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Hoymiles HiFlow Wechselrichter mit HiBattery 4020X im Praxiseinsatz

Mit unserem Test der Hoymiles HiBattery 4020X haben wir bereits eines der leistungsfähigsten Plug-and-Play-Speichersysteme des Jahres 2026 genauer unter die Lupe genommen. Mit der Einführung der HiFlow-Wechselrichter hat Hoymiles auch die passenden Mikrowechselrichter für Balkonkraftwerke (300 bis 2.000W) mit in sein Produktsortiment aufgenommen.

HiFlow Wechselrichter Einleitung

Es ist kein Zufall, dass sowohl die Wechselrichter als auch die Speichersysteme über eine sehr ähnliche Namensgebung verfügen. Hoymiles will somit das direkte Zusammenspiel der Geräte zu einem gemeinsamen Energiesystem verdeutlichen. Wir haben den neuen HiFlow 800 Wechselrichter zusammen mit der HiBattery 4020X in Betrieb genommen und zeigen euch hier, wie gut die beiden Systeme miteinander interagieren.

Die Testkandidaten

Hoymiles bewirbt seine Hi-Serie damit, dass sich alle Komponenten in einer einzigen App verwalten lassen. Zudem interagieren alle Komponenten sinnvoll miteinander und können als ein Energiesystem zusammengefasst werden.

Der Hoymiles HiFlow 800

Der HiFlow Wechselrichter stellt hierbei die neueste Entwicklung von Hoymiles dar. Es handelt sich um einen ultrakompakten 800W Mikrowechselrichter, der über lediglich einen MPPT-Eingang verfügt, im Gegenzug aber Spannungen von bis zu 100V verwalten kann.

Hoymiles HiFlow 800 Design und Verarbeitung

Wir werden zeitnah für euch noch einen separaten Test zu diesem Mikrowechselrichter präsentieren, bei dem wir ganz genau auf alle Stärken und Schwächen eingehen.

Die HiBattery 4020X

Mit der Hoymiles HiBattery 4020X ist dem Hersteller ein äußerst leistungsstarkes All-in-one-Speichersystem gelungen, das mit satten 4kWh Kapazität und flexiblen MPPT-Eingängen Maßstäbe setzt.

Hoymiles HiBattery 4020 X Einleitung

Besonders beeindruckend im Test sind die enormen Leistungsreserven sowie der bidirektionale Wechselrichter, der nicht nur eine dynamische Einspeisung auf Top-Niveau ermöglicht, sondern dank robuster IP66-Bauweise und integrierter Heizung auch den ganzjährigen Einsatz im Freien meistert. Vor allem der unkomplizierte und zuverlässige Betrieb der Hoymiles-Systeme kann uns immer wieder begeistern.

Die S-Miles Home App als gemeinsame Basis

Viele Hoymiles-Nutzer kennen noch die bisherigen S-Miles Installer/S-Miles Cloud Apps des Herstellers. In diesen Apps wurden zentral alle Hoymiles-Wechselrichter und die dazugehörigen DTUs (Data Transfer Unit) verwaltet. Mit Einführung der neuen S-Miles Home App vereinfacht der Hersteller die Integration und Interaktion der verschiedenen Geräte erheblich. Während die bisherige HMS-Wechselrichterserie teilweise nur mit einer externen DTU ausgewertet werden konnte, verfügen alle neuen Modelle der HiFlow-Serie über eingebaute WLAN- und Bluetooth-Konnektivität. Sie können somit direkt mit eurem heimischen WLAN und untereinander kommunizieren. Doch das ist noch nicht alles. Auch bestehende ältere Generationen, die über eine separate DTU (DTU-Pro/DTU-Pro-S) angesteuert werden, können jetzt in der S-Miles Home App integriert werden. Genauer gesagt wird die jeweilige DTU der S-Miles Home App hinzugefügt und somit die angeschlossenen Wechselrichter erfasst. Aus diesem Grund gilt dieser Artikel nicht nur explizit für die neue HiFlow-Serie, sondern auch für bestehende kompatible Hoymiles-Wechselrichter.

Wer sich bisher noch gar nicht mit der aktuellen Hoymiles-App auseinandergesetzt hat, dem empfehlen wir, den Test der HiBattery 4020X vorab zu lesen. Hier werden alle Grundfunktionen genauestens erklärt.

Vernetzung zu einem gemeinsamen Energiesystem

Die Hoymiles HiBattery 4020X befindet sich seit Juli im Langzeittest und hat seitdem zuverlässig ihren Dienst verrichtet. Neu hinzugekommen ist der HiFlow 800 Wechselrichter, den wir an ein separates 500W Solarmodul anschließen.

Nachdem wir diesen mit dem Solarmodul und dem Stromnetz verbunden haben, kann der Wechselrichter einfach mittels der Bluetooth-Suche in der S-Miles Home App hinzugefügt werden. Abschließend wird er in das heimische WLAN integriert. Erkennt die App zwei kompatible Geräte, wird euch eine Systemvernetzung vorgeschlagen. Somit können diese Geräte entweder lokal im WLAN oder über die Cloud miteinander kommunizieren.

Wir führen dementsprechend eine Systemvernetzung zwischen der HiBattery 4020X und dem HiFlow Wechselrichter durch. Im Anschluss tauchen beide Geräte in der Gerätesteuerung auf und können einzeln verwaltet und ausgewertet werden. Dabei bietet der HiFlow 800 Wechselrichter neben den Erzeugungs- und Leistungsdaten auch eine Anzeige von Netzfrequenz, Temperatur und Netzspannung an.

Dank der Vernetzung der beiden Systeme wird der HiFlow Wechselrichter in der zentralen Ansicht unter dem Punkt „Solar 2“ miterfasst. In der Ansicht zur Solarmoduleingangsleistung der HiBattery wird dieser ebenfalls aufgeführt und dessen momentane Leistung angezeigt.

Statistisch wird der HiFlow 800 Wechselrichter wie eine Drittanbieter-Solaranlage erfasst. Das bedeutet, in der statistischen Auswertung der HiBattery taucht dieser erst auf, wenn mehr Energie erzeugt wird, als im Haus gerade benötigt wird. In diesem Fall wird dessen erzeugte Energie der Erzeugungsleistung des Gesamtsystems zugerechnet, im Leistungsdiagramm aber als netzgebundene Ladung erfasst. Das ist so weit auch korrekt, da es sich um eine PV-Überschussladung handelt. Somit vereint das Energiesystem die Auswertung von HiBattery, HiFlow-Wechselrichter und Solarleistung von Drittanbieter-Solaranlagen. In der Geräteansicht könnt ihr die Erzeugungsleistung der Hoymiles-Geräte auch separat auswerten.

Vorteile der Systemvernetzung

Doch welche Vorteile bringt eine solche Systemvernetzung jetzt eigentlich genau? Zum einen könnt ihr in der Geräteansicht sofort einsehen, wie viel Strom euer jeweiliges Hoymiles-Gerät produziert hat. Zudem werden alle Erträge der Hoymiles-Geräte statistisch für das ganze Energiesystem erfasst. Letzteres wäre allerdings auch mit Drittanbieter-Solaranlagen möglich, da die überschüssige Energie ebenso als PV-Überschussladung erfasst wird.

Ein klarer Vorteil ist die direkte Kommunikation der Geräte untereinander. Wer sich bereits mit den Vorgängermodellen MS-A2 (zum Test) und HiBattery 1920AC (zum Test) befasst hat, der kennt folgendes Problem: Sobald die Speichersysteme in Verbindung mit einem direkt gekoppelten Wechselrichter (an der Off-Grid-Steckdose) betrieben werden, wird dieser Wechselrichter abgeschaltet, wenn der Speicher vollständig geladen ist und die Einspeiseleistung noch mehr als 800W (gesetzliche Grenze für Balkonkraftwerke) beträgt.

Mit der direkten Vernetzung von Speicher und Wechselrichter verändert sich dieses Verhalten grundlegend. Der angeschlossene Wechselrichter wird so weit gedrosselt, dass er die Hauslast bedient und zusätzlich die maximal gewünschte Einspeiseleistung einhält. Somit wird der Wechselrichter bei vollständig geladenem Akku nicht mehr abgeschaltet, sondern gedrosselt.

Dieses Feature ist für die meisten Nutzer der HiBattery 4020X vermutlich weniger relevant, da aufgrund eigener MPPT-Eingänge selten externe Wechselrichter an der Off-Grid-Steckdose betrieben werden. Allerdings sollen diese Funktionen zukünftig auch für den Hoymiles MS-A2 und die HiBattery 1920AC per Firmware-Update nachgereicht werden. Somit könnten auch große HiFlow-Wechselrichter (2.000W) optimal an diesen Speichersystemen betrieben werden.

Einschätzung der Redaktion

Hoymiles entwickelt sich mit der intelligenten Systemvernetzung konsequent weiter. Während frühere Generationen oft nebeneinander arbeiteten, wachsen Wechselrichter, Speicher und die neue S-Miles Home App nun zu einem ganzheitlichen Ökosystem zusammen. Besonders die smarte Leistungsregelung statt früherer Abschaltungen zeigt, dass der Hersteller echtes Kundenfeedback in praktische Software-Lösungen umsetzt.

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