Sideloading-Einschränkungen von Android starten in vier Ländern
2025 hatte Google angekündigt, Änderungen am sogenannten Sideloading von Android-Apps vornehmen zu wollen. Dieser Schritt soll die Sicherheit der Nutzer erhöhen, indem verhindert wird, dass unsichere Apps aus unbekannten Quellen installiert werden. Damit dies trotzdem ohne Umwege möglich bleibt, müssen sich die App-Entwickler bei Google verifizieren.
Jetzt hat der Suchmaschinenriese bekannt gegeben, dass die neue Sideloading-Erfahrung in vier Ländern an den Start geht: Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand. Bei der Installation von Android-Apps außerhalb der offiziellen Marktplätze gelten seit dem 30. September 2026 in diesen Ländern neue Regeln. 2027 will Google die Änderungen global umsetzen.
In diesem Artikel gehen wir auf die Änderungen ein und zeigen euch, was nächstes Jahr auf uns zukommen dürfte!
Sideloading-Einschränkungen kommen: „Advanced Flow“ im Detail
Für den Großteil der App-Installationen ändert sich durch die Anpassungen an der Verifikation der Entwickler überhaupt nichts. Es geht hierbei nämlich ausschließlich um App-Downloads aus Quellen, die kein offizieller App-Store sind. Über den Google Play Store, Samsung Galaxy Store, Honor App Market und einige mehr könnt ihr wie gehabt und völlig ohne Umwege die meisten Anwendungen installieren.
Die Anpassungen von Google beziehen sich nur auf Apps aus unbekannten Quellen. Bis dato konntet ihr euch einfach irgendeine .apk-Datei herunterladen und installieren. Klar: Das Gerät fragt nochmal nach, ob ihr das wirklich wollt, aber das dürfte kaum jemanden aufhalten. Nun ist das in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand nur mit einem Umweg möglich, außer der Entwickler hat sich zuvor bei Google verifiziert.
Der Umweg ist der sogenannte „Advanced Flow“, der bewusst komplex gehalten ist und aus vier Schritten besteht. Erst müsst ihr bestätigen, dass niemand euch anleitet. Danach müsst ihr das Gerät neu starten. Im dritten Schritt wartet ihr einmalig 24 Stunden und verifiziert dann, dass wirklich ihr die Änderung angestoßen habt und keine dritte Person. Anschließend seid ihr dauerhaft für die App-Installation aus nicht verifizierten Quellen freigeschaltet.
Um den Advanced Flow zu starten, müssen außerdem die Entwickleroptionen aktiviert sein, die im Anschluss aber wieder ausgeschaltet werden können. Installationen über die Android Debug Bridge (ADB) sind von den Änderungen nicht betroffen.
Unsere Einschätzung
Einerseits verstehe ich den Aufruhr in der Community ob der Änderungen: Android ist eine freie Software. Andere freie Software wie zum Beispiel Linux beschränkt seine Nutzer auch nicht darin, was sie mit ihrem System machen. Jedoch greift diese Anpassung ja nur, wenn die Google Play Services auf dem Gerät installiert sind. Und sicherlich sind die 24 Stunden Wartezeit nervig, aber für mich persönlich auch kein Weltuntergang.
Wie seht ihr das? Schreibt uns eure Einschätzung zu dem Thema gerne in die Kommentare!
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Ganz ehrlich: Wer bei dieser Story ernsthaft an Sicherheit denkt, glaubt auch noch an den Osterhasen. Google will Android doch einfach nur genau wie Apple vernageln, damit die Kasse im Play Store weiterklingelt und niemand an den fetten Provisionen kratzt. Dass das Ganze rein gar nichts mit echtem Schutz zu tun hat, zeigt sich an diesen Punkten: – Daten-Kontrolle: Google überwacht über den Verifikationszwang plötzlich auch den gesamten alternativen Markt. – Salamitaktik: Heute sind es 24 Stunden Sperre, morgen verlangen sie eine Ausweispflicht oder blockieren unzapproved Apps komplett. – Hardware-Enteignung: Du zahlst teuer für dein Gerät, aber am… Weiterlesen »
Volle Zustimmung. Ich denke auch das in Zukunft das System geschlossen ist. Ich hoffe das dann Mal langsam Ubuntu Touch oder ähnliches auf mehreren Smartphones funktioniert. Aber die Migration wird noch eben dauern. Ich finde es voll K…e