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Google Pixel Watch 4 im Test

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • AMOLED-Display mit LTPO und 3.000 Lux
  • Qualcomm Snapdragon W5 Gen 2
  • sehr gutes Puls- und Aktivitätstracking
  • zwei Tage Akkulaufzeit mit Always On-Display
  • schnelle Ladezeit - 80% in 25 Minuten
  • WearOS 6 + drei Jahre Updates
Nachteile
  • hoher Preis
  • Fitbit Premium
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Während es bei den Pixel-Smartphones seit fünf Jahren quasi die gleichen Nachteile sind, die wir in Testberichten wie zum Google Pixel 10 Pro wiederholen, hatte der Suchmaschinenriese bei Smartwatches von Anfang an einen Lauf. Die Google Pixel Watch (zum Test) war bereits ein solides Wearable mit einigen Schwächen und seitdem hat jede neue Generation einige nennenswerte Verbesserungen eingeführt.

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Zusammen mit den Pixel-10-Smartphones hat Google die vierte Generation der Pixel Watch auf den Markt gebracht. Ich habe das WiFi-Modell mit 41 Millimeter Durchmesser seit rund einem Monat im Test. Davor habe ich über zwei Jahre die erste Generation der Pixel Watch verwendet. Meine Google Pixel Watch 4 ist in der Farbvariante Polished Silver mit Armband in Porcelain. Im Klartext bedeutet das: Das Gehäuse ist entweder Silber, Schwarz oder Gold und das Armband Weiß, Schwarz, Hellblau oder Gelb.

Die 45-Millimeter-Variante gibt es nur in drei Farben, eine davon allerdings exklusiv für das größere Modell: Satin Moonstone. Ebenfalls erwähnen sollten wir bereits eingangs die sehr hohen Preise, ebenfalls aber die regelmäßigen Rabattaktionen. Regulär kostet die Google Pixel Watch 4 mit 41 Millimeter 399€. Für die 45-Millimeter-Version mit LTE bezahlt ihr 549€.

Design & Verarbeitung

Mit der dritten Pixel-Watch-Generation hat Google, zusätzlich zum eher kompakten Modell mit 41 Millimeter Durchmesser, eine größere Variante mit 45 Millimeter eingeführt. Das 45-Millimeter-Modell kommt natürlich auch mit einem größeren Akku und Display. Auf diese Infos gehen wir später noch ein, konzentrieren uns hier aber der Übersicht halber auf das Modell, das sich bei uns im Test befindet.

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Die Google Pixel Watch 4 misst 41 x 12,3 Millimeter und wiegt ohne Armband 31 Gramm. Im Lieferumfang ist ein bequemes Sportarmband aus Fluorelastomer enthalten, das ich bei der ersten Generation für mehrere Jahre genutzt und sehr gemocht habe. Mit dabei sind zwei Größen – beim 41-Millimeter-Modell für Handgelenke (Umfang) von 130 bis 175 Millimeter und für Handgelenke von 165 bis 210 Millimeter.

Das Gehäuse besteht aus 100% Aluminium-Rezyklat und hat eine IP68-Zertifizierung. Erstmals sind im linken Rahmen der Uhr Lade-Pins verbaut, die aber, vor allem wenn ihr die Uhr am linken Arm tragt, überhaupt nicht störend auffallen. Ebenfalls neu ist, dass sich das Displayglas jetzt erstmals wie eine Kuppel über den Bildschirm erstreckt und nicht nur schwungvoll in den Rahmen übergeht. Es handelt sich übrigens um Gorilla Glas 5.

Bedienung & Tragekomfort

Weiterhin ist eine haptische Krone mit an Bord, die gedrückt und gedreht werden kann. Dazu gibt es eine Seitentaste, die zwar gefühlt ein bisschen weiter heraussteht als bei der ersten Generation, aber trotzdem nicht wirklich angenehm zu erreichen ist. Mit an Bord sind ein Mikrofon und ein Lautsprecher. Musikhören würde ich mit der Pixel Watch 4 nicht, aber die Interaktionen mit Gemini hören sich wirklich solide an.

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Insgesamt mag ich den Formfaktor und Tragekomfort der Google-Pixel-Watch-Serie auch in der vierten Iteration immer noch sehr. Die Uhr ist leicht und bequem, sieht gut aus und ist mit den Armbändern abwärtskompatibel. Auf die Ladestation trifft das hingegen nicht zu – hier liegt dem Lieferumfang der Uhr die dritte Ladelösung in vier Generationen bei. Eine weitere tolle Neuerung: Die Google Pixel Watch 4 ist reparierbar – ihr könnt das Gehäuse einfach aufschrauben und zum Beispiel den Akku wechseln.

Sensoren und Ausstattung

Die Google Pixel Watch 4 ist mit 2GB SDRAM und 32GB eMMC-Speicher ausgestattet. Mit dem Snapdragon W5 Gen 2 ist ein brandneuer Wearable-Chip von Qualcomm integriert, der von einem Cortex-M55-Koprozessor unterstützt wird. Für Tracking-Fans ist das Dual-Band-GPS, das in der vierten Generation neu mit dabei ist, sicherlich eine tolle Neuerung.

  • Kompass
  • Höhenmesser
  • Rot- und Infrarotsensoren zur Überwachung der Sauerstoffsättigung (SpO2)
  • mit EKG-App kompatible elektrische Mehrzwecksensoren
  • optischer Mehrwege-Herzfrequenzsensor
  • 3-Achsen-Beschleunigungsmesser
  • Gyroskop
  • Umgebungslichtsensor
  • elektrischer Sensor zur Messung der Hautleitfähigkeit (cEDA) für das Tracking von Körperreaktionen
  • Far-Field-Hauttemperatursensor
  • Barometer
  • Magnetometer

Immer mit dabei sind Bluetooth 6.0, WiFi 6, NFC und Ultrabreitband (UWB). Notrufe über Satellit sind nur möglich, wenn ihr euch für die Variante mit UMTS- und LTE-Konnektivität entscheidet. Insgesamt kann man der Google Pixel Watch 4 aber wirklich nichts vorwerfen. Die Sensoren ermitteln eine Vielzahl an Messwerten und Trends, die allesamt in der Fitbit-App abgerufen werden können. Weiterhin ist der sehr präzise Pulssensor, über den eine Pulsverlust-Erkennung realisiert wird, ein Pluspunkt der Uhren von Google.

Display der Google Pixel Watch 4

Bei den Pixel-Smartphones freuen wir uns seit Jahren über hervorragende Bildschirme in allen Preisklassen. Dieser positive Trend hat spätestens jetzt auch die Wearables von Google eingeholt, denn das AMOLED-Display der Pixel Watch 4 ist wirklich fantastisch. Verglichen mit der Pixel Watch 3 ist der Anzeigebereich laut Datenblatt um 10% größer bei 1,2 Zoll. Um ganze 50% größer ist die Spitzenhelligkeit, die von 2.000 auf 3.000 Lux gesteigert werden konnte. Die Pixeldichte liegt bei 320 Pixel pro Zoll.

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Das LTPO-Display wechselt dynamisch in einem Bereich von 1Hz bis 60Hz die Wiederholrate und kann auch noch mit einer niedrigen Minimalhelligkeit überzeugen. Der Umgebungslichtsensor hat in meinem Test einen guten Job gemacht und ich hatte zu keiner Zeit Probleme, den Bildschirminhalt abzulesen. Ein Always-on-Display ist natürlich ebenfalls vorhanden und das habe ich auch benutzt. Dabei ist auffällig, dass mit WearOS 6 mehr Apps diese Funktion nativ unterstützen, zum Beispiel wenn ich einen Timer laufen lasse.

Mit Kratzern hatte ich auch schon bei der ersten Google Pixel Watch keine Probleme – ob es hier eine Verbesserung oder Verschlechterung gegeben hat, kann ich also nicht sagen. Abseits davon handelt es sich aber um einen hervorragenden Bildschirm mit scharfer, sehr heller Darstellung und schneller Reaktion auf Eingaben.

Einrichtung & Kompatibilität

Um die Google Pixel Watch 4 verwenden zu können, benötigt ihr ein Android-Smartphone mit Android 11 oder höher, ein Google-Konto und die Google-Pixel-Watch-App. Letztere ist bei den Pixel-Smartphones bereits in das System integriert. Ich habe die Smartwatch mit dem Google Pixel 10 Pro verwendet. Sofort nach dem Einschalten wird mir angeboten, die Uhr mit meinem Google-Konto zu verbinden und die Daten von meiner vorigen Smartwatch auf die neue Uhr zu übertragen. Der komplette Prozess dauert rund fünf bis zehn Minuten.

Einmal eingerichtet, müsst ihr die Google-Pixel-Watch-App eigentlich nicht mehr benutzen, weil sie vor allem die Einstellungen der Smartwatch auf euer Handy spiegelt. Wichtig ist aber zu wissen, dass ihr das volle Potenzial der Pixel Watch nur ausschöpfen könnt, wenn ihr fortan auf Fitbit für eure Fitness und euer Wohlbefinden setzen wollt. Über Health Connect lassen sich Daten bei Drittanbietern häufig sehr unkompliziert synchronisieren. Die Fitbit-App hat endlich einen Dark Mode und in diesem Jahr soll eine große Überarbeitung anstehen.

Ich habe eingangs ein paar Wochen gebraucht, um mich von Google Fit zu entwöhnen und mit Fitbit anzufreunden. Mittlerweile finde ich die App richtig gut, wobei die Qualität der Umsetzung je nach Funktion durchaus variiert. Wenn ihr viel Laufen wollt, ist die Pixel Watch ein fantastischer Partner. Wenn ihr aber möglichst einfach eure Kalorienaufnahme tracken möchtet, gibt es einfach bessere Alternativen.

WearOS 6 & Sport-Tracking

Auf der Google Pixel Watch 4 ist das aktuelle Betriebssystem WearOS 6 installiert. Ihr könnt, wie auch schon bei den drei Vorgängern, mit drei Jahren Updates rechnen. Während Google bei den Smartphones eine Vorreiterrolle einnimmt, könnte der Support bei den Uhren ruhig etwas länger andauern. Die Software gefällt mir als Nutzer der Pixel-Smartphones allerdings insgesamt wirklich gut. Das Design ist mittlerweile etwas verspielter, mehr Animationen sind in das System integriert und dank des neuen Prozessors werden die auch flüssig abgespielt.

Wie auch schon bei den letzten paar WearOS-Versionen ist die Bedienung intuitiv und dank des Google Play Store steht sehr viele Zusatzsoftware zum Download bereit. Neu ist jetzt vor allem die weitaus bessere Qualität der Watch-Apps von Google und auch, dass es einfach mehr davon gibt. Ein Beispiel ist die direkte Integration von Gemini. Wenn ich die Funktion aktiviere, muss ich nur die Unterseite der Uhr an meinen Mund heben und los reden – der Assistent Gemini hört ohne Aktivierungswort automatisch zu.

Eine weitere Neuheit ist die Gestensteuerung. Jetzt kann ich Alarme und Timer pausieren, indem ich meine Finger gegeneinanderdrücke oder das Handgelenk drehe.

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Für eure Gesundheitsdaten steht weiterhin Fitbit bereit. Ein sechsmonatiges Probeabo des Premium-Services ist bei der Uhr mit dabei. Allerdings sind die Funktionen hinter der Paywall meiner Meinung nach komplett unnötig, weswegen man getrost auf das Abo verzichten kann. Die Darstellung und Auswertungen in der Fitbit-App sind übersichtlich und ausführlich.

Das Training wird in meinem Fall sehr zuverlässig automatisch erkannt und dementsprechend hinterlegt. Einmal war ich Joggen und habe manuell einen Lauf gestartet. Dabei war das enorm schnelle GPS-Tracking auffällig und auch, dass mir im Lauf-Profil viele weitere Messwerte wie Schrittlänge und Bodenkontaktzeit angezeigt werden. Ich bin leider wahrlich kein Leistungssportler, aber ich empfinde das Aktivitätstracking mit der Pixel Watch und Fitbit als intuitiv und motivierend.

Akku

Google integriert in die Pixel Watch 4 einen 325mAh Akku. Das 45-Millimeter-Modell hat einen Akku mit 455mAh. Im Datenblatt verspricht der Hersteller eine Laufzeit von bis zu 30 Stunden mit Always-on-Display beim 41-Millimeter-Modell. In meinem Alltag hat die Uhr über Wochen exakt 48 Stunden mit einer Ladung durchgehalten – darunter die 32 Stunden, die ich wach verbringe, mit Always-on-Display. Alles an Funktionen und Funkstandards, die man aktivieren kann, habe ich aktiviert.

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Das Schlaftracking für eine achtstündige Nacht hat sieben Prozent verbraucht. Google hat im Vergleich zu den Vorgängern den Verbrauch im Alltag stark reduziert, aber ebenso den Verbrauch in fordernden Situationen. Die Google Pixel Watch 1 konnte ich mit einem sechsstündigen Timer auf dem Always-on-Display komplett in die Knie zwingen, während das die Pixel Watch 4 im Vergleich zum normalen AoD-Verbrauch kaum noch interessiert. Auch das Tracking mit GPS verbraucht nicht mehr so unfassbar viel Akku.

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Google hat nicht nur die Akkulaufzeit verbessert, sondern auch die Ladedauer drastisch reduziert. Die Angaben aus dem Datenblatt sind perfekt akkurat: Nach 15 Minuten habt ihr 50% erreicht und nach 25 Minuten sind es 80%. Auf 100% vergehen knapp 45 Minuten. Die paar Prozent für eine Nacht Schlaftracking nachzuladen dauert buchstäblich nur gut eine Minute. Dadurch beschert euch Google zwar schon wieder ein neues Ladegerät, aber das neue Dock lässt die Uhr beim Laden aufrecht stehen, was schick aussieht.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Die Google Pixel Watch 4 ist eine der besten WearOS-Smartwatches, die wir in den letzten Wochen und Monaten unter die Lupe genommen haben. Das macht sich vor allem bei dem hervorragenden Bildschirm bemerkbar, aber auch bei der sehr hohen Bediengeschwindigkeit aufgrund des neuen Snapdragon W5 Gen 2. WearOS 6 ist eine tolle Software, die zusammen mit Fitbit sehr gut funktioniert. Die Ausstattung mit Sensoren und aktuellen Funkstandards ist ebenfalls auf Top-Niveau.

Mir persönlich gefällt das Design ausgesprochen gut, aber ich weiß, dass sich hieran die Geister scheiden. Ich bin vor allem froh, dass es zumindest eine wirklich kompakte WearOS-Smartwatch eines größeren Herstellers gibt. In den vergangenen Jahren hat Google das Design der Pixel Watch nur ganz vorsichtig angepasst, aber das Innenleben immer wieder auf den neusten Stand gebracht. Die Google Pixel Watch 4 ist demzufolge eine insgesamt sehr gute Smartwatch geworden.

Der größte Kritikpunkt ist der hohe Preis, den ich vor allem in Anbetracht der nur drei Jahre Update-Support überzogen finde. Unter 250€ für die WiFi-Version sind meiner Meinung nach fair, denn in dem Preisbereich spielen auch die Uhren von Samsung. Glücklicherweise gibt es immer wieder Bundle-Deals und Rabatte auf die Pixel Watch 4. Vor einigen Wochen konntet ihr sie mit einer American Express-Kreditkarte sogar mit Gewinn kaufen – klingt bekloppt, ist aber wirklich so. Haltet also nach einem guten Deal Ausschau!

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