Speicherkrise: Auch Vivo und iQOO korrigieren die Preise in China nach oben
Nachdem Oppo und OnePlus die Preisempfehlungen für einige Smartphones in China am 16. März angehoben haben, folgen nun die Konzerngeschwister Vivo und iQOO. Auch hier gelten die neuen Preise erst einmal nur für Kunden in China. Die Hersteller begründen die Erhöhung der Preisempfehlungen mit der andauernden Speicherkrise.
Preiserhöhung bei Vivo und iQOO in China, Samsung im Krisenmodus
Bereits am 16. März 2026 haben sich Vivo und iQOO in einem gemeinsamen Statement an die Kunden in China gerichtet. Wir haben die Mitteilung für euch übersetzt:
Hinweis zur Anpassung der unverbindlichen Preisempfehlungen für bestimmte Vivo- und iQOO-Produkte
(…) Aufgrund der weiterhin signifikanten Steigerung der globalen Halbleiter- und Speicherkosten werden wir nach sorgfältiger Prüfung die unverbindlichen Preisempfehlungen für einige Produkte ab dem 18. März 2026 um 10:00 Uhr anpassen. Die jeweiligen Modelle und Preise entnehmen Sie bitte den Informationen auf der offiziellen Produktdetailseite. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung. (…)
Die Mitteilung liest sich sehr ähnlich zum Hinweis von Oppo und OnePlus. Auch dort wurden die steigenden Kosten für Halbleiter- und Speicherchips zur Begründung der Preiserhöhung herangezogen. In Anbetracht des aktuellen Marktumfelds war es sowieso nur eine Frage der Zeit, bis weitere Hersteller nachziehen.
Die Anpassungen werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit langfristig nicht nur BBK-Marken betreffen. Das Magazin FN News aus Südkorea berichtet, dass die Mobile-Sparte von Samsung in einen Notfallmodus versetzt worden ist. Die Bereiche für Fernseher und Haushaltsgeräte innerhalb des koreanischen Mega-Konzerns wurden demnach bereits im vergangenen Jahr in einen Notfallmodus versetzt.
Im Rahmen der Maßnahmen zum Notfallmanagement hat die [Smartphone]-Abteilung eine Kostensenkung um 30% in allen Geschäftsbereichen angeordnet. Auch die Vorschriften für Flugtickets auf Dienstreisen wurden geändert. Bislang erhielten alle Führungskräfte (…) unterhalb der Ebene des Vizepräsidenten bei Dienstreisen mit einer Flugdauer von weniger als zehn Stunden einen Sitzplatz in der Business Class; ab [15. März 2026] werden ihnen jedoch aus Kostengründen Sitzplätze in der Economy Class zugewiesen.
FN News (Übersetzung durch uns)
Unsere Einschätzung
Während sich Xiaomi, Apple, Google und weitere Hersteller bisher entweder gar nicht oder nur sehr vorsichtig zu den möglichen Auswirkungen der Speicherkrise geäußert haben, sind die Marken des BBK-Konzerns deutlich offensiver in ihrer Kommunikation. Oppo, OnePlus, Vivo und iQOO haben allesamt eine Preiserhöhung angekündigt, die erst einmal nur den Heimatmarkt in China betrifft.
Samsung hat unseren Informationen zufolge zwar (noch) keine Preise erhöht, aber die DX-Sparte (Device Experience) in einen Notfallmodus versetzt. Der Samsung-Teilbereich könne sogar Verluste schreiben, während der Betriebsgewinn im ersten Quartal 2025 noch bei 11% gelegen haben soll.
Alle Zeichen deuten auf ein historisch schwaches Smartphone-Jahr 2026. Wir behalten die Speicherkrise natürlich weiter für euch im Blick!
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