Fahrzeugzulassungen des Jahres 2025: Aufwind für die E-Mobilität?
Das Kraftfahrt-Bundesamt und der Europäische Automobilherstellerverband haben die Zulassungszahlen für den Dezember 2025 und für das Gesamtjahr bekanntgegeben. Ein Trend zeichnet sich ab: Elektroautos befinden sich im Aufschwung. Während Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor in Deutschland im Vergleich mit dem Vorjahr ein Wachstum von 43,2% hingelegt haben, sinken die Anteile der Benzin- und Diesel-PKW sukzessive.
Alle Details zu den Neuzulassungen im abgelaufenen Jahr erfahrt ihr hier bei uns. Wenn ihr euch jetzt noch über die Details der neuen Elektroauto-Förderung informieren wollt, haben wir auch dazu einen passenden Artikel parat.
Zulassungszahlen in Deutschland
Wir starten mit den Zahlen, die das Kraftfahrt-Bundesamt am 6. Januar 2026 veröffentlicht hat. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 2,9 Millionen Neufahrzeuge zugelassen, was einer Steigerung von 1,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 33,6% der Neuzulassungen kamen von Privatpersonen und 66,1% waren gewerbliche Zulassungen.
Das stärkste Segment waren sogenannte SUVs mit 33,3% und einem Wachstum von 11,9% gegenüber dem Vorjahr. Es folgten die Kompaktklasse mit 16,7% (-9,5%), Kleinwagen mit 11,8% (+0,1%) und Geländewagen mit 10,9% (-2,3%).
Neuzulassungen nach Antriebsart
Spannend ist die Verteilung der Antriebsarten. Hybrid-PKW machten den Löwenanteil aus. Der Anteil lag bei 39,5% und das Wachstum betrug 19%.
Benzinbetriebene PKW machten 27,2% des Gesamtmarktes aus und lagen damit weit unter dem Vorjahresniveau von 35,2%. E-Autos ohne Verbrennungsmotor kamen auf einen Anteil von 19,1% und belegten damit den dritten Platz. Hier liegt die Steigerung im Vergleich mit dem Vorjahr bei 43,2%. Danach folgten Diesel-PKW mit 13,8%.
Insgesamt wurden 12.079 Autos mit Flüssiggasantrieb neu zugelassen, die damit auf einen Anteil von 0,4% kommen. Zudem wurden 49 Fahrzeuge mit Brennstoffzelle, drei Fahrzeuge mit Erdgas und ein wasserstoffangetriebener PKW zugelassen.
Neuzulassungen nach Marke
An dieser Stelle alle Marken durchzugehen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Wir konzentrieren uns daher auf Hersteller mit vielen Elektroautos und auf eher unbekannte, neu bei uns vertretene Marken aus China und aller Welt.
BYD konnte den Absatz vervielfachen und im vergangenen Jahr 23.306 Autos in Deutschland auf die Straße bringen. Das entspricht einem Wachstum von 706,2%. Damit liegt BYD insgesamt aber noch weit hinter den großen europäischen Herstellern. Zum Vergleich: Bei BMW gab es eine Steigerung um 8,9% auf 253.712 Fahrzeuge.
Ein noch größerer Gewinner war Leapmotor. Im Jahr 2025 wurden 7.280 Fahrzeuge verkauft, was einem Wachstum von 3.989,9% entspricht. Auch Xpeng konnte sich um 661,1% steigern und 2.991 Autos verkaufen. Nio konnte im ganzen Jahr nur 325 Fahrzeuge an den Kunden bringen und verliert damit 18,3%. Polestar konnte sich um 57,4% auf 5.007 Autos steigern. MG konnte den positiven Trend der letzten Jahre fortsetzen und 26.479 Fahrzeuge absetzen.
Volkswagen konnte sich mit 560.796 Autos wenig überraschend den ersten Platz sichern. Es folgten Mercedes und BMW mit weniger als halb so vielen verkauften Fahrzeugen. Zu den größten Verlierern gehörten Fisker mit fünf Autos (-96,3%), Cadillac, Smart, Jaguar und Lada.
Zulassungszahlen in der Europäischen Union
Beim Europäischen Automobilherstellerverband (ACAE) gibt es Zulassungszahlen für die EU, EFTA (Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz) und das Vereinigte Königreich.
In der Europäischen Union lag der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge bei 17,4%. In unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz waren es 21,3% respektive 22,8%. Weitere Ausreißer nach oben sind Staaten wie Norwegen mit 95,9%, Island mit 41,2%, Schweden mit 36,5% und Malta mit 37,9%. In Spanien (8,8%), Rumänien (5,6%) und den Baltischen Staaten schwächeln reine Elektroautos bisher noch. Der Südeuropa-Vergleich zeigt, dass Portugal mit 23,2% weit besser aufgestellt ist als Spanien.
Insgesamt sieht aber auch der ACAE einen europaweiten Trend zur Elektromobilität. Vor allem in Märkten wie Frankreich (-32%), Deutschland (-21,6%), Italien (-18,2%) und Spanien (-16%) nehmen die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Diesel- und Benzinantrieb rapide ab.
Insgesamt wurden in der EU übrigens 1,8% mehr PKW zugelassen als im Vorjahr. Die Werte liegen damit aber immer noch deutlich unter dem Level vor Corona.
Unsere Einschätzung
2025 war europaweit ein gutes Jahr für E-Autos. Historisch schwache Märkte wie Spanien haben an Fahrt aufgenommen. In Norwegen wurden fast keine Verbrenner mehr zugelassen und auch in Deutschland ging der Trend zum reinen Stromer.
Mit Blick auf die Luftqualität und Klimawandel ist dieser Trend eine gute Nachricht. Natürlich gibt es dennoch Nachholbedarf. Hierzulande sind die fehlende Langstreckentauglichkeit der bezahlbaren Modelle und die stark fragmentierte Ladeinfrastruktur mit unübersichtlichen Tarifmodellen Nachteile, die mir sofort in den Sinn kommen.
Schreibt uns eure Einschätzung zu den Zulassungszahlen gerne in die Kommentare. Was hat euch besonders überrascht?
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In Thailand hat BYD über 100 Geschäfte. Überall dort kann man sein Auto günstig Aufladen. Man kann dann rein gehen und kann was trinken, ist wie im Kaffee.
Es ist also nicht nur der Wagen selber, das ganze Konzept muss stimmen. Hier bei uns scheitert es ja schon beim Aufladen.
Das stimmt.
Viel hat aber auch mit Wahrnehmung zu tun.
In Deutschland.gibt es neben vielen Tausend anderen Ladepunkten ungefähr 600 McDonalds mit EweGo Ladepunkten wo man für erträgliche 52 ct laden kann. Man kann dann reingehen und was Trinken oder Essen.
Das auf einer viel kleineren Fläche, mit weniger als dem 5fachen Bestand an Elektroautos.
Wenn Dir das in Thailand gut gefällt, müsstest Du doch in Deutschland begeistert sein.
Es mag sein, dass die Zahlen gestiegen sind aber es sind würde ich mal behaupten immer noch keine Hammerzahlen. Die deutsche Bevölkerung ist beispielsweise im Gegensatz zur USA oder auch China immer etwas vorsichtiger/langsamer was “Neues” angeht. Ich finde teilweise aber auch zu Recht, da ihr ja selbst noch einige Kritikpunkte der E-Autos (Hybride sind nicht gemeint. Ich meine reine E-Autos!) im Text genannt habt und da ist dann einfach noch bei vielen zu viel Skepsis in den Köpfen vorhanden. In ein paar Jahren kann dies möglicherweise schon wieder anders aussehen. Zudem gibt es bestimmt auch viele, die sich einfach… Weiterlesen »
Wir wohnen in einem Ort mit knapp 10.000 Einwohnern und es gibt ganze 2 Ladesäulen. Damit hat sich der Kauf eines E-Autos für uns erledigt. “AbEr dAnN lAdE DoCh zU HaUsE” kann ich einige schon wieder tippen hören. Schade nur dass ich zur Miete wohne, mir dadurch keine PV-Anlage aufs Dach packen kann, um günstig auf meinem nicht vorhandenen Stellplatz zu laden. Und da die Grundstückspreise so sind sie sie sind, wird sich das auch niemals ändern. Ein 08/15 Haus kostet hier mindestens 700.000€.
Die Ausstattung mit Ladesäulen ist sehr unterschiedlich. Wir wohnen ebenfalls in einem Ort mit knapp 10.000 Einwohnern. In der Kernstadt mit gerade mal 4.000 Einwohnern gibt es 4 400kw und 8 22 kW Ladepunkte. Da die Anzahl der Menschen ohne Stellplatz aber mit Elektroauto noch gering ist, steht da ich fast nie einer. Umgekehrt: Bei der Auslastung werden sicherlich auch nicht viele Ladepunkte dazukommen in den nächsten Jahren. Manchmal könnte das Laden auch mit Abo irgendwo anders in die Routine integriert werden. Die durchschnittliche Fahrleistung eines Autos in Deutschland hat ein einigermaßen modernes eAuto ja in 30 Minuten (manche in… Weiterlesen »
Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.
Henry Ford
Ein e-Auto mit einer Reichweite bei Gegenwind und Frost wie ein Diesel, kann man sich (noch) nicht leisten. Da man unbedingt E-Autos fördern will, macht man halt den Diesel und Benzin künstlich mit Steuern teuerer. Dazu kommen die öl-konzerne denen man keinen Einhalt seitens staatlicher Eingriffe gebieten will, denn Diesel ist so billig wie nie aber statt 90cent für Diesel und 1,10€ für Super E5 liegen die Preise fast 1€ über Marktwert. So kann man auch e-Autos künstlich fördern mit Gewalt und den Bürger, der den Gürtel immer enger schnallen muss, nochmehr unter Zugzwang setzen. Es ist von vorn bis… Weiterlesen »
Dadurch dass Elektroautos tendenziell ein höheres Gewicht als Verbrenner haben, entsteht auch mehr Reifenabrieb als beim Verbrenner. Durchs Bremsen eher nicht, denn die mechanischen Bremsen werden bei e-Auto ja deutlich weniger belastet. Es kann also tatsächlich sein, dass ein großes e-Auto mehr Feinstaub als ein Verbrenner mit Partikelfilter verursacht. Allerdings sind Partikelfilter und Abgasreinigung generell für Dieselfahrzeuge nicht nur ein Quell der Freude und neben Feinstaub hat der Diesel noch andere Abgase. Unabhängig davon ist Gewicht nur ein Faktor für den Energiebedarf eines Fahrzeugs. Auf Diesel umgerechnet braucht mein Allrad ElektroSUV mit über 400 PS im Schnitt im Winter gut… Weiterlesen »
Selten mal so einen Mist gelesen fahre selbst 2 E-Autos. Lade hauptsächlich meinen Eigenen Strom von meiner Pv -Anlage. Selbst im Winter. Meine Bremsen rosten eher zusammen als das sie Feinstaub produzieren, dank rekupieren. In der Regel halten die Bremsen beim E-Auto bis zu 200 000 Tausend km, wie soll da denn der bôse Feinstaub herkommen . Feilt da jemand die Bremsbeläge ab ? Reifen gibt es für E-Autos spezielle gerade wegen des hôheren Gewichtes , die halten genau so lang wie beim Verbrenner. Man ich kann solch haltloses und Geschwafel von nicht informierten Verbrenner Anhängern nicht mehr hören. Das… Weiterlesen »
Da Dank Partikelfilter der Motor selbst kaum noch primären Feinstaub produziert ist das tatsächlich ein Thema.
Und der noch verbliebene Feinstaub stammt primär aus Reifen und Bremsen. Der Reifenabrieb ist bei den tendenziell schwereren Elektroautos tatsächlich etwas höher, der Bremsenabrieb geringer im Ergebnis sind sie ähnlich wie Verbrenner. Aber in der Euro 7 (ab November 2026) ist das schon berücksichtigt und die Grenzwerte für Neuwagen bei den Bremsen sind bei e-Autos etwas geringer, um den höheren Reifenabrieb auszugleichen.