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Oscal Marine 3 Test

Getestet von Mathias am Bewertung: 60%
Vorteile
  • handlich und dünn
  • Benachrichtigungs-LED
  • robustes Design (IP68/IP69K)
  • Sonderbutton
Nachteile
  • schlechte Kameras
  • langsamer eMMc Speicher
  • kein WPA3 Support für WLAN
  • wenige 4G Bänder
Springe zu:
CPUMediaTek Helio G81 - 2 x 2,0GHz + 6 x 1,7 GHz
RAM8 GB RAM
Speicher128 GB, 256 GB
GPUMali-G52 MP2
Display 1612 x 720, 6,6 Zoll 90Hz (IPS)
Betriebssystem - Android 16
Akkukapazität5000 mAh
Speicher erweiterbar Hybrid
Hauptkamera16 MP + 13MP (dual)
Frontkamera13 MP
USB-AnschlussUSB-C 2.0 (480MBit/s)
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 3, 7, 8, 19, 20, 28, 40, 41
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht245 g
Maße174 x 83 x 10,7 mm
Antutu (v10)245471
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am11.03.2026

Blackviews Tochtermarke Oscal bietet ein neues Budget-Smartphone in ihrem Outdoor-Portfolio an, das Marine 3. Mit der Marine-Serie bietet Oscal schlanke und günstige Outdoor-Smartphones. Auch das Marine 3 orientiert sich an diesem Konzept und ist mit 10,7mm ein vergleichsweise dünnes Gerät. Mit einem HD-Display, dem Helio G81 Prozessor und dem eMMC-Speicher richtet sich die Ausstattung an preisorientierte Kunden. Kann das Smartphone zu seinem günstigen Preis überzeugen?

Design und Verarbeitung

Die Abmessungen des Marine 3 betragen 174 x 83 x 10,7 Millimeter (13,2 Millimeter am Kameramodul) und das Gewicht liegt bei 245 Gramm. Damit ist das Smartphone für Outdoor-Verhältnisse schlank und leicht. Das Marine 3 besitzt die üblichen Zertifizierungen IP68, IP69K und MIL-STD-810H.

Die Rückseite besteht aus einer matten Kunststofffläche, die von den beiden Kameralinsen sowie den Infrarot- (für die Nachtsichtkamera) und Blitz-LEDs unterbrochen wird.

Auf der Vorderseite wird das Display von circa 3mm breiten Rändern links und rechts, 6mm oben und 8mm unten umgeben. Die Frontkamera sitzt in einer Waterdrop-Notch. Über dem Display befinden sich neben der Hörmuschel auch die Sensoren und die Benachrichtigungs-LED. Der Rahmen um das Panel ist minimal erhöht, um es zu schützen.

Die Seitenleisten bestehen aus Metall. Auf der rechten Seite befinden sich die Lautstärkewippe und der Powerbutton mit integriertem Fingerabdrucksensor. Auf der linken Seite sitzen der SIM-Schacht und der Sonderbutton. Alle Tasten weisen einen präzisen Druckpunkt auf und sitzen fest im Gehäuse. An der Unterseite befindet sich der USB-C-Anschluss, der nicht durch eine Gummiabdeckung geschützt wird.


Die Verarbeitung ist insgesamt tadellos und gibt keinen Grund zur Kritik. Die sehr dicken Ränder um das Display wirken zwar aus der Zeit gefallen, sind in dieser Preisklasse aber immer noch üblich.

Lieferumfang des Oscal Marine 3

Oscal Marine 3 Lieferumfang

Der Lieferumfang umfasst: USB-C-Kabel, Netzteil, Displayschutzfolie (bereits aufgebracht) und eine SIM-Nadel.

Display des Oscal Marine 3

Das Oscal verfügt über ein 6,56 Zoll großes IPS-Display, das in HD, sprich mit 1612 x 720 Pixel, auflöst. Dadurch ergibt sich eine Pixeldichte von 269 Pixel pro Zoll. Der Touchscreen verarbeitet bis zu 10 Berührungen gleichzeitig. Bei der Bildwiederholungsfrequenz unterstützt das Marine 3 bis zu 90Hz.

Oscal verspricht 450 Lux Helligkeit, die wir in der Testmessung nicht erreichten. Das Display schafft bis zu 400 Lux, wenn ihr die Helligkeit manuell regelt. Im Automatikmodus gibt es noch mal 10 Lux mehr. Besonders hell ist das Display für den Einsatz in der Sonne nicht.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1.000

Die Farbdarstellung des Panels ist in Ordnung und eine rudimentäre Anpassung ist in den Einstellungen möglich. HDR10, HDR10+ und HLG werden nicht unterstützt, dafür gibt es Widevine L1. Eine Always-On-Display-Funktion ist nicht vorhanden.

Leistung

Im Marine 3 arbeitet ein MediaTek Helio G81, der im 12nm-Verfahren gefertigt wird. Der Octa-Core-Prozessor setzt sich aus zwei Cortex-A75-Kernen mit bis zu 2GHz und sechs Cortex-A55-Kernen mit bis zu 1,7GHz zusammen.

Unterstützt wird der Prozessor von 8GB RAM. Der interne eMMC-Speicher fasst entweder 128GB oder 256GB und ist mit einer maximalen Lese- und Schreibgeschwindigkeit von circa 296MB/s beziehungsweise 251MB/s langsam unterwegs. Der Speicher lässt sich mittels microSD-Karte auf bis zu 2TB erweitern, dafür müsst ihr jedoch auf die Dual-SIM-Funktion verzichten (Hybrid-Slot).

Antutu (v11)
smartzone logo
Unisoc Tiger T616 437.839
MediaTek Helio G81 337.918
0
50.000
100.000
150.000
200.000
250.000
300.000
350.000
400.000
450.000
500.000
Antutu (v10)
smartzone logo
MediaTek Dimensity 6300 461.765
MediaTek Dimensity 6300 454.720
Unisoc Tiger T616 316.000
Unisoc T615 290.480
MediaTek Helio G81 245.471
0
50.000
100.000
150.000
200.000
250.000
300.000
350.000
400.000
450.000
500.000
Geekbench Single (v6)
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1.000
Geekbench Multi (v6)
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
40
80
120
160
200
240
280
320
360
400

Es ist lange her, dass dieser Prozessor in einem Smartphone zum Einsatz kam. Dass er selbst im Vergleich zum Unisoc T606 alt aussieht, sagt bereits alles aus, was ihr wissen müsst. Die Leistung reicht für allgemeine Aufgaben, für mehr aber nicht. Gepaart mit dem sehr langsamen Speicher müsst ihr hier und da etwas Geduld mitbringen.

System

Auf dem Oscal Marine 3 läuft DokeOS 5.0, das auf Android 16 basiert. Vorinstalliert sind neben den Google-Apps auch DokeOS-spezifische Anwendungen wie die „DokeAI Suite“. Die Anzahl hält sich in Grenzen, sodass wir nicht von einem überladenen System sprechen können.

Bei der Integration von Shortcut-Gesten sind die gängigen Features wie „Double-Tap to Wake“, das Aktivieren durch Hochheben und der 3-Finger-Screenshot vorhanden. Der Sonderbutton lässt sich mit drei Funktionen belegen (einfaches Drücken, doppeltes Drücken, gedrückt halten).

Das System läuft flüssig und stabil; im Testzeitraum traten keinerlei Probleme auf. Im Gegensatz zum TANK 1 verspricht Oscal beim Marine 3 keine System-Updates.

Kamera des Oscal Marine 3

Das Kamera-Setup setzt sich wie folgt zusammen: eine 16MP Hauptkamera und eine 13MP Frontkamera. Dass in dieser Preisklasse zusätzlich noch eine 13MP Nachtsichtkamera verbaut wurde, ist ein nettes Extra.

Hauptkamera

Die Hauptkamera verfügt über eine f/1.8-Blende und nutzt einen nicht näher bekannten Sensor. Für den Test nahmen wir die Bilder abwechselnd normal und mit HDR auf.

Die Bildqualität bei Tageslicht ist ausreichend. Grün- und Rottöne sind etwas zu stark betont und ein Grundrauschen ist stets vorhanden. Die Bilder wirken unscharf und detailarm. Das fällt vor allem bei Texten auf Schildern auf, die nur dann lesbar sind, wenn der Fokus exakt darauf liegt und die Schrift sehr groß ist.

Im HDR-Modus wird die Dynamik teilweise besser und Kontraste kommen stärker zur Geltung. Die sonst typische Steigerung der Überbetonung von Grüntönen bleibt hier aus. Die Bilder wirken minimal schärfer, die Aufnahmezeit ist mit zwei bis fünf Sekunden aber so lang, dass oft verwackelte Aufnahmen entstehen.

Nachtaufnahmen

Bei Nachtaufnahmen kämpft das Marine 3 mit den üblichen Schwächen. Ein starkes Bildrauschen, Probleme bei hohen Dynamiken und wenige Details sind hier vorherrschend. Im HDR-Modus erhaltet ihr dank besserer Kontrastwerte etwas mehr Details. Überzeugend sind die Aufnahmen dennoch nicht.

Nachtsichtkamera

Für Nachtsichtaufnahmen kommt ein nicht näher bekannter Sensor mit zwei Infrarot-LEDs zum Einsatz. Dieser ermöglicht Schwarz-Weiß-Aufnahmen bei absoluter Dunkelheit. Die Bildqualität fällt schwach aus: Es gibt kaum Details, die Schärfe fehlt und die Reichweite der LEDs für die Ausleuchtung ist gering.

Selfie-Kamera

Die Selfie-Kamera verfügt über eine f/2.0-Blende. Auch hier liegen keine Details zum Sensor vor. Die Bilder werden sehr unscharf und die Farben sind, von einem allgemeinen Rotstich abgesehen, nur schwach ausgeprägt.

Videos

Ihr könnt Videos in maximal Full-HD mit 30fps aufzeichnen. Eine elektronische Bildstabilisierung (EIS) gibt es nicht. Die Videoqualität fällt insgesamt niedrig aus. Der Fokus reagiert träge auf neue Objekte und neigt zum Pochen. Die Farben wirken blass und Details sind kaum vorhanden. Auch das deutlich wahrnehmbare Rauschen trägt nicht zu einer besseren Optik bei.


Das Kamera-Setup des Marine 3 liefert enttäuschende Ergebnisse. In diesem Preisbereich ist durchaus Besseres zu erwarten, was das Cubot KingKong Mini 4 (zum Test) kürzlich bewiesen hat.

Konnektivität und Kommunikation

Oscal Marine 3 SIM netz Empfang

Das Oscal Marine 3 unterstützt folgende 4G-Bänder:

  • 4G: 1/3/7/8/19/20/28B/40/41

Insgesamt unterstützt das Oscal nur wenige Bänder, deckt aber alle für die Nutzung in Deutschland notwendigen Frequenzen ab. Das Marine 3 verfügt nicht über einen Triple-Slot, weshalb ihr eine Speichererweiterung nicht zeitgleich mit zwei SIM-Karten nutzen könnt.

Im Testzeitraum war der Empfang ausgezeichnet und es kam zu keinen Verbindungsabbrüchen. Die Sprachqualität erwies sich auf beiden Seiten des Telefonats als gut. VoLTE und VoWifi unterstützt das Smartphone ebenfalls.

Bei den Sensoren bietet das Marine 3 die Standardausstattung (Beschleunigungssensor, Lichtsensor, Annäherungssensor) zuzüglich Gyroskop und Kompass. Der Fingerabdrucksensor ist in den Powerbutton integriert, funktionierte im Test meistens zuverlässig und entsperrte das Gerät innerhalb einer Sekunde. Durch den sehr schmalen Button und die geringe Auflagefläche kam es aber auch oft zu keiner Erkennung, sodass ihr das Gerät manuell entsperren musstet. Auch eine Gesichtserkennung ist integriert. Diese funktioniert zwar zuverlässig, allerdings gelangt ihr nach dem Entsperren nicht direkt auf den Homescreen, sondern müsst noch einmal über das Display wischen. Bei der Geschwindigkeit müsst ihr ebenfalls Abstriche machen, sodass es manchmal bis zu drei Sekunden dauert, bis das Gesicht erkannt wird.

Das GPS funktioniert auf wenige Meter genau und die Navigation verlief sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto problemlos.

Für die Internetverbindung zu Hause unterstützt das Marine 3 Wifi 5. Der Empfang war im Test immer gut, allerdings sei erwähnt, dass das Gerät kein WPA3 unterstützt und ihr es nicht mit entsprechenden Netzwerken verbinden könnt. Zudem gibt es Bluetooth 5.0, das die Audio-Codecs SBC, AAC und LDAC unterstützt. Auch hier stellte der Empfang kein Problem dar. NFC ist ebenfalls an Bord.


In diesem Bereich kann das Oscal Marine 3 nicht hervorstechen. Der fehlende WPA3-Support und der ungenaue Fingerabdrucksensor hinterlassen einen durchwachsenen Eindruck.

Akkulaufzeit

Im Marine 3 kommt ein 5000mAh-Akku zum Einsatz. Damit erreichen wir im Benchmark bei der 60Hz-Einstellung für das Display 10 Stunden und 50 Minuten. Mit 90Hz erreicht ihr noch 9 Stunden und 45 Minuten. Insgesamt reicht das aus, um den Tag mit einer Ladung problemlos zu überstehen, und auch der zweite Tag ist noch erreichbar, wenn ihr auf die Nutzung achtet.

Das Marine 3 lädt mit bis zu 18W. Für 25% benötigt es circa 19 Minuten, für 50% circa 43 Minuten und für 75% circa 60 Minuten. Eine volle Ladung von 0 auf 100% dauert etwa eine Stunde und 55 Minuten, was für diese Ladeleistung normal ist.

Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
smartzone logo
10 mAh 26 Std
6.050 mAh 17,5 Std
5.500 mAh 16,2 Std
4.700 mAh 13,8 Std
5.000 mAh 10,9 Std
0
5
10
15
20
25
30
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
smartzone logo
18 Watt 112 min
18 Watt 115 min
20 Watt 118 min
10 Watt 169 min
33 Watt 210 min
0
30
60
90
120
150
180
210
240
270
300

Die Akkulaufzeit ist insgesamt nur durchschnittlich. Gerade bei einem so dunklen Display wären hier gut noch ein bis zwei Stunden mehr möglich gewesen, wenn ihr den Vergleich zur Konkurrenz zieht.

Testergebnis

Getestet von
Mathias

Das Oscal Marine 3 ist ein Budget-Outdoor-Smartphone, das ihr zum Testzeitpunkt für zirka 150€ erhaltet. Das Gerät kann die Erwartungen in diesem Preisbereich nicht erfüllen und bleibt deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Die Kamera liefert schwache Ergebnisse, die allgemeine Leistung ist unterdurchschnittlich, das Panel zu dunkel und auch der Akku liegt nicht auf dem Niveau der Mitbewerber.

Geräte wie das Cubot KingKong Mini 4 (zum Test) oder das Ulefone Armor X32 / X32 Pro (zum Test) haben gezeigt, wie man ein günstiges Smartphone in diesem Bereich etabliert. Diese bieten abseits der normalen Ausstattung stets ein zusätzliches Gimmick, sei es eine Taschenlampe, ein IR-Sender oder die außergewöhnlich kompakte Bauform. Das Oscal bietet weder ein herausstechendes Merkmal, noch kann es bei seinen Standardaufgaben punkten. Das Gerät ist somit nicht empfehlenswert.


Gesamtwertung
60%
Design und Verarbeitung
80 %
Display
60 %
Leistung und System
50 %
Kamera
40 %
Konnektivität
60 %
Akku
70 %

Preisvergleich

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Kommentare

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SlavStevie
Gast
Stevie Slav
12 Minuten her

Sehr schöner und ausführlicher Bericht!

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