Wir haben eine AR-/XR-Brille von RayNeo im Praxistest. Sie wird als Entertainment-Brille vermarktet und hat nur einen Zweck: den Bildschirm eines kompatiblen Geräts in die Brille zu spiegeln. Wie gut das im Test in den vergangenen Wochen funktioniert hat, lest ihr in den folgenden Zeilen!
RayNeo ist übrigens eine Marke von TCL. Neben Foldables und Silizium-Kohlenstoff-Akkus sind smarte Brillen einer der großen Tech-Trends des Jahres 2026. Google möchte bald mit Android XR durchstarten, Samsung hat mit der Galaxy XR bereits einen Konkurrenten zur Apple Vision Pro am Start und Xreal will wohl auch demnächst eine Android-Brille auf den Markt bringen. All das ist, zumindest hier in Deutschland, eher noch Zukunftsmusik.
Lieferumfang, Design & Tragekomfort
Die AR-/XR-Brille von RayNeo hat mich in einer zweckmäßigen Box erreicht. Im Lieferumfang sind die Bedienungsanleitung, ein Case mit Reißverschluss, ein zusätzlicher Nasenaufsatz und ein USB-C-Kabel enthalten, bei dem auf einer Seite der Anschluss abgewinkelt ist. Außerdem liegen Beispiellinsen bei, mit deren Hilfe euer Optiker Gläser mit Sehstärke für die RayNeo Air 3s anfertigen kann.
Die Brille war gut verpackt und ist in tadellosem Zustand bei mir eingetroffen. Optisch macht sie einen sehr guten Eindruck. Allerdings warnt die Anleitung davor, die Brillenbügel zusammenzudrücken. Hier hat der Hersteller anscheinend das Gewicht der Brille priorisiert und auf eine besonders stabile Konstruktion verzichtet.
Für mich persönlich war der weit vorne liegende Schwerpunkt der RayNeo Air 3s das größte Hindernis. Die Größe ist zwar anpassbar, allerdings nur in Maßen. Dies fällt vermutlich je nach Kopfform sehr individuell aus. Abseits davon hat mich der solide Tragekomfort überrascht, vor allem, wenn ich mich auf den Rücken gelegt und an die Decke geschaut habe.
Anschlüsse & Bedienung
Für die Bedienung stehen mehrere Tasten an den Brillenbügeln bereit. Es gibt jeweils eine Wippe für die Lautstärke und die Helligkeit. Dazu kommt ein Knopf, der je nach Anzahl der Eingaben verschiedene Optionen aufruft und steuert. Das in der Brille angezeigte System ist sehr rudimentär, was ich als Vorteil verbuchen möchte. Alle Optionen könnt ihr ganz einfach in der App anpassen und müsst euch nicht mit der Brille durch die Menüs klicken.
Dazu gibt es die beiden Lautsprecher, die sich ungefähr auf der Höhe eurer Ohren befinden. Trotz der sehr kleinen Treiber hat mich der Klang positiv überrascht. Doch dazu gleich mehr.
Inbetriebnahme: App & Features im Detail
Ich habe die RayNeo Air 3s zusammen mit meinem Google Pixel 10 Pro (zum Test) benutzt. Laut Hersteller sind über 1.000 Geräte mit der Brille kompatibel, darunter viele Smartphones, Tablets und Notebooks. Smartphones müssen DisplayPort über USB-C unterstützen, was seit Jahren bei vielen Modellen verschiedener Marken gegeben ist. Einige vermutlich nicht vollständige Listen machen im Internet die Runde, bei denen nur das Fehlen vieler Telefone von Xiaomi wirklich auffällt. Für die Nintendo Switch benötigt ihr ein zusätzliches Gerät.
Ich habe also zunächst die RayNeo XR-App heruntergeladen, die derzeit nicht im Google Play Store, sondern nur über einen direkten Download verfügbar ist. Direkt beim ersten Start der App forderte diese die Erstellung eines Accounts. Das ging allerdings schnell und einfach vonstatten, sodass ich die Brille nach wenigen Minuten verwenden konnte.
Theoretisch könnte ich die App nun wieder deinstallieren, denn das Spiegeln des Bildschirms bereitet auch mit Android-Bordmitteln keine Probleme. Im entsprechenden Dialogfenster bot das System sogar den Desktop-Modus an. Dieser funktionierte zusammen mit der RayNeo Air 3s nicht, was jedoch nicht zwingend an der Brille liegen muss.
Und was genau macht die Brille jetzt?
Nachdem ich die App heruntergeladen und die Brille per USB-C an das Smartphone angeschlossen habe, konnte ich erstmals die genaue Funktionsweise betrachten. Durch die Gläser kann ich gewohnt hindurchblicken und sehe meine Umgebung zwar mit einem Farbstich, aber ansonsten völlig normal.
In meinem Sichtfeld befindet sich nun ein Micro OLED-Bildschirm mit bis zu 201 Zoll in der Diagonale. Natürlich ist die Anzeige physisch nicht so groß, sie erzeugt lediglich diesen optischen Eindruck. Das Panel deckt den Farbraum sRGB laut Hersteller zu 145% ab. Die Brille unterstützt zudem DC- und PWM-Dimming mit 3.840Hz.
Nach einer kurzen Eingewöhnung habe ich YouTube auf meinem Smartphone geöffnet. Die Bildqualität fällt für den Preis hervorragend aus. Es erweckt den Anschein, als suche sich die Brille automatisch die passende Wand oder Decke, spanne dort eine Leinwand auf und werfe das Videosignal mit einem sehr farbgenauen und kontrastreichen Projektor an die Wand. Diese optische Täuschung funktionierte bei mir und meiner Freundin perfekt.
Durch die hohe Spitzenhelligkeit musste ich den Raum nicht einmal abdunkeln. Wenn ihr auf etwas Kontrast verzichten könnt, lässt sich die virtuelle Leinwand sogar auf einer Fensterfront aufspannen. Die Brille war weit weniger anfällig für Streulicht als jeder mir bekannte Beamer.
Anfangs musste ich mich daran gewöhnen, dass sich das Bild mitbewegt, wenn ich meinen Kopf drehe. Im Alltag fiel dies nach kurzer Zeit kaum noch auf. Die Klangqualität der Stereo-Lautsprecher überzeugt ebenfalls, sonderlich laut werden sie jedoch nicht. Für meine Wohnung reichte die Lautstärke aus. Im Flugzeug würde die Kulisse die Lautsprecher allerdings übertönen.
Testergebnis
Insgesamt hat mich die RayNeo Air 3s in fast allen Belangen positiv überrascht. Der Tragekomfort auf meinem Kopf fällt zwar nicht ganz ideal aus, vor allem aufgrund des Schwerpunkts der Brille, aber abgesehen davon konnte die Air 3s mich überzeugen. Die Bildqualität empfand ich als hervorragend und auch der Klang über die beiden Lautsprecher ist solide. Die Verbindung mit dem Smartphone geht sehr einfach von der Hand.
Für einen potenziellen Nachfolger wünsche ich mir ein etwas weniger starres USB-Kabel. Bei mir genügte es, das Smartphone einmal in die falsche Richtung zu drehen, damit die Brille aufgrund des Zugs vom Kabel vom Kopf rutschte. Davon abgesehen konnte ich kaum einen nennenswerten Kritikpunkt finden. Wenn ihr oft Filme oder Serien schaut oder Games spielt und dabei alleine seid, ist die RayNeo Air 3s eine gute Wahl und ein interessantes Produkt.
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Vielen Dank erstmal für den Testbericht! Auch wenn man die Brille und Specs nun googlen könnte, habe ich dennoch die Auflösung der Brille im Testbericht vermisst und einen Hinweis auf den Screendoor Effekt. Vielleicht kann man das noch ergänzen 🙂
Liebe Grüße Philip