Startseite » Gadgets » Plaud NotePin S Test – Lohnt sich der KI-Recorder?
Zum Anfang

Plaud NotePin S Test – Lohnt sich der KI-Recorder?

Getestet von Holger Becker am
Vorteile
  • sehr zuverlässige Transkription
  • gut verständliche Zusammenfassungen
  • sinnvolle Bearbeitungs- und Strukturvorschläge
  • Unterstützung von 112 Sprachen
  • kostenlose Nutzung mit 300 Minuten
Nachteile
  • KI-Auswertung ausschließlich cloudbasiert
  • wiederholte Hinweise auf kostenpflichtige Abos
Springe zu:

Der tragbare KI-Sprachrekorder Plaud NotePin S ist konsequent auf professionelle Dokumentation ausgelegt. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Aufnahme selbst, sondern die automatisierte Weiterverarbeitung von Gesprächen zu strukturierten, verwertbaren Informationen. Das Gerät ist Teil des Plaud-Ökosystems und richtet sich an euch, wenn ihr regelmäßig Meetings, Interviews, Unterricht oder Gespräche erfassen und auswerten müsst.

Plaud NotePin S 10 1
Nachdem wir bereits den Plaud Note Pro im Test hatten, folgt nun die noch kompaktere, am Körper tragbare Variante. Auch die erste Version des Note Pin hatten wir bereits im Test. Der NotePin S hat im Gegensatz zum bisherigen NotePin einen physischen Record-Button inklusive „Press to Highlight“ (zum Markieren wichtiger Stellen), während dem alten Modell dieser Aufnahmeknopf/Highlight-Button fehlt. Ansonsten sind Größe, Mikrofone und Akkulaufzeit praktisch gleich, der S ist nur minimal schwerer und wird mit zusätzlichem Zubehör wie Armband und Lanyard geliefert.

Lieferumfang des Plaud NotePin S

Der Lieferumfang ist praxisnah zusammengestellt. Neben dem Plaud NotePin S gehören ein Ladedock, ein USB-C-Ladekabel sowie mehrere Trage- und Befestigungsoptionen zum Paket. Enthalten sind ein magnetischer Pin, ein Clip, ein Armband sowie eine Umhängekordel. So befestigt ihr das Gerät flexibel an der Kleidung, tragt es am Handgelenk oder nutzt es um den Hals, ohne Zubehör kaufen zu müssen.

Verarbeitung und Design

Der NotePin S ist sehr kompakt und leicht. Das Gehäuse ist sauber verarbeitet und stabil. Das Design bleibt bewusst unauffällig und funktional. Ein Display oder komplexe Bedienelemente fehlen. Dadurch fügt sich das Gerät unaufdringlich in den Arbeitsalltag ein und lenkt während der Gespräche nicht ab.

Bedienkonzept

Die Bedienung ist minimalistisch und auf den mobilen Einsatz optimiert. Eine Taste übernimmt alle Kernfunktionen. Ein langer Tastendruck startet oder beendet die Aufnahme, ein kurzer Tastendruck markiert wichtige Stellen während des Gesprächs. Dieses Konzept erwies sich im Test als zuverlässig und verhindert Fehlbedienungen, auch ohne Blickkontakt zum Gerät.

Merkmal Angabe
Produkttyp Diktiergerät mit KI-Auswertung
Speichertyp Interner Speicher
Speicherkapazität 64GB
Mikrofon 2 × MEMS, omnidirektional
Effektiver Aufnahmebereich Bis zu 3m
Audioformate MP3, WAV
MP3-Aufnahme Ja
Beleuchtetes Display Nein
Batteriestatusanzeige Nein
Sprachsteuerung (VOR) Nein
Digitaler Sprachstandard (DSS) Nein
Maximale Einzelaufnahmen Begrenzt durch Speicherkapazität (64GB)
Verbindung BLE 5.2, WLAN
Netzbetrieb möglich Ja, über Ladedock / USB-C
Unterstützte Betriebssysteme Windows, macOS, iOS, Android
Anschlüsse USB-C
Besondere Merkmale KI-Transkription, KI-Zusammenfassung, Ask Plaud, AutoFlow, Find My
KI-Sprachen 112 Sprachen
Kostenloses KI-Kontingent 300 min Transkription pro Monat
KI-Verarbeitung Cloudbasiert
Energieversorgung Li-Ion Akku
Akkukapazität 320mAh
Maximale Betriebsdauer Bis zu 20h
Ladezeit Ca. 2h
Abmessungen (B × H × T) 21 x 51 x 11mm
Farbe (Herstellerangabe) Cosmic gray, lunar silver, sunset purple
Gewicht 16,6g
Lieferumfang PLAUD NotePin Device, Magnetic Pin, Clip
Ursprungsland China
Hersteller Shenzhen Smart Connect Technology Co., LTD
EU-Verantwortliche Stelle avectec GmbH, Isernhagen, Deutschland
GTIN 6977512610680
Hersteller-Artikelnummer 610680

Audioqualität

Zwei MEMS-Mikrofone übernehmen die Audioaufnahme. Sie erfassen Gespräche bis zu einer Entfernung von etwa 3m klar. In ruhigen bis moderat belebten Umgebungen liefert der NotePin S saubere Sprachaufnahmen mit gut verständlichen Stimmen. Das System dämpft Hintergrundgeräusche ausreichend, ohne dass die Sprache unnatürlich wirkt. Die Qualität ist für Meetings, Unterricht, Interviews oder spontane Gespräche praxisgerecht. Für Musikaufnahmen oder komplexe Akustikumgebungen ist das Gerät hingegen nicht ausgelegt.

Plaud Intelligence und KI-Funktionen

Der zentrale Mehrwert des NotePin S liegt in der Plaud Intelligence. Diese KI-Engine verbindet die Hardware mit der Plaud-App, der Weboberfläche und der Desktop-Anwendung. Sie transkribiert Audioaufnahmen direkt und wertet diese kontextuell aus. Die Software unterstützt 112 Sprachen mit Sprechererkennung und benutzerdefiniertem Vokabular.

Plaud NotePin S Software

Aus Gesprächen erstellt das System automatisch strukturierte Zusammenfassungen. Dafür stehen mehr als 10.000 professionelle Vorlagen zur Verfügung, beispielsweise für Protokolle, Aufgabenlisten oder Entscheidungsübersichten. Technisch greift Plaud auf mehrere große Sprachmodelle zurück, darunter GPT-5.2, Claude Sonnet 4.5 und Gemini 3 Pro.

Mit der Funktion „Ask Plaud“ stellt ihr gezielte Fragen zu aufgezeichneten Gesprächen. Die Antworten basieren ausschließlich auf den vorhandenen Inhalten und lassen sich als Notizen speichern. AutoFlow ermöglicht die Automatisierung von Transkriptionen, Zusammenfassungen und deren Weitergabe anhand fester Regeln.

App, Cloud und Workflow

Alle Inhalte synchronisieren sich plattformübergreifend über die Plaud-Cloud. Plaud bietet in den Bezahl-Abonnements unbegrenzten Cloud-Speicher; dazu gleich mehr. Ihr verwaltet Aufnahmen, Transkripte und Zusammenfassungen zentral, durchsucht, exportiert oder teilt sie. Die Software unterstützt gängige Formate, sodass ihr die Daten problemlos in bestehende Arbeitsabläufe integriert. Der Workflow reduziert den Nachbereitungsaufwand deutlich, da ihr Inhalte nicht mehrfach anhören oder manuell zusammenfassen müsst.

Unser Praxistest mit dem Plaud NotePin S

Im Test lief der Plaud NotePin S parallel zu mehreren YouTube-Videos, die wir bewusst in unterschiedlichen Sprachen und mit wechselnden Sprechern aufnahmen. Unser Ziel war es, nicht nur die reine Spracherkennung zu prüfen, sondern vor allem zu beantworten, ob ein sinnvoller deutschsprachiger Output entsteht, der ohne Nacharbeit genutzt werden kann.

Genau hier überzeugte der NotePin S. Unabhängig davon, ob das Ausgangsmaterial Englisch, eine andere Sprache oder ein Mix aus Akzenten und Sprechgeschwindigkeiten war, lieferte das System eine verständliche und inhaltlich stimmige Zusammenfassung auf Deutsch. Inhalte, Kernaussagen und Ablauf blieben erhalten, ohne dass der Text maschinell klang.

Plaud NotePin S im Praxistest

Besonders positiv fiel uns auf, wie stabil die Zusammenfassungen auch bei längeren Passagen blieben. Anstatt nur einzelne Stichworte zu liefern, fasste der NotePin S die Aussagen so zusammen, dass der rote Faden erkennbar blieb. Das funktionierte bei typischen Videoformaten wie Erklärvideos, Interviews und Diskussionen zuverlässig. Das ist im Alltag relevant, da ihr damit Inhalte aus Audioquellen schnell dokumentiert, auch wenn sie nicht in eurer eigenen Sprache vorliegen.

Überraschend gut waren auch die Bearbeitungsvorschläge. Dabei steht nicht nur die reine Texterzeugung im Vordergrund, sondern dessen direkte Weiterverarbeitung. Dadurch entsteht aus einer Zusammenfassung schnell ein Text, den ihr als Notiz, Protokoll oder Ideensammlung weiterverwendet. Dieser Schritt spart Zeit, da ihr sonst genau hier mit der Nacharbeit beginnt: Sortieren, Umformulieren, Kürzen und Priorisieren.

Praxiseinsatz im Unterricht

Im Unterricht zeigt der Plaud NotePin S klare Stärken, sowohl für Lehrende als auch für Lernende. Gerade bei Videos, Vorträgen oder externen Lerninhalten in Fremdsprachen erleichtert das Gerät die Nachbereitung erheblich. Das ist besonders hilfreich, wenn Lernende unterschiedliche Sprachniveaus mitbringen oder wenn Materialien nicht in deutscher Sprache vorliegen.

Die erzeugten Zusammenfassungen eignen sich direkt als Unterrichtsnotizen, Diskussionsgrundlage oder zur Wiederholung. Damit erstellt ihr aus einem Video oder Vortrag schnell ein nutzbares Arbeitsdokument, ohne dass dafür zusätzlicher Vorbereitungsaufwand entsteht. Gerade im Unterrichtsalltag, in dem Zeit ein kritischer Faktor ist, erweist sich der NotePin S damit als praktisches Werkzeug zur Dokumentation und Nachbereitung.


Insgesamt zeigte unser Test, dass der Plaud NotePin S nicht nur transkribiert oder übersetzt, sondern Inhalte tatsächlich in verwertbare deutsche Zusammenfassungen überführt. Die Kombination aus stabiler Mehrsprachenerkennung, sinnvoller Zusammenfassung und brauchbaren Bearbeitungsvorschlägen macht das System im Alltag deutlich nützlicher als ein klassischer Recorder mit reiner Textausgabe.

Akkulaufzeit des Plaud NotePin S

Der integrierte Akku reichte im Test für mehrere Stunden kontinuierlicher Aufnahme. In der Praxis solltet ihr mit 10 bis 15 Stunden reiner Aufnahmezeit rechnen. Für typische Arbeitstage ist die Laufzeit ausreichend. Die Ladezeit im Ladedock beträgt ca. 2 Stunden.

Plaud NotePin S Ladedock

Datenschutz und Sicherheit

Plaud positioniert sich klar im professionellen Umfeld. Der Dienst erfüllt die Anforderungen von DSGVO, SOC 2, HIPAA sowie EN 18031 und unterliegt europäischen Datenschutzstandards. Unabhängige Audits überprüfen die Datenverarbeitung. Die Aufnahmen werden lokal erstellt, die KI-Verarbeitung erfolgt cloudbasiert. Diese Architektur sollte in sensiblen Bereichen berücksichtigt werden, sie entspricht jedoch dem aktuellen Stand vergleichbarer Systeme.

Kosten und Abonnements

Neben dem Gerätepreis fallen laufende Kosten für die KI-Nutzung an. Plaud stellt monatlich 300 Minuten Transkription kostenlos zur Verfügung. Damit bleibt der NotePin S auch ohne Abo nutzbar, allerdings mit begrenztem Umfang.

Der Pro-Tarif erweitert das Kontingent auf 1.200 Minuten pro Monat und kostet bei jährlicher Abrechnung 9,20€ monatlich. Der Unlimited-Tarif für 18,70€ pro Monat hebt die Minutenbegrenzung vollständig auf. Die Funktionsvielfalt unterscheidet sich zwischen den Tarifen nicht. Ausschlaggebend ist ausschließlich das monatliche Transkriptionsvolumen.

Bei gelegentlicher Nutzung reichen die im kostenlosen Tarif enthaltenen 300 Minuten pro Monat in der Praxis aus. Das Kontingent ist für kurze Mitschnitte, einzelne Videos oder sporadische Besprechungen ausreichend bemessen. Dabei ergeben sich keine unmittelbaren Einschränkungen bei der Funktionalität, der grundlegende Funktionsumfang bleibt nutzbar.

Auffällig ist jedoch, wie präsent der Hinweis auf ein kostenpflichtiges Abonnement platziert ist. Die App weist wiederholt auf die verfügbaren Pläne hin, was teilweise aufdringlich wirkt und den Eindruck erwecken kann, der Dienst sei ohne Abo nur eingeschränkt nutzbar. Das ist faktisch nicht der Fall, zumindest solange ihr das monatliche Minutenkontingent nicht überschreitet.

Testergebnis

Getestet von
Holger Becker

Der Plaud NotePin S ist weit mehr als ein klassisches Diktiergerät. Er fungiert als intelligente Schnittstelle zwischen dem gesprochenen Wort und einer fertigen Notiz. Die Hardware ordnet sich dabei konsequent dem Zweck unter: Klein, leicht und mit nur einer Taste bedienbar, tragt ihr sie unauffällig in Meetings oder Vorlesungen, ohne den Fokus zu stören.

Der eigentliche Mehrwert entsteht erst durch die Software. Im Test überzeugte vor allem die Qualität der deutschsprachigen Zusammenfassungen, die ihr oft ohne Nacharbeit direkt verwendet. Statt roher Audiodateien oder endloser Transkripte erhaltet ihr strukturierte Protokolle, Aufgabenlisten oder Lernskripte. Zwar erreicht der Akku im Praxisbetrieb nicht die versprochenen 20 Stunden, für einen vollen Arbeitstag reichen die realen 10 bis 15 Stunden jedoch aus.

Beachten müsst ihr die Abhängigkeit von der Cloud und das Abo-Modell für Vielnutzer, auch wenn die kostenlosen 300 Minuten für Gelegenheitsanwender oft genügen. Wenn ihr euch mit der Cloud-Anbindung arrangiert, erhaltet ihr kein technisches Spielzeug, sondern ein effizientes Produktivitätswerkzeug. Es beschleunigt den Arbeitsalltag spürbar und macht aus flüchtigen Gesprächen dauerhaftes Wissen.

Preisvergleich

170 €*
1-3 Tage - aus DE
Zum Shop
Unsere Empfehlung

Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden
Zum Shop
170 €* Zum Shop
1-3 Tage - aus DE
Unsere Empfehlung
Zum Shop
Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert. - Preise zuletzt aktualisiert am 17.02.2026

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Tests und News direkt auf dein Smartphone.
Alle News Updates über Telegram.

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
0 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert.

Smartzone App
Lade jetzt deine Smartzone App