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Hoymiles HiBattery 1920 AC Dual-System mit Hoymiles MS-A2 im Test

Mit dem aktuellen Softwareupdate lassen sich zwei Hoymiles HiBattery 1920 AC im Dual-Verbund nutzen. Wir testen, wie gut das mit dem Hoymiles MS-A2 Wechselrichter in der Praxis funktioniert!

Hoymiles bietet mit der neuen HiBattery 1920 AC (zum Test) eines der zuverlässigsten und unkompliziertesten Speichersysteme für Balkonkraftwerke an. Durch die Kopplung zweier Speichersysteme verdoppeln sich sowohl die Kapazität als auch die Eingangs- und Ausgangsleistung. Dadurch könnt ihr das Hoymiles HiBattery Dual-System mit bis zu 2.000W laden und entladen.

Hoymiles HiBattery 1920 Dual System Einleitung

Hoymiles bietet seit Jahren hochwertige Wechselrichter und Speicherlösungen für alle gängigen Solarsysteme. Das Unternehmen legt größten Wert auf Zuverlässigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. In unseren Wechselrichtertests (zur Bestenliste) sind die Geräte von Hoymiles stets auf den vorderen Plätzen vertreten. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen an die HiBattery 1920 AC.

Zum Zeitpunkt unseres ersten Tests war die Kopplung mehrerer Speichersysteme noch nicht verfügbar. Mit dem letzten Firmware-Update im Januar hat Hoymiles diese Funktion nachgereicht, sodass wir nun prüfen, wie sich das System im Dual-Verbund im Alltag bewährt.

Kopplung der Hoymiles HiBattery 1920 AC mit dem MS-A2

Ihr könnt die neue HiBattery 1920 AC nicht nur mit einem baugleichen Gerät koppeln. Hoymiles unterstützt auch das beliebte Vorgängermodell Hoymiles MS-A2 (zum Test). Insgesamt lassen sich pro Phase im Haushalt maximal zwei Geräte miteinander verbinden. Das Setup besteht aus zwei HiBattery 1920 AC oder einer HiBattery mit MS-A2 pro Phase.

Hoymiles HiBattery 1920 Dual System koppeln

Für unseren Test haben wir die HiBattery 1920 AC mit einem MS-A2 kombiniert. Aufgrund der unterschiedlichen Kapazitäten (HiBattery 1.920Wh/MS-A2 2.240Wh) beträgt die Gesamtkapazität 4.160Wh. Verbindet ihr zwei HiBattery 1920 AC miteinander, ergibt sich eine Gesamtkapazität von 3.840Wh.

Technischer Aufbau

Der Aufbau des Hoymiles HiBattery Dual-Systems gelingt sehr einfach. Ihr stellt die neue HiBattery 1920 AC in unmittelbarer Nähe zum vorhandenen Speicher auf. Bei der Vernetzung übernimmt ein Speicher die Rolle des Master (Steuerzentrale) und ein Speicher die Rolle des Slave (wird vom Master gesteuert). In Kombination mit einem Hoymiles MS-A2 kann nur die HiBattery 1920 AC als Master fungieren. Für den Aufbau steckt ihr das Netzanschlusskabel des MS-A2 in die rote Eingangssteckdose der HiBattery. Die HiBattery verbindet ihr dann ganz normal mit dem heimischen Stromnetz. Den externen Wechselrichter eures Balkonkraftwerks schließt ihr anschließend an die Eingangssteckdose des Hoymiles MS-A2 an.

Danach fügt ihr die HiBattery über die Bluetooth-Suche in der App hinzu. Sobald dies erledigt ist, meldet die App, dass die Speicher vernetzt werden können. Abschließend erscheinen beide Speichersysteme in der App und zeigen den gemittelten Ladestand an. Verwendet ihr ein Smart-Meter (Shelly Pro 3 EM oder Ecotracker), müsst ihr dieses dem Master-Gerät zuweisen. In unserem Fall haben wir den Shelly Pro 3 EM nochmals aus dem System entfernt und der HiBattery 1920 AC zugewiesen. Weitere Änderungen sind in der App zunächst nicht erkennbar. Unter den Geräteeinstellungen könnt ihr beide Speichersysteme einzeln in Bezug auf Ladestand, Temperatur und Energiefluss auswerten.

Hoymiles HiBattery Dual-System im Praxistest

Im Dual-Verbund agieren beide Speichersysteme wie ein einzelner Speicher. Der Master (Hoymiles HiBattery 1920) übernimmt die Steuerungsaufgaben und die Kommunikation mit dem Smart-Meter. Geladen wird wie gehabt über den angeschlossenen externen Mikrowechselrichter oder mittels PV-Überschussladung. Die Ausgangsleistung und die Ladeleistung erhöhen sich durch den Dual-Verbund auf beachtliche 2.000W. In der App könnt ihr die maximale Lade- und Entladeleistung individuell anpassen.

Legt ihr die Ausgangsleistung auf 2.000W fest, kompensiert das System Lasten bis zu dieser Grenze im Haus vollständig. Diese Einstellung hat allerdings keinen Einfluss auf die maximale Einspeiseleistung in das öffentliche Stromnetz. Diese ist weiterhin auf 800W begrenzt. Das bedeutet, dass das System im manuellen Modus oder ToU (zeitgesteuert ohne Smart-Meter) maximal 800W ausgibt. So wird sichergestellt, dass niemals mehr als 800W in das Hausnetz eingespeist werden. Die dynamische Einspeisung in Verbindung mit einem Smart-Meter arbeitet auch im Dual-Verbund erstklassig. Laständerungen werden in 1–2 Sekunden erkannt und durch das Speichersystem kompensiert. Die Regelung arbeitet so zuverlässig und so nahe am Nullpunkt, dass ein Netzbezug im Haushalt von unter 10W möglich wird.

Wie bei allen Speichersystemen, die eine höhere Wechselrichterleistung als 800W bereitstellen, kann die vereinfachte Anmeldung als Speicher für Balkonkraftwerke schwierig werden. Einige Netzbetreiber tolerieren Systeme, solange die Einspeiseleistung in das öffentliche Netz die 800W nicht überschreitet. Manche Netzbetreiber legen jedoch die maximale Wechselrichterleistung zugrunde (hier 2.000W) und schließen somit eine vereinfachte Anmeldung aus. In diesem Fall muss eine Elektrofachkraft die Anlage regulär anmelden. Kleinspeichersysteme sind nach der aktuell geltenden VDE-Norm für steckerfertige Solaranlagen (zum Artikel) noch nicht abschließend reguliert. Eine entsprechende VDE-Norm für Kleinspeicher wird noch in diesem Jahr erwartet.

Inselbetrieb

Die Hoymiles HiBattery kann im Gegensatz zum Vorgänger (MS-A2) komplett im Inselbetrieb genutzt werden. Das bedeutet, dass selbst ohne Verbindung zum öffentlichen Stromnetz eine Akkuladung über den angeschlossenen Wechselrichter möglich ist. Weiterhin versorgt ihr über die 1.000W Off-Grid-Steckdose eure wichtigsten Geräte weiter.

Betreibt ihr die HiBattery 1920 AC mit dem Hoymiles MS-A2 im Dual-Verbund, bleibt diese Inselfunktion erhalten. Da die HiBattery über die Off-Grid-Steckdose ein vollwertiges 230V-Netz liefert, verbleibt der angeschlossene MS-A2 im Normalbetrieb und kann weiterhin über den externen Wechselrichter geladen werden. Wir raten jedoch von einer dauerhaften Nutzung des Dual-Systems im Inselbetrieb ab. Die HiBattery 1920 AC benötigt im Off-Grid-Betrieb rund 30W, um eine entsprechende Netzspannung für den MS-A2 zu liefern. Dadurch entleert sich der Akku der HiBattery im Inselbetrieb zunehmend, wenn keine PV-Leistung anliegt. Angeschlossene Geräte lassen sich weiterhin mit bis zu 1.000W pro Speichersystem über die Off-Grid-Steckdose versorgen.

Kapazität und Standby-Verbrauch des Hoymiles Dual-Systems

Um die tatsächlich nutzbare Kapazität zu ermitteln, haben wir das Hoymiles HiBattery Dual-System über das Hausnetz aufgeladen und in mehreren Durchgängen dynamisch mit Smart-Meter entladen. Im Durchschnitt entnahmen wir dem Hoymiles HiBattery Dual-System 3.500Wh Energie. Eine Sicherheitsreserve von 10% verbleibt im Akku und lässt sich nicht entnehmen. Ausgehend von der Herstellerangabe von 4.160Wh liegt die nutzbare Kapazität bei 84%. Unter Berücksichtigung der Sicherheitsreserve sind sogar 93% der Designkapazität nutzbar. Für eine vollständige Ladung benötigte das System 4.192Wh aus dem heimischen Stromnetz.

Somit stehen 3.500Wh nutzbare Energie einem Energiebedarf von 4.192Wh entgegen. Die kombinierten Lade- und Entladeverluste belaufen sich auf rund 17%. Das Hoymiles Dual-System schneidet im Effizienztest rund 2,5% schlechter ab als eine einzelne HiBattery 1920 AC. Noch etwas deutlicher wird der Unterschied zum Hoymiles MS-A2 Dual-System (zum Test). Der Verbund aus zwei MS-A2 konnte mit kombinierten Lade-/Entladeverlusten von nur 14% überzeugen.

Der Standby-Verbrauch des Hoymiles HiBattery Dual-Systems ergibt sich aus dem Eigenverbrauch beider Einzelsysteme und beträgt insgesamt rund 6,5W. Im Vergleich zur Konkurrenz erscheint dieser Wert zunächst sehr hoch. Beachtet jedoch, dass die Hoymiles Speichersysteme die Energie für die Steuerung nicht aus dem Akkusystem, sondern über das Hausnetz beziehen. Somit entlädt sich der Akku selbst ohne Ladung innerhalb von 24 Stunden nur minimal (0,2–0,5%).

Einschätzung der Redaktion

Mit dem Hoymiles HiBattery 1920 AC Dual-System bietet der Hersteller die Möglichkeit, sowohl die Kapazität als auch die Leistungsfähigkeit seiner Speichersysteme für Balkonkraftwerke zu erweitern. Dank der Kompatibilität zum Vorgängermodell MS-A2 müsst ihr euch nicht zwingend zwei neue HiBattery 1920 AC anschaffen, sondern könnt euer bestehendes System problemlos erweitern. Mit einem Preis von 549€ ist die HiBattery 1920 AC gemessen an der Speicherkapazität, etwas teurer als die Konkurrenz von Marstek oder Zendure. Im Gegenzug erhaltet ihr ein ausgereiftes Speichersystem, das vor allem in Zusammenspiel mit einem Smart-Meter sein volles Potenzial ausspielen kann.

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