher uninteressant. Richtige Laufbänder, die auch weitaus höhere Geschwindigkeiten unterstützen, sind dagegen meist sehr groß und klobig. Als Mieter einer kleinen Wohnung kommen diese somit auch nicht infrage. Als sich mir die Chance bot, dieses Laufband zu testen, ergriff ich sie. Das JAGJOG JT57 vereint die Vorteile von Kompaktheit, da es zusammenklappbar ist, und gewährleistet dennoch eine Laufgeschwindigkeit von bis zu 12km/h.

Neben diesem Vorteil punktet das Gerät zusätzlich mit einer Höhenverstellung, einer soliden Verarbeitung, einer guten App-Anbindung und einem großen, intuitiven Display. Leider ist die Display-Einheit nicht gut verarbeitet und die Darstellung ist nicht scharf. Zudem sind der langsame App-Server und die fehlende Möglichkeit des simulierten Bergauflaufens kleinere Kritikpunkte, die erwähnt werden sollten.

Insgesamt sind das jedoch Kleinigkeiten, die der positiven Bewertung des JAGJOG JT57 in keiner Weise im Weg stehen. Wenn das Wetter draußen nicht mitspielt, habe ich definitiv keine Ausreden mehr, keine Laufeinheit einzulegen. Der Listenpreis liegt bei rund 400 Euro, in Aktionen und mit Coupon ist das Laufband aber regelmäßig für gut 300 Euro zu haben und damit ein No-Brainer par excellence. Wir sprechen eine klare Kaufempfehlung aus. Viel Spaß beim Training!

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Kommentare

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1 Kommentar
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otakufrank
Gast
otakufrank
20 Minuten her

Also ich hatte mal das “Hammer Walk Runner RPX” Laufband. Das hatte eine breite von 45 cm und mir war das schon zu schmal.Allerdings habe ich Fuß Größe 48. Wer kleine Füße hat, kann es ja zu dem Preis mal Probieren.

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