Inhaltsverzeichnis
- Lieferumfang der Bluetti Pioneer Na
- Technische Daten
- Design und Verarbeitung der Bluetti Pioneer Na
- Anschlüsse
- Display und Bedienung der Bluetti Pioneer Na
- Leistung der Bluetti Pioneer Na
- Kapazität über AC-Entladung
- Kapazität über DC-Entladung
- Lautstärke und Temperaturen
- Ladung der Bluetti Pioneer Na
- Bluetti Pioneer Na im Winterbetrieb
Bluetti konnte uns in diesem Jahr bereits mit beeindruckenden Powerstations begeistern. So stellt die Bluetti Elite 100 V2 (zum Test) die neue Referenz in unserem Powerstation-Ranking dar. Mit der neuen Bluetti Pioneer Na markiert der Hersteller einen bedeutenden Technologiesprung und präsentiert erstmals eine vollständig neue Akkutechnologie in einer Powerstation.
Während in den letzten Jahren die LiFePO4-Technik als das Maß aller Dinge gehandelt wurde, hat sich die Natrium-Ionen-Technik still und heimlich zu einer echten Alternative entwickelt. Die ersten Serienfertigungen sorgen für fallende Preise und technologische Fortschritte erhöhen die Kapazität und Leistungsfähigkeit. Wir haben die 899€ teure Bluetti Pioneer Na einem ausführlichen Test unterzogen und zeigen euch hier alle Stärken und Schwächen der Powerstation.
Lieferumfang der Bluetti Pioneer Na
Geliefert wird die Bluetti Pioneer Na in einem unscheinbaren braunen Karton, der folgendes Zubehör enthält:
- Bluetti Pioneer Na Powerstation
- Kaltgerätekabel für die AC-Ladung (150cm)
- Kfz- auf DC-Ladekabel (80cm)
- MC4- auf DC-Solarladekabel (160cm)
- Bedienungsanleitung
Mit nur 80cm ist das Kfz-Ladekabel relativ kurz, was die flexible Positionierung im Fahrzeug einschränkt. Möchtet ihr für die AC-Ladung ein längeres Kaltgerätekabel verwenden, achtet aufgrund der hohen Ladeleistung von bis zu 1.400W unbedingt auf einen entsprechenden Leitungsquerschnitt (min. 3×1,5mm²).
Technische Daten
Die neue Natrium-Ionen-Akkutechnik erweitert die Einsatzmöglichkeiten moderner Energiespeicher deutlich, da sie erstmals das Laden der Akkuzellen bei Temperaturen bis zu −15°C erlaubt. Im Gegensatz zu herkömmlichen LiFePO4-Akkus, die bereits bei 0°C nicht mehr geladen werden können, bieten Natrium-Ionen-Akkus somit einen erheblichen Vorteil bei Kälte. Zusätzlich punkten sie durch eine höhere thermische Stabilität und ein geringeres Risiko für Überhitzung und Brände, da ihre chemische Zusammensetzung weniger reaktiv ist. Mit einer Lebensdauer von bis zu 4.000 Ladezyklen erreichen sie eine ähnlich hohe Haltbarkeit wie vergleichbare Lithium-basierte Batterien. Ein Nachteil liegt jedoch in der geringeren Energiedichte, die etwa 30% unter der von LiFePO4-Zellen liegt, was sich durch ein höheres Gewicht (16 Kilogramm) der Powerstation bemerkbar macht. Wie bereits die Vorgängermodelle, verfügt auch die Bluetti Pioneer Na über eine USV-Funktion, die es euch erlaubt, angeschlossene Geräte bei Stromausfall unterbrechungsfrei (20 Millisekunden) weiter zu versorgen. In einem Test mit einem Fernseher, einer Glühlampe und einem LTE-Router war bis auf ein kurzes Flackern der Lampe keine Unterbrechung festzustellen.
Design und Verarbeitung der Bluetti Pioneer Na
Bluetti bleibt bei der Pioneer seinem grundlegenden Design treu, setzt aber mit dem Glacier-blauen (laut Hersteller) Kunststoffgehäuse auf eine neue Farbgebung. Somit soll sich die Powerstation optisch deutlich von der bisherigen Produktpalette abheben. Die neue Farbgebung gefällt uns ausgesprochen gut und sieht vor allem in der Sonne äußerst hochwertig aus. Das Gehäuse, alle Anschlüsse und auch ein Großteil der technischen Daten entsprechen ziemlich genau der Bluetti AC180 (zum Test), die wir bereits im letzten Jahr genauer für euch unter die Lupe genommen haben. Mit einem Gewicht von 16 Kilogramm und Abmessungen von 340 x 247 x 317 Millimeter geht die Powerstation gerade so noch als kompakt durch.
Dank der zwei praktischen Tragegriffe auf der Oberseite ist ein Transport auch über weitere Strecken für eine kräftige Person möglich. Bis auf die Kaltgerätebuchse (AC-Ladung) befinden sich alle Anschlüsse auf der Vorderseite. Neben die AC-Ladebuchse befinden sich noch ein Sicherungselement und ein Anschluss für ein Erdungskabel. Das Sicherungselement löst bei Überlast (15 Ampere) aus und kann manuell zurückgesetzt werden. Für die nötige Kühlung verbaut Bluetti zwei 80mm Lüfter in den Seiten der Pioneer. Die Verarbeitung der gesamten Powerstation ist durchweg exzellent und gibt keinen Anlass für Kritik.
Anschlüsse
Die Bluetti Pioneer Na verfügt über insgesamt 8 Ausgänge, um eure Geräte mit neuer Energie zu versorgen. Diese teilen sich wie folgt auf:
- Kfz-Buchse 12V/10A (120W)
- USB-C-Port mit PowerDelivery 3.0 (100W)
- 4x USB-A Port 5V/3A (15W)
- 2x AC-Wechselstromsteckdose (1.500W Gesamtleistung)
Weiterhin verfügt die Powerstation über zwei Ladeeingänge. Die Akkus können entweder über das Kaltgerätekabel mit 230V oder über den DC-Gleichspannungseingang oberhalb der Kfz-Buchse geladen werden. Die zwei Schuko-Steckdosen können eine Leistung von bis zu 1.500W ausgeben. Im Power-Lifting-Modus sind sogar bis zu 2.250W möglich. Bei diesem Modus liefert die Powerstation ihren höchstmöglichen Strom und reduziert dabei die Netzspannung. Somit lassen sich einfache elektronische Geräte wie Heizlüfter, Föhn oder Wasserkocher mit bis zu 2.250W versorgen, ohne dass die Powerstation abschaltet. Geräte, die auf eine stabile Spannungsversorgung angewiesen sind (TV, Netzteile, Computer), sollten nicht im Überlastmodus betrieben werden.
- USB-A
- USB-C
Die USB-A-Ports der Elite 100 V2 können eine Leistung von maximal 15W ausgeben und verfügen über keine nennenswerten Ladestandards. Der USB-C-Port liefert hingegen nicht nur bis zu 100W, sondern kann auch mit einigen Ladestandards glänzen.
USB-C
- Apple 2.4A
- Quick Charge 2/3/4
- Samsung AFC
- Huawei FCP mit 24W
- Huawei SCP mit 20W
- PowerDelivery mit 100W
- PPS Range 3,3-21V mit 5A
Dank des PowerDelivery-Standards können aktuelle Notebooks und Tablets mit bis zu 100W geladen werden. Die breite PPS-Range erlaubt es auch aktuelle Smartphones entsprechend ihrer PowerDelivery-Unterstützung mit hoher Geschwindigkeit zu laden. Schade nur, dass Bluetti hier nur einen USB-C-Port verbaut. In der heutigen Zeit unterstützen immer mehr Geräte den PowerDelivery-Schnellladestandard, weshalb eine höhere Anzahl an Ausgangsports wünschenswert wäre.
Display und Bedienung der Bluetti Pioneer Na
Wenn es um gute Displays geht, so hat Bluetti bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie dieses Gebiet dominieren. Eine gestochen scharfe Darstellung kombiniert mit einer sehr hohen Helligkeit garantieren das perfekte Ablesen selbst bei direkter Sonneneinstrahlung. Das Display bietet euch Informationen über Akkustand, Restlaufzeit, Eingangs- und Ausgangsleistung, Fehlermeldungen, Lüfteraktivität, aktivierte Ausgänge und den Betriebsstatus. Die Bedienung erfolgt mittels der drei darunterliegenden Taster. Der mittige On/Off-Taster ermöglicht es, die Powerstation in Betrieb zu nehmen oder durch längeres Drücken komplett auszuschalten. Die AC/DC-Taster aktivieren entsprechend die Ausgänge und signalisieren durch eine grüne Beleuchtung den Betriebszustand.
Steuerung mit der Bluetti-App
Für die Einstellungen aller Parameter und für die Steuerung aus der Ferne bietet Bluetti die hauseigene App für Android und iOS an. Nach der Installation müsst ihr ein Nutzerkonto anlegen. Dafür benötigt ihr lediglich eine Mailadresse und die Vergabe eines Passwortes.
Nach erfolgreicher Installation wird die Bluetti Pioneer Na einfach mittels der Bluetooth-Suche hinzugefügt. Die Powerstation bietet lediglich eine Verbindung über Bluetooth an. Warum der Hersteller hier auf die WLAN-Konnektivität verzichtet hat, können wir nicht nachvollziehen, zumal bisherige Modelle sowohl Bluetooth als auch WLAN unterstützten. Somit bleibt der Fernzugriff auf einen Umkreis von wenigen Metern beschränkt. Die Startseite bietet euch alle Informationen, die auch auf dem Display angezeigt werden. Ihr erhaltet hier Echtzeitdaten zum Akkustand, Eingangs- und Ausgangsleistung AC/DC, Ladeleistung und weiterführende Details zum Akkustatus. In den jeweiligen Untermenüs können sogar Informationen zu Netzfrequenz, PV-Spannung und Stromstärken ausgelesen werden.
In den Geräteeinstellungen lassen sich weitere Optionen aktivieren, darunter der Power-Lifting-Modus, der eine maximale Ausgangsleistung von bis zu 2.250W ermöglicht. Unter dem Menüpunkt Lademodus kann die Ladegeschwindigkeit angepasst werden. Bluetti bietet dafür drei Varianten: Schnellladen (1.400W), Standard (500W) und den leisen Ruhemodus (200W mit reduzierter Geräuschentwicklung). Weiterhin kann die Ladegeschwindigkeit auch manuell im Bereich von 230-1.400W (in 230W-Schritten) eingestellt werden. Über die Eco-Einstellungen lässt sich steuern, wann sich die AC/DC-Ausgänge bei zu geringer Last automatisch abschalten, um den Akku zu schonen. Neben Firmwareupdates und der Einstellung des Display-Timeout können Schutzmaßnahmen für die Gerätesicherheit eingestellt werden. So lässt sich die maximale/minimale Netzspannung und Frequenz einstellen, bei der die Bluetti Elite die Ladung aus dem Netz zulässt.
Der Funktionsumfang der App ist im Vergleich zur getesteten Bluetti Elite 100 V2 recht übersichtlich. Wir vermissen zumindest die Energiestatistik und den konfigurierbaren USV-Modus, der zwar in der Anleitung erwähnt, aber in der App nicht vorhanden ist. Möglicherweise wird dieses Feature in Zukunft nachgereicht.
Leistung der Bluetti Pioneer Na
Bevor die Bluetti ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen darf, testen wir das Sinussignal der 230V-Ausgänge.
- ohne Last
- 1500W
Wie zu erwarten bietet die Pioneer Na sowohl ohne Last als auch mit voller Leistung ein absolut sauberes Sinussignal. Die verbauten Wechselrichter von Bluetti konnten uns bisher bei allen Modellen überzeugen.
Im Arbeitsalltag schlägt sich die Bluetti Pioneer Na ausgezeichnet. Sie bietet mit einer Ausgangsleistung von 1.500W genügend Reserven, um fast jedes haushaltsübliche Gerät zu versorgen. Die Powerstation konnte im Test kurzzeitig (2-3 Sekunden) auch Leistungen von über 2.000W zur Verfügung stellen. Somit sind selbst Geräte mit hohem Anlaufstrom (Gartenpumpe, Staubsauger, diverse Kühlschränke) kein Problem für die Powerstation. Wird die Ausgangsleistung von 1.500W ohne aktivierten Power-Lifting-Modus überschritten, schaltet die Pioneer nach einigen Sekunden die Ausgänge ab. Wird der Power-Lifting-Modus aktiviert, können ungeregelte elektronische Geräte (Wärmeerzeuger, Wasserkocher, Föhn) mit einer Anschlussleistung von bis zu 2.250W versorgt werden. Hierbei reduziert die Powerstation die Ausgangsspannung und versorgt die Geräte mit rund 1.200W – 1.400W, ohne dass die Ausgänge abschalten. Die maximale Ausgangsleistung liegt somit etwas niedriger als im normalen Modus, lässt aber im Gegenzug die Ausgänge bei zu hoher Last aktiv.
Kapazität über AC-Entladung
Für einen Test der tatsächlich nutzbaren Kapazität haben wir die Powerstation komplett geladen und die Entladung mittels Messgerät erfasst. Die Bluetti Pioneer Na wurde einmal mit einer geringen Last (200W) und einmal mit einer hohen Leistung (1.500W) entladen. Während bei dem Low-Watt-Test 864Wh erreicht wurden, waren es unter hoher Last 801Wh, die tatsächlich genutzt werden konnten. Dies ergibt einen Mittelwert von 833Wh, was 93% der Werksangabe von 900Wh entspricht. Mit diesem Wert liegt die Powerstation im Spitzenfeld.
Kapazität über DC-Entladung
Um die nutzbare Kapazität der DC-Ausgänge zu ermitteln, haben wir die Powerstation mithilfe einer elektronischen Last entladen. In einem ersten Test wurde dafür die Kfz-Buchse verwendet (130W), während im zweiten Test die Powerstation über USB-C (100W) entladen wurde.
Beide Messungen zeigten sehr ähnliche Werte. Während über die Kfz-Buchse 801Wh entnommen werden konnten, waren es über USB-C 808Wh. Somit erreicht die Bluetti Pioneer gemittelt 805Wh nutzbare Kapazität bei der DC-Entladung, was 89% der Designkapazität (900Wh) entspricht. Auch in dieser Disziplin liegt die Powerstation im Spitzenfeld.
Lautstärke und Temperaturen
In dieser Disziplin muss die Bluetti Pioneer Na Federn lassen. Die Lüfter der Powerstation werden je nach Höhe der Ausgangsleistung geregelt. Das bedeutet, dass die Pioneer selbst bei niedrigen Temperaturen und wenig Last nicht geräuschlos arbeitet. Bereits ab 130W sind die Lüfter mit rund 40dB(A) deutlich wahrnehmbar. Das Lautstärkemaximum wird mit 52dB(A) ab rund 1.000W Ausgangsleistung erreicht. Vor allem im mittleren Lastbereich nerven die 40-47dB(A) deutlich, obwohl die Temperaturen keinen Einsatz der Lüfter erfordern. Im Ladebetrieb verhält sich die Powerstation recht ähnlich, wobei hier im Ruhemodus (200W) die Lüfter nur ein leises Rauschen abgeben, das in den Umgebungsgeräuschen nahezu untergeht.
Aufgrund der hohen Lüfteraktivität war bereits vor Testbeginn klar, dass die Powerstation ein sehr gutes Temperaturverhalten bieten würde. Um eine möglichst hohe Temperaturentwicklung zu generieren, wurde die Powerstation vollständig geladen und mit ihrer maximalen Leistung (1.500W) entladen. Die Messungen wurden bei einer Raumtemperatur von 15°C durchgeführt. Kurz vor Erreichen der unteren SoC-Grenze wurden Temperaturen von maximal 33°C auf der Oberfläche gemessen. Lediglich an den Luftauslässen konnten 37°C ermittelt werden.
Ladung der Bluetti Pioneer Na
Die Powerstation bietet insgesamt drei Möglichkeiten (AC/Solar/Kfz) die Akkus mit neuer Energie zu versorgen. Wird die Powerstation über die heimische Steckdose aufgeladen, stehen drei Lademodi (Ruhemodus 200W/Standard 500W/Schnellladung 1.400W) zur Verfügung. Diese Ladeleistung wird allerdings nur bei passender Akkutemperatur erreicht. Bei einer Temperatur von 15°C beginnt die Ladung trotz Schnelllademodus bei nur 350W und wird mit steigender Temperatur sukzessive gesteigert. Sobald die Akkus eine Temperatur von rund 20-25°C vorweisen, wird mit der vollen Geschwindigkeit geladen. Im Schnelllademodus dauert eine komplette Akkuladung je nach Temperatur zwischen 60-80 Minuten. Für die Ladung werden 1.150Wh Energie aus dem Netz benötigt. Somit stehen 833Wh Netto-Kapazität einem Energiebedarf von 1.150Wh gegenüber. Die Lade-/Entladeverluste belaufen sich kombiniert auf 28%.
- 12V
- 13,4V
- 51V
Für einen Test der Ladeleistung über Solar haben wir die Powerstation an unser Labornetzteil (60V/21A) angeschlossen. Die Startspannung von 12V wird zuverlässig eingehalten, wobei die Ladeleistung hier gerade einmal 32W erreicht. Im Spannungsbereich von 12V bis 32V liegt die Strombegrenzung bei 8,1A, um bei einer Ladung im Auto/LKW die Kfz-Buchse nicht zu überlasten. Ab 33V stehen die vollen 10A Eingangsstrom zur Verfügung. Aufgrund des vergleichsweise niedrigen Eingangsstroms benötigt ihr für die volle Ladeleistung von 500W eine Solarmodulspannung von mindestens 51V.
Die verschiedenen Lademethoden lassen sich bei Bedarf kombinieren, wodurch sich die maximale Eingangsleistung auf 1.900W erhöhen lässt. Entsprechende Akkutemperatur vorausgesetzt, kann die Powerstation somit in etwas mehr als 40 Minuten vollständig aufgeladen werden.
Die gesamte Laderegelung, das Temperaturverhalten und die Geräuschentwicklung erinnern uns sehr stark an die Bluetti AC180 (zum Test), mit der sich die Pioneer Na ebenfalls das Gehäusedesign teilt.
Bluetti Pioneer Na im Winterbetrieb
Neben ökologischen Aspekten bietet die Bluetti Pioneer Na dank der Natrium-Ionen-Technik Vorteile für den Betrieb bei niedrigen Temperaturen. Während herkömmliche LiFePO4-Powerstationen im Bereich von unter 0°C gar nicht mehr geladen werden können, kann die Pioneer laut Hersteller eine Entladung bis -25°C und eine Ladung bei -15°C sicherstellen.
Für diesen Test haben wir die Powerstation in einem Tiefkühlschrank auf -15°C heruntergekühlt und im Anschluss Lade-/Entladetests durchgeführt. Dieser Test ist für eine Powerstation nicht ganz unproblematisch. Aufgrund der Tatsache, dass die Pioneer Na über keine IP-Zertifizierung verfügt, ist diese nicht vor Feuchtigkeit geschützt. Aufgrund der niedrigen Temperaturen kann an den kalten Bauteilen sehr schnell Kondensat entstehen, was die Powerstation beschädigen könnte.
Nach dem Anschluss des Kaltgerätekabels stellt sich sehr schnell Ernüchterung ein. Bei einer Oberflächentemperatur von -13°C verweigert die Bluetti Pioneer Na die Ladung. Das Display und die App geben eine entsprechende Warnung aus, dass die Temperatur zu niedrig ist. Erst bei Erreichen einer Gehäusetemperatur von -5°C startet die Powerstation den Ladevorgang mit 100W. Mit steigender Temperatur wird die Ladeleistung sukzessive gesteigert. Die Entladung der Powerstation war bei -15°C allerdings problemlos möglich. Hier konnten Geräte mit bis zu 1.000W versorgt werden. Bei höheren Leistungen schaltete die Powerstation die Ausgänge ab. Alle Tests mussten aufgrund der hohen Temperaturunterschiede und der damit einhergehenden Kondensatbildung in einem sehr kurzen Zeitraum durchgeführt werden. Für eine wirklich sinnvolle Nutzung bei tiefen Temperaturen oder bei winterlichem Wetter müsste die Pioneer mindestens mit einer IPX5-Zertifizierung versehen sein.
Testergebnis
Mit der Bluetti Pioneer Na betritt der Hersteller technologisches Neuland und liefert eine Powerstation mit guten Leistungswerten ab. Sowohl die Ausgangsleistung, die hohe Effizienz, das exzellente Display als auch die hohe Ladeleistung (sofern die Akkutemperatur passt) konnten uns im Test überzeugen. Allerdings müssen wir hier ganz klar erwähnen, dass die alte Basis der Bluetti AC180 der neuen Powerstation nicht gerecht wird. Nur ein USB-C-Port mit 100W, die unausgewogene Lüfterregelung und das Ladeverhalten, das sehr hohe Modulspannungen voraussetzt, sind nicht mehr zeitgemäß. Dass es in der heutigen Zeit wesentlich besser geht, zeigt Bluetti eindrucksvoll mit der hauseigenen Bluetti Elite 100 V2 (zum Test), die in allen Bereichen überzeugen konnte und zudem mit 499€ auch noch deutlich günstiger ist. Die Natrium-Ionen-Technik kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bluetti hier eine alte Basis verwendet und somit Potenzial verschenkt. Eine direkte Kaufempfehlung gibt es somit nur für Technikenthusiasten, die der neuen Natrium-Technik eine Chance geben wollen.
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