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Ein neuer Kontrahent tritt bei uns auf den Plan. Mit dabei: eine gehobene Aufmachung, ein großes Preisschild und viel Premium-Flair. Einige von euch dürften über Werbung schon darauf gestoßen sein. Heute geht es um Status Audio mit dem Modell Pro X, dem aktuellen Flaggschiff des Herstellers. Drei Treiber, kombiniert mit einem kleinen Formfaktor und Hi-Res-Codecs, sollen die Buds an die Spitze katapultieren. Ob es sich hier nur um gutes Marketing handelt oder die Kopfhörer halten, was sie versprechen, klären wir im Test.
Design & Verarbeitung
Einen unbewerteten Pluspunkt gibt es schon mal dafür, dass die Kopfhörer auf den Werbebildern nicht in die Ohren der Models montiert wurden. Spaß beiseite: Angeblich hat Status Audio seinen Sitz seit 2014 in New York. Der ganze Webauftritt wirkt jedoch deutlich jünger. Dazu passt es auch, dass die Firma bisher nur drei Kopfhörer anbietet, die alle eher im höherpreisigen Segment angesiedelt sind.
Status Audio geht beim Design leicht andere Wege als die Hersteller der meisten Earbuds. Zwar setzt Status Audio ebenfalls auf ein Stäbchen, doch das ist deutlich kürzer und dafür voluminöser als bei der Konkurrenz. Insgesamt kommen die Kopfhörer auf 23 x 24 x 20 Millimeter. Der Stab ist durch ein Aluminium-Designelement zweigeteilt. Die komplette obere Hälfte dient als Touchfläche, was die Bedienung recht einfach macht. Zusätzlich befindet sich am oberen Stielende ein herkömmlicher Knopf, der ebenfalls für bestimmte Eingaben vorgesehen ist. An der Unterseite, gut eingefasst durch das Alu-Element, liegen die Ladekontakte und ein recht groß ausfallendes Mikrofon.
An der Innenseite liegt das Feld für den Näherungssensor. Der Lautsprecherausgang misst 6,5 x 6 Millimeter und fällt im Vergleich zu vielen anderen Earbuds also recht groß aus. Ein ordentliches Alugitter schützt den dahinterliegenden Treiber. Die mitgelieferten Stöpsel aus Gummi sind zwar an sich nichts Besonderes, sitzen aber so fest auf den Buds, dass ihr beim Abnehmen Vorsicht walten lassen müsst, sonst reißen sie.
Ausnahmsweise darf die Station mal den optisch unspektakuläreren Part übernehmen. Das ovale Design ist nicht neu. Doch die Oberseite des Deckels besteht auch hier aus Aluminium. Darin eingraviert ist das Status-Audio-Logo, das allgemein eher unscheinbar auftritt. An der Front befindet sich eine große Status-LED; direkt dahinter, innenliegend, findet ihr beim Aufklappen den Pairing-Button. Ihr ladet das Case natürlich über einen USB-C-Anschluss auf der Rückseite. Ein Alu-Ring fasst diesen zusätzlich ein.
Noch mehr Aluminium gibt es in Form des Scharniers zum Öffnen des Deckels. Durch diverse Magnete klappt es gewissenhaft in den maximalen Öffnungswinkel und schließt ebenso kraftvoll.
Die Verarbeitung von Buds und Ladestation ist super. Nichts wackelt, nichts verbiegt sich. Das zusätzliche Gewicht durch das Aluminium merkt ihr auch in der Hand. So wiegt die Station 48 Gramm und die Earbuds wiegen jeweils 5,5 Gramm. Das ist ein bisschen schwerer als die meisten anderen Buds, was aber auch zu einem gewissen Wertigkeitsgefühl beiträgt.
Lieferumfang der Status Audio Pro X
Für derart teure Kopfhörer fallen der Lieferumfang und die Aufmachung der Verpackung sehr überschaubar aus und verdienen eindeutig eine Aufbesserung. Zumal sich Aufsätze aus Formschaum als „Erweiterung“ dazukaufen lassen und diese auch nicht gerade günstig sind. Bisher bietet Status Audio die Pro X in den Farben „Black Alloy“ (Schwarz) und „Moonbeam“ (Weiß/Gold) an.
- Status Audio Pro X (500mAh)
- Fünf Paar Aufsätze aus Gummi (S, 2x M, 2x L)
- USB-C auf USB-C Ladekabel (ca. 20cm)
- Mehrsprachige Bedienungsanleitung
- Englische Schnellstartanleitung
Tragekomfort
Trotz des leicht höheren Gewichts tragen sich die Pro X bequem. Effektiv tragen sie sich wie In-Ears ohne Stäbchen, da das Stäbchen eh zu breit für die Stelle am Ohr ist, in der es normalerweise liegt (Incisura Intertragica). Solange ihr also den Korpus unterbekommt, dürfte die Größe eures Ohrs nur geringe Auswirkungen haben.
Bei mir war der Sitz mit den vorangebrachten Stöpseln bereits sehr gut. Die Status Audio Pro X profitieren jedoch stark von Stöpseln aus Formschaum. Jedenfalls bemerkte ich auch beim Sport kein Verrutschen. Durch das IP55-Zertifikat sollten sie bei Schweiß und etwas Wasser auch kein Problem haben. Die Station ist wie immer nicht geschützt.
Soundqualität der Status Audio Pro X
Wer bisher das Preisschild noch nicht betrachtet hat: Die Status Audio Pro X kosten neu 300€. Das ist ein gewaltiger Preis, der sie in die Reichweite der Master & Dynamic MW09 (zum Test) katapultiert. Selbst Apples AirPods Pro 3 (zum Test) kosten 50€ weniger … Was also bietet uns Status Audio für diesen Preis?
Nun, schon mal nicht den neuesten Bluetooth-Standard. Zurzeit wäre 6.0 das Maß der Dinge. Status Audio setzt jedoch nicht einmal auf 5.4, sondern auf Bluetooth 5.3. Die Zugewinne der Versionen mögen marginal sein, dennoch ist dies ein Dämpfer. Besser sieht es dagegen bei den Codecs aus. Neben SBC und AAC kommt auch LDAC zum Einsatz. Für weiteren modernen Support ist LC3 mit an Bord. Außerdem unterstützen die Pro X AuraCast.
Mit drei Treibern pro Kopfhörer legt Status Audio zumindest den Grundstein für eine gute Klangqualität, indem die Audiospur auf die jeweils dafür vorgesehenen Treiber aufgeteilt wird. Zum Einsatz kommen ein recht großer 12mm-Dynamiktreiber sowie zwei Knowles Balanced Armature Treiber. Statt einer 3D-Audiosimulation via Spatial Audio nutzt der Hersteller lieber eine KI-aufgebesserte Gesprächsqualität. Die ANC-Leistung soll bei einer Dämpfung von 52dB liegen.
| Frequenz: | 20–20.000Hz |
| Bluetooth: | 5.3 |
| Treibergröße: | 12mm + 2x Armature |
| Nennleistung: | k.A. |
| Chipsatz: | k.A. |
| ANC-Dämpfung: | 52dB |
| Reichweite: | 15m |
| Modellnummer: | SPX-1000A |
| Widerstand: | k.A. |
| Einzelnutzung: | Ja |
| Lautstärke: | k.A. |
| Hochauflösender Codec: | Ja, LDAC |
| Profile/Codecs: | AVRCP 1.6, A2DP 1.3, HFP 1.7, HSP, SBC, AAC, LC3, LDAC, Auracast |
| Akkukapazität EB: | k.A. |
| Akkukapazität LS: | 500mAh |
| Wasserresistenz: | IP55 |
So klingen die Status Audio Pro X
Selbstverständlich bietet auch Status eine umfangreiche App, in der ihr alle möglichen Einstellungen vornehmen könnt, um die Audioausgabe zu verändern. Wir haben uns daher für LDAC als Codec und „Status Signature“ für den Test entschieden. Auf den Equalizer kommen wir gleich noch zu sprechen.
Ich muss diese Kategorie zudem etwas in Positives und Negatives einteilen. Denn die Status Audio Pro X machen vieles anders.
Positiv hervorzuheben ist die Detailtreue, die in vielen Titeln anliegt. Kleinere Geräusche werden manchmal sehr detailliert dargestellt, rücken aber natürlich nicht in den Vordergrund. Sie geben dem Klangbild aber eine oft etwas vernachlässigte Tiefe. Damit einhergehend ist die Stereo-Aufteilung. Die ist einfach geil. Wandert ein Ton von rechts nach links, ist das ohne Probleme wahrnehmbar und erzeugt einen tollen räumlichen Effekt. Höhen können richtig krass abgehen, ebenso ist der Tieftonbereich gut ausstaffiert und beherbergt ein gewisses Maß an Vibrationspotenzial. Mitten bleiben da, wo sie hingehören, während sich der Gesang deutlich absetzen kann, ohne wie ein Fremdkörper zu wirken.
Negativ fällt vor allem der etwas unsauber wirkende Tieftonbereich auf. Liebhaber von harten Drops werden so ihre Probleme haben, hiermit warmzuwerden. Gleichzeitig wirkt das Gebotene, besonders mit dem Audioprofil „Status Signature“, etwas lieblos. Hier fehlt es dann auch im Hochtonbereich an Präzision. Machen die Titel kräftig Gebrauch von Hi-Hats, verliert sich das Geschepper in einem undefinierbaren Wirrwarr. Auch die anderen Profile sind in ihrer Ausgabe nicht besonders zufriedenstellend, obwohl die Pro X sicher mehr könnten.
Von Kopfhörern für 300€ erwarte ich dennoch, dass sie mich entweder gleich aus den Latschen hauen oder ich sie zumindest mit dem richtigen Profil auf meine Vorlieben trimmen kann. Denn ihr dürft nicht vergessen, dass das Ganze überaus subjektiv ist, während sie die Akkuratheit teurer Kopfhörer beibehalten.
Equalizer
Und damit kommen wir zum Equalizer. Oh Boy. Neben „Status Signature“ und „Status Audiophil“ gibt es noch das Profil „Knowles Prefered“ und zwei Profile, um Stimmen hervorzuheben, etwa für Podcasts. Nun, der Vorteil von all dem ist: Ihr könnt über den „Custom Equalizer“ sehen, welche Einstellungen für die einzelnen Profile getroffen wurden. „Signature“ ist etwa genullt, „Audiophil“ hebt die Mitten an, während „Knowles Prefered“ einfach nur die Höhen auf Anschlag dreht. Das alles wirkt jedoch eher lieblos hingezimmert.
- Standard, etwas beliebiger Sound
- versucht was hin zu zimmern
- bisschen Höhen gefällig?
- macht nur bedingt besser als “Standard”
Versucht ihr jetzt, euer eigenes Profil zu erstellen, hat sich Status Audio überlegt, dass sich alle Regler auf Basis der getroffenen Einstellung anpassen beziehungsweise normalisieren. Das soll verhindern, dass ihr zu viel Gain einstellt und die Kopfhörer das nicht abbilden können oder Störgeräusche verursachen. Ihr werdet also an die Hand genommen. Das ist keine schlechte Idee. Aber die Funktion lässt sich nicht deaktivieren. Dadurch ist eine feine Einstellung nicht möglich, da ständig die anderen Bänder in den negativen Bereich rutschen, die ihr vielleicht nur leicht angehoben hattet.
Ihr habt eine feste Anzahl von dB-Punkten, die ihr vergeben könnt. Kommt ihr über das Limit, werden automatisch an allen anderen Reglern Punkte abgezogen. Was ein Müll. Die Status Pro X hätten haufenweise Reserven, um richtig geilen, vollen Sound zu erzeugen. Aber ohne die Möglichkeit, den Automatismus zu deaktivieren, kettet sich Status Audio selbst an. Ich habe euch mal mein Profil als Bild angehängt; so richtig zufrieden bin ich damit aber auch nicht.
ANC
Mit einer sehr starken Dämpfung im Tiefen- und Mittenbereich preschen die Pro X vor. In den Hochtonbereich hinein geht dann etwas die Puste aus, was aber normal ist. Grundsätzlich erfassen die Kopfhörer alle Tonebenen, die Hochtonebene nur eben weniger. Läuft also keine Musik, hört ihr etwa das Tippen einer Tastatur noch, nur leiser, während sie konsistentes, tiefes Rauschen nahezu vollständig wegrationalisieren. Status Audio bietet dabei keine Stärkestufen; das ANC ist entweder an, aus oder verstärkt die Geräusche im Transparenzmodus. Lediglich einen extra Filter für Windgeräusche könnt ihr hinzufügen. Insgesamt ist das ANC sehr gut und sticht viele günstigere Modelle aus.
Pairing & App
Trotz nicht aktueller Bluetooth-Version läuft das Pairing leicht von der Hand. Fast-Pair und Microsoft-Swift-Pair sind zwar offiziell im Einsatz, bei mir poppten die Kopfhörer jedoch nicht auf. Ihr könnt wählen, ob ihr nur Signaltöne oder eine Sprachausgabe auf Englisch haben wollt.
Ihr bedient die Pro X zum einen über den großzügigen Touch-Bereich, zum anderen über einen Knopf, was eine Menge an verschiedenen Eingaben zulässt.
- L/R einmal antippen: Pause/Play
- L zweimal antippen: vorheriger Titel
- R zweimal antippen: nächster Titel
- L/R dreimal antippen: nicht belegt
- L antippen und halten: ANC An/Transparenz/Aus
- R antippen und halten: Lautstärke erhöhen
- L/R-Knopf einmal drücken: ANC An/Transparenz/Aus
- L/R-Knopf zweimal drücken: Sprachassistent
- L/R-Knopf dreimal drücken: Ausschalten
Die Belegung des Knopfes könnt ihr nicht ändern. Dafür habt ihr bei der Touch-Belegung freie Wahl, wie ihr die vier Möglichkeiten aufteilt. Volle Mediensteuerung über einen Kopfhörer ist also möglich, Pause/Play übernimmt dann der Näherungssensor. Ich finde aber auch schon die Belegung von Status Audio gelungen.
App – Status Hub
Die hauseigene App vereint die bisher veröffentlichten Kopfhörer. Im Grundaufbau ähnelt sie natürlich anderen Apps, doch Status hat durchaus einen Sinn für Ordnung bewiesen. Die Startseite wirkt aufgeräumt und die wichtigsten Funktionen sind schnell erreichbar.
Für die Touch-Belegung gibt es ein extra Menü, ebenso wie für das Auffinden der Earbuds per Sound oder GPS (letzter gemerkter Standort). Eine besondere Funktion nennt sich „Sidetone“, was dazu führt, dass ihr euch bei einem Telefonat selbst hört. Das wiederum soll für natürlicheres Sprechen sorgen; gleichzeitig verhindert es, dass ihr zu laut werdet. Multipoint ist ebenfalls vorhanden. LDAC ist übrigens standardmäßig aktiv und die bevorzugte Verbindungsmethode. Die Aktivierung erfolgt aber nicht über die App, sondern über das Bluetooth-Menü.
Weiterhin gibt es eine zweite Einstellungsseite. Einige der Optionen von der Startseite sind hier doppelt aufgeführt, wie das Auffinden der Buds. Dafür führt ihr hier auch Firmwareupdates durch, könnt einen dynamischen EQ zuschalten und zwischen Signaltönen und Sprachausgabe wechseln. Ein komplettes Abschalten ist ebenfalls möglich. Insgesamt hat sich Status Audio nicht lumpen lassen. Die App ist übersichtlich umgesetzt und benötigt kein Konto.
Sprachqualität der Status Audio Pro X
Die typischen drei Mikrofone pro Seite sorgen nicht nur für eine ordentliche ANC-Qualität, sondern auch für ein gutes Erlebnis bei Telefonaten. Voiceloom wird zusätzlich eine KI-Komponente genannt, die wohl ähnlich agieren soll wie etwa Qualcomm cVc.
Allgemein ist die Sprachausgabe sehr klar und kann durch eine gut herausstechende Stimme überzeugen. Hohe Stimmen werden leicht gedämpft und etwas tiefer abgebildet. Das System fängt Details, etwa in der Tonlage, dennoch gut auf. Störgeräusche werden nur sehr gedämpft übertragen. Die Mikrofone erfassen diese gut und rationalisieren sie großzügig weg. In nahezu allen Belangen eignen sich die Pro X für lange und ausführliche Telefonate in fast jeder Umgebung, außer bei Windgeräuschen. Egal, ob ihr auf einem Fahrrad unterwegs seid oder der Wind einfach nur um euch herum pfeift, bricht die Aufnahme komplett zusammen und ihr seid nahezu nicht mehr zu verstehen. Dies stellt durchaus eine Extremsituation für alle True-Wireless-Kopfhörer dar. Die Huawei FreeBuds Pro 5 (zum Test) wären zu nennen, wenn ihr auch in dieser Situation eine gute Gesprächsqualität haben wollt.
Akkulaufzeit der Status Audio Pro X
Für Kopfhörer dieses Kalibers ist es auffällig, dass der Akku auf den Werbefolien kaum beachtet wird. Ein Bildchen gibt es, das 8 Stunden Durchhaltevermögen pro Ladung und 24 Stunden insgesamt anpreist. Das war es, ansonsten wird nichts zum Akku genannt. Auf der Station ist immerhin abgedruckt, dass diese mit einem 500mAh-Akku ausgestattet wurde.
Die 8 Stunden am Stück sind Humbug. Selbst bei 50% Lautstärke ohne ANC, aber mit LDAC komme ich nicht auf diesen Wert. Eine Stunde Musikhören verbraucht unter diesen Konditionen ca. 15% Akku, was in etwa in 6,5 bis 7 Stunden resultiert.
Erhöht ihr nun die Lautstärke auf rund 80%, was bei einigen Liedern durchaus notwendig sein kann, da die Grundlautstärke der Buds zuweilen recht gediegen ausfällt, und aktiviert ANC, geht das stark zulasten des Akkus. Aus den 6 Stunden werden so eher 3 bis 4 Stunden. Dafür sind die Pro X auch schnell geladen. Nach nur 40 Minuten ist der Tank wieder voll und nach nur 10 Minuten reicht die Ladung für 1 bis 2 weitere Stunden. Für die Ladestation gilt eine Ladezeit von rund 1,5 Stunden. Kabelloses Laden ist ebenfalls möglich, da die Station ein Qi-Charging-Zertifikat besitzt. Die Ladezeit verdoppelt sich dann aber nochmals im Vergleich zur kabelgebundenen Variante.
Testergebnis
300€ für Kopfhörer sind eine Hausnummer. Selbst wenn ihr grundsätzlich bereit seid, so viel Geld in die Hand zu nehmen: Werden die Status Audio Pro X diesem Preispunkt gerecht? Das ist selbst für mich nach so einem Test schwer einzuschätzen. Die Antwort liegt in der Mitte. Haptik und Optik sind definitiv auf einem sehr hohen Niveau. Die vielen Metallelemente heben sich deutlich von günstigeren Kopfhörern ab. Aber das allein reicht eben nicht.
Mit der zugrundeliegenden Hardware ist das so eine Sache. Einerseits setzt der Hersteller auf drei Treiber pro Seite, andererseits „nur“ auf Bluetooth 5.3. Dennoch funktioniert die Technik der Buds einwandfrei. Die Bedienung ist leicht und präzise, alle Eingaben und auch das Pairing sind problemfrei und schnell.
Der Sound ist für mich bei diesen Kopfhörern jedoch nicht ganz da, wo er sein sollte. Versteht mich nicht falsch: Wer sich die Status Audio Pro X zulegt, bekommt sehr gut klingende Kopfhörer. Die Reserven sind massig. Ich bin jedoch nicht ganz mit den zugrundeliegenden Soundprofilen warmgeworden. Objektiv gemessen liegen sie sehr nah an einer optimalen Kurve, subjektiv geht aber noch deutlich mehr. Ich möchte nicht ewig auf dem Equalizer herumreiten, aber für mich gängelt er zu viel. Für andere User ist der Automatismus jedoch Gold wert, um durchgehend ein zufriedenstellendes Erlebnis zu erhalten.
Würde ich persönlich die Status Audio Pro X kaufen? Eher nicht. Sind sie für betuchte Interessenten eine gute Anschaffung? Ja. Dennoch sehe ich Enthusiasten bei anderen Kopfhörern, die mehr Freiheiten erlauben. Etwa den Master & Dynamic MW09 (zum Test). Diese sind zwar noch teurer, bieten aber auch mehr von allem, auch beim Lieferumfang. Andere ähnlich bepreiste Produkte findet ihr in der HiFi-Corner. Wem bei den Preisen der Kopf schwirrt, greift lieber zu den EarFun Air Pro 4+ (zum Test); hier stimmt das Verhältnis von Preis und abgelieferter Leistung gleich doppelt. Wer es teurer, mit etwas speziellerer Technik mag, kann sich die Edifier NeoBuds Planar (zum Test) ansehen.
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