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Thomann t.bone SC 420 Mikrofon im Test

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • hochwertige Verarbeitung
  • gute, hochwertiger Lieferumfang, samt Koffer
  • Stummschalter und Kopfhörerausgang
  • sehr gute, klare Aufnahmen
  • Popschutz vorhanden
  • wenig übersteuern auch bei kurzen Abständen
  • extrem einfache Einrichtung (Plug & Play)
  • Preis / Leistungstipp
  • zusätzliche Gain Regler am SC 425
Nachteile
  • teilweise leichte Störgeräusche (Maus, Tastatur)
  • keine Einstellmöglichkeiten am SC 420
  • unüblicher USB-B Anschluss
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Wir haben das Thomann t.bone SC 420 im Test, das für rund 60€ mit hochwertiger Metallverarbeitung und klarem Klang überzeugen möchte. Damit schlägt es theoretisch die perfekte Brücke zwischen günstiger Gaming-Hardware und teurem Studio-Equipment.

Thomann t.bone SC 420 Test Design 15

Neulich haben wir uns im Team unterhalten, wie viel Geld ihr für ein gutes Mikrofon auf den Tisch legen müsst. Schaut ihr euch Testberichte auf YouTube an, landet ihr entweder bei Shure und müsst deutlich über 100€ zahlen, oder es werden „Gaming-Mikrofone“ empfohlen. Diese machen zwar optisch etwas her, sind aber ebenfalls nicht billig und bieten oft eine eher durchwachsene Leistung oder Aufnahmequalität. Daher schauen wir uns heute das Thomann t.bone SC 420 USB-Mikrofon an, denn dieses soll eine Brücke zwischen den beiden Extremen schlagen.

Design & Verarbeitung

Thomann dürfte den meisten von euch als Geschäft für alles rund um Musik ein Begriff sein. Zugegeben, die Preise auf der Website sind nicht immer konkurrenzfähig, aber das t.bone SC 420 bildet einen Ausnahmefall. Es platziert sich mit rund 59€ im Mittelfeld und lässt genügend Luft zu rein professionellen Lösungen, spart aber gleichzeitig nicht durch zu harten Preiskampf an der falschen Stelle.

Stattdessen präsentiert t.bone ein schickes Aluminiumgehäuse mit Standfuß, entkoppelter Halterung und einem Popschutz. Wer das t.bone an einen Mikrofonarm hängen will, muss etwas basteln und voraussichtlich die Halterung des t.bone mit der des Arms tauschen. Kein Ding der Unmöglichkeit, aber einfach aufstecken dürfte nicht überall funktionieren. Ich persönlich hätte auch lieber eine Art Adapter statt des Standfußes im Lieferumfang gesehen. Wobei dieser durchaus zur allgemeinen Wertigkeit beiträgt. Stange und Bodenplatte bestehen aus massivem Metall: kein Aluminium, richtig schweres Material. Das ist mehr, als viele günstige Komplettsets mit ähnlicher Ausstattung bieten. Die meisten setzen auf Plastik.

Beim Mikrofon selbst handelt es sich um ein klassisches Nierenmikrofon. Das bedeutet: Geräusche von hinten oder den Seiten werden grundsätzlich gedämpft, ihr müsst möglichst gerade von vorn auf das Mikrofon sprechen. Das hilft bei Hall im Raum und Nebengeräuschen wie einem lauten PC-Lüfter.

Am Mikrofon befinden sich ein Kopfhörerausgang sowie ein USB-B-Anschluss. Ein „Mute“-Knopf erfüllt seinen Zweck, und eine rote LED zeigt an, ob der Button aktiv ist oder die Aufnahme läuft. Moment, USB‑B? Ja, aus irgendeinem Grund setzt Thomann auf einen USB‑B‑Ausgang für die Verbindung zum PC. Ein passendes Kabel von USB-B auf USB-A liegt bei. Vermutlich verspricht sich der Hersteller von dem wuchtigen Stecker einen besseren Halt und mehr Stabilität als bei einem filigranen USB-C-Anschluss. Letztlich wechselt ihr das Kabel auch nicht ständig, eine Neuauflage mit USB-C würde aber auch nicht schaden.

Thomann t.bone SC 420 Test Design 8

Das eigentliche Mikrofon wird ringsum von einem stabilen Aluminiumgitter geschützt. Die verbaute Kapsel ist durch das Gitter recht gut sichtbar, eine blaue LED hebt sie noch einmal hervor. Übliche aufsteckbare, halbrunde Popschutzfilter lassen sich problemlos über das Gitter stülpen, aber natürlich ist auch ein davor platzierter Popschutz möglich.

Im Test hatten wir das Modell SC 420, es gibt jedoch noch ein Schwestermodell SC 425. Im Kern handelt es sich um dasselbe Mikrofon. Hinzu kommen eine anpassbare LED, die das Mikrofon von innen heraus beleuchtet, ein GAIN-Regler sowie ein Regler für die angeschlossenen Kopfhörer. Der Preis liegt lediglich 7€ über dem des SC 420.

Lieferumfang

Das t.bone SC 420 kommt in einer besonders schicken Verpackung zu euch. Ihr erhaltet es in einem sehr robusten und dick gedämmten kleinen Koffer. Das Mikrofon misst ohne Fuß 51 x 187 Millimeter (Durchmesser x Höhe) und wiegt 285 Gramm.

  • t.bone SC 420
  • Standfuß
  • Popschutzfilter
  • USB-B-auf-USB-A-Kabel (ca. 200cm)
  • Mikrofonspinne (Entkopplung)
  • Schnellstartanleitung

Installation

Thomann t.bone SC 420 Test Design 11

Aufbau und Installation sind denkbar einfach. Nutzt ihr den Standfuß, schraubt ihr lediglich das Mikrofon mit der Spinne (Entkopplung) über das Gewinde rund um den USB-B-Anschluss auf den Standfuß. Fertig.

Verbindet nun noch das Kabel mit dem PC und es kann losgehen. Eine Treiberinstallation ist nicht notwendig und Thomann stellt auch keine bereit. Windows erkennt das Mikrofon automatisch und richtet es entsprechend ein. Ich vermute, ein Mac verfährt ähnlich. Nachjustieren müsst ihr nur noch den Pegel, je nachdem, wie weit das Gerät von euch entfernt steht.

Wollt ihr das t.bone an einem Arm befestigen, müsst ihr – wie bereits angeschnitten – etwas basteln. Dazu montiert ihr das Gegenstück am Standfuß ab und tauscht es gegen das Gewinde am Mikrofonarm. Das kann etwas fummelig sein, weil hier kleine Gummiringe verbaut sind, die wiederum zur Reduzierung von Störgeräuschen durch Vibration beitragen. Grundsätzlich ist es jedoch möglich. Hat euer Gewinde am Mikrofonarm zufällig das Maß des t.bone, ist das natürlich nicht notwendig. Der Gewindedurchmesser am t.bone beträgt 20mm.

Thomann t.bone SC 420 Test Design 19

Ich habe das t.bone auf einen recht simplen No-Name-Mikrofonarm von Amazon montiert. Einschränkungen konnte ich nicht feststellen. Das Kabel war bei mir lang genug, um straff am Arm entlang verlegt zu werden, und hatte am Ende sogar noch etwas Spiel. Wenn der PC jedoch nicht unter dem Mikrofon steht, benötigt ihr – je nachdem, wie strikt ihr das Kabel verlegt – ein noch längeres USB-B-Kabel.

Soundqualität

Thomann t.bone SC 420 Test Design 9

Das ganze Vorgeplänkel und die Vorstellung sind ja nett. Aber hauptsächlich geht es darum, wie das t.bone in der Aufnahme klingt, wie viele Störgeräusche mit aufgenommen werden und wie verzeihend das Gerät bei einer größeren Distanz zwischen Mikrofon und Sprecher agiert.

Ich habe dafür einen Text eingesprochen. Zum Vergleich hängen wir auch ältere Samples von anderen Mikrofonen an, etwa von Headsets oder dem Samson Meteor Mic. Besonders bei letzterem ist ein Vergleich angebracht, da es sich in einem ähnlichen Preisrahmen befindet und grundsätzlich dieselbe Funktion erfüllen will.

Thomann t.bone SC 420

Samson Meteor Mic

Hollyland Lark M2S (zum Test)

Edifier Hecate G5 BT (zum Test)

Xiaomi Black Shark Goblin X1 (zum Test)

Godox EM68X (zum Test) aus 5 Zentimetern

Godox EM68X (zum Test) aus 20 Zentimetern

Rode NT (zum Test) aus 5 Zentimetern

Rode NT (zum Test) aus 20 Zentimetern

Thomann t.bone SC 420 aus 5 Zentimetern

Die Unterschiede sind schnell ausgemacht. Mit dem Meteor Mic werden in der Regel auch weit entfernt liegende Geräusche noch erfasst, obwohl das durch die Nierencharakteristik nicht der Fall sein sollte. Beim Thomann hört ihr ganz am Ende noch das Klicken der Maus, um die Aufnahme zu beenden. Leider werden Maus und Tastatur ohne zusätzliche Filter auch hier mit aufgenommen. Stimmen oder Geräusche aus größerer Entfernung hinter dem Mikrofon bleiben deutlich leiser, als es beim Meteor Mic der Fall ist.

In der Samson-Meteor-Mic-Aufnahme ist deutlich zu hören, dass wir es mit einem gedämpften Klangbild zu tun haben. Die Stimme wird noch immer gut erfasst und detailreich aufgezeichnet, das Ganze wirkt aber nicht so knackig wie beim t.bone. Alle Headset-Mikros fallen im Vergleich zu vollformatigen Mikrofonen deutlich ab. Das ist zwar kein Wunder, allerdings zeigt sich hier, dass besonders Gaming-Headsets deutlich hinter den Möglichkeiten bleiben.

Starke Konkurrenz kommt vom Rode NT und dem Godox EM68X. Beide Mikrofone klingen besonders gut, wenn ihr sehr nah dran seid (5cm). Bei 20cm werden sie deutlich leiser und verlieren etwas von der Klarheit, die beim t.bone noch immer vorhanden ist. Vermutlich nehmen sie dafür noch weniger Nebengeräusche auf. Sicher könnt ihr hier viel über die Software nachregeln, aber ohne große Klanganpassungen bringt das t.bone etwas mehr Leistung auf die Straße. Zumal beide Konkurrenten mindestens das Doppelte kosten.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Das Thomann t.bone SC 420 nimmt eine besondere Stellung ein. Die Aufmachung wirkt professionell, die Verarbeitung ist hochwertig und die Aufnahmen überzeugen. Damit sticht es nicht nur Konkurrenten im eigenen Preissegment aus, sondern befindet sich auch in Schlagdistanz zu deutlich teureren Lösungen. Eine Mikrofonspinne ist ebenso wenig selbstverständlich wie der üppige Lieferumfang, der unter anderem einen massiven Standfuß und zwei verschiedene Popschutzfilter umfasst. Nicht zuletzt muss ich noch einmal den schicken Koffer erwähnen, in dem alles geliefert wird. Wer etwas mehr Einstellmöglichkeiten benötigt, greift zum Modell SC 425. Hier befinden sich ein Gain-Regler sowie ein Lautstärkeregler für Kopfhörer direkt am Gerät.

Verbesserungspotenzial ist kaum vorhanden. Ein USB‑C‑Anschluss statt des sperrigen USB‑B-Ports wäre wünschenswert. Große Konkurrenten wie Shure haben dies bereits umgesetzt. Dadurch steigt die Kompatibilität, denn USB-B-auf-USB-C-Kabel für Laptops sind kaum verbreitet. Auch den Standfuß gegen einen einfachen Mikrofonarm zu tauschen oder zumindest ein extra Paket mit Arm anzubieten, wäre als Starter-Kit sicherlich interessant. Das ist jedoch Kritik auf sehr hohem Niveau.

Ansonsten macht Thomann mit dem SC 420 nahezu alles richtig und liefert eine hervorragende Aufnahmequalität zu einem verträglichen Preis von rund 60€. Wobei das SC 425 nur unwesentlich mehr kostet und einen größeren Funktionsumfang bietet. Somit sind beide eine klare Kaufempfehlung.

Preislich bleiben Mikrofone wie mein altes Samson Meteor Mic eine Alternative und können, je nach Anwendungsfall, auch ihre Stärken ausspielen. Rode und Godox eignen sich etwa besonders, wenn ihr sehr nah an das Mikrofon herangehen wollt und Störgeräusche noch weiter reduzieren möchtet. Beide verlangen jedoch mehr als den doppelten Preis, ohne gewaltige Qualitätsunterschiede zum t.bone aufzuweisen.

Preisvergleich

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