3€ Zollgebühr für Kleinsendungen startet am 1. Juli, weitere Gebühren sollen folgen
Die Europäische Union möchte ab November eine pauschale Bearbeitungsgebühr für Waren mit geringem Wert erheben, die aus dem Ausland in die EU eingeführt werden. Die Höhe der Gebühr wurde bisher nicht festgelegt. Alle Details zur angedachten Zoll-Reform lest ihr hier!
3€ Pauschalgebühr für Kleinsendungen startet schon am 1. Juli
Die Bearbeitungsgebühr ist bereits die zweite Zollabgabe, welche die EU dieses Jahr auf Kleinsendungen anwenden möchte. Sie kommt nämlich zusätzlich zu der geplanten Gebühr für Waren mit geringem Wert, die ab dem 1. Juli erhoben werden soll. Hier werden 3€ pro Paket fällig. Die altbekannte Freigrenze von 150€ ist somit Geschichte. Der Pauschalbetrag soll allerdings nur übergangsweise erhoben werden.
Genauer handelt es sich übrigens nicht um eine Abgabe pro Sendung. Pro Warenkategorie innerhalb des Pakets wird der Betrag fällig. Dazu gibt es auch ein passendes Beispiel vom Rat der Europäischen Union:
Ein Paket enthält eine Bluse aus Seide und zwei Blusen aus Wolle. Da sie unter verschiedene Unterpositionen des Zolltarifs fallen, enthält das Paket somit zwei verschiedene Waren, die mit 6€ verzollt werden.
Langfristig soll eine neue digitale Zollplattform geschaffen werden, mit deren Hilfe ab dem ersten Euro verzollt werden soll. Die Plattform soll in etwa zwei Jahren einsatzbereit sein.
Alleine im vergangenen Jahr wurden laut Angaben der Kommission 5,9 Milliarden Pakete mit geringem Wert in die EU verbracht. Doch auch abseits der Kleinsendungsflut, befeuert durch Händler wie Shein, sieht die Kommission Handlungsbedarf. Aktuell gebe es 111 IT-Systeme in 27 nationalen Zollbehörden. Defragmentierung ist hier also das Stichwort.
Die EU-Kommission liefert auch gleich einen Zeitplan. Nachdem ab diesem Jahr pauschal 3€ und später auch noch eine Bearbeitungsgebühr für Kleinsendungen anfallen, soll zwei Jahre darauf die digitale Zollplattform an den Start gehen. Ab 2031 können Händler sie verwenden und ab 2034 muss sie verpflichtend von Händlern genutzt werden.
Unsere Einschätzung
Dass Europa die Fragmentierung der nationalen Zollbehörden durch ein übergreifendes Tool abbaut, klingt nach einem vernünftigen Plan. Dass dabei die Kleinsendungsflut der letzten Jahre ein bisschen unter den Bus geraten könnte, klingt nach einem positiven Nebeneffekt. Wir sind gespannt, wie die EU die Zollreform über die kommenden acht Jahre umsetzen wird.
Was haltet ihr von den neuen Regelungen ab Juli respektive ab November? Denkt ihr, die EU-Zollplattform kann den Verwaltungsaufwand eindämmen? Schreibt es uns wie immer gerne in den Kommentaren!
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Ich hoffe, Händler wie AliExpress, Temu etc… inkludieren die Zollgebühren dann direkt in den zu zahlenden Gesamtbetrag ansonsten finde ich eher unübersichtlich für den potentiellen Kunden…