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Tronsmart T8 Mini – Portabler Speaker im Test

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • gutes Preis / Leistungsverhältnis
  • klein und handlich
  • starke Verarbeitung
  • hohe Lautstärken möglich
  • App-Support
  • lange Akkulaufzeit
  • Stereo-Pairing möglich
  • Bluetooth, AUX, Type-C & SD-Karte
Nachteile
  • kein hochauflösender Codec (z.B. LDAC)
  • zu Tiefenbetont, mäßige Bässe
  • etwas ungenau bei hohen Lautstärken
  • durchwachsenes Klangbild
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Obwohl sich der große Hype um portable Lautsprecher etwas gelegt hat, drängen ständig neue Modelle auf den Markt. Manche davon bieten lediglich mehr vom Bekannten, aber es gibt auch Ausnahmen, wie der Tronsmart T8 Mini. Zugegeben, es wirkt etwas wild mit den zwei prominenten Passivstrahlern, doch gilt es zu klären, ob diese nur Show sind oder tatsächlich einen Mehrwert bieten. Und wie klingen aktuelle Bluetooth-Boxen im Vergleich zur alten Garde? Wir klären es im Test.

Design & Verarbeitung

Tronsmart T8 Mini Test Design 2

Tronsmart hat mittlerweile einige Modellkategorien, etwa Mirtune, Bang, Fiitune oder Halo. So eine richtige Abgrenzung scheint es nicht zu geben. Besonders Mirtune und die T-Serie ähneln sich stark. Durchschnittlich fallen die Mirtune-Modelle etwas größer aus, während die T-Modelle handlicher sind.

Besonders der hier getestete T8 Mini hat sich im Vergleich zum T7 verändert. Der eigentliche Speaker sitzt nun nicht mehr seitlich im Gehäuse, sondern strahlt nach oben ab, geschützt von einem dicken Alugitter. An den Seiten verbaute der Hersteller stattdessen zwei Passivstrahler, die für die Größe des Minis riesig wirken. Mit der Neuausrichtung des Treibers ist auch das Bedienfeld an die Seite gewandert, da oben kein Platz mehr vorhanden ist. Dafür wurde um den Lautsprecher ein LED-Ring integriert, der Tronsmart-typisch in verschiedenen Leuchtmodi betrieben werden kann.

Eine kleine Stofflasche ermöglicht es, den T8 Mini an verschiedenen Dingen zu befestigen, während sich unter einer dicken Gummidichtung neben einem USB-C-Anschluss auch ein 3,5mm-Klinkenanschluss und ein SD-Karten-Schacht befinden. Warum Hersteller bei modernen Speakern noch auf diese alten Anschlussarten setzen, bleibt unklar, doch Alternativen und Optionen sind stets erfreulich. In diesem Fall wird der USB-C-Anschluss nicht nur zum Laden, sondern auch zur Datenübertragung verwendet. Dank der Gummidichtung ist der T8 Mini nach IPX7 wasserdicht.

Wie bei Tronsmart mittlerweile üblich, ist die Verarbeitung des Lautsprechers auf einem hohen Niveau. Der Korpus ist komplett mit einem Stoffüberzug verkleidet, wodurch die Box sicher und griffig in der Hand liegt. Der Lautsprecher macht einen robusten Eindruck und steht auf einem gummierten Standfuß.

Lieferumfang des Tronsmart T8 Mini

Tronsmart T8 Mini Test Design 4

Der kleine, große T8 Mini misst 99 x 99 x 119 Millimeter und wiegt rund 600 Gramm. Er ist nicht so winzig wie etwa ein Edifier ES20 (zum Test), aber deutlich weniger voluminös als das Vorgängermodell T7 Mini. Der Lieferumfang beschränkt sich auf das Nötigste, dafür wird der T8 Mini schon jetzt in vier Farben angeboten: Schwarz, Blau, Grau und Rot. Bei der schwarzen Version sind die Passivstrahler golden eingefärbt.

  • Tronsmart T8 Mini
  • USB-C auf USB-C Ladekabel (ca. 40cm)
  • Englische Garantiekarte
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • Tronsmart Sticker

Soundqualität

Tronsmart T8 Mini Test Driver 1

Ohne weitere Umschweife geht es zum Soundcheck. Tronsmart orientiert sich für den T8 Mini eher an Kosteneinsparungen. So setzt der Hersteller etwa nur auf Bluetooth 5.3. Bei den Codecs stehen leider nur SBC und AAC zur Verfügung. Dafür liegt die maximale Leistung bei 16 Watt, wobei diese Aussage ohne Kenntnis der RMS-Leistung bedingt Aussagekraft besitzt.

Zur Größe des eigentlichen Lautsprechers macht Tronsmart keine Angaben. Messt ihr das Lautsprechergitter, kommt ihr auf einen Durchmesser von exakt 6 Zentimetern, was eine ordentliche Ansage für dieses Format darstellt. Vergesst dabei nicht, dass an den Seiten zwei Passivstrahler liegen, die nochmals 64 x 32 Millimeter messen.

Frequenz: 65–20.000Hz
Bluetooth: 5.3
Treibergröße: 60mm
Eingänge: Bluetooth, AUX, SD-Karte
Maximalleistung: 16W
Nennleistung: k.A.
Chipsatz: k.A.
ANC-Dämpfung:
Reichweite: 15m
Modellnummer: T8 Mini
Widerstand: k.A.
Einzelnutzung:
Lautstärke: k.A.
Hochauflösender Codec: Nein
Profile/Codecs: AVRCP 1.6, A2DP 1.3, HFP 1.7, HSP, SBC, AAC
Akkukapazität: 2.600mAh

So klingt der Tronsmart T8 Mini

Selbst bei einem günstigen Lautsprecher wie dem T8 Mini bietet Tronsmart verschiedene Klangprofile und einen einstellbaren Equalizer. Ich habe den T8 überwiegend im Profil „Standard“ getestet und dann mein eigenes Profil erstellt.

Dass der Fokus hier besonders auf dem Tieftonbereich liegt, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Das wird der kleinen Krawallbürste aber auch zum Verhängnis. Denn trotz vergleichsweise großem Lautsprecher und mächtigen Passivstrahlern, die bei höheren Lautstärken kräftig in Schwingung geraten, tut sich der T8 Mini mit dem Bassbereich schwer. Während der Tieftonbereich an sich gut abgedeckt wird, fehlt es den Bässen besonders an Volumen.

Leider überzeugt der Hochtonbereich ebenfalls nicht, da er sehr gedämpft wiedergegeben wird. Nach unten hin fehlt das Volumen und nach oben hin wird hart beschnitten. Es wirkt fast so, als wäre noch ein Filter aktiv. Die Mitten sind in Ordnung, leiden jedoch ebenfalls unter dem allgemein recht gedämpften Klangbild.

Mit höherer Lautstärke wird das Gesamtbild etwas besser, allerdings rücken im gleichen Zug die Unzulänglichkeiten im Bassbereich stärker in den Vordergrund. So sehr, dass ihr richtig hören könnt, wie für den Bass „Luft geholt“ und alles andere hintenangestellt wird, nur um in einem absolut unzufriedenstellenden Drop zu enden. Gibt es viele Tieftonpassagen, wabert das Klangbild förmlich, es wird leiser, lauter und wieder leiser. Das ist schon ein wenig anstrengend.

Bei den verschiedenen Soundprofilen findet ihr leichte Abhilfe. „SoundPulse“ stellt die hauseigene Abmischung dar und ist eine kleine Geheimwaffe von Tronsmart. Leider wird hier die Schwäche noch etwas hervorgehoben. Mit dem Equalizer könnt ihr eine ähnliche Kurve erstellen und den Bassbereich deutlich reduzieren, um dem Speaker mehr Fülle zu entlocken. Dadurch werden zumindest normale Pop-Songs gut hörbar. Nehmt ihr den Effekt im mittleren Tonbereich etwas zurück, bleiben mehr Reserven für den Rest. Genau da setzt das neuerdings absolut grottig übersetzte Profil „Felsen“ (also Rock, danke KI) an.

Im T8 Mini ist auch ein Mikrofon fest verbaut, das für kurze Telefonate ausreicht. Die Qualität geht in Ordnung, ist aber nichts Besonderes. Allerdings werden Störgeräusche recht deutlich übertragen.

App

Tronsmart T8 Mini Test App 1

Nach all den Jahren und Produktzyklen bei Tronsmart sind wir mittlerweile an dem Punkt, dass nahezu alle neuen Geräte eine Anbindung an die App erhalten. Das ist erfreulich, auch wenn die Lautsprecher recht günstig ausfallen. Unser T8 Mini ist also ebenfalls mit von der Partie.

Der Funktionsumfang fällt recht spartanisch aus. Auf der Startseite sind lediglich der Akkustand und die Mediensteuerung abgebildet. Seite zwei beherbergt die Soundprofile mit Equalizer, während ihr auf Seite drei die LEDs steuert und per Klick einen Eingang wählt. In den Optionen sind die Firmwareupdates versteckt, zudem lässt sich ein Timer für eine automatische Abschaltung einrichten.

Mit der Möglichkeit, zwei T8 Mini als Stereo-Setup zu verbinden, könnt ihr sicher noch einiges an Audioqualität herausholen. Alles in allem ist das nichts Weltbewegendes, aber schön, dass die Option vorhanden ist. Weiter so!

Akkulaufzeit des Tronsmart T8 Mini

Tronsmart T8 Mini Test Design 3

Im Vergleich zum direkten Vorgänger, dem T7 Mini, wurde der Akku nochmals um 400mAh vergrößert. So stehen nun 2.600mAh zur Verfügung. Bei 50% Lautstärke und deaktivierter LED soll der Lautsprecher so bis zu 20 Stunden durchhalten. In meinem Test konnte ich dies als realistische Einschätzung bestätigen. Je nach abgespielter Musik fällt die Laufzeit jedoch etwas geringer aus.

Tronsmart T8 Mini Test Battery 1Aktiviert ihr die LED, verliert ihr bis zu 3 Stunden. Auch eine höhere Lautstärke wirkt sich schnell aus. Indoor, etwa neben dem Hörer auf einem Schreibtisch, ist der T8 Mini auch bei 10-15% schon laut genug und hält dadurch ewig durch. Reizt ihr die Lautstärke im oberen Spektrum aus, sinkt die Laufzeit ebenso schnell, sodass bei 80% ohne LED noch etwa 10 Stunden verbleiben.

Geladen wird bei Notwendigkeit über den USB-C-Anschluss, wobei die Ladezeit bei einer kompletten Entladung schon mal drei Stunden dauert. Der Lautsprecher wird nicht induktiv geladen, aber ihr könnt während des Ladevorgangs weiterhin Musik hören.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Mit nur 35€ ist die Anschaffung des T8 Mini nicht unbedingt eine kostenintensive Angelegenheit. Doch ist der Preisbereich durch solche Mini-Speaker umkämpft. Der bereits erwähnte Edifier ES20 (zum Test) kostet auch nur 40€ und ist regelmäßig im Angebot verfügbar. Ein JBL Go 4 kostet ähnlich wie der T8 Mini. Beide haben jedoch nicht so viele Lautstärkereserven wie der Tronsmart.

Rein aufgrund der klanglichen Eigenschaften kann ich den T8 Mini nicht uneingeschränkt empfehlen. Ich finde die Abstimmung durchwachsen, und dass es besser geht, zeigen die genannten Konkurrenten. Der T8 Mini ist nicht superschlecht, aber auch nicht der absolute Banger.

Wer nach einem Speaker sucht, der eine besonders lange Akkulaufzeit hat und eine hohe Lautstärke unterstützt, auch wenn der Klang nicht zum absoluten Spitzenniveau gehört, kann hier durchaus zugreifen. Ansonsten solltet ihr lieber eine Klasse und Größenordnung höher gehen. Den T8 gibt es auch noch als Vollformatmodell, ein Test folgt.

Absolut stark im Klang war etwa der Soundcore Motion X500 (zum Test), er ist aber auch sehr teuer. Bei Tronsmart selbst wäre, abgesehen von den Vorgängern, noch der Mirtune C3 zu nennen, den wir aber noch nicht im Test hatten. Und bei Edifier passt außer dem ES20 nichts so richtig in diese Outdoor-Riege. Xiaomi hatte mal gute Speaker, aber der Mi Portable (zum Test) bräuchte auch mal wieder eine Frischzellenkur. Alles andere ist deutlich größer oder teurer.

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