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Edifier Hecate G5 Max – Gaming Headset mit Akkuwechsel im Test

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • Akku leicht wechselbar
  • guter Sound nach Feintuning
  • sehr bequem zu tragen & relativ leicht
  • gute Geräuschisolierung
  • USB-C, 2,4GHz & BT 6.0 Verbindung
  • umfangreiche App am PC
  • robuste Verarbeitung
  • hervorragende 3D Ortung
  • extrem starke Akkuleistung
  • LHDC via Bluetooth
Nachteile
  • keine Tragetasche im Lieferumfang
  • kein Klinkenanschluss
  • Mikrofonqualität nur ausreichend
  • schwacher Sound ohne Nachjustierung
  • etwas zu teuer
  • Hitzeentwicklung (vorallem im Sommer)
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Das Edifier G5 bekommt eine große Version spendiert. Das Edifier Hecate G5 Max setzt nun auf 53mm Treiber, ein abnehmbares Mikrofon, eine ganze Bandbreite an Verbindungsmöglichkeiten, ist reparierbar und natürlich darf auch die LED-Beleuchtung nicht fehlen. Wir hatten das Headset für einige Zockersessions im Test und verraten euch, ob ihr hier wieder nur ein typisches Gaming-Headset bekommt, oder ob sich das G5 Max von diesen Vorurteilen lösen kann.

Design & Verarbeitung

Edifier Hecate G5 Max Test Design 10

305 Gramm, so viel wiegt das Edifier Hecate G5 Max. Ein weiches Kunstlederpolster mit 17mm Dicke am Scheitel und das mit 22mm nochmals deutlich dickere Polster an den Ohrmuscheln verteilen das Gewicht gleichmäßig auf eurem Kopf. Es fühlt sich zu keiner Zeit schwer an, sondern findet einen bequemen Halt.

Dazu passt auch, dass ihr die Ohrmuscheln schwenken, eindrehen und neigen könnt. Einklappen ist aber nicht möglich. Die Aufhängung hierfür besteht aus robustem Aluminium. Auch die Strebe zur Verlängerung besteht aus Metall und lässt sich in 9 Stufen um 3,8 Zentimeter ausziehen.

Außen bestehen die geschlossenen Ohrstücke aus Kunststoff. Ein Hecate‑H dient nicht nur als Logo, sondern beherbergt auf jeder Seite auch die RGB‑LEDs. Weitere Beleuchtung gibt es hingegen nicht und auch das Logo könnt ihr deaktivieren.

Ihr bedient die Over-Ears über einen Multifunktionsbutton, von Edifier auch „G“-Button genannt. Er dient zum An- und Ausschalten, aber auch dazu, die Eingangskanäle umzuschalten und die Musikwiedergabe bei einer Bluetooth-Verbindung zu pausieren.

Die Lautstärke regelt ihr über einen kleinen Drehregler. Eine ebenso kleine LED zeigt einmal den Status und einmal den Akkustand an. Geladen wird über einen USB-C-Anschluss. Direkt daneben liegt ein weiterer Knopf, um die Mikrofone stumm zu schalten.

Mikrofone? Mehrzahl? Genau so ist es. Das Hecate G5 Max besitzt eine nach vorn gerichtete Öffnung für einen Klinkenanschluss. Hier steckt, verdrehsicher, bei Bedarf das zusätzliche Boom-Mikrofon. Rein theoretisch lassen sich aber auch andere Mikros mit Klinkenstecker verwenden. Nutzt ihr das Mikrofon nicht, könnt ihr dennoch kommunizieren. Denn das Hecate hat wie ein normaler True-Wireless-Over-Ear auch zwei weitere integrierte Mikrofone, die greifen, wenn ihr etwa über per Bluetooth telefonieren wollt.

Aber es gibt noch mehr Peripherie. Ein recht ausladender USB-Dongle stellt bei Bedarf eine Verbindung über Bluetooth oder das 2,4GHz-Band her. Der Dongle selbst bietet in voller Größe einen USB-A-Anschluss, ein kleinerer USB-C-Dongle lässt sich aber dem großen entnehmen.

Beide Stoffpolster lassen sich kinderleicht abziehen und austauschen. Darunter kommt ein abschraubbarer Schutz aus Hartplastik für die durchblitzenden Treiber zum Vorschein. Warum das Ganze? Weil der Akku „relativ“ leicht austauschbar sein soll. Edifier will sich mit den G5 Max bereits an die kommende EU-Vorschrift hierfür halten. Also ja, mit etwas Geschick lässt sich der Akku wechseln und theoretisch auch Platinen und einige Kabel.

Edifier Hecate G5 Max Test Design 22

Alles sitzt sauber und hat keinerlei Spiel. Die Aluelemente wirken robust und sollten auf viele Jahre ihren Dienst tun. Verarbeitungstechnisch gibt es nichts zu beanstanden. Verzichtet hat Edifier jedoch auf einen 3,5mm-Klinkenanschluss. Über USB-C lässt sich das Headset nicht nur laden, sondern auch direkt, etwa mit einem PC, verbinden und nutzen. Der Klinkenstecker wäre dennoch schön gewesen.

Lieferumfang der Edifier Hecate G5 Max

Edifier Hecate G5 Max Test Design 1

Wie üblich erhaltet ihr bei Edifier in der Verpackung direkt die benötigten Komponenten zum Starten. Alles ist sauber verpackt. Eine Tasche zum Aufbewahren gibt es allerdings nicht. Das Headset ist in Grau und in Weiß erhältlich.

  • Edifier Hecate G5 Max
  • USB-C-auf-USB-C-Kabel (ca. 1,5m)
  • USB‑A/USB‑C-Dongle
  • Boom-Mikrofon (abnehmbar)
  • Edifier Hecate Sticker

Tragekomfort

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Wie schon erwähnt, betten sich die G5 Max recht sanft und gemütlich auf euer Haupt. Das Gewicht verteilt sich gut und durch die verdrehbaren Seitenteile bleiben diese auch sauber am Kopf. Meine Löffel passen komplett in die Ohrpolster. Dafür habt ihr 4,5 x 6,5 Zentimeter Platz.

Durch die geschlossene Bauweise entwickelt sich einiges an Wärme. Jetzt im anstehenden Herbst mag das nicht mehr so sehr ins Gewicht fallen, im Sommer ist das Gefühl schon eher schwitzig. Dafür erhaltet ihr schon beim Aufsetzen eine gute passive Abschirmung gegen Umgebungsgeräusche. Einen Schutz gegen Staub oder Wasser hat sich Edifier trotz Mobilitätsansatz letztlich gespart. Denn mit dem abnehmbaren Mikrofon eignen sich die G5 Max natürlich auch für unterwegs.

Soundqualität der Edifier Hecate G5 Max

Edifier Hecate G5 Max Test Design 21

Ein bisschen Varianz bei den verwendeten Treibern tut gut und so ersetzt Edifier die üblichen 40mm-Treiber durch größere 53mm Treiber. An der Zusammensetzung ändert sich wenig: eine Kunststoffmembran, ein normaler Dynamiktreiber und Neodymmagneten.

Für eine hohe Auflösung von 96kHz/24 Bit sorgen neben dem 2,4GHz-Band auch LHDC, außerdem verbaut Edifier einen Bluetooth 6.0-Chip. Die Features sind also up to date. Etwas Besonderes ist der vergleichsweise hohe Widerstand von 64 Ohm.

Zusätzlich sei noch erwähnt, dass Hecate sich bei der Abstimmung Unterstützung geholt hat. Und nicht irgendwo, sondern bei THX. Das führt zu Zertifikaten für THX und eigenen Audioprofilen, soll aber auch die Integration von Spatial Audio verbessern und sogar ein 7.1.4‑System simulieren. Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.

Frequenz: 20-40.000Hz
Bluetooth: 6.0
Treibergröße: 53mm
Nennleistung: k.A.
Chipsatz: k.A.
ANC-Dämpfung: 55dB
Reichweite: 15m
Modellnummer: EDF700088
Widerstand: 64Ω
Einzelnutzung: Ja
Lautstärke: k.A.
Hochauflösender Codec: Ja, LHDC
Profile/Codecs: AVRCP 1.6, A2DP 1.3, HFP 1.7, HSP, SBC, LHDC
Akkukapazität: 2.000mAh
Wasserresistenz: –

Sound

Edifier Hecate G5 Max Test Design 18

Im Standard ist der Sound des Edifier Hecate G5 Max flach. Eine Betonung auf den Tiefenbereich ist vorhanden, jedoch nicht sehr prägnant. Mitten und Höhen kommen nicht zur Geltung. Alles wirkt etwas dumpf und unbelebt. Das mag zwar für explosionsreiche Spiele funktionieren, aber nicht für Musik. Wenn ihr wirklich ordentlichen Sound aus den G5 Max herausholen wollt, müsst ihr in die neue „Hecate“-App schauen.

Je nach App gibt es verschiedene Presets. Am PC sind es 16 Stück, am Handy 4. Wobei alle Profile unter „Game“ für verschiedene Shooter abgestimmt wurden und sich die meisten auch sehr ähneln. Spannender wird es mit „Musik“, wo sich mit „Treble“ und „Live“ zwei Profile verstecken, die deutlich runder wirken. Auch „Drama“ bei „Movie“ geht in Ordnung. Der Rest zielt auf krasse Effekthascherei ab, wirkt aber wenig ausgeglichen.

Am weitesten kommt ihr, wenn ihr selbst Hand an den umfangreichen Equalizer legt. Es empfiehlt sich, den EQ am PC zu verwenden, denn statt 10 frei belegbarer Frequenzpunkte habt ihr am Handy nur 4 feste. Am Computer lässt sich die Frequenz von 20 bis 20.000Hz frei wählen (obwohl das Headset bis 40k kann), der Gain-Regler reicht von -12 bis +12 mit Nachkommastellen und zusätzlich lässt sich für jeden Punkt noch der Q-Faktor, also die Flankensteilheit pro Frequenz, regeln.

So entlockt ihr dem G5 Max dann doch noch einen aufregenden Klang, der zwar immer etwas tiefenorientiert bleibt, aber auch Kapazitäten für den Hoch- und Mitteltonbereich mitbringt. Gleichzeitig wird etwa die Schritterkennung in Spielen besser, weil die vergleichsweise hohen Töne nun besser herausstechen. Den Over-Ears muss ich lassen, dass die Stereo-Aufteilung hervorragend funktioniert und auch ohne simuliertes Spatial Audio einen tollen dreidimensionalen Raum erzeugt. Ich habe mehr als einmal meinen Gegner in Battlefield bereits erwartet, weil ich ihn sehr genau orten konnte. So muss das sein, einfach top.

Spatial Audio & Game Mode

ANC fällt bei den Edifier Hecate G5 Max flach. Die passive Abschirmung wirkt aber schon ganz ordentlich durch die dicken Polster. Der Game Mode lässt sich nur über Bluetooth aktivieren. Spielt ihr am Handy, kann euch das ein paar Millisekunden an Latenzverbesserung bringen. Habt ihr aber kein Handy mit Bluetooth 6.0, wird sich immer eine merkliche Latenz zum Geschehen zeigen. Bei 2,4GHz ist diese dann nicht mehr wahrnehmbar. Bestehen noch Zweifel? Dann spielt ihr wieder mit Kabel.

Spatial Audio ist in diesem Fall leider nur eine starre Softwarelösung. In Spielen funktioniert das Ganze zwar grundsätzlich gut. Allerdings simulieren die meisten Spiele den 3D-Raum sowieso. Für Musik taugt der Modus nichts, da die Audioqualität merklich abnimmt, und da es kein Head-Tracking gibt, ist das Ganze ohnehin nur aufgesetzt.

Pairing & App

Edifier Hecate G5 Max Test PCApp 5

Google Fast Pair und Swift Pair haben es zwar nicht in die Featureliste geschafft, die Kopplung klappt trotzdem einwandfrei. Nutzt ihr den USB-Dongle, müsst ihr gar nichts tun, die Verbindung baut sich automatisch auf. Am Smartphone reicht ein Klick im Bluetooth-Menü. Alle Eingaben am Gerät werden entweder durch eine englische Sprachausgabe oder Signaltöne bestätigt.

  • G-Button 2/3 Sekunden drücken: Power On/Off
  • G-Button einmal drücken: Pause/Play
  • G-Button einmal drücken, bei Anruf: Annehmen / Auflegen
  • G-Button zwei Sekunden drücken, bei Anruf: Ablehnen
  • G-Button zweimal drücken: 2,4GHz / Bluetooth / USB
  • G-Button dreimal drücken: Music / Game-Mode

Dazu kommen natürlich noch der Lautstärkeregler und der Mute-Button fürs Mikro, wobei sich diese beiden selbst erklären. Die Steuerung könnt ihr allerdings nicht anpassen. Es gibt also keinerlei Mediensteuerung über die Kopfhörer, auch nicht, wenn Bluetooth verwendet wird, ein Nachteil der Entscheidung, die Lautstärkeregelung durch ein Rädchen zu ersetzen.

App: Hecate / Edifier ConneX

Edifier Hecate G5 Max Test PCApp 3

Für die Edifier Hecate G5 Max stehen gleich zwei Applikationen bereit. Eine fürs Handy, über die Edifier ConneX‑App, und eine Anwendung für PC und Mac mit dem Namen Hecate. Letztere löst das vormalige „Hecate Gaming Center“ ab.

In der App am Smartphone habt ihr deutlich reduzierte Einstellungsmöglichkeiten. Kaum zu übersehen: Die G5 Max sind für den PC gemacht. Das Ding mit der Mobilität ist halt doch eher Beiwerk.

Der Equalizer ist beschnitten, es gibt nur vier Soundprofile, das eigene Profil vom PC wird natürlich nicht übernommen und auch ansonsten fällt der Funktionsumfang spärlich aus. Ihr könnt noch die Farbe ändern, die Lautstärke für die Signaltöne anpassen und Firmwareupdates durchführen.

Am PC habt ihr allein durch den Equalizer ein deutlich umfangreicheres Tool zur Verfügung, das ihr präzise einstellen könnt. Dazu kommt natürlich auch die Beleuchtungseinstellung, die über den Computer ebenfalls detaillierter ausfällt. Firmwareupdates gibt es für Headset und Dongle, außerdem lässt sich Spatial Audio nur am PC zuschalten. Ganz nett ist die Möglichkeit, globale Profile für die Beleuchtung anzulegen. Besitzt ihr mehrere Geräte von Hecate, synchronisiert ihr diese so.

Sprachqualität der Edifier Hecate G5 Max

Edifier Hecate G5 Max Test Design 17

Drei Mikrofone verlangen nach mindestens zwei Testdurchläufen, da die internen Mikros unterwegs und damit auch mal beim Telefonieren zum Zug kommen, während das externe, abnehmbare Mikrofon beim Zocken die bevorzugte Wahl sein dürfte.

Beim externen Mikro handelt es sich um ein Boom-Mikrofon mit Nierencharakteristik. Das heißt, Störgeräusche sollten im besten Fall komplett wegrationalisiert werden, da die Aufnahme nur von einer Seite, der zum Mund gerichteten, stattfindet.

Die Headsets in unserem Vergleich sind zugegebenermaßen nicht mehr taufrisch, dennoch zeigen sie schön, wie sich die Klangqualität unterscheidet. Mit dabei auch das Samson Meteor Mic, sowie das Thomann T.Bone (zum Test) und das Schwestermodell Edifier Hecate G5 BT (zum Test).

Edifier Hecate G5 Max Boom Sample

Edifier Hecate G5 Max intern Sample

Edifier Hecate G5 BT Sample

Thomann T.Bone Sample

Samson Meteor Mic Sample

Xiaomi Black Shark Goblin X1 Sample

Monster Mission V1 Sample

Xiaomi Mi Gaming Headset Sample

Nicht gegen alle Modelle kann sich das G5 Max durchsetzen. Xiaomis Black Shark Goblin (zum Test) nimmt zwar deutlich leiser auf, klingt aber klarer und das Monster Mission V1 (zum Test) klingt insgesamt einfach runder. Zum Vergleichsmodell aus eigenem Haus, dem G5 BT (zum Test), hört ihr, dass Rauschen jetzt kein Thema mehr ist, dafür ist die Aufnahme jetzt blecherner. Gegen beide Standmikrofone zieht es mit Abstand den Kürzeren.

Die Aufnahme mit dem Boom-Mikrofon ist grundsätzlich okay, ihr versteht das Gesprochene, hört aber auch die Ungereimtheiten, den blechernen Hall und das Übersteuern. Manchmal ist die Geräuschunterdrückung auch etwas zu harsch und schneidet Satzanfänge oder Enden ab, bei der richtigen Distanz zum Mund wird das Verhalten zum Glück minimiert. Das interne Mikrofon ist im Vergleich noch schlechter dran und dient wirklich nur als notgedrungener Ersatz. Ihr versteht zwar, was gesagt wird, Störgeräusche dringen hier aber deutlich durch und die Stimme klingt blechern, hallend und sehr leise.

15 Meter Reichweite sind für Bluetooth gesetzt und Wände machen dem Ganzen schnell einen Strich durch die Rechnung. Im 2,4GHz-Netz war ein Etagenwechsel bis zu einem bestimmten Grad möglich, dürfte also 20 Meter überschreiten.

Akkuleistung des Edifier Hecate G5 Max

Edifier Hecate G5 Max Test Design 16

Edifier kommt beim Hecate G5 Max auf runde 2.000mAh für den Akku. Das ist ordentlich, bedenkt man das passable Gewicht der Over-Ears. Daraus sollen absurde 305 Stunden Laufzeit resultieren, wenn ihr die LEDs deaktiviert und die Lautstärke bei 50% haltet. Das sind 12 Tage am Stück.

Verwendet ihr den 2,4GHz-Dongle und schaltet die Beleuchtung ab, bleiben noch 227 Stunden. Mit Beleuchtung sind es 104 Stunden. Das sind immer noch 4,5 Tage am Stück. Im Stand-by verbraucht das Gerät logischerweise noch weniger. Je nach tatsächlicher Einsatzzeit kommt ihr mehrere Wochen zurande, ohne zu laden. Im Testzeitraum habe ich das Headset genau zweimal geladen, weil es lange nicht leer zu bekommen war, trotz aktivierter LEDs. Geladen wird das Headset in rund zwei Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Besonders gegenüber dem Edifier Hecate G5 BT hat sich mit dem G5 Max einiges verbessert. Besserer Sound, App-Support, mit PC und Android sogar gleich doppelt, bequemerer Sitz, mehr Leistung und gleichzeitig ein etwas dezenteres, nicht so günstig wirkendes Design, ein absurd langanhaltender Akku und natürlich die Möglichkeit, bei Bedarf etwas reparieren zu können.

Mit einem Listenpreis von 160€ steuert das Headset aber auch direkt in teure Gewässer, in einen Bereich, den andere Hersteller hart umkämpfen. Dazu muss man sagen: Ihr zahlt hier eindeutig für Flexibilität und Mobilität. Denn klanglich ist das Hecate G5 Max zwar nicht schlecht aufgestellt, ein Beyerdynamic DT990 Pro kostet jedoch weniger und klingt deutlich besser.

Dennoch macht Edifier mit dem G5 Max den Schritt in die richtige Richtung. Wenn Edifier es noch schafft, die klanglichen Erfahrungen des restlichen Lineups in die Headsets einfließen zu lassen, kann hier noch ein richtig guter Gaming-Kopfhörer herauskommen. Besonders bei den Mikrofonen muss Edifier sich verbessern. Dass ein Quasi-No-Name-Headset à la Monster Mission V1 (zum Test) von 2021 ein besseres Mikrofon zu einem viel günstigeren Preis bot, geht gar nicht.

Wenn euch das Edifier Hecate G5 Max überzeugt hat, werdet ihr durch die Reparierbarkeit noch lange Freude daran haben. In den Disziplinen, bei denen es darauf ankommt, also beim Zocken, glänzt das Headset, mit Ausnahme des Mikrofons. Unentschlossene sind angehalten, auf ein Angebot zu warten, denn 160€ sind schon etwas hoch gegriffen.

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