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Baseus PicoGo Pro AH22 100W Ladegerät mit Display im Test

Getestet von Jan am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • PD3.2 mit SPR AVS für iPhones
  • 100W HyperCharge für Xiaomi
  • 100W PPS für Android
  • hochwertig und kompakt
  • umfangreiches Display
  • verschiedene Lademodi
Nachteile
  • keine konstanten 100W
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Mit dem Baseus PicoGo Pro AH22 100W 3-Port veröffentlicht Baseus ein neues Ladegerät mit Farbdisplay und mächtigem Protokoll-Support: 100W Power Delivery, 100W SPR AVS, 100W PPS sowie 100W HyperCharge lassen aufhorchen und darauf schließen, dass hier so gut wie jedes Gerät flott lädt. Die Leistung verteilt sich auf drei USB-C-Ports in einem äußerst kompakten Gehäuse inklusive klappbarem Stromstecker, damit überzeugt das Ladegerät auch bei den Abmessungen. Das Farbdisplay zeigt zudem nicht nur die Ladeleistung an, sondern bietet verschiedene clevere Leistungsmodi. Wie sich der Charger in der Praxis schlägt, zeigt dieser ausführliche Testbericht.

Lieferumfang des Baseus PicoGo Pro Chargers

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Im Lieferumfang des Baseus PicoGo Pro AH22 findet ihr die übliche Ausstattung. Neben dem Ladegerät selbst liegen zwei kurze Anleitungen bei. Grundsolide ist auch das mit Silikon ummantelte USB-C-auf-USB-C-Kabel mit bis zu 100W und 5A sowie einer Länge von einem Meter. Das Kabel ermöglicht somit nicht nur die vollen 100W Power Delivery, sondern auch bis zu 100W HyperCharge.

Design und Verarbeitung

Baseus setzt beim Design des PicoGo Pro AH22 auf matten Kunststoff, der weder positiv noch negativ hervorsticht. Die Verarbeitung ist grundsolide und gibt keinerlei Anlass zur Kritik. Auch der klappbare Stecker erweist sich als robust. Auf der Oberseite des Chargers sitzt das auffällige Farb-LCD-Panel, eingerahmt von hochglänzendem Kunststoff und ergänzt um eine touchsensitive Taste.

Die Abmessungen des Ladegeräts betragen 66 (oder 89) x 32 x 54 Millimeter. Damit ist der Charger kaum größer als das Ladecase der AirPods Pro oder ähnlicher Earbuds. Das Gewicht liegt bei 171 Gramm, für 100W ebenfalls ein sehr guter Wert. Uns ist kein 100W-Modell mit Display bekannt, das ähnlich kompakt ausfällt. Ein Cuktech 10 Ultra (zum Test) ist deutlich größer und schwerer.

Display und Funktionen

Das auffälligste Merkmal des Baseus PicoGo Pro AH22 ist zweifellos das Farb-LCD-Panel. Es zeigt nicht nur viele Leistungswerte an, sondern bietet auch Zugriff auf einige einstellbare Funktionen. Im Vergleich zu Modellen von Anker oder Cuktech ist die Oberfläche aber ein gutes Stück verspielter: Mehr bunte Farben und vor allem zahlreiche Emojis begrüßen euch.

Standardmäßig seht ihr die Gesamtleistung in Watt (Bild 1). Ähnlich wie das Cuktech 6 Ultra zeigt auch das Baseus PicoGo Pro AH22 zusätzlich das erkannte iPhone-Modell mit Akkustand an. Das funktioniert ab dem iPhone 15, aber auch bei aktuellen iPads und MacBooks. Ein nettes Gimmick. Über die touchsensitive Taste schaltet ihr durch verschiedene Bildschirmseiten. Die zweite Seite zeigt die einzelnen Ports mit ihrer Leistung in Watt an (Bild 2).

Auf der dritten Seite wählt ihr zwischen drei verschiedenen Lademodi (Bild 3): Der „Smart Mode“ ist standardmäßig aktiv, erkennt angeschlossene Geräte automatisch und passt die Leistung dynamisch an. Im „Gentle Mode“ begrenzt das Ladegerät die Leistung pro Port auf 20W. Ideal für alle, die ihre Geräte mit reduzierter Leistung laden wollen. Der „Turbo Mode“ priorisiert den ersten USB-C-Port. Dort stehen immer mindestens 80W zur Verfügung, auch wenn die anderen Ports belegt sind.

„Smart Power-Off Protection“ (Bild 4) ist eine iPhone-exklusive Funktion (ab iPhone 15). Das Ladegerät erkennt Modell und Akkustand und lädt den Akku in diesem Modus deshalb nur bis 95% statt 100%. Dadurch entfällt das Erhaltungsladen eines vollen Akkus.

Die Anzeige der Temperaturentwicklung (Bild 5) ist ziemlich unnütz, denn sie zeigt lediglich einen Statusbalken. Echte Temperaturwerte fehlen.

Auf der letzten Seite (Bild 6) stellt ihr die Anzeigedauer des Displays ein: eine Minute, fünf Minuten oder dauerhaft an.

Leistungswerte des Baseus PicoGo Pro Chargers

Die Gesamtleistung des Ladegeräts beläuft sich im Idealfall auf bis zu 100W. Diese erreicht ihr in Summe über alle Ports oder einzeln an jedem der drei USB-C-Ports. 100W sind sowohl über Power Delivery, PPS und HyperCharge als auch über SPR AVS möglich. Auf einen älteren USB-A-Port verzichtet Baseus komplett.

  • USB-C1: 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-C2: 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-C3: 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A

Leistungsverteilung

Schließt ihr mehrere Geräte parallel an, verteilt sich die Leistung je nach eingestelltem Modus nach folgendem Schema:

  • C1 + C2 / C3 = 67W + 30W (Smart Mode bei 20V)
  • C1 + C2 / C3 = 45W + 45W (Smart Mode unter 20V)
  • C1 + C2 / C3 = 80W + 15W (Turbo Mode)
  • C1 + C2 / C3 = 25W + 20W (Gentle Mode)
  • C2 + C3 = 15W geteilt
  • C1 + C2 + C3 = 80W + 10W + 10W

Wir empfehlen die Nutzung von C1 + C2 / C3. Nutzt ihr C2 und C3 parallel, drosselt das Ladegerät beide Ports auf 5V. Es verfügt somit nur über zwei unabhängige Controller.

Beim Ein- und Ausstecken der Kabel unterbricht das Ladegerät die Stromzufuhr der anderen Ports nicht. Eine Ausnahme bildet die parallele Nutzung von C2 und C3.

Die PPS-Range der Ports ist fest vorgegeben:

  • 5V bis 11V bei 5A (C1 / C2 / C3)
  • 5V bis 20V bei 5A (C1 / C2 / C3)

Nutzt ihr mehrere Ports parallel, passt sich die PPS-Range dynamisch an:

  • 5V bis 11V bei 5A (bei 80W Drosselung)
  • 5V bis 20V bei 4A (bei 80W Drosselung)
  • 5V bis 11V bei 5A (bei 67W)
  • 5V bis 20V bei 3,35A (bei 67W)
  • 5V bis 11V bei 4,5A (bei 45W)
  • 5V bis 11V bei 2,70A (bei 30W)

Mit bis zu 20V und 5A bietet das Ladegerät außerdem eine nahezu perfekte HyperCharge-Range. Das bedeutet bis zu 100W HyperCharge für Xiaomi, Poco und Redmi. Allerdings unterstützt ausschließlich C1 HyperCharge.

Mit einer SPR-AVS-Range von 9V bis 20V bei 3A/5A liefert es zudem die volle Leistung für das aktuelle iPhone 18 Pro (Max).

Unterstützt werden die folgenden Ladeprotokolle:

  • C1: PD3.2 mit SPR AVS, HyperCharge (100W), QC3, AFC, FCP, SCP, Apple 2,4A, DCP
  • C2: PD3.2 mit SPR AVS, QC3, AFC, FCP, SCP, Apple 2,4A, DCP
  • C3: PD3.2 mit SPR AVS, QC3, AFC, FCP, SCP, Apple 2,4A, DCP

Ladekompatibilität des Baseus PicoGo Pro Chargers

Die maximale Leistung pro Port beträgt laut Hersteller 100W. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes angeschlossene Gerät diese Ladeleistung abruft. Entscheidend für die tatsächliche Leistung sind die Ladestandards.

  • Dank bis zu 100W nach dem Power-Delivery-Standard lädt das Gerät kompatible Notebooks wie das MacBook Pro 14 Zoll mit voller Leistung. Das gilt ebenso für iPhones und iPads. Vor allem die iPhone 18 Pro Modelle profitieren von PD3.2 mit SPR AVS für die volle Ladeleistung.
  • Mit einer PPS-Range von bis zu 20V und 5A lädt das Ladegerät zudem die meisten PPS-kompatiblen Smartphones mit bis zu 100W. Dazu zählen unter anderem Modelle von Nothing, Motorola oder Honor.
  • Dank HyperCharge mit bis zu 100W laden die meisten Smartphones von Xiaomi, Poco oder Redmi mit voller Leistung.
  • Samsung-Geräte laden innerhalb der PPS-Spanne bis 11V und 5A (S25 Ultra und älter) oder 20V/3A (S26 Ultra) und rufen damit ihre volle Ladeleistung von 45W beziehungsweise 60W ab.
  • Neuere Smartphones von Oppo, OnePlus oder Realme schaffen dank dieser Spanne ebenfalls 45W.
  • Abstriche gibt es bei Smartphones, die eine PPS-Spanne von bis zu 21V erfordern. So laden Geräte wie das Google Pixel 9/10/11 Pro XL nur mit etwa 27W.

Leistungsfähigkeit und Temperaturverhalten

Um die konstante Ladeperformance des Baseus PicoGo Pro AH22 zu überprüfen, haben wir für unseren Stresstest eine Anker Solix C300 DC Powerstation mit 300Wh komplett aufgeladen. Dadurch können wir die vollen 100W Power Delivery theoretisch über Stunden ausreizen.

Bei einer Raumtemperatur von 23°C hat sich das Ladegerät nach exakt 45 Minuten auf 80W gedrosselt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Temperaturen bei bis zu 67°C am Gehäuse und 72°C an den Ports.

Die sehr kompakten Abmessungen fordern spätestens bei dauerhafter Last ihren Tribut. Mit dem Ergebnis sind wir dennoch nicht unzufrieden. Zum einen sind die Temperaturen nicht sonderlich hoch (die meisten Ladegeräte drosseln erst ab 80°C) und die Drosselung auf 80W fällt vergleichsweise sanft aus. Zum anderen reichen 45 Minuten im Alltag für die allermeisten Geräte völlig aus. Selbst ein größerer Laptop wie ein MacBook Pro lädt ohnehin nur 20 bis 30 Minuten mit 100W. Gleiches gilt für größere Powerbanks oder ähnliche Geräte.

In einem weiteren Praxistest haben wir ein Xiaomi 14T Pro mit 100W HyperCharge erfolgreich aufgeladen. In der Spitze gab das Ladegerät bis zu 90W ab, nach 20 Minuten war das Smartphone vollständig aufgeladen. Auch 100W PPS konnten wir an einem Honor Win RT erfolgreich triggern.

Ripple, Idle & Effizienz

Mit durchschnittlich 50 bis 60mV bei 100W am USB-C1 liegen die Ripple-Werte im grünen Bereich. Das Ladegerät arbeitet sauber, was sich auch in den sehr guten Effizienzwerten niederschlägt:

  • 10W (84%), 20W (87%), 30W (89%), 45W (91%), 60W (92%), 100W (93%)

Lediglich bei niedrigerer Last fallen die Werte etwas schwächer aus, was jedoch auf die meisten Ladegeräte dieser Leistungsklasse zutrifft. Durch das Display und die zusätzlichen Funktionen fällt der Idle-Verbrauch mit 0,31W etwas höher aus.

Testergebnis

Getestet von
Jan

Das Baseus PicoGo Pro AH22 ist ein ausgezeichnetes Ladegerät für die meisten Anwendungsfälle. Durch den sehr umfangreichen Support verschiedener Ladeprotokolle, lädt es nahezu alles flott auf, was angeschlossen wird. Mit PD3.2 & SPR AVS können die aktuellen iPhone 18 Pro Modelle mit ihrer vollen Leistung geladen werden. Mit HyperCharge gibt es 100W Schnell-Ladung für Xiaomi, Redmi & POCO. Für alles andere gibt es 100W Power Delivery (Laptops, Powerbanks) oder 100W PPS (sämtliche Smartphones und Tablets aus dem Android-Lager).

Besonders weiß das schicke Display mit seinen umfangreichen Einstellungen zu überzeugen. So könnt ihr an iPhones nicht nur jederzeit den Akkustand ablesen, sondern auch die Ladeleistung einsehen oder aber zwischen verschiedenen Lademodi hin- und her wechseln. Wer es z.B. bevorzugt seine Geräte schonender mit niedriger Leistung zu laden, kann dies einfach direkt am Ladegerät einstellen.

Des Weiteren punktet das Ladegerät mit einem kompakten Design und leichtem Gewicht – vor allem für 100W. Zusätzlich ist der Stromstecker auch einklappbar. Lediglich für konstante 100W über 45 Minuten hinaus ist das Ladegerät nicht ausgelegt. Wer dies benötigt, sollte zu einem größeren Modell greifen, z.B. dem Cuktech 10 Ultra (zum Test).

Für einen Straßenpreis von derzeitigen 45€ können wir das Baseus PicoGo Pro 100W AH22 bedenkenlos empfehlen.

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