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Die Lofree Flow 2 ist eine mechanische Low-Profile-Tastatur, die sich als Premiummodell in dieser Klasse etablieren möchte und vor allem ästhetisch anspruchsvolle Nutzer anspricht. Ich schreibe diesen Testbericht auf der Tastatur und kann vorwegnehmen, dass Lofree den Ästheten in mir voll abholt.
Ich mag Technologieprodukte, die ansprechend aussehen und bei denen die Ästhetik ein Teil der Identität des Modells ist. In diesem Bereich liefert die neue mechanische Tastatur von Lofree auf ganzer Linie ab. Aber ist sie auch eine gute Tastatur? Das habe ich in den vergangenen vier Wochen für euch herausgefunden!
Modelleinordnung: Varianten und Schaltertypen im Überblick
Die Lofree Flow 2 wird in drei verschiedenen Versionen angeboten. Es gibt eine kompakte Variante mit 68 Tasten, also ohne die obere Reihe mit den Funktionstasten und ohne Nummernblock. Bei der Variante mit 84 Tasten kommen die Funktionstasten hinzu und bei 100 Tasten der Nummernblock.
Zudem stehen drei verschiedene Schaltertypen zur Auswahl, die sich auf zwei Farbvarianten aufteilen. Die Pulse-Schalter gibt es in Space Gray, die Surfer- und Void-Schalter in Silber. Es folgen die Spezifikationen der Schaltertypen:
| Surfer | Void | Pulse | |
| Schaltertyp | linear | linear, leise | taktil |
| Betätigungskraft | 40±10gf | 40±10gf | 40±10gf |
| Gesamthub | 2,8±0,25mm | 2,8±0,25mm | 2,8±0,25mm |
| Vorlaufweg | 1,3±0,3mm | 1,3±0,3mm | 1,6±0,3mm |
| Federlänge | 15,5mm | 15,5mm | 15,5mm |
| Lebensdauer | 50 Millionen Anschläge | 50 Millionen Anschläge | 50 Millionen Anschläge |
Wir haben die Variante mit 84 Tasten und Pulse-Schaltern sowie die Variante mit 100 Tasten und Surfer-Schaltern im Test. Ich greife gerne auf den Nummernblock zurück und habe daher vor allem die helle Tastatur mit den Surfer-Schaltern verwendet.
Design, Verarbeitung & Lieferumfang der Lofree Flow 2
Beim Lieferumfang bietet Lofree nur das Nötigste. Mit dabei ist ein Textilkabel mit USB-A auf der einen und einem abgewinkelten USB-C-Anschluss auf der anderen Seite. Das Kabel macht einen guten Eindruck, aber für eine Tastatur im Jahr 2026 hätte ich mir beidseitig USB-C gewünscht. Ebenfalls beiliegend sind ein USB-Dongle (ebenfalls USB-A), die deutschsprachige Bedienungsanleitung und vier Schalterkappen.
Über den spärlichen Lieferumfang trösten die Optik und die Verarbeitungsqualität der Tastaturen sofort hinweg. Die Lofree Flow 2 sieht toll aus. Das Gehäuse besteht komplett aus Metall und überzeugt mit einer hervorragenden Haptik. Auch die Verarbeitung, die abgerundeten Ecken und die Rückseite wirken elegant.
Die Variante mit 100 Tasten, auf der ich diesen Bericht schreibe, misst 398,2 x 126 x 21,5 Millimeter und wiegt 870 Gramm. Im rechten Rahmen des Aluminiumgehäuses sind der USB-Anschluss zum Aufladen und eine Touchbar verbaut. Auf der Unterseite befinden sich zwei Standfüße, sodass ihr euch zwischen einem Tippwinkel von 0° und 7° entscheiden könnt. Unter einem der Standfüße ist ein Schiebeschalter versteckt, mit dem ihr zwischen den Modi wechselt und die Tastatur ausschaltet.
Aufgrund des hohen Gewichts und der gummierten Standfüße rutscht die Lofree Flow 2 nicht auf dem Schreibtisch. Die Kappen bestehen aus Polybutylenterephthalat (PBT) sowie Polycarbonat und werden im Double-Shot-Verfahren hergestellt, sodass sich die Zahlen und Buchstaben mit der Zeit nicht ablösen.
Die Tasten sind groß, leicht texturiert, liegen aber nah beieinander. Die Beschriftung bietet auch ohne Hintergrundbeleuchtung ausreichend Kontrast. Mit Beleuchtung erstrahlen die Zahlen und Buchstaben in Kaltweiß.
Features, Software und Individualisierungsmöglichkeiten
Diese Kategorie lässt sich schnell abhaken, denn ich konnte weder VIA noch den Lofree Key Mapper mit der Flow 2 verbinden. Die einzigen Steuerungsmöglichkeiten befinden sich laut Bedienungsanleitung direkt an der Tastatur, zum Beispiel über die FN-Taste und die Pfeiltasten, um die Hintergrundbeleuchtung anzupassen.
Eine funktionierende Software zum Ändern der Tastenbelegung sollte Lofree unbedingt nachliefern!
Schreibgefühl mit der Lofree Flow 2
Wir haben die Lofree Flow 2 im deutschen QWERTZ-Layout im Test. Das Schreibgefühl empfand ich insgesamt als sehr gut, auch wenn die schmalen Abstände zwischen den Tasten einige Stunden Eingewöhnung erforderten. Spätestens nach einigen Tagen konnte ich auf der Lofree Flow 2 schneller und fehlerfrei schreiben. Ich bevorzuge die kurzen Wege im Vergleich zur Logitech G513, die ich jahrelang verwendete.
Ein leichtes Antippen der Taste sorgt bei den Surfer-Schaltern bereits für einen Anschlag. Daher müsst ihr präzise tippen und darauf achten, nicht ungewollt mehrere Schalter auszulösen. Für das Gaming habe ich die Tastatur mit Pulse-Schaltern bevorzugt, die allerdings lauter sind. Der Klang ist im Vergleich zur Logitech G513 stark gedämpft.
Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit
Ich habe die Lofree Flow 2 bisher vorwiegend mit dem Kabel betrieben. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ihr müsst euch keine Gedanken um die Akkulaufzeit machen.
Das müsst ihr im drahtlosen Modus allerdings auch nicht. Ohne Beleuchtung verspricht der Hersteller eine Laufzeit von bis zu 120 Stunden, was sich mit meinen ersten Erfahrungen deckt. Mit Beleuchtung sinkt die Laufzeit auf etwa 14 Stunden. Die Tastatur lädt per USB-C innerhalb von vier Stunden auf.
Testergebnis
Die Lofree Flow 2 ist eine tolle mechanische Low-Profile-Tastatur, die genau das liefert, was vom Hersteller versprochen wird. Sie ist tadellos verarbeitet, besteht aus hochwertigen Materialien und sieht wirklich schick aus. Das Schreibgefühl ist mit beiden Schaltertypen, die wir ausprobieren konnten, richtig stark. Die Verbindung per Kabel, 2,4GHz und Bluetooth hat im Test problemlos funktioniert. In den drahtlosen Modi nimmt die Akkulaufzeit jedoch schnell ab, wenn ihr die Hintergrundbeleuchtung einschaltet.
Die Software für Einstellungen funktionierte zum Testzeitpunkt nicht! Lofree sollte das alsbald in den Griff bekommen!
Lofree verbaut an der Seite der Tastatur eine nützliche und intuitive Touchbar. Abseits davon hält sich der Hersteller mit Extras scheinbar bewusst zurück. Für dieses Gesamtpaket verlangt Lofree ca. 150€. Für das, was hier geboten wird, ist das durchaus ein gehobener Preis, wobei die Konkurrenz ohne Low-Profile-Formfaktor nochmal günstiger startet, dann aber auch nicht so schlicht und elegant aussieht.
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