Smartphones waren in Q4 2025 durchschnittlich so teuer, wie noch nie zuvor
Die Marktforscher von Counterpoint Research erwähnten in einem Bericht fast beiläufig, dass Smartphones im vierten Quartal 2025 durchschnittlich so teuer waren wie nie zuvor. Erstmals lag der Wert über 400$.
Premium-Smartphones gewinnen an Popularität
Die entsprechende Grafik bindet Counterpoint in einen Bericht ein, der die Verkaufszahlen von Qualcomm und MediaTek in den USA thematisiert – vor allem im High-End-Bereich. Demnach konnte Qualcomm die Einkünfte durch Mobiltelefon-Chips im vierten Quartal um 3% steigern. Bei MediaTek waren es sogar 13%.
Der Bericht erwähnt jedoch auch, dass es in den Vereinigten Staaten insgesamt eher schlecht für MediaTek aussieht. Grund dafür sind vor allem die Exynos-Chips von Samsung, deren Verkaufsvolumen im Jahresvergleich zu 2024 um 200% gestiegen sein soll. Auch die Tensor-Chips von Google verzeichnen Wachstum.
Ein weiteres Problem für MediaTek: Im vierten Quartal 2025 kosteten 69% der Geräte mit einem MediaTek-Chip unter 600$. Qualcomm bleibt hingegen eine feste Größe im High-End-Bereich.
Die USA bewegen sich weiter in Richtung einer K-förmigen Wirtschaft, in der die Ausgaben der Spitzenverdiener von den Marktbedingungen unberührt bleiben, während die unteren Einkommensschichten darunter leiden. Preissteigerungen werden wahrscheinlich zu einer längeren Nutzungsdauer führen und den Smartphone-Absatz im unteren Preisbereich dämpfen, bis sich die Marktbedingungen verbessern. Das ist ein schlechtes Zeichen für MediaTek, wenn das Unternehmen die Marktanteile zurückgewinnen will, die es in den letzten zwei Jahren an iOS, Samsung, Google und Qualcomm verloren hat.
Counterpoint Research (Übersetzung durch uns)
Zur Erinnerung: Dies bezieht sich nur auf den US-Markt. Ausschließlich die Angabe des durchschnittlichen Verkaufspreises bezieht sich auf den globalen Smartphone-Markt. Dieser betrug im vierten Quartal 2025 424$ und lag damit erstmals über 400$. Das könnte unter anderem an Indien liegen. Einem anderen Counterpoint-Bericht zufolge erreichte der Ultra-Premium-Preisbereich dort im vierten Quartal 2025 einen Marktanteil von 17% – ein neuer Höchstwert.
Unsere Einschätzung
Über die Gründe für den Anstieg des durchschnittlichen Smartphone-Preises im vierten Quartal möchten wir nicht spekulieren. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Preistrend auch in diesem Jahr weiter nach oben zeigen wird – auch in Europa. Die Speicherkrise wird nicht spurlos an den Verkaufspreisen vorbeigehen.
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Man wird ja nicht gezwungen, jedes Jahr ein neues Modell zu kaufen. Dank der langen Updatedauer bei vernünftigen Marken ist es ja kein Problem, sein Gerät mehrere Jahre zu benutzen.
Bisher wechselte der durchschnittliche Nutzer sein Smartphone statistisch aller 2,5 Jahre. Ein absoluter Wahnsinn, wenn man es mal so bedenkt, denn dadurch hatten die Hersteller auch kaum Anreize, langen Support anzubieten. Wenn sich dies nun ändert, und sei es durch äußere Zwänge, profitiert am Ende doch der Kunde.
Dass man nicht zum Upgrade gezwungen wird, ist leicht gesagt – bei mir erzwingt der schwächelnde Akku den Neukauf, nicht das fehlende Update.
Meine Hoffnung liegt auf den neuen, größeren Akkus, die hoffentlich auch nach zwei Jahren noch genug Ausdauer für den Alltag bieten.
Sind Smartphones teuer geworden oder haben Menschen teurere Smartphones gekauft, geht das aus den Bericht hervor.
Ich sehe seit einiger Zeit, dass Smartphones mit Verträgen erheblich stärker subventioniert werden, weicher Preise werden hier für die Statistik veranschlagt, marktübliche Preise oder UVP?
Servus, die Leute geben mehr Geld für ihre Smartphone aus und haben auch mehr zur Verfügung. Bei weltweiten Daten sind solche Monstermärkte wie Indien da immer relevant und da wird mehr ins Smartphone investiert. Unser Markt in Deutschland spielt da keine Rolle und wenn wir unsere Preise in der Mittelklasse Q4 2025 anschauen, dann waren Smartphones bei uns so günstig wie noch nie. Gleiches gilt auch für Handyverträge und Datenvolumen.
beste Grüße
Jonas
Genau, das war auch mein Gedanke!
Also würdest du auch zustimmen, dass zwar insgesamt mehr Geld ausgegeben wird, die Smartphones an sich aber nicht unbedingt teurer geworden sind?
Man gibt heute tendenziell mehr aus, was aber nicht zwingend heißt, dass Smartphones per se teurer geworden sind.
Abgesehen von den High-End-Flaggschiffen scheint mir das Preis-Leistungs-Verhältnis stabil zu sein.
Zudem spielen ja auch Faktoren wie die Inflation oder die deutlich größeren Speicherkapazitäten eine Rolle, die den Vergleich oft verzerren.
Merkwürdig, es wurde doch gesagt, dass die Preise erst ab diesem Jahr (2026) angezogen werden sollen und das aufgrund der Speicherkrise.
Ich denke, dass die guten Verkäufe von Apple mit dem hohen Durchschnittspreise auch zu tun haben werden.