| CPU | MediaTek Dimensity 7400 - 4 x 2,6 GHz + 4 x 2,0 GHz |
|---|---|
| RAM | 8 GB RAM, 12 GB RAM |
| Speicher | 256 GB |
| GPU | ARM Mali-G615 |
| Display | 2670 x 1200, 6,4 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | - Android 15 |
| Akkukapazität | 5000 mAh |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50 MP + 13MP (dual) + 10MP (triple) |
| Frontkamera | 32 MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano |
| Gewicht | 175 g |
| Maße | 154,1 x 71,2 x 8,1 mm |
| Antutu (v10) | 725972 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 4+6 |
| Hersteller | Motorola |
| Getestet am | 10.02.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Mit dem Motorola Edge 60 Neo hat die Lenovo-Tochtermarke die Edge-60-Reihe vervollständigt. Wenngleich wir bereits das erste Modell der Edge-70-Reihe im Test hatten, stellt das Edge 60 Neo das aktuellste Neo-Gerät dar. Die Geräte mit diesem Namenszusatz waren in der Vergangenheit immer für ihre handliche Bauweise bekannt, boten aber dennoch ähnliches Leistungspotenzial wie die größeren Edge-Geräte ohne Namenszusatz. Für einen Preis von knapp über 300€ möchte Motorola hier Samsung und Xiaomi konkurrenz machen.
Auch das Motorola Edge 60 Neo wartet mit einem kompakten Gehäuse auf, in dem sich das 6,36 Zoll große Display befindet. Die kompakte Bauweise wird mit einem größeren Akku gepaart. Genau hier verspricht das Neo auch das größte Verbesserungspotenzial im Vergleich zum Motorola Edge 50 Neo (zum Test). Schließlich war die geringe Akkulaufzeit im vergangenen Jahr einer der Hauptkritikpunkte. Jedoch gibt es hier mal wieder unterschiedliche Versionen mit verschiedenen Kapazitäten. Ob das Gerät darüber hinaus durch Features wie Wireless Charging, den MediaTek Dimensity 7400 und das Triple-Kamerasetup überzeugen kann, erfahrt ihr in diesem Test.
Design & Verarbeitung
Mit Abmessungen von 154,1 x 71,2 x 8,1 Millimeter ist das Motorola Edge 60 Neo lediglich in der Länge minimal angewachsen und mit 175 Gramm insgesamt nur ein Gramm schwerer im Vergleich zum direkten Vorgänger. Auch am Design hat sich nichts geändert. Wir bekommen weiterhin einen matten Kunststoffrahmen und eine Rückseite in Pantone-Farbe. Hierbei stehen Rot, Türkis und Grau zur Verfügung. Im Unterschied zum Vorgänger fehlt dieses Jahr aber der Pantone-Schriftzug unterhalb des M-Logos auf der Kunstleder-Rückseite. Unser türkisfarbenes Modell besitzt eine leicht schraffierte Textur und eine gummierte Haptik. Mir gefällt diese gummierte Haptik nicht. Obwohl das Smartphone dadurch sicher in der Hand oder auch auf dem Tisch liegt, fühlt es sich einfach weniger hochwertig an. Zudem sammeln sich in der Textur regelmäßig Fussel und anderer Schmutz, der schwer zu entfernen ist.
Der Kamerahügel wurde geschwungen in die Rückseite integriert und beherbergt neben den drei Sensoren auch einen Blitz. Der Rahmen beherbergt auf der rechten Seite von oben nach unten die Lautstärkewippe und den Powerbutton. Während oben lediglich ein Mikrofon zu finden ist und die linke Seite komplett blank gehalten ist, finden wir auf der Unterseite den SIM-Slot, ein weiteres Mikrofon, den USB-C-2.0-Anschluss und einen von zwei Lautsprechern. Das Stereosetup wird von einem zweiten Lautsprecher in der Hörmuschel komplettiert. Dual-SIM wird neben einer physischen SIM-Karte durch die Nutzung einer eSIM ermöglicht. Das Display auf der Vorderseite sitzt flach im Gehäuse und wird lediglich durch eine Punch-Hole unterbrochen. Ein optischer Fingerabdrucksensor befindet sich unter dem Display. Dieser reagiert zuverlässig und entsperrt das Smartphone in neun von zehn Fällen blitzschnell. Für meinen Geschmack sitzt der Fingerabdruckscanner lediglich etwas zu niedrig im Display.
Das Motorola Edge 60 Neo ist gut verarbeitet und liegt dank der handlichen Bauweise super in der Hand, wenngleich vor allem die Lautstärkewippe auf der rechten Seite einen härteren Druckpunkt vertragen könnte. Zudem gefällt mir die Struktur der Rückseite nicht sonderlich gut. Positiv hervorzuheben ist hingegen, dass Motorola das weniger stabile Gorilla Glass 3 aus dem Vorgänger jetzt gegen das kratz- und sturzresistentere Gorilla Glass 7i ausgetauscht hat. Zudem wurde der IP68-Schutz des Vorgängers durch einen IP69-Schutz erweitert und dank MIL-STD-810H-Standard soll das Smartphone auch besonders gut vor Sturzschäden geschützt sein.
Lieferumfang des Motorola Edge 60 Neo
Auch Motorola liefert keine Netzteile mehr mit. Wie schon bei vergangenen Motorola-Geräten kommt uns beim Öffnen der Verpackung ein Parfümgeruch entgegen. Neben dem Smartphone verbergen sich in der Verpackung diverse Zettel wie Quickstart-Guide und Garantiehinweise. Darüber hinaus finden wir ein USB-C-auf-USB-C-Kabel und ein Hardcase. Dieses Hardcase ist in Gerätefarbe gehalten und in Zusammenarbeit mit dem Hüllenhersteller „agood company“ entstanden. Die Hülle fühlt sich hochwertig an und schmiegt sich perfekt an das Gerät an.
Display des Motorola Edge 60 Neo
Das OLED-Display des Motorola Edge 60 Neo misst 6,36 Zoll und wird von schmalen Displayrändern umfasst. Das Display löst mit hohen 2670 x 1200 Pixel auf. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 460 Pixel pro Zoll, wodurch das Display gestochen scharf ist und einzelne Pixel mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Dank der Bildwiederholungsrate von 120 Hertz werden bewegte Inhalte zudem flüssig dargestellt. Schön zu sehen ist, dass wir es auch hier wieder mit einem LTPO-Panel zu tun haben und die Aktualisierungsrate zuverlässig zwischen 1 und 120 Hertz wechselt.
Dank einer maximalen Helligkeit von 1990 Lux wird das Display ausreichend hell und ist auch bei Sonneneinstrahlung im Sommer noch gut abzulesen. Im manuellen Modus erreicht das Display maximal 845 Lux. Von Haus aus ist das Farbprofil „Lebhaft“ ausgewählt. Damit werden Farben knackig und ansprechend dargestellt. Wem diese Farbwiedergabe jedoch nicht zusagt, der kann diese auch nach eigenem Gusto in den Einstellungen anpassen. Neben weiteren voreingestellten Farbprofilen gibt es auch die Möglichkeit, die Farbtemperatur stufenlos anzupassen. HDR10+ und Widevine L1 werden unterstützt, was vor allem Streaming-Fans freuen dürfte. Ebenfalls bietet uns das Edge 60 Neo ein vollwertiges Always-On-Display, das dauerhaft angezeigt werden kann und nicht nur bei Benachrichtigungen aktiviert wird.
Insgesamt hat mir das Display im Alltag viel Spaß gemacht. Die Farbwiedergabe ist gut, die Kontraste sind dank OLED hervorragend und die Blickwinkel sind stabil. In dieser Preisklasse muss sich das Display absolut nicht verstecken. Die Helligkeit ist super und LTPO sucht ihr in dieser Preisklasse sonst auch noch immer vergeblich, wenngleich dieses Feature hauptsächlich auf eine bessere Akkulaufzeit einzahlt und nicht auf eine angenehmere Darstellung der Inhalte.
Leistung des Motorola Edge 60 Neo
Unter der Haube des Motorola Edge 60 Neo arbeitet der MediaTek Dimensity 7400. Im Vergleich zum Chip im Motorola Edge 50 Neo im Vorjahr hat sich hier lediglich die Taktrate leicht erhöht, sodass wir hier lediglich mit geringen Leistungssprüngen rechnen dürfen. Als Grafikeinheit kommt eine ARM Mali-G615 GPU zum Einsatz. Unterstützt wird der Prozessor in unserem Testgerät von 12GB LPDDR4X-Arbeits- und 256GB Massenspeicher. Je nach Händler gibt es auch noch eine Option mit 8/256GB. Die Schreibgeschwindigkeit des UFS-2.2-Massenspeichers unseres Testgeräts beträgt 943MB/s, während beim Lesen 1.043MB/s erreicht werden. Damit liegt das Gerät genau auf Augenhöhe mit dem Vorgänger.
Die Benchmarkergebnisse zeigen, dass das Gerät nur minimal besser als der Vorgänger ist – die großen Leistungssprünge bleiben wie erwartet aus. Dennoch liefert das Smartphone im Alltag ausreichend Leistung für die meisten Aufgaben. Multitasking ist kein Problem und die Leistung wird auch bei anhaltender Nutzung gleichbleibend abgerufen. Ein Einbruch unter Last ist nicht zu verzeichnen. Aufwändige Spiele kann das Gerät mit mittleren Details ebenfalls meistern.
System
Das Motorola Edge 60 Neo wird ab Werk mit Android 15 ausgeliefert und zum Zeitpunkt unseres Tests steht Android 16 noch nicht zur Verfügung. Wie ihr dieser Übersicht entnehmen könnt, erhält das Edge 60 Neo mindestens bis 2031 Sicherheitsupdates. Motorola verspricht zudem 4 Jahre Android-Updates. Nach der ersten Einrichtung des Geräts werden insgesamt 10 Bloatware-Apps installiert. Diese könnt ihr aber problemlos wieder deinstallieren.
Ansonsten fällt direkt auf, dass das System nah an Stock-Android ist. Bei längerer Nutzung zeigt sich aber ebenfalls, dass Motorola das System an einigen Stellen durch nützliche Features aufbohrt. Allen voran stehen hier natürlich die Motorola-typischen Gesten zur schnellen Aktivierung der Kamera oder Taschenlampe. Aber auch Funktionen wie das doppelte Tippen auf den Bildschirm, um diesen auszuschalten, was bei reinem Android noch immer fehlt, sollten hier nicht ungenannt bleiben. Ansonsten versucht Motorola neben der Integration von Gemini inklusive Circle to Search auch seine eigene Moto AI zu etablieren. Diese kann wahlweise durch die dauerhaft angezeigte Bubble am Bildschirmrand aufgerufen werden. Motorola greift hierfür aber auf Sprachmodelle anderer Hersteller wie Microsoft, Google, Perplexity und Meta zurück. Das ist zwar eine tolle Idee, im Alltag kann die Moto AI aber nicht mehr als die ohnehin ins System integrierte Gemini KI.
Ich freue mich immer, wenn ich ein Motorola-Gerät in der Hand halte, weil ich das System einfach toll finde. Die Optik ist nicht zu verspielt und nah an reinem Android. Dennoch müsst ihr auf keine zusätzlichen Features verzichten, die man bei Google-Smartphones oftmals so nicht bekommt. Zudem kam es in meinem Testzeitraum mit dem Edge 60 Neo quasi nie zu Aussetzern oder längeren Ladepausen. Das System ist gut abgestimmt und macht im Alltag einfach Spaß.
Kamera des Edge 60 Neo
Das Kamerasetup auf der Rückseite besteht aus drei Sensoren. Neben der Hauptkamera und einem Ultraweitwinkelsensor bietet Motorola uns auch einen 3-fachen optischen Zoom. Damit seid ihr flexibel aufgestellt und für nahezu jedes Motiv habt ihr das passende Objektiv direkt in der Hand. Bereits im Vorgänger konnten die Kameras überzeugen. Das ist wohl der Grund, weshalb man im Hause Motorola entschieden hat, nichts am Kamera-Aufgebot zu ändern:
- Hauptkamera: Sony Lytia 700, 50MP, f/1.8, 23mm, Autofokus, OIS
- Ultraweitwinkelkamera: GalaxyCore GC13A2, 13MP, 13mm, f/2.2, 120° Winkel
- Zoomkamera: Samsung S5K3K1, 10MP, f/2.0, 73mm, Autofokus, OIS
- Frontkamera: Samsung S5KJD1, 32MP, f/2.4
Hauptkamera
Mit der Hauptkamera gelingen bei Tag tolle Aufnahmen. Die Ergebnisse sind kontrastreich und haben eine gute Farbwiedergabe. Personen, die auf eine möglichst realgetreue Farbwiedergabe Wert legen, sind hier jedoch an der falschen Adresse. Motorola verarbeitet die Farben oftmals in einem etwas unnatürlich wirkenden Look, ähnlich wie ihr es auch von Samsung kennt. Im Hinblick auf die Schärfe darf Motorola aber weiterhin nachbessern, um auch oben mitspielen zu können.
Bei Nacht zeigt das Motorola Edge 60 Neo eine solide Leistung, die jedoch durch Software-Optimierungen geprägt ist. Dank der optischen Bildstabilisierung (OIS) der Hauptkamera gelingen auch bei wenig Licht scharfe Aufnahmen, ohne dass diese zu schnell verwackeln. Der Nachtmodus aktiviert sich bei schlechten Lichtverhältnissen automatisch und hellt die Ergebnisse sichtbar auf.
Ultraweitwinkelkamera
Auch mit der Ultraweitwinkelkamera gelingen euch ansehnliche Aufnahmen. Doch auch hier gilt der Hinweis auf die etwas knallige Farbwiedergabe. Insgesamt hauen die Ergebnisse niemanden vom Hocker, in Anbetracht des Preises braucht sich Motorola hier aber auch nicht verstecken.
Bei Nacht haben es Ultraweitwinkelkameras besonders in der Mittelklasse häufig schwerer. Auch beim Motorola Edge 60 Neo ist das nicht anders. Sobald keine direkte Lichtquelle verfügbar ist, sind die Aufnahmen nicht mehr schön, da es dann einfach an Details fehlt. Immerhin schafft es Motorola, unschönes Bildrauschen zu unterdrücken.
Zoomkamera
Dass Motorola hier eine separate Zoomkamera verbaut, ist erfreulich – immerhin verzichtet das Edge 70 (zum Test) auf eine solche. Im Alltag bietet die Kamera auch oftmals einen Mehrwert, wenn die Hauptkamera trotz hoher Auflösung nicht mehr genug Details bietet. Die 3-fache optische Vergrößerung liefert eine gute Detaildichte und gute Kontraste. Der Hinweis auf die knallige Farbwiedergabe gilt aber auch hier.
Bei Nacht kann der Sensor hingegen nicht mehr so viele Details einfangen wie bei Tag. Hier schleicht sich schnell unschönes Rauschen in die Bilder ein. Zudem haben die Bilder mit einem leichten Gelbstich zu kämpfen.
Frontkamera
Die Frontkamera kann mit ihren 32MP wie auch schon beim Vorgänger absolut überzeugen. Hauttöne werden gut eingefangen und wiedergegeben. Zudem stimmen die Schärfe und Details.
Videoaufnahmen
Videos werden mit dem Motorola Edge 60 mit maximal 4K bei 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Diese maximale Auflösung bieten aber lediglich die Hauptkamera auf der Rückseite und die Selfiekamera auf der Vorderseite. Die Ultraweitwinkel- und Zoomkamera unterstützen jeweils maximal Full-HD-Aufnahmen bei 30 Bildern pro Sekunde. In dieser Auflösung ist es dann auch möglich, während der Aufnahme zwischen allen drei rückseitigen Sensoren zu wechseln. Aufnahmen verwackeln dank elektronischer Bildstabilisierung nicht zu stark und die Tonaufnahme ist gut.
Zwischenfazit Kamera
Motorola war noch nie für seine überragenden Kameras bekannt, aber eben auch nicht für schlechte Setups. Motorola bewegt sich seit jeher im soliden Mittelfeld und diesen Trend setzt man mit dem Motorola Edge 60 Neo erfolgreich fort. Während keiner der Sensoren absolut hervorsticht, enttäuscht aber auch keiner der insgesamt vier Sensoren.
Konnektivität und Kommunikation
Wie bereits erwähnt, könnt ihr das Motorola Edge 60 Neo mit zwei SIM-Karten verwenden. Voraussetzung hierfür ist, dass es sich bei der zweiten um eine eSIM handelt. Telefonate und mobiles Surfen verliefen im Test problemlos. Sowohl der Gesprächspartner auf der anderen Seite der Leitung als auch die nutzende Person des Edge 60 Neo hatten im Test keinerlei Beanstandungen bezüglich Gesprächsqualität und Verbindungsstabilität. Zur Verbesserung der Sprachqualität unterstützt das Edge 60 Neo sowohl VoLTE als auch VoWiFi. An Netzfrequenzen stehen folgende wichtigen 4G- und 5G-Frequenzen zur Verfügung:
- 4G (LTE): 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41
- 5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78
Auch mit den Netzfrequenzen hatte ich im Alltag keinerlei Probleme – mit LTE Band 20 ist auch die hierzulande wichtigste LTE-Frequenz vertreten. Die SAR-Werte des Motorola Edge 60 Neo liegen bei 0,86W/kg am Kopf und 1,31W/kg am Körper. Für die Internetverbindung über WLAN setzt das Gerät auf WiFi 6. Bluetooth-Geräte werden via Bluetooth 5.4 verbunden. Dank NFC ist auch kontaktloses Bezahlen möglich.
An Sensoren bekommen wir die übliche Palette, bestehend aus Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeitssensor, zusammen mit Gyroskop und Kompass geboten. Für die Navigation stehen GPS, GLONASS, Galileo und Beidou zur Verfügung. Der Standort wird im Außenbereich innerhalb weniger Sekunden auf einen Meter genau erkannt und dank E-Kompass ist die Navigation auch zu Fuß problemlos möglich.
Akkulaufzeit des Motorola Edge 60 Neo
Wie eingangs erwähnt, wird es beim Akku nochmal spannend. Während Motorola mittlerweile auf seiner Produktseite von einem 5.000mAh großen Akku spricht und unser Testgerät auch genau diese Kapazität bietet, bekommt ihr bei Händlern wie Galaxus auch eine Version mit 5.200mAh. Hierbei hängt es aber maßgeblich von der ausgewählten Farbe ab.
- 120 Hertz / Auto
- 60 Hertz
Beim Kauf solltet ihr hier also unbedingt die Augen offenhalten, um welche Version es sich genau handelt. Viele Anbieter nennen beispielsweise die konkrete Akkukapazität nicht.
Im Benchmark hielt das Motorola Edge 60 Neo genauso lange durch wie der Vorgänger. Im 60Hz-Modus ist die Laufzeit sogar etwas schlechter. Der knapp 700mAh größere Akku macht sich hier also leider nicht bemerkbar. Im Alltag hielt er bei mir knapp 2 volle Tage durch. Dennoch ist das ein ernüchterndes Ergebnis, immerhin ist der Akku signifikant größer als noch im Vorjahr. Die Konkurrenz hat hier weiterhin die Nase vorn.
Geladen wird kabelgebunden mit 68 Watt. Mit 15 Watt wird sogar kabelloses Laden unterstützt, was man sonst in der Mittelklasse noch immer vergeblich sucht. Ein Netzteil liefert Motorola nicht mit, dennoch kann die maximale Ladegeschwindigkeit problemlos mittels PPS-PowerDelivery-Netzteil erreicht werden. Hiermit dauert eine vollständige Ladung dann etwas weniger als eine Stunde.
Testergebnis
Insgesamt ist das Edge 60 Neo ein gelungenes Smartphone: Das Display ist mit knapp 2.000 Lux und LTPO-Technik in dieser Preisklasse erstklassig. Auch die IP69-Zertifizierung steht dem Gerät gut. Obwohl sich unter der Haube wenig getan hat, ist die Leistung im Alltag absolut zufriedenstellend. Zudem sind die optische Zoomkamera und das kabellose Laden in der kompakten Mittelklasse echte Alleinstellungsmerkmale. Und kompakte Mittelklasse-Smartphones gibt es ohnehin kaum noch.
Dennoch müssen wir feststellen: Das Motorola Edge 60 Neo ist mehr Evolution als Revolution. Motorola baut auf die Stärken des Vorgängers, setzt aber kaum neue Akzente. Das Display bleibt gut, ebenso wie das handliche Design und das kabellose Laden. Auch das unveränderte Kamerasetup weiß weiterhin zu überzeugen. Unter der Haube gibt es beim Prozessor und Akku nur geringfügige Verbesserungen. Zwar lesen sich die Daten auf dem Papier besser, im Alltag spürt ihr davon jedoch wenig.
Das größte Problem des Motorola Edge 60 Neo stellen jedoch die Verfügbarkeit und das Akku-Wirrwarr dar. Generell ist das Smartphone nur bei wenigen Händlern gelistet – auch bei Amazon könnt ihr es nicht dauerhaft kaufen. Achtet beim Kauf also unbedingt darauf, um welche Version es sich handelt. Für einen Preis um 300€ ist das Gerät jedenfalls eine Empfehlung wert, insbesondere, wenn ihr ein kompaktes Handy sucht. Wenn die Größe kein Problem ist, hat Xiaomi mit dem Poco F7 (zum Test) ein besseres Handy am Start.
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Moin.
Leider ist nirgendwo die 512GB Variante zu bekommen, vermutlich wird sie gar nicht produziert. Was schade ist. Das Edge50Neo bekommt man in 512GB für rund 260 Eur – warum sollte man das Edge60Neo mit nur der Hälfte an Speicher für mehr Geld kaufen?
Leider ist in dem Preisbereich die Auswahl an einigermaßen handlichen Telefonen mit Zoomkamera und ok Specs recht überschaubar.
Ist das Gerät nicht schon eine Weile auf dem Markt? Seid ihr also nicht etwas spät mit dem Test?