Inhaltsverzeichnis
Der Dreame L10s Ultra Gen3 saugt und wischt seit knapp vier Wochen meine 64m² große Wohnung inklusive Balkon. Er ersetzt dabei meinen alten Roborock S5 Max (zum Test), der diese Aufgabe vier Jahre lang erledigt hat. Der von mir getestete Dreame L10s Ultra Gen3 ist mittlerweile in der dritten Generation angelangt; die erste Generation hatten wir Ende 2022 hier im Test. Mit einem Preis von deutlich unter 500€ ist der Dreame L10s Ultra Gen3 schon fast ein Schnäppchen. Ob er bei diesem Preis auch eine gute Reinigungsleistung abliefert und wie er sich sonst so schlägt, erfahrt ihr in diesem Testbericht.
Kurz noch zu den Highlights gegenüber der ersten Generation: Der Dreame L10s Ultra Gen3 fährt die rotierende Seitenbürste und das Wischpad nun seitlich aus. Die Saugleistung ist von 5.000Pa auf 25.000Pa angestiegen, während die RGB-Kamera entfallen ist.
Design und Lieferumfang
Der Dreame L10s Ultra Gen3 kommt transportsicher verpackt bei euch an. Für die erste Inbetriebnahme ist nach dem Auspacken nicht viel zu tun. Ihr müsst lediglich das Stromkabel anschließen, die Reinigungsflüssigkeit und das Frischwasser einfüllen, die Wischerpads und den Staubsaugerbeutel einsetzen, die App herunterladen und den Roboter verbinden.
Der Lieferumfang des Dreame L10s Ultra Gen3 sieht wie folgt aus:
- Saugroboter
- Servicestation (Absaugstation, Frisch- und Abwasser, Reinigung der Wischerpads)
- 1 Flasche Reinigungslösung
- 1 Satz Wischerpads
- 2 Staubsaugerbeutel
- Netzkabel mit deutschem Stecker
- Bedienungsanleitung in Englisch
Es gibt nur einen Ersatzbeutel, keine zweite Reinigungslösung und auch keinen zweiten Satz Wischerpads. Die Bedienungsanleitung ist so kurz und knapp wie möglich gehalten. Der Text ist lediglich in Englisch, aber das meiste könnt ihr auf den Zeichnungen erkennen. Um die Verbindung des Roboters mit der App herzustellen, hilft nur die englische Anleitung.
Mit einem Durchmesser von 35cm und einer Höhe von 9,7cm liegt der Dreame L10s Ultra Gen3 gut im Durchschnitt. Das Gewicht von 4,1kg (Station: 8,2kg) entspricht ebenfalls dem Durchschnitt. Die weiße Oberfläche und der glänzende obere Teil lassen den Roboter elegant und schlicht aussehen. An der Oberseite befinden sich drei Tasten für Ein/Aus, Start/Stopp und Rückfahrt zur Servicestation. Auf der Oberseite sitzt der mittlerweile übliche LiDAR-Laserscanner, mit dem die Kartierung und Hinderniserkennung erfolgt. An der Unterseite verhindern optische Sensoren Treppenstürze und stoppen den Roboter rechtzeitig. Die seitliche, vordere Blende ist beweglich und über einen Tastschalter erkennt der Dreame L10s Ultra Gen3 Kollisionen.
Reinigung und Wartung
Auf der Unterseite sind die zwei Wischmops, die Saugwalze und die Bürste zu erkennen. Die Mops werden nur magnetisch gehalten und lassen sich einfach nach oben abziehen. Die Mops sind mit Klettverschlüssen auf den Platten befestigt. Diese könnt ihr für eine gründliche Reinigung oder zum Waschen in der Waschmaschine abziehen.
Obwohl die Servicestation die Mops nach einer einstellbaren Quadratmeterzahl (10–30m²) auswäscht, hatten sie die Grundreinigung nach dem Wischen meines kleinen Balkons auch dringend nötig.
Ebenfalls an der Unterseite des Dreame L10s Ultra Gen3 solltet ihr nach Bedarf die Staubsaugerwalze und die Bürste reinigen. Die Walze lässt sich mit zwei Handgriffen zum Reinigen entfernen. Die Bürste könnt ihr mit einem kleinen Schraubendreher gut lösen, um beispielsweise Haare zu entfernen.
An der Oberseite des Dreame L10s Ultra Gen3 befindet sich der Staubsaugerbehälter unter einer Klappe. Diesen entnehmt ihr mit einem Handgriff. Dann kommt ihr gut an den Filter heran, den ihr gelegentlich ausklopfen oder ersetzen solltet.
Die Servicestation des Dreame ist mit abgerundeter Form zeitlos gestaltet und im Inneren sind die Behälter für Frisch- und Schmutzwasser gut zugänglich. Ebenso gut erreichbar ist der Tank mit der Reinigungsflüssigkeit hinter der silbernen Frontplatte, die ihr einfach nach vorn abzieht. Auch der Staubsaugerbeutel hinter der Platte ist rasch gewechselt.
Die Waschstation für die Wischmops ist zur Reinigung gut zugänglich. Das grobe Siebgitter könnt ihr einfach nach oben entnehmen. Bei mir war dies nach der Wischfahrt über meinen Balkon dringend notwendig.
Als Letztes könnt ihr die Auffahrrampe in die Servicestation entfernen und säubern.
Das klingt nach viel Arbeit, ist es aber nicht, da alles gut zu erreichen und schnell erledigt ist. Außerdem fallen die einzelnen Arbeiten nur nach Bedarf an.
Praxiseinsatz des Dreame L10s Ultra Gen3
Im Einsatz in meiner Wohnung und auf meinem Balkon hat der Dreame L10s Ultra Gen3 eine gute Reinigungsleistung erbracht. Besonders das Wischen auf dem Balkon hat einen sehr guten Reinigungseffekt gezeigt, auch wenn ich danach die Waschstation der Wischmops reinigen musste. Neben dem Bild vom Balkon seht ihr ein Bild vom geleerten Schmutzwassertank.
Die seitliche Bürste, die den Schmutz zur Staubsaugerwalze fegen soll, klappt der Dreame L10s Ultra Gen3 aus, um noch besser in Ecken und unter Schränke oder Zimmertüren zu kommen. Das hat gut funktioniert und die Reinigungsleistung in diesen Bereichen gegenüber meinem alten Roborock sichtlich verbessert.
Nicht so gut war die Navigation des Dreame L10s Ultra Gen3, die den Roboter so dicht an den Fußleistenrand geführt hat, dass er sich förmlich an die Wand gepresst hat. Dadurch löst der Roboter regelmäßig den Kontaktschalter für den Kollisionsschutz am vorderen Ende aus, wodurch er immer mal einen kleinen Bogen von der Wand wegfährt. Auch ist er mehrfach quer auf die Rampe der Servicestation gefahren, was nicht Sinn der Rampe ist. Dafür, dass er immer mal meinen alten Roborock kräftig angerempelt hat, habe ich natürlich vollstes Verständnis. Auch wenn dieser sich dann lautstark gemeldet hat und neu an seine Ladestation andocken musste.
Er ist mir auch ein paar Mal auf den Fuß von meinem Schreibtisch gefahren und hing dann einige Sekunden in der Luft. Bedingt durch diesen Vorfall hat er die Karte falsch umgezeichnet und die Servicestation nicht mehr gefunden. Die falschen, neuen Bereiche sieht man an den grauen Flächen rechts und unterhalb vom gelben Raum2.
Ich musste die Karte neu laden, um den Roboter wieder auf die Servicestation zu bekommen. Danach habe ich die Füße vom Schreibtisch von 30mm auf 40mm hochgestellt und der Dreame L10s Ultra Gen3 hatte keine Probleme mehr damit.
Leichte Fußabdrücke von meinen Schuhen habe ich auch nach dreimaligem Wischen nicht wegbekommen. Erst das Einfüllen der Reinigungsflüssigkeit und eine Erhöhung der Wassermenge hat den Erfolg gebracht.
Saugleistung 25.000Pa
Auch mit einer geringen Bauhöhe von 9,7cm hat der Dreame L10s Ultra Gen3 keine Chance, unter mein Sofa zu fahren. Um es auch hier sauber zu haben, solltet ihr dies beim Möbelkauf schon beachten oder nachträglich improvisieren. Verglichen mit der schwachen Saugleistung (zumindest vom reinen technischen Wert her) von meinem alten Roborock S5 Max mit 2.000Pa sollte der Dreame L10s Ultra Gen3 mit seinen 25.000Pa um Welten besser saugen. In der Praxis ist dies nicht der Fall und auf meinem Fußabtreter vorm Balkon hat der Roborock S5 Max noch Staubflocken absaugen können, obwohl der Dreame L10s Ultra Gen3 hier schon zweimal mit voller Saugleistung rübergefahren ist.
Teppiche werden automatisch erkannt und ihr könnt auswählen, ob der Dreame L10s Ultra Gen3 einfach darüberwischen oder seine Wischmops 10,5mm anheben soll. Da es keine verbindliche Regelung zur Messung der Saugleistung gibt (direkt am Motor oder an der Düse/Walze), hat der Wert keinerlei Aussagekraft. Auch die Gestaltung der Walze macht besonders auf Teppich einen großen Unterschied. Der Roborock S5 Max setzt hier eine Walze mit Gummilamellen und Bürsten ein, während der Dreame L10s Ultra Gen3 nur auf Gummilamellen setzt.
- Dreame L10s Ultra Gen3
- Roborock S5 Max
In der etwa vierwöchigen Testzeit ist der Antrieb der seitlichen Bürste einmal mitten im Saugbetrieb ohne ersichtlichen Grund ausgefallen. Durch eine kurze Pause und Wiederaufnahme der Reinigung lief sie dann wieder.
Dreame App
Die App lässt von den Funktionen keine Wünsche offen, ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Nach der Installation und der Kartierung könnt ihr die Karte individuell anpassen. Bei mir wurden Schlafzimmer, Flur und Küche nicht erkannt und mit dem Wohnzimmer als ein Raum erstellt. Bei der Anpassung der Räume könnt ihr den aufzuteilenden Raum nur mit einer Linie aufteilen, die ihr dafür verschieben könnt. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich keinen Raum korrekt aufteilen kann. Bei der Küche bleibt ein Stück vom Wohnzimmer dran. Auch meinen Flur kann ich vom Wohnzimmer nicht abtrennen, dafür würde ich zwei Linien benötigen. Das ist schade, aber vielleicht wird Dreame hier mit einem der nächsten Updates nachbessern.
- Hauptmenü
- Staubsaugen
- Wischen
- Infoseite Servicestation
Während der Reinigung seht ihr alle interessanten Daten übersichtlich auf einen Blick. Auf der Infoseite der Basisstation bekommt ihr die Füllstände von Frischwasser, Schmutzwasser, Reinigungsmittel und Staubsaugerbeutel angezeigt.
- Kartenhauptmenü
- Kartenauswahl
- Raumeditor
- Neue Raumaufteilung
Das Kartenmenü ist einfach und übersichtlich gestaltet und auch an verschiedene Karten für mehrere Etagen ist gedacht worden. In meinem Fall gibt es zwar nur eine Etage, aber ich habe für den Balkon eine zweite Etage angelegt, um hier eine separate Karte zu haben. Für die Reinigung vom Balkon muss ich daher die entsprechende Karte anwählen und aktivieren. Im Kartenmenü könnt ihr Verbotszonen festlegen, Möbel einzeichnen, die Ursprungskarte wiederherstellen und so weiter. Über die App lässt sich der Dreame L10s Ultra Gen3 manuell fahren, ihr bekommt Statistikwerte über gereinigte Quadratmeter und vieles mehr.
Akkulaufzeit und Lautstärke
Die Akkulaufzeit passt für meine 65m² Wohnung mit Saugen und danach Wischen ganz gut. Es bleiben etwa 30% Akku übrig, wobei die letzten 10% vom Dreame L10s Ultra Gen3 nicht verwendet werden. Bei Erreichen der 10% bricht er den Reinigungsvorgang ab und fährt zum Aufladen des Akkus auf die Station zurück. Sobald er wieder voll aufgeladen ist, fährt er los und macht mit der Reinigung da weiter, wo er aufgehört hat. Die Ladezeit beträgt etwa 3 Stunden. Bei großen Wohnungen seid ihr mit einer Reinigung durch die Ladezeit auch schnell mal bei 7 Stunden. Hier würde es sich anbieten, die Reinigung auf verschiedene Tage aufzuteilen und jeweils einen Teil der Wohnung zu reinigen.
Der Stromverbrauch für die Reinigung meiner kleinen Wohnung mit Moppreinigung, -trocknung und dem Aufladen des Akkus lag bei 0,2kWh. Die Lautstärke ist beim Wischen relativ moderat und ihr könntet noch mit leicht erhöhter Lautstärke Fernsehen schauen. Beim Saugen wird das schwierig, insbesondere wenn der Dreame L10s Ultra Gen3 sich im gleichen Raum befindet. Spätestens beim Absaugen in der Servicestation und bei der Moppreinigung wird es so laut, dass ihr den Fernseher schon extrem laut stellen müsstet. Dreame gibt hier eine maximale Lautstärke von knapp 70dBA an. In etwa 5m Entfernung habe ich folgende Werte gemessen: Saugen 55dBA, Wischen 40dBA, Moppreinigung 50dBA und das Absaugen in der Station 60dBA.
Testergebnis
Trotz kleiner Fehler und Macken ist der Dreame L10s Ultra Gen3 eine gute Wahl, ganz besonders für den aktuellen Preis von gut 400€. Der Dreame L10s Ultra Gen3 überzeugt mit einer guten Saug- und Wischleistung. Besonders die seitlich ausfahrbare Bürste und der ausfahrbare Wischmopp sorgen an Schränken, Türen und Wänden für eine sehr gute Reinigungsleistung. Sensoren in der Basisstation informieren euch zuverlässig über die Füllstände der Flüssigkeiten und des Staubsaugerbeutels. Alle Wartungsbereiche lassen sich einfach zerlegen und reinigen. Die Einstellungen in der App lassen bis auf Kleinigkeiten keine Wünsche offen. Zu den Schwächen des Dreame L10s Ultra Gen3 gehören die nicht optimale Raumaufteilung, die leichten Slalomfahrten an den Wänden, das Auffahren auf flache (30mm) Hindernisse und die mäßige Reinigungsleistung auf Teppichen.
Wer einen soliden, zuverlässigen Saugroboter mit Wischfunktion und vollständiger Servicestation sucht, findet im Dreame L10s Ultra Gen3 einen Preis-Leistungs-Tipp! Noch günstiger, aber mit etwas geringerem Funktionsumfang kann das nur der Jonr P20 Pro (zum Test).
Preisvergleich
![]() |
429 €* 1-3 Tage - aus DE |
Zum Shop |
![]() |
499 €* 1-2 Tage - aus Deutschland - 24 Monate Gewährleistung |
Zum Shop |
![]() |
Unsere Empfehlung 499 €*Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden |
Zum Shop |
![]() |
429 €* | Zum Shop |
| 1-3 Tage - aus DE | ||
![]() |
499 €* | Zum Shop |
| 1-2 Tage - aus Deutschland - 24 Monate Gewährleistung | ||
|
Unsere Empfehlung
|
||
![]() |
Nur 499 €* | Zum Shop |
| Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden | ||
Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!
Alle News Updates über Telegram.



















































