| CPU | Snapdragon 8 Elite - 2 x 4,32GHz + 6 x 3,53GHz |
|---|---|
| RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
| Speicher | 1 TB, 256 GB, 512 GB |
| GPU | Adreno 830 |
| Display | 2800 x 1272, 6,8 Zoll 165Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Magic UI - Android 16 |
| Akkukapazität | 10000 mAh |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50 MP + 12MP (dual) |
| Frontkamera | 50 MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano |
| Gewicht | 225 g |
| Maße | 163,1 x 76,6 x 8,3 mm |
| Antutu (v10) | 2769089 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Hersteller | Honor |
| Getestet am | 08.02.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Honor hat mal wieder geliefert – zumindest für den chinesischen Markt. Mit der neuen Win-Serie, bestehend aus dem Honor Win RT und dem Honor Win, zeigt der Hersteller, was technisch machbar ist, wenn man die Preis-Leistung in den Vordergrund stellt. Wir haben uns das günstigere Modell, das Honor Win RT, bei TradingShenzhen gekauft. Der Shop liefert die Geräte in rund zwei Wochen nach Deutschland.
Für einen Straßenpreis von ca. 390€ liest sich das Datenblatt fast wie ein Tippfehler: Der Snapdragon 8 Elite (bzw. Gen 5 im „Win“-Modell), ein absurder 10.000mAh Akku und sogar ein aktiver Lüfter im Kameramodul sind an Bord. Das ist für die gebotene Hardware wirklich konkurrenzlos und wirkt fast schon unrealistisch günstig.
Doch wie immer bei China-Handys stellt sich die Frage: Könnt ihr das Handy hierzulande überhaupt vernünftig nutzen? Immerhin bleibt es ein Import-Gerät, das den Weg in unsere Regale offiziell nie finden wird. Ob das Honor Win RT wirklich ein „Gewinner“ ist oder ob es an den Hürden des Alltags scheitert, erfahrt ihr in diesem Testbericht.
Design und Verarbeitung
Wenn ihr das Honor Win RT das erste Mal in die Hand nehmt, fällt eines sofort auf: Es ist ein ganz schöner Brummer, aber auf eine positive Art. Mit 225 Gramm ist es sicherlich kein Leichtgewicht, aber wenn man bedenkt, dass hier ein monströser 10.000mAh Akku verbaut ist, wirken die Abmessungen von 163,1 x 76,6 x 8,3 Millimeter fast schon zauberhaft kompakt. Dass Honor diese Kapazität in ein Gehäuse packt, das kaum dicker ist als ein Standard-Smartphone, ist für die Preisklasse absolut „krank“ – im besten Sinne.
Die Verarbeitung untermauert diesen soliden Eindruck. Der Rahmen besteht aus hochwertigem Metall, was dem Gerät eine tolle Stabilität verleiht. Die Rückseite ist zwar aus Kunststoff gefertigt, aber Honor hat hier mitgedacht: Das matte Finish ist sehr resistent gegen Kratzer und fühlt sich keineswegs billig an. Es ist vielleicht kein Premium-Flagship-Glas, aber für ein hochwertig verarbeitetes Mittelklasse-Smartphone absolut angemessen.
Ein echtes Highlight – und ein ziemlicher Exot in dieser Preisregion – ist der integrierte aktive Lüfter im Kameramodul. Ja, richtig gelesen. Der kleine Propeller dreht mit bis zu 25.000U/min und schaltet sich bei Benchmarks oder Games automatisch dazu. Ihr könnt ihn auch manuell aktivieren. Das Geräusch ist in einem ruhigen Raum durchaus hörbar und eher hochfrequent, aber nicht störend laut.
Ansonsten gibt es die volle Packung Schutz: Eine IP68 & IP69K Zertifizierung sorgt dafür, dass Wasser und Staub keine Gefahr darstellen. Der Fingerabdruckscanner unter dem Display verrichtet seine Arbeit sehr gut und zuverlässig, alternativ klappt auch Face Unlock wunderbar.
Einen kleinen Dämpfer gibt es allerdings beim Anschluss: Hier verbaut Honor nur USB-C 2.0. Das ist der kleine, aber feine Unterschied zu echten High-End-Smartphones, den ihr bei dem Preis wohl oder übel in Kauf nehmen müsst. Erhältlich ist das Gerät in Weiß, Schwarz und Blau.
Display des Honor Win RT
Beim Display lässt Honor absolut nichts anbrennen. Wir schauen hier auf ein großes 6,83 Zoll OLED-Panel, das erfreulicherweise komplett flach gehalten ist. Die Auflösung von 2800 x 1272 Pixel sorgt für eine knackscharfe Darstellung.
Der absolute Wahnsinn ist aber die Helligkeit. Honor wirbt mit bis zu 6000 Lux Spitzenhelligkeit. Wie immer ist das nur ein Laborwert, aber: Wir haben stolze 3940 Lux gemessen. Das ist der beste Wert, den wir jemals gemessen haben. Selbst in der prallen Sonne ist das Ablesen hier absolut kein Problem.
Auch die Geschwindigkeit ist extrem: Mit 185Hz Bildwiederholrate läuft alles noch einen Ticken flüssiger als bei der üblichen 120Hz-Konkurrenz. Zumindest in der Theorie. In der Praxis werden das wohl nur Pro-Gamer wahrnehmen. Dazu gibt es 10Bit Farbtiefe, die sich stufenlos anpassen lässt, sowie HDR10+ und Widevine L1 für Netflix und Co. in HD. Für empfindliche Augen gibt es 5920Hz Hochfrequenz-PWM-Dimming, und wer gerne Infos auf dem Sperrbildschirm sieht, freut sich über ein echtes Always-On Display. Hier gibt es aber eine Einschränkung: Das Display kann nicht dauerhaft angezeigt werden, sondern nur, wenn ihr das Gerät anfasst oder anschaut.
Die absurde Spitzenhelligkeit, die hohe Auflösung und Bildrate sorgen dafür, dass Honor hier fast alle Punkte holt. Nur das eingeschränkte AOD ist ein kleines Ärgernis.
Leistung
Im Honor Win RT werkelt der Snapdragon 8 Elite. Das normale „Win“-Modell setzt auf den neueren „Elite Gen 5“, während wir hier den Top-Prozessor der letzten Generation bekommen.
Beide Smartphones liefern eine absolut exzellente Leistung ab. Für Normalnutzer ist dieser Geschwindigkeitsunterschied nicht relevant. Apps öffnen sich instant – alles funktioniert einfach schnell und ohne Ruckler. Die folgenden Ergebnisse stammen natürlich vom Honor WIN RT:
Für die Grafik ist die Adreno 830 zuständig (beim großen Bruder wäre es die 840). Bei den Speicherversionen habt ihr die Qual der Wahl: Es geht los bei 12GB RAM und 256GB Speicher, aber wer will, kann hochgehen auf bis zu 16GB RAM und 1TB Speicher. Egal für welche Version ihr euch entscheidet, ihr bekommt immer den rasend schnellen LPDDR5x RAM und UFS 4.1 Speicher. Letzterer liefert mit 4300MB/s beim Lesen und Schreiben wirklich super Ergebnisse.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist hier natürlich die Kühlung. Die aktive Kühlung durch den Lüfter ist nicht nur Show, sondern senkt die Temperatur tatsächlich. Das sorgt dafür, dass die Leistung auch bei längeren Gaming-Sessions stabil bleibt. Wir müssen allerdings feststellen, dass das Honor Win RT nicht besser unter Last performt als Smartphones mit sehr guter passiver Kühlung, wie etwa das OnePlus 15 (zum Test).
Das Honor Win (RT) wird zwar als Gaming-Smartphone vermarktet, aber ist ebenso gut auch als performantes Alltags-Smartphone nutzbar. Mit dem Zusatz-Lüfter hält der Prozessor das Leistungsniveau auf lange Zeit aufrecht. Den letztjährigen Top-Prozessor unter 400€ zu verbauen ist definitiv ein Win.
System
Ausgeliefert wird das Honor Win RT mit dem brandneuen Android 16 und der hauseigenen Oberfläche MagicOS 10. Da wir noch nie ein chinesisches Honor im Test hatten, waren wir zunächst sehr skeptisch.
Die Überraschung hätte nicht größer sein können: Das chinesische System lässt sich unfassbar gut auf die Nutzung in Deutschland anpassen. Im Endeffekt müsst ihr nur die vorinstallierten China-Apps löschen und ein paar kleine Einstellungen vornehmen – wie das genau geht, zeigen wir euch in unserer Anleitung – und schon sieht das Gerät zu 100% aus wie ein globales Gerät. Deutsch als Systemsprache ist natürlich ebenfalls vorhanden.
Hier muss man Honor wirklich loben. Das System lässt sich hierzulande definitiv noch besser und sauberer einrichten als bei der Konkurrenz von Oppo oder Vivo und erst recht besser als bei chinesischen Xiaomi-Geräten. Das ist wirklich krass und macht den Import deutlich attraktiver, als man vielleicht denkt. Wer also keine Angst vor 10 Minuten Einrichtungsarbeit hat, bekommt hier ein sehr gutes Software-Erlebnis.
Kamera des Honor Win RT
Beim Kamera-Setup zeigt sich der wohl größte Unterschied zwischen den beiden Modellen. Während das teurere „Honor Win“ mit einer zusätzlichen Periskop-Telekamera protzt, muss das günstigere Honor Win RT darauf verzichten. Hier gibt es „nur“ ein Dual-Kamera-Setup auf der Rückseite. Das ist in dieser Preisklasse zwar verschmerzbar, aber wer gerne zoomt, sollte das definitiv wissen. Hauptsensor und die Selfie-Knipse stellen „Durchschnitts-Hardware“ in der Mittelklasse dar. Hier ist das Kamera-Setup im Detail:
- Hauptkamera: 50MP (1/1.56 Zoll Sensor), f/1.95 Blende, Autofokus, OIS
- Ultraweitwinkel: 12MP, f/2.2 Blende, Autofokus (inkl. Makro-Funktion)
- Telekamera (nur Honor Win): 50MP, f/2.4 Blende, OIS, 3-fach optischer Zoom
- Frontkamera: 50MP, f/2.0 Blende
Fotos
- Main-Cam
- Ultraweitwinkel
- 2x Zoom
- Main-Cam
- Main-Cam
- Main-Cam
- Main-Cam
- Main-Cam
- Ultraweitwinkel
- Portrait
- Portrait
- Portrait
- Portrait
- Selfie
- Selfie
- Selfie
Das Honor Win RT kann hier im Test durchaus eine gute Qualität abliefern. Mit einem Poco F8 Ultra kann man eindeutig nicht mithalten, aber die Fotos sehen bei Tag und Nacht gut aus. Bei der Farbdarstellung wählt Honor in der Regel wärmere Töne und setzt auf kräftige Farben. Die Dynamik in den Aufnahmen ist gut und auch die Schärfe über das gesamte Bild ist bei der Hauptkamera gut. Porträts lassen sich ebenfalls sehr gut aufnehmen. Dank des schnellen Prozessors klappt das auch mit Aufnahmen mit viel Bewegung. Die Selfie-Kamera liefert ebenfalls wirklich gute Aufnahmen mit vielen Details.
Bei Nacht sind die Aufnahmen ebenfalls in Ordnung. Es gibt nur wenig Rauschen und es bleiben viele Details erhalten. Die Farben wirken allerdings teilweise etwas übertrieben.
Die Ultraweitwinkel-Kamera liefert ebenfalls gute Ergebnisse bei Tag. Die Fotos haben eine gute Schärfe und sind der Hauptkamera von der Farbdarstellung recht ähnlich. Bei Nacht nimmt die Qualität erwartungsgemäß aber deutlich ab.
Videos
Bei den Videoaufnahmen liefert Honor solide ab. Ihr könnt 4K-Videos aufnehmen, wobei 4K mit 30FPS von allen Kameras auf der Rückseite unterstützt wird – inklusive eines fließenden Wechsels zwischen den Linsen während der Aufnahme. Wer flüssigere 4K mit 60FPS möchte, ist allerdings auf die Hauptkamera beschränkt (beim großen Bruder Honor Win geht das vermutlich auch mit der Tele-Linse). Die elektronische Stabilisierung arbeitet dabei sehr gut und bügelt Wackler zuverlässig aus, und auch die Farbdarstellung passt.
Konnektivität und Kommunikation
In Sachen Anschlüsse setzt Honor ganz klassisch auf einen Dual-SIM-Kartenslot. Eine eSIM-Unterstützung sucht man – wie bei allen reinen China-Smartphones – leider vergebens.
Wie auch in Deutschland macht Honor nervigerweise ein Geheimnis um die unterstützten Bänder. Offizielle Infos gibt es nicht. Es scheint so, als würde das Honor Win RT nicht alle hierzulande wichtigen 5G-Bänder unterstützen. In unserem Test mit O2 hatten wir nur teilweise 5G-Empfang, meistens aber 4G. Im Telekom-Netz waren wir eigentlich dauerhaft im 4G-Netz unterwegs. Das Smartphone ist damit natürlich immer noch problemlos nutzbar, schnelles Internet habt ihr trotzdem. Aber wer auf flächendeckendes 5G angewiesen ist, sollte das im Hinterkopf behalten. Ein Leserkommentar meinte zwar, das „normale“ Honor Win sei hier besser aufgestellt, aber da Honor schweigt und Webseiten wie Kimovil sich die Daten oft nur ausdenken, können wir das nicht verifizieren.
Abseits der 5G-Problematik haben wir nichts zu bemängeln. Wir haben hier bereits WiFi 7 und das brandneue Bluetooth 6.0 an Bord. NFC zum kontaktlosen Bezahlen funktioniert ebenfalls (Google Wallet lässt sich problemlos einrichten), und sogar ein Infrarot-Sender zur Steuerung von Fernsehern ist dabei.
Bei der Navigation gibt es keine Kompromisse: Dual-GPS mit Unterstützung für Glonass, Galileo, Beidou, QZSS und NavIC sorgt für eine präzise Standortbestimmung. An Sensoren ist alles da, was Rang und Namen hat, inklusive eines hervorragenden Ultraschall-Fingerabdrucksensors im Display.
Ein echtes „Oha“-Erlebnis liefern die Stereo-Lautsprecher. Der Sound ist extrem gut, bietet einen starken Bass und wird sehr laut. Das ist locker auf dem Niveau von absoluten High-End Smartphones. Einfach krass!
Akkulaufzeit des Honor Win RT
Kommen wir zum absoluten Highlight. Honor verbaut hier eine Kapazität von 10.000mAh. Es wäre vor einem Jahr noch absolut undenkbar gewesen, eine solche Kapazität in einem ganz normalen Smartphone zu sehen, ohne dass es wie ein Ziegelstein aussieht. Möglich macht das die neue Silizium-Kohlenstoff-Technologie, die diese enorme Energiedichte bei ganz normalen Abmessungen und Gewichten erlaubt.
Die Laufzeit ist im Alltag natürlich sehr gut. In unserem Testzeitraum kamen wir auf mindestens zwei ganze Tage Nutzung ohne Steckdose. Aber wir müssen auch fair bleiben: Die Laufzeit fällt nicht besser aus als beim Xiaomi 17 Pro Max (zum Test), das „nur“ 7500mAh hat. Das Ergebnis ist immer noch weit überdurchschnittlich, aber es zeigt, dass Honor irgendwo mehr Energie benötigt (evtl. das 185Hz Display). Nichtsdestotrotz: Akku-Sorgen habt ihr hiermit nicht mehr – einfach super.
Geladen wird mit 100W SuperCharge. Wenn der Akku mal leer ist, habt ihr nach nur 20 Minuten Laden schon wieder 42% drauf – was bei dieser Kapazität locker für den Rest des Tages genügt. Der komplette Akku ist nach glatt einer Stunde wieder voll geladen.
Kabelloses Laden (Wireless Charging) gibt es beim RT-Modell nicht. Auch Reverse Wireless Charging fehlt. Wer diese Features braucht, muss zum teureren „Honor Win“ greifen (das 80W Wireless unterstützt).
Testergebnis
Machen wir es kurz und schmerzlos: Das Honor Win RT ist… nun ja, ein echter Gewinner. (Okay, der Wortwitz war dumm, aber obligatorisch.)
Aber Spaß beiseite: Man wird das Gefühl nicht los, dass Honor einfach keine richtige Lust hat, in Deutschland so richtig durchzustarten. Hierzulande wird die Mittelklasse quasi im Alleingang von der Poco F8-Reihe an der Nase herumgeführt. Das Honor Win (RT) wäre hier die beste Antwort! Die Leistung ist genauso krass wie bei Poco, der Akku ist noch größer, und das Display noch heller! Einfach Wahnsinn, was hier für die Hardware geboten wird. Nur bei der Kamera hat Poco noch einen kleinen Vorteil.
Leider gibt es diesen einen großen Haken: Das Problem mit den fehlenden 5G-Bändern. Das sorgt dafür, dass sich ein Import wirklich nur dann lohnt, wenn man sich auskennt und im Zweifel auf flächendeckendes 5G verzichten kann. Wer damit leben kann, bekommt ein absolutes Hardware-Monster zum Schnäppchenpreis. Alle anderen müssen leider weiterhin neidisch nach China schielen und zum Poco F8 Pro (zum Test) oder Poco F8 Ultra (zum Test) greifen. Wer den Import nicht scheut, greift zum OnePlus 15 (zum Test) oder noch besser zum OnePlus 13 (zum Test).
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