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FlexiSpot E7 Flow im Test: Stehschreibtisch mit top Kabelmanagement

Getestet von Erik Schmid am
Vorteile
  • enorme Stabilität auch im ausgefahrenen Zustand
  • sehr schnelle und leise Motoren
  • hervorragendes, integriertes Kabelmanagement
  • integrierte Steckdosenleiste
  • ergonomische Tischplatte mit abgeschrägter Kante
  • großer Verstellbereich
  • 10 Jahre Garantie auf das Gestell
Nachteile
  • hoher Anschaffungspreis
  • viel Verpackungsmüll
  • Aufbau und Einrichtung zeitintensiv
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Der Markt für höhenverstellbare Schreibtische ist mittlerweile riesig und reicht von wackeligen 200-Euro-Gestellen bis hin zu Designermöbeln im vierstelligen Bereich. Mit dem FlexiSpot E7 Flow haben wir uns das aktuelle Flaggschiff des Herstellers ins Haus geholt. Er verspricht nicht nur ergonomische Erlösung, sondern will mit einem Preis von über 700€ (UVP für Gestell und Platte, Angebot unter 500€) auch zwei der größten Probleme dieser Produktkategorie lösen: mangelnde Stabilität im Stehen und das ewige Chaos der Kabel.

FlexiSpot E7 Flow Test Head

Die Anschaffung ist dabei oft mehr als nur ein technisches Upgrade, sondern eine medizinische Notwendigkeit. Wer wie wir Redakteure den Großteil des Tages starr sitzend verbringt, kennt die Folgen. In meinem Fall war es der Nackenbereich (speziell der Musculus scalenus), der nach jahrelanger Büroarbeit komplett verspannt und falsch positioniert ist. Die Diagnose ist meist eindeutig, die Lösung simpel: Wir müssen stehen. Ob sich der Aufpreis des E7 Flow gegenüber Einsteigermodellen lohnt und warum ihr für den Aufbau besser einen freien Tag einplant, klärt unser Test.

FlexiSpot E7-Serie im Vergleich

Bevor wir ins Detail gehen, lohnt ein Blick auf die Modellpalette. FlexiSpot bietet diverse Varianten an, die sich optisch kaum, technisch aber signifikant unterscheiden. Der E7 Flow positioniert sich hierbei als die „All-Inclusive“-Lösung mit dem höchsten Fokus auf Design, Last und Komfort.

FlexiSpot E7 (ab 260€)

FlexiSpot E7 Flow Test Modelle

FlexiSpot E7 Pro (2026er Version, ab 350€)

FlexiSpot E7 Flow Test Modelle 1

FlexiSpot E7 Flow (ab 750€)

FlexiSpot E7 Flow Test Beitragsbild

Gestell-Form T-Gestell (mittig) C-Gestell (versetzt) C-Gestell (versetzt)
Traglast 125kg 180kg 180kg
Höhenverstellung 58–123cm 63,5–128,5cm 63,5–130,7cm (in 17 Sekunden)
Geschwindigkeit 38mm/s 50mm/s 50mm/s
Kabelmanagement Optional Kabelwanne inkl. Vollintegriert (Schiene & Wanne)
Besonderheit Preis-Leistung Mehr Beinfreiheit Premium-Design & Zubehör

Um fair zu sein: Die Preise der anderen Modelle verstehen sich ohne Tischplatte. Konfiguriert ihr diese und vielleicht noch Zubehör für das Kabelmanagement hinzu, landet ihr schnell bei knapp 600€.

750€ für den FlexiSpot E7 Flow klingen zunächst nach sehr viel Geld, aber inbegriffen sind nicht nur das Zubehör für das Kabelmanagement, sondern auch die wirklich erstklassige Tischplatte. Zunächst liebäugelte ich hier mit Massivholz oder naturbelassenem Holz, das hätte aber mindestens 150€ gekostet (eher 300€ und mehr, je nach Qualität). Mit der originalen Tischplatte von FlexiSpot bin ich sehr glücklich! Die Mehrschichtplatte ist pflegeleicht und die abgeschrägte Kante ein wahrer Segen für den Komfort und die Unterarme. Ihr habt die Wahl zwischen 140 x 80 und 160 x 80 Zentimetern sowie Weiß und Dunkelgrau.

Montage und Lieferumfang: Ein Samstagsprojekt

Die Ankunft des FlexiSpot E7 Flow ist ein logistisches Ereignis. Der Paketbote (beziehungsweise gleich drei Versanddienstleister: GLS, DHL & Deutsche Post) lieferte in unserem Fall drei Pakete ab, die zusammen 70kg wiegen. Zwei davon beinhalten die schwere Technik des Gestells, das dritte die massive Tischplatte. Wer sich für dieses Modell von FlexiSpot entscheidet, sollte den Aufbau nicht „mal eben“ zwischen zwei Zoom-Calls schieben.

Zeitaufwand: Für den reinen Aufbau des Tisches solltet ihr rund zwei Stunden einplanen. Die Anleitung ist glücklicherweise vorbildlich und die Schraubenpakete sind sauber beschriftet – hier hat der Hersteller aus der Vergangenheit gelernt. Tipp: Nutzt nicht die schriftliche Anleitung für den Aufbau, sondern das YouTube-Video. FlexiSpot liefert das nötige Werkzeug für den Aufbau mit, doch mit einem Akkuschrauber geht es deutlich schneller.

Doch damit ist es nicht getan. Bis Desktop-PC, Monitore, Soundsystem und die komplette Peripherie wieder standen und sauber verkabelt waren, vergingen in unserem Test weitere drei Stunden. In Summe war der Samstag damit gut gefüllt.

Ein Wort zu Verpackung & Versand: Die Verpackung ist exzellent und schützt die empfindliche Ware vor Transportschäden. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch ein Kofferraum voller Pappe und Styropor, der im Anschluss zum Wertstoffhof gefahren werden muss. Das ist bei Möbelversand kaum vermeidbar, solltet ihr aber bei der Planung berücksichtigen.

Der Lieferumfang selbst ist ordentlich. Neben dem notwendigen Werkzeug liegen auch Kabelbinder und eine 6-fach-Steckdosenleiste bei, die perfekt in das Kabelmanagementsystem passt – dazu später mehr.

Design und Verarbeitung: Massivität trifft Ergonomie

Steht der Tisch erst einmal, dominiert ein Eindruck: Massivität. Das Eigengewicht der Konstruktion ist beachtlich, was für einen Stehschreibtisch jedoch ein Qualitätsmerkmal ist. Wir haben uns für die graue Konfiguration entschieden, die sich trotz ihrer Größe unaufdringlich in das Büro integriert.

FlexiSpot E7 Flow Test Setup

Ein Highlight ist die Form der Tischbeine. Anders als beim klassischen E7 setzt der Flow auf ein C-Fuß-Gestell. Die Säulen sind also nicht mittig unter der Platte montiert, sondern nach hinten versetzt. Das Ergebnis ist eine deutlich größere Beinfreiheit und eine luftigere Optik.

Die Tischplatte selbst verdient ein gesondertes Lob. FlexiSpot nennt das Design „Flow“, was sich in einer abgeschrägten Vorderkante manifestiert. Wer viel tippt, wird dieses Detail lieben: Die Unterarme ruhen nicht auf einer harten 90-Grad-Kante, sondern liegen ergonomisch weich auf der Schräge auf. Die Oberfläche der MDF-Platte wirkt hochwertig beschichtet und resistent gegen Fingerabdrücke. Wasserflecken, zum Beispiel vom Kaffeebecher, können dank der nicht komplett glatten Oberfläche leicht weggewischt werden.

FlexiSpot E7 Flow Test Tischplatte

Die Verarbeitung des FlexiSpot E7 Flow ist tadellos. Die Spaltmaße der dreiteiligen Hubsäulen sind minimal, die Lackierung ist gleichmäßig und robust. Hier rechtfertigt der Tisch bereits beim ersten Anfassen seinen Premium-Anspruch.

Kabelmanagement und Zubehör

Das wohl stärkste Argument für den Aufpreis des E7 Flow gegenüber günstigeren Modellen ist das integrierte Kabelmanagement. Während ihr bei Budget-Tischen oft nachträglich mit Kabelwannen und Kabelbindern hantieren müsst, ist hier alles „ab Werk“ durchdacht.

Das Ordnungssystem:

Unter der Tischplatte befindet sich eine riesige, aufklappbare Kabelwanne. Sie verläuft fast über die gesamte Breite und bietet genug Platz, um nicht nur Kabel, sondern auch große Netzteile und die mitgelieferte 6-fach-Steckdosenleiste verschwinden zu lassen. Platzierbare Aufroller helfen beim Verstauen zu langer Kabel.

Der Clou ist jedoch der magnetische Kabelkanal am Tischbein. Die Kabel, die zwangsläufig zum Boden führen müssen (Strom, LAN), werden hier einfach in eine Metallschiene gelegt und mit einer magnetischen Blende verdeckt. Das Ergebnis ist ein absolut „cleaner“ Look. Von vorn betrachtet, seht ihr im Idealfall kein einziges Kabel hängen. Es dauert aber auch ein paar Stunden, bis hier alle Kabel sauber verlegt sind.

Zubehör-Ökosystem:

FlexiSpot bietet über den Tisch hinaus ein breites Portfolio an Zubehör an, um den Arbeitsplatz weiter zu optimieren. Da der E7 Flow auf eine Standard-Plattenstärke setzt, ist er mit den meisten Erweiterungen kompatibel:

  • PC-Halterung: Essenziell, damit der Rechner beim Hochfahren mitwandert und keine überlangen Kabel benötigt werden. Das ist bei mir derzeit der Tribut, dass der PC auf dem Boden steht. Ein zusätzlicher Kabelkanal (und entsprechend lange USB-/HDMI-Kabel) sind eine gute Lösung.
  • Schubladen: Unterbaufächer für Stifte und Notizblöcke schaffen Ordnung auf der Platte.
  • Monitorarme oder Monitorständer: Unverzichtbar für Ergonomie auf Augenhöhe.
  • Anti-Ermüdungsmatten: Für längere Stehphasen sehr zu empfehlen, um die Füße zu entlasten.
  • Rollen: Wer den Tisch flexibel im Raum bewegen möchte, kann die Standfüße gegen Schwerlastrollen tauschen.

Wirklich essenziell ist für mich die Monitorerhöhung: Monitore ohne Ergonomiefuß müssen gut 20cm weiter hoch. Die Computerhalterung für den Desktop-Tower ist ebenfalls ein sinnvolles Add-on.

Bedienung und Motoren: kraftvoll und flüsterleise

Das Herzstück des E7 Flow sind die zwei Motoren, die in den Beinsäulen verborgen sind. FlexiSpot gibt eine Traglast von brachialen 180 Kilogramm an. Auch wenn kaum ein Nutzer dieses Limit mit Monitoren ausreizen wird, sorgt diese Überdimensionierung für eine souveräne Stabilität und Ruhe.

Die Geschwindigkeit der Höhenverstellung ist mit 50mm/s beeindruckend hoch. Der Wechsel von der Sitzposition (bei mir ca. 75cm) in die Stehposition (108cm) dauert nur 7 Sekunden. Die Motoren arbeiten dabei extrem leise (unter 50dB) und fahren sanft an und ab (Soft-Start/Stop), sodass auch der volle Kaffeebecher nicht überschwappt.

Gesteuert wird das Ganze über ein Touch-Panel, das an der Tischkante montiert wird – nach Wahl links oder rechts. Es bietet vier Speicherplätze für verschiedene Höhenprofile (toll für zwei Nutzer des Schreibtischs), eine Kindersicherung und einen seitlichen USB-C-Ladeport, der Smartphones oder Zubehör direkt am Tisch lädt. Der Ladeport lieferte, je nach Endgerät, bis zu 25 Watt.

Hardware und Leistung im Alltag: Der Stabilitätstest

Kommen wir zum kritischsten Punkt bei Stehschreibtischen: der Stabilität beziehungsweise dem Wackeln. Günstige Zweibein-Tische neigen dazu, im ausgefahrenen Zustand wie ein Kuhschwanz zu zittern, sobald ihr etwas energischer in die Tasten haut.

Der FlexiSpot E7 Flow spielt hier in einer anderen Liga. Selbst auf einer Höhe von 115cm steht der Tisch wie ein Fels!

Der Härtetest: Mit meinen 95kg Kampfgewicht habe ich mich im Stehen auf die vordere Kante gelehnt und versucht, den Tisch durch Rütteln aus der Ruhe zu bringen. Das Ergebnis: Er bewegt sich kaum. Natürlich gibt es physikalische Grenzen bei einem Zweibein-Gestell, aber im normalen Arbeitsalltag – selbst bei aggressivem Tippen oder provoziertem Anrempeln – schwingt hier nichts mit. Die Monitore bleiben ruhig.

Und die Gesundheit? Bereits nach drei Wochen Nutzung, bei der ich konsequent zwischen Sitzen und Stehen wechsle, sind die Nackenschmerzen deutlich zurückgegangen. Der Musculus scalenus beruhigt sich langsam in Kombination mit Physiotherapie. Die Investition zahlt sich also nicht nur in Ästhetik, sondern auch bei der Gesundheit aus.

FlexiSpot E7 Flow Test Praxis 1

Dabei muss ich mich aber strikt nach Zeitplan zum Arbeiten im Stehen zwingen! Morgens direkt stehend starten, mittags etwas Pause im Sitzen, aber spätestens im Nachmittagstief solltet ihr stehen. Ihr lest es schon: Das Stehen soll gleichzeitig den Kreislauf ankurbeln.


Der Langzeittest steht noch aus, aber fragen wir doch Jonas mit seinem drei Jahre alten FlexiSpot:

Seit rund drei Jahren nutze ich den FlexiSpot EC5-WT. Ich habe ihn damals für ca. 240€ im Amazon-Angebot gekauft und er läuft bis heute unauffällig. Das dreistufige Gestell fährt leise, die Höhenverstellung klappt sauber und die Memory-Funktion arbeitet auch nach Jahren zuverlässig. Selbst mit einer großen 170 x 75cm Tischplatte, zwei großen Displays und Lautsprechern gab es bei der Montage oder im Betrieb keine Probleme. Das Setup steht stabil. Der Tisch fährt regelmäßig auf und ab, ohne Ruckeln, Aussetzer oder Verschleiß.

Bleiben wir fair: Auf Stehhöhe, bei mir passend für 187cm Körpergröße eingestellt, ist der Tisch spürbar wackeliger als teurere High-End-Gestelle. Das hängt auch mit der großen Tischplatte und der Hebelwirkung zusammen. Im Alltag ist es trotzdem kein Drama: Tippen und Lesen funktionieren bei mir problemlos, ohne dass die Bildschirme nervös mitschwingen. Wichtig ist, die Monitore direkt am Tisch zu befestigen (z. B. per Monitorarm), statt sie auf wackelanfälligen Standfüßen zu betreiben.

Deshalb würde ich auch heute nur das Gestell kaufen und bei der Tischplatte sparen (vorhandene Platte weiterverwenden oder separat günstiger besorgen). Wer heute etwas Ähnliches sucht: FlexiSpot positioniert inzwischen den E5 oder E5 Lite als Alternativen, die technisch meinem alten EC5 ähneln.

Testergebnis

Getestet von
Erik Schmid

Der FlexiSpot E7 Flow ist kein Schnäppchen. Mit einem Gesamtpreis von über 700€ (je nach Aktion und Plattengröße) bewegt er sich klar im Premium-Segment. Doch der Preis ist gerechtfertigt. Ihr bezahlt hier nicht nur für das Holz und den Stahl, sondern für die durchdachten Detaillösungen.

Das exzellente Kabelmanagement, die enorme Tragkraft von 180kg und die standfeste Konstruktion heben ihn deutlich von den 300€-Alternativen ab, die wir ebenfalls schon im Test hatten. Wer im Homeoffice lebt und arbeitet, für den ist der Schreibtisch das wichtigste Möbelstück. Der E7 Flow ist eine Investition in die eigene Gesundheit und Produktivität, die ihr so schnell nicht bereuen werdet.

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