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Wanbo Cube 1 im Test – kleiner, günstiger Projektor mit Android TV

Getestet von Torsten S. am
Vorteile
  • schöne, recht natürliche, lebendige Projektion
  • handliches, praktisches Design
  • Widevine L1 - pay-to-watch in 720p
  • Android TV 11 mit allen möglichen Apps
  • niedriger Stromverbrauch (33 Watt maximal)
Nachteile
  • ungleichmäßige Ausleuchtung (Bildecken)
  • AC-Stecker - kein Powerbankbetrieb möglich
  • nur vertikale Bildanpassung (Rest manuell)
  • ungenaue Fokuseinstellung durch Fernbedienung
  • Sound des Mono-Speaker ausbaufähig
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Heute testen wir den kompakten Wanbo Cube 1 Projektor. Vor Kurzem hatten wir den Cube 2 Pro im Test, der mit seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und dem flexiblen Stativ-Design überzeugte. Allerdings reichte der Beamer nicht an unseren Preis-Leistungs-Sieger, den Wanbo T2 Ultra (zum Test), heran. Der kleine Bruder dieses Modells ist der noch etwas kompaktere und stylischere Cube 1, der eine native 720p-Auflösung, 200 ISO-Lumen, eine Projektionsgröße von bis zu 110 Zoll, einen 8-Watt-Lautsprecher und Android TV als Betriebssystem bietet – und das alles zu einem Preis von unter 150€. Wie schlägt sich der Beamer im Vergleich zu unserem kürzlich getesteten Billig-Beamer Magcubic HY300 Pro mit derselben Auflösung und ähnlicher Helligkeit? Findet es in diesem Test heraus.

Wanbo Cube 1 90 Zoll 8

Design und Verarbeitung

Das Design des Wanbo Cube 1 ähnelt stark dem unseres kürzlich getesteten, besseren Modells Wanbo Cube 2 Pro. Ein kompaktes, langes Standbein hält den drehbaren, länglichen Korpus des Beamers im oberen Bereich. Damit lässt sich der Beamer um 360° drehen. Mit seinem integrierten Ständer ist der Projektor schön kompakt (112 x 107 x 199 Millimeter) und mit einem Gewicht von 900 Gramm lässt er sich auch längere Zeit bequem mit einer Hand tragen. Der Cube 1 ist in den Farben Alpinweiß, Canyonorange, Dunkelgrün und Himmelblau erhältlich.

Beim Aufklappen des Beamers fällt die präsente Linse in der Front mit Klavierlackoptik auf. Seitlich sind keine Sensoren zur automatischen Bildanpassung verbaut. Die Oberseite und die Flanken des Beamers sind wenig auffällig. Wie beim Cube 2 Pro setzt Wanbo auf ein geriffeltes Design der Oberfläche des Beamerkorpus. An den Seiten befinden sich zwei Hersteller-Schriftzüge.

Auf der Rückseite liegen die Anschlüsse: ein zweipoliger AC-Netzanschluss, ein HDMI-Eingang, ein USB-A-Anschluss und ein Kopfhörerausgang. Unter einer Riffelung befindet sich der Lüfterauslass, unter einer weiteren ein 8-Watt-Mono-Lautsprecher.

Lieferumfang

Wie bei Wanbo üblich, kommt der Wanbo Cube 1 mit einem etwas spärlichen Lieferumfang. Neben dem Beamer befinden sich eine Fernbedienung mit Shortcuts einiger Streaming-Anbieter, eine englischsprachige Bedienungsanleitung, ein Quick-Start-Guide und ein 1m kurzes, zweipoliges AC-Netzkabel im Karton. Letzteres ist etwas schade, da sich der kompakte Beamer dadurch nicht über eine herkömmliche Powerbank betreiben lässt.

Wanbo Cube 1 Lieferumfang 1

System und Software

Der Wanbo Cube 1 ist mit Bluetooth 5.0 und WLAN 5 ausgestattet und verfügt über 8GB Festspeicher sowie 1GB Arbeitsspeicher. Informationen zum verbauten Prozessor fehlen.

Bluetooth 5.0 ist jedoch immer eine zuverlässige Wahl für drahtlose Verbindungen. Im Test hatten wir stets eine stabile Verbindung, selbst beim Raumwechsel mit dem Gerät. Die WLAN-Verbindung war stabil und trotz einiger Wände als Hindernisse bestand immer ein gutes Signal. Auch Chromecast wird von Android TV problemlos unterstützt.

Wanbo Cube 1 System und Software 21

Dem Wanbo Cube 1 stehen mit Android TV in der Version 11 zahlreiche Apps zur Verfügung. Im Google Play Store sind natürlich die üblichen Streaming-Anbieter wie Netflix, Prime Video, Disney+, HBO Max, aber auch weitere Pay-TV-Anbieter zu finden. Alle Inhalte laufen dank Widevine L1 in der bestmöglichen Auflösung. Leider ist die Bedienung der Benutzeroberfläche des Wanbo Cube 1 etwas träge. Suchen oder das Auswählen von Inhalten über die Bildschirmtastatur gestaltet sich etwas nervig. Die Sprachsteuerung funktioniert hingegen ausgezeichnet.

Die Videowiedergabe über USB funktionierte mit dem Projektor leider nur mit Einschränkungen. Videos in 4K konnten jedoch problemlos abgespielt werden. Bedauerlicherweise hat der Wanbo Cube 1 keine Dolby-Zertifizierung. Dadurch können die Surround-Tonspuren AC3, DTS, DTS-HD und Dolby Atmos nicht wiedergegeben werden. Abhilfe schafft hier der VLC-Player, der im Google Play Store des Geräts erhältlich ist.

Bildqualität

Der LED-Beamer soll Projektionen mit einer Größe von bis zu 110 Zoll in nativer 720p-Auflösung mit 200 ISO-Lumen anzeigen können. Die Bildanpassung des Wanbo Cube 1 erfolgt elektronisch, sprich manuell. Interessanterweise verzichtet Wanbo dieses Mal auf Superlative für die Bildqualität.

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Nach dem Start des Wanbo Cube 1 merkt ihr zunächst wenig von einer automatischen Bildanpassung. Anfangs fällt es sogar schwer zu erkennen, wie die Fernbedienung mit dem Beamer gekoppelt wird. Das Bild ist sehr unscharf und horizontal im falschen Format. Dank eines Gyroskopsensors kann sich der Beamer in der Vertikalen (bei gerader Bildfläche) automatisch anpassen. Wenn ihr den Projektor neigt, verändert sich das Bild sofort entsprechend dem Neigungswinkel. Schräge Projektionen oder Projektionen an Dachschrägen müsst ihr daher manuell anpassen. Dies ist aber dank einer Vier-Punkt-Trapezkorrektur innerhalb einer Minute erledigt. Den Fokus stellt ihr über die Fernbedienung recht grobstufig ein. Das funktioniert schnell, ist bei schrägen Projektionen aber besonders an den Bildecken nicht hundertprozentig genau. Das ist jedoch bei nahezu allen LED-Beamern der Fall.

Nachdem ihr den Beamer manuell eingestellt habt, erzeugt er ein einigermaßen scharfes Bild mit überwiegend natürlichen, recht lebhaften Farben. Für ein besseres Projektionserlebnis empfehle ich die Bildeinstellung „Lebhaft“, da die Farbtemperatur der Projektion ab Werk etwas zu warm eingestellt ist. Bewegungen werden durch den Beamer schön flüssig dargestellt.

Der Cube 1 soll aus einem Abstand von 3,5m Projektionen mit einer Diagonale von 130 Zoll erzeugen können. Für ein 80-Zoll-Bild muss der Projektor dagegen mindestens 2,1m von der Bildfläche entfernt stehen. In der Bildmitte beträgt der Helligkeitswert 245 Lumen, an den Rändern hingegen nur 130 Lumen. In unserem Test erreicht der Wanbo Cube 1 eine gemessene Helligkeit von 175 ANSI-Lumen. Er ist damit etwas dunkler als angegeben, reicht mir für eine Projektion im dunklen Raum bis 120 Zoll und in abgedunkelten Räumen bis 70 Zoll aber aus.

Der Wanbo Cube 1 hat keine spürbare Eingabeverzögerung beim Videosignal, sodass Kamerafahrten oder schnelle Bewegungen flüssig ausgegeben werden. Leider wird das Audiosignal über HDMI rund zwei Sekunden verzögert ausgegeben.

Wie zu erwarten war, kann der Wanbo Cube 1 eine bessere Projektion erzeugen als der kürzlich getestete, günstigere Magcubic HY300 Pro. Besonders im direkten Vergleich wirken die Farben des HY300 Pro weniger gesättigt und das Bild weniger scharf. Die Helligkeit beider Geräte ist ähnlich, jedoch wirken die Schwarztöne des Cube 1 besser. Im Vergleich mit dem etwas teureren Wanbo T2 Ultra (zum Test) kann der Wanbo Cube 1 natürlich nicht mithalten.

Soundqualität und Emissionen

Der Lautsprecher des Wanbo Cube 1 soll mit einem 8 Watt Mono-Speaker immersiven, cineastischen Sound bieten. Davon ist wenig zu spüren. Zwar kann der Lautsprecher laut werden, jedoch klingt er in allen Profilen eher schlecht als recht. Den besten Sound hat der Beamer meiner Meinung nach in „Musik“, wo zumindest die Höhen akzeptabel klingen. Tiefen fehlen in allen Soundmodi komplett.

Mit 33 Watt liegt der Stromverbrauch für einen LED-Beamer mit 175 ANSI-Lumen Helligkeit im effizienten Bereich. Es ist bedauerlich, dass der Hersteller dem Kunden durch den AC-Netzanschluss die Möglichkeit nimmt, das Gerät mit einer Powerbank zu betreiben.

Der Lüfter ist mit unter 28dB angegeben. Der Beamer kam auf eine gemessene Lüfterlautstärke von 39dB(A), was während normal lauten Filmen noch wahrnehmbar und möglicherweise störend ist.

Testergebnis

Getestet von
Torsten S.

Der Wanbo Cube 1 ist ein kompakter, stylischer LED-Beamer für unter 150€, der mit 720p-Auflösung, Android TV 11, stabiler Konnektivität und einer flexiblen 360°-Halterung punktet. Sein Design erinnert stark an den Cube 2 Pro, ist dabei aber noch handlicher. Die Bedienoberfläche reagiert etwas träge. Trotz manueller Bildanpassung liefert der Projektor nach kurzer Einrichtung ein natürliches, ausreichend scharfes Bild mit lebhaften Farben und flüssigen Bewegungen. Mit gemessenen 175 ANSI-Lumen eignet er sich gut für dunkle Räume bis etwa 120 Zoll. Er schlägt den Magcubic HY300 Pro klar, bleibt aber hinter dem Wanbo T2 Ultra zurück.

Schwachpunkte liegen vor allem beim Ton: Der 8W-Mono-Lautsprecher klingt dünn und unausgewogen, der Lüfter ist mit 39dB(A) hörbar. Auch die Audioverzögerung von zwei Sekunden über HDMI trübt den Gesamteindruck. Positiv sind hingegen der geringe Stromverbrauch, die solide Bildqualität und die große App-Auswahl dank Android TV. Insgesamt bietet der Cube 1 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn ihr einen sehr kompakten Beamer für einfache Heimkino-Abende im dunklen Raum sucht.

Alternativen auf dem LED-Beamer-Markt gibt es viele. Allen voran ist der deutlich günstigere Magcubic HY300 Pro (zum Test) zu nennen, der eine ähnliche Helligkeit, jedoch eine etwas weniger lebendige Projektion bietet. Wer eine bessere Projektion zu einem etwas höheren Preis in Full-HD sucht, wird beim Wanbo T2 Ultra (zum Test) fündig. Dieser bietet ebenfalls Android TV, eine höhere Helligkeit und ein ähnlich vorteilhaftes Ständer-Design, aber eine deutlich bessere Projektion für unter 200€.

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