GMKtec NEO-X1 Pro: Kompakter Gaming-PC für 2.749€ vorgestellt
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GMKtec verkauft seit dem 17. August 2026 die NEO-X1-Serie, zwei kompakte Desktop-Rechner, die eine Notebook-CPU von AMD mit einer Desktop-Grafikkarte in einem 14,6 Liter großen Metallgehäuse zusammenbringen. GMKtec bietet zwei Konfigurationen an: das Einstiegsmodell NEO-X1 für 1.999,99€ und den stärkeren NEO-X1 Pro für 2.749,99€. Wir geben euch eine Übersicht über die neuen Modelle.
Zwei Modelle, ein Konzept
GMKtec bezeichnet den Aufbau als MODT (Mobile on Desktop). Gemeint ist: Der Hersteller kombiniert einen Prozessor aus AMDs HX-Notebookreihe mit einer Desktop-Grafikkarte, also mit der leistungsstärkeren Karte und nicht mit der schwächeren Notebook-Variante.
Das Einstiegsmodell NEO-X1 nutzt den AMD Ryzen 9 9955HX mit 16 Kernen und 32 Threads sowie eine NVIDIA GeForce RTX 5060 Ti mit 8GB Grafikspeicher. Dazu kommen 32GB DDR5-Arbeitsspeicher und eine 1TB große SSD.
Der NEO-X1 Pro setzt auf den AMD Ryzen 9 9955HX3D. Das ist die Gaming-Variante des Chips mit AMDs 3D V-Cache, laut Hersteller mit 144MB Gesamt-Cache. Als Grafikkarte dient eine NVIDIA GeForce RTX 5070 mit 12GB Speicher. Der Arbeitsspeicher ist auf 64GB verdoppelt, die SSD auf 2TB. Beide CPUs gehören zu AMDs aktueller Zen5-Generation und werden bei TSMC im 4nm-Verfahren gefertigt.
Gehäuse, Netzteil und Kühlung
Das Gehäuse fasst 14,6 Liter und misst nach Herstellerangabe rund 350 x 165 Millimeter. Es besteht aus Stahl und hat Tragegriffe aus Aluminium. Die Stromversorgung übernimmt ein internes 850W-Netzteil im SFX-Format.
Für die Kühlung verbaut GMKtec eine eigene All-in-One-Flüssigkeitskühlung mit drei Lüftern, die neben der CPU auch Grafikkarte, Arbeitsspeicher und SSD abdeckt. Der Hersteller gibt drei Leistungsprofile an: einen leisen Modus mit 54W, einen ausgewogenen mit 85W und einen Leistungsmodus mit 160W für die CPU. Unter Volllast nennt GMKtec für den NEO-X1 Pro eine CPU-Temperatur von rund 86,4 Grad aus eigenen Messungen. Belastbare Werte zu Temperaturen und Lautstärke im Dauerbetrieb lassen sich erst in einem Test ermitteln.
Anschlüsse, Erweiterung und Ausstattung
Für den Arbeitsspeicher gibt es zwei DDR5-Steckplätze, laut Hersteller sind bis zu 96GB möglich. Für den Festspeicher stehen zwei M.2-Steckplätze mit PCIe 5.0 bereit, die zusammen bis zu 16TB aufnehmen.
Bei den Grafikausgängen nennt GMKtec bis zu vier anschließbare Displays. Über die Grafikkarte lassen sich vier 8K-Bildschirme mit 60Hz betreiben (ein HDMI 2.1b und drei DisplayPort 2.1b), an der Front sitzt ein USB-C-Anschluss mit 5Gbit/s und auf der Rückseite USB-C mit 10Gbit/s. Für die Verbindung sorgen WiFi 7 und ein 2,5G-Ethernet-Anschluss. Als Betriebssystem ist Windows 11 Pro vorinstalliert.
Als weiteres Merkmal führt GMKtec lokale KI an. Nach Herstellerangabe ist eine Software namens Claw AI vorinstalliert, mit der sich quelloffene Modelle wie Qwen, DeepSeek und Llama direkt auf dem Rechner ausführen lassen. Das ist unnötig: Im Zweifelsfall greift ihr hier lieber zu etablierten Software-Lösungen.
Preis und Verfügbarkeit
Beide Modelle lassen sich seit dem 17. August 2026 im GMKtec-Shop bestellen. Stand 18. August 2026 kostet der NEO-X1 dort 1.999,99€, der NEO-X1 Pro 2.749,99€. Zum Marktstart hatte GMKtec für die Pro-Version 2.699,99€ genannt, im Shop liegt sie inzwischen 50€ darüber. Ab Lager lieferbar sind die Geräte noch nicht: Für die Pro-Version weist der Shop eine voraussichtliche Auslieferung ab Anfang September aus.
Zum Marktstart gibt GMKtec zwei Rabatte an: Über den Code NEO100 zieht der Shop bis zum 31. August 2026 einen Nachlass von 100€ ab. Über die Newsletter-Anmeldung nennt der Hersteller weitere 50€. Über den deutschen Handel, etwa Amazon, gibt es bislang kein reguläres Angebot, verkauft wird ausschließlich über den Shop des Herstellers.
Mit der Kombination aus Notebook-Prozessor und Desktop-Grafikkarte zielt GMKtec auf Käufer, die viel Rechenleistung auf wenig Stellfläche wollen. Ob sich die kompakte Bauweise gegenüber einem klassischen Mini-ITX-Rechner mit derselben Grafikkarte lohnt, entscheidet sich vor allem an Preis, Lautstärke und den Temperaturen im Dauerbetrieb. Diese Punkte lassen sich erst in einem eigenen Test beurteilen.
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