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KKTICK Tank T6 Smartwatch im Test

Getestet von Manuel am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • gute Verarbeitung
  • helles und scharfes AMOLED-Display
  • mit beliebigen 22mm Armbändern nutzbar
  • 2 Wochen Akkulaufzeit
  • offline Musikwiedergabe
  • schnelle Positionsbestimmung
  • Offline-Karten
Nachteile
  • kein Helligkeitssensor
  • kein funktionales NFC
  • einige Übersetzungsfehler
  • Antworten auf Nachrichten nicht möglich
  • keine Anbindung an externe Fitness-Apps
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Wir haben erneut eine günstige Smartwatch von KKTICK im Test. Mit der Tank T6 möchte der Hersteller alle Nutzer ansprechen, denen die Tank T5 zu klobig war. Das Design wurde gefälliger, die Dicke reduziert und die Akkukapazität auf 500mAh verkleinert.

Test KKTick TankT6 Display

Mit rund 70€ ist die KKTICK Tank T6 günstig, geizt aber nicht mit Funktionen. Wie das Schwestermodell Tank T5 bietet die Uhr zahlreiche Features. Der Schutz gegen äußere Einflüsse bleibt bestehen. Es stellt sich die Frage nach Laufzeit und Verarbeitung. Dafür hat uns die Smartwatch drei Wochen im Alltag begleitet, um zu beweisen, ob sie eine brauchbare Alternative zu etablierten Herstellern ist.

Lieferumfang der KKTICK Tank T6

Der Lieferumfang der Smartwatch fällt außergewöhnlich großzügig aus. Das Paket enthält zwei Kautschuk-Armbänder in Orange und Schwarz. Zudem liegen günstige In-Ear-Kopfhörer bei. Ein markentypisches Ladepad und eine mehrsprachige Anleitung ergänzen das Set. Dass KKTICK als Tochtermarke von DTNo.1 fungiert, erklärt die Parallelen beim Zubehör.

Design und Verarbeitung

Die KKTICK Tank T6 ist ein klassisches Outdoor-Modell, das primär auf Widerstandsfähigkeit setzt. Die hohe Robustheit gegen Stürze und Wasser legitimiert den Gehäusedurchmesser von 49 Millimetern. Die Bauhöhe fällt mit 14,7 Millimetern massiv aus. Gorilla Glass 3 schützt das Display. Während der Testphase entstanden keine Kratzer.

Der Materialmix aus Zinklegierung und verstärktem Kunststoff resultiert in einem moderaten Gewicht von 65 Gramm inklusive Silikonband. Die schwarze Variante wirkt gummiartig und riecht chemisch, die orangefarbene Version ist haptisch angenehmer. Die hohe Materialstärke erschwert jedoch das Schließen der Dornschließe. Dank der Standardbreite von 22 Millimetern lässt sich das Armband problemlos tauschen. Eine versetzte Krone verhindert Druckstellen am Handgelenk. Die räumliche Trennung von Mikrofon und Lautsprecher sorgt für rückkopplungsfreie Telefonie. Dank IP68-Zertifizierung und 3 ATM Druckfestigkeit ist die Tank T6 voll schwimmtauglich. Auf der Unterseite befinden sich die Ladepins sowie der Biosensor zur Erfassung körperlicher Aktivitäten.

Insgesamt punktet die KKTICK Tank T6 mit guter Verarbeitung. Spaltmaße und Materialübergänge sind gleichmäßig. Gewicht und Bauhöhe fallen beim Tragen jedoch auf. Im Vergleich zur flacheren und leichteren Amazfit Balance (zum Test), die einen ähnlichen Durchmesser besitzt, wirkt sie wuchtiger. Größter Kritikpunkt ist die Lünette, die hörbar mechanisch rastet. In ruhiger Umgebung ist das Drehen deutlich wahrnehmbar.

Display der KKTICK Tank T6

Test KKTick TankT6 Design 14
Bei der Anzeige setzt KKTICK auf Bewährtes: Das 1,43 Zoll große AMOLED-Panel ist aus der Tank T5 bekannt und überzeugt mit einer Auflösung von 466 x 466 Pixel. Dank einer Pixeldichte von 387ppi ist die Darstellung knackig scharf, einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. AMOLED-typisch punktet der Bildschirm mit lebendigen Farben, tiefem Schwarz und exzellenter Blickwinkelstabilität. Die Bildwiederholungsrate beträgt 60Hz.

Mit bis zu 1.020 Lux liefert die Uhr eine hohe Helligkeit, was die Ablesbarkeit unter direktem Sonnenlicht sichert. Der Verzicht auf einen Lichtsensor trübt jedoch den Komfort: Durch die manuelle Regelung über fünf Stufen müsst ihr im Freien gelegentlich blind navigieren, um die Helligkeit zu erhöhen. Während Stufe 2 meist ausreicht, ist die niedrigste Einstellung für die Nacht noch zu hell. Zudem zeigt sich das Always-On-Display (AOD) im Test unzuverlässig und schaltet sich teils eigenständig ab.

System und Software

Unter der Haube setzt die Tank T6 auf die bewährte Hardware-Kombination der Tank T5. Herzstück ist die Actions ATS3085S CPU (202MHz), die dank angepasster GPU und Bluetooth-Codec-Support für eine flüssige Performance sorgt. Der Prozessor wird vom Lodar AG3352B Navigations-Chip flankiert, der mit eigenem Cortex-M4 Kern alle gängigen Satellitensysteme (GPS, Galileo, BeiDou etc.) unterstützt. Für Gesundheitsdaten und barometrische Messungen sind Sensoren von Tianyi Hexin und MSP880N an Bord. Das geschlossene System erlaubt keine zusätzlichen Apps wie bei WearOS.

Ein echtes Highlight in dieser Preisklasse sind 4GB interner Speicher für Offline-Medien und Kartenmaterial. Die Datenübertragung über das Ladepad ist mit ca. 700KB/s allerdings gemächlich. Die Bedienung erfolgt intuitiv über den Touchscreen und zwei physische Tasten: Die untere Taste dient als Schnellstart für den Sportmodus, die drehbare Krone erleichtert das Navigieren durch Menüs und Watchfaces. Über Schnelleinstellungen lässt sich die Benutzeroberfläche individuell konfigurieren.

System & Funktionen

Die KKTICK Tank T6 ist extrem funktionsreich, offenbart im Detail jedoch Schwächen. Telefonieren über die Uhr ist möglich, in der Praxis aber auf ruhige Umgebungen begrenzt. Das Mikrofon filtert Umgebungsgeräusche kaum, der Lautsprecher stößt schnell an seine Grenzen. Die Uhr leitet WhatsApp-Benachrichtigungen zuverlässig auf das Display weiter, eine Antwortfunktion fehlt jedoch. Zudem trüben ungenaue Übersetzungen den Gesamteindruck: Der Menüpunkt für Nachrichten heißt schlicht „Information“, was nur einer von mehreren Fehlern im System ist.

Neben den Kernfunktionen bietet die Uhr Alltags-Tools wie Kalender, Taschenrechner und Wecker. Ihr könnt Bilder und Videos abspielen oder Sprachaufnahmen anfertigen. Die Smartphone-Kamera lässt sich über das Handgelenk fernauslösen. Sechs kleine Spiele sind vorinstalliert. Die träge Toucheingabe bremst den Spielspaß jedoch stark. Klassiker wie Snake leiden spürbar unter der verzögerten Reaktion des Bildschirms. Ein deutliches Manko für den modernen Alltag ist das fehlende NFC, wodurch kontaktloses Bezahlen nicht möglich ist.

Navigation

Test KKTick TankT6 Navigation

Die KKTICK Tank T6 zeichnet zurückgelegte Strecken auf und unterstützt Offlinekarten. Praktisch ist die Rückführungsfunktion zum Startpunkt, die besonders bei Wanderungen hilft. Die Installation der Offlinekarten ist auf zwei Wegen möglich, wovon einer umständlich ist. Zunächst ladet ihr das Kartenmaterial für Deutschland vom Hersteller herunter. Die Datei hat mit rund 1,6GB eine beachtliche Größe. Nach dem Entpacken entsteht eine Vielzahl kleinerer ZIP-Dateien, deren regionale Zuordnung unklar ist.

Hier wird es unübersichtlich: Welche Datei welches Bundesland enthält, ist schwer erkennbar. Die Vorschaufunktion von Windows hilft, die passende Datei zu finden. Diese entpackt ihr und kopiert sie in den Ordner „Maps“ auf der Uhr. Der zweite Weg ist einfacher, dauert durch die Bluetooth-Übertragung aber länger. In der App wählt ihr einen maximal 50 x 50 Kilometer großen Kartenausschnitt. Dieser wird auf dem Smartphone gespeichert und per Bluetooth transferiert. Für 22MB an Daten müsst ihr rund fünf Minuten einplanen. Anschließend zeigt die Smartwatch eine Übersichtskarte eurer Umgebung. Ein begrenzter Zoom ist möglich. Die grundlegende Kartendarstellung mit Straßen und Wegen ist korrekt, Bundesstraßen sind gelb hervorgehoben. Auf Straßennamen müsst ihr jedoch verzichten, Bezeichnungen von Ortschaften sind teilweise fehlerhaft.

Musikwiedergabe

Ein weiterer Pluspunkt ist die Offline-Musikwiedergabe. Beim Sport genügen die Smartwatch und Bluetooth-Kopfhörer, das Smartphone kann zu Hause bleiben. Der interne Speicher fällt mit 4GB knapp aus, da auch die Offlinekarten Platz benötigen. Die Übertragung der MP3-Dateien erfolgt per Bluetooth oder Datenkabel.

Test KKTick TankT6 System 3

Die Kopplung mit externen Kopfhörern funktioniert zuverlässig und stabil. Die Uhr speichert die Verbindung und stellt sie bei der nächsten Nutzung automatisch wieder her. Die Bluetooth-Reichweite liegt auf dem guten Niveau der Tank T5. Beim Joggen gab es keine Verbindungsabbrüche. Die beigelegten Kopfhörer sind funktionell, aber keine Klangwunder. Es lohnt sich, in günstige TWS-Kopfhörer wie die Redmi Buds 6 Lite (zum Test) zu investieren. Praktisch ist, dass sich die Smartwatch die letzte Abspielposition merkt. Das ist ein klarer Vorteil bei Hörbüchern oder langen DJ-Sets. Die Smartwatch unterstützt als Audioformat ausschließlich MP3. Die Lautstärke ist ausreichend. Die CPU bietet genügend Leistung, um Musik im Hintergrund abzuspielen und parallel andere Funktionen zu nutzen.

Gesundheitsdaten

Die KKTICK Tank T6 erfasst mit Pulsmessung und Blutsauerstoffsättigung (SpO₂) die wichtigsten Gesundheitsparameter. Im Ruhezustand liefern die Sensoren genaue Ergebnisse. Ein Abgleich mit einem separaten Pulsoximeter zeigte nur geringe Abweichungen. Unter körperlicher Belastung fallen die Messwerte jedoch ungenauer aus. Besonders beim Sport zeigte die Uhr den Puls häufig zu niedrig an. Mit über 100 Sportarten ist die Smartwatch breit aufgestellt, der Menüpunkt ist allerdings komplett auf Englisch. Positiv ist die durchdachte Struktur: Die Sportarten sind in Kategorien wie Outdoor, Fitness, Ballsport und Wasser unterteilt. Dadurch findet ihr die gewünschte Sportart schnell, egal ob Radfahren oder Trampolinspringen. Bei Outdoor-Sportarten wird automatisch die Navigation zur Streckenaufzeichnung aktiviert. Ergänzend zeichnet die Smartwatch euren Schlaf auf und bereitet die Daten in der App übersichtlich auf.

App

Für die Kopplung mit dem Smartphone nutzt die KKTICK Tank T6 überraschend die App „WearJoy“ statt der bekannten „WearPro“. Optisch hebt sich die Anwendung mit schwarzem Design und messingfarbenen Akzenten ab. Positiv ist, dass „WearJoy“ ohne Nutzerkonto im Gastmodus funktioniert. Die Struktur orientiert sich an bekannten Smartwatch-Apps. Die Oberfläche ist in die Bereiche „Gesundheit“, „Übung“, „Gerät“ und „Ich“ gegliedert. Die Übersetzung ist größtenteils gelungen, die Navigation intuitiv. Nur die fehlende Anbindung an Plattformen wie Google Fit oder Strava trübt den positiven Eindruck.

Im Bereich „Gesundheit“ werden sämtliche Vital- und Aktivitätsdaten übersichtlich dargestellt. Die visuelle Aufbereitung überzeugt und zeigt zahlreiche Messwerte im Detail. Unter „Übung“ bietet die App Zugriff auf Laufen, Gehen, Fahrradfahren und Wandern. Alle anderen Aktivitäten startet ihr direkt auf der Smartwatch. Der Menüpunkt „Gerät“ dient der Konfiguration und dem Einspielen von Firmware-Updates. Im Testzeitraum lieferte der Hersteller ein entsprechendes Update.

Zudem stehen zahlreiche kostenlose Watchfaces bereit. Alternativ erstellt ihr eigene Designs aus Fotos. Der Bereich „Ich“ bündelt Nutzerinformationen und Motivationselemente wie Abzeichen. Insgesamt hinterlässt „WearJoy“ einen sehr positiven Eindruck und ist eine gelungene Alternative zu „WearPro“. Die App ist übersichtlich, bietet große Bedienelemente und kommt komplett ohne Werbung aus.

Akkulaufzeit der KKTICK Tank T6

Mit einem 500mAh-Akku ist die KKTICK Tank T6 in ihrer Klasse großzügig ausgestattet. Laufzeiten von knapp zwei Wochen sind bei normaler Nutzung problemlos erreichbar. Verantwortlich dafür sind das energieeffiziente Betriebssystem und die hohe Kapazität. Outdoor-Aktivitäten inklusive Navigation wirkten sich im Test kaum negativ auf die Laufzeit aus. Deutlich höher ist der Verbrauch beim Musikhören: Eine Stunde Wiedergabe kostet rund 7% Akku. Das Always-On-Display halbiert die Laufzeit nahezu. Mit aktiviertem AOD sinkt der Akkustand um etwa 11% pro Tag.

Ihr ladet die Smartwatch über das mitgelieferte Ladepad. Eine vollständige Ladung dauert knapp drei Stunden, wobei die Uhr die ersten 30% sehr zügig erreicht. Ist parallel der USB-Übertragungsmodus aktiv, verlängert sich die Ladezeit auf etwa fünf Stunden. Kritisch ist die schwache magnetische Fixierung zwischen Uhr und Pad. Während des Ladens oder Datentransfers solltet ihr die KKTICK Tank T6 nicht bewegen, um Unterbrechungen zu vermeiden.

Testergebnis

Getestet von
Manuel

Für den anvisierten Preis überzeugt die KKTICK Tank T6 als elegante Alternative zur Tank T5, mit der sie sich die komplette technische Basis teilt. Bedienung und Funktionen sind identisch. Nur bei der Laufzeit müsst ihr kleine Einschnitte hinnehmen, dafür punktet die Uhr mit kompakteren Abmessungen. Ihr habt die Wahl zwischen zwei Modellen mit einem Funktionsumfang, den ihr bei der Konkurrenz in dieser Preisklasse kaum findet. Die Uhr bietet alle versprochenen Features, lediglich der fehlende Helligkeitssensor trübt das Ergebnis.

Als Alternative taugt am ehesten die Amazfit Bip 6 (zum Test), die zwar auf internen Musikspeicher verzichtet, dafür das Beantworten von Nachrichten zulässt. Ähnlich robuste Uhren wie die Tank T6, beispielsweise eine Mibro GS Explorer S (zum Test) oder Amazfit T-Rex 3 (zum Test), sind wesentlich teurer. Somit sprechen wir für die KKTICK Tank T6 eine Empfehlung aus, wenn ihr eine preiswerte, robuste Smartwatch mit vielen Funktionen sucht.

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