Xiaomi 17 Ultra im Kamera-Test: Fotosafari durch China
Inhaltsverzeichnis
Grüße aus Shenzhen und ein frohes neues Jahr euch allen! Das neue Xiaomi 17 Ultra ist frisch auf dem Markt und ich habe mir direkt nach dem Launch eines der ersten Geräte vor Ort gesichert. In diesem Artikel nehme ich euch mit auf eine Foto-Tour durch Shenzhen und China! Hier seht ihr, was die Kamera des brandneuen Xiaomi 17 Ultra leistet.
Kameraspezifikationen des Xiaomi 17 Ultra
- Hauptkamera: 50MP (Light Hunter 1050L), f/1.67, 1 Zoll, 23mm, Autofokus, OIS
- Ultraweitwinkel: 50MP, f/2.2, 14mm, Autofokus (5cm Makro)
- Variable Telekamera: 200MP, f/2.39-2.96, 75-100mm, Autofokus, OIS, 3,2x bis 4,3x optischer Zoom
- Selfie-Kamera: 50MP, f/2.0, 21mm, Autofokus
Die technischen Daten klingen auf dem Papier brachial: Die Hauptkamera nutzt den neuen „Light Hunter 1050L“-Sensor im 1-Zoll-Format. Dieser soll dank neuer Technologien (LOFIC) einen deutlich höheren Dynamikumfang bieten als der Vorgänger. Die Blende ist mit f/1.67 ebenfalls groß.
Das Highlight ist jedoch die Telekamera. Xiaomi verbaut einen 200-Megapixel-Sensor (1/1,4 Zoll), der nicht nur für den Zoom zuständig ist, sondern dank beweglicher Linsengruppen einen echten optischen Zoom zwischen 75mm und 100mm (3,2-fach bis 4,3-fach) ermöglicht. Das Konzept klingt spannend. Ich bin für euch also auf eine kleine Fotosafari quer durch die Stadt gegangen und habe den buddhistischen Hongfa-Tempel besucht.
- Ultraweitwinkel
- Hauptkamera
- Zoom 3,2x
- Zoom 4,3x
- Ultraweitwinkel
- Hauptkamera
- Zoom 3,2x
- Zoom 4,3x
Lohnt sich der Import eines Xiaomi 17 Ultra oder ist der Hype übertrieben? Hier ist mein erster Eindruck direkt aus der Praxis. Alle technischen Informationen findet ihr in der ausführlichen Ankündigung zum Xiaomi 17 Ultra.
Tageslichtaufnahmen Hauptkamera
Der erste Eindruck zur Hauptkamera ist positiv. Ich bin ein großer Fan von 1-Zoll-Sensoren und fest davon überzeugt, dass neben einer guten Software die Sensorgröße der wichtigste Faktor für die Bildqualität ist. Die Ergebnisse des Xiaomi 17 Ultra überzeugen hier. Die Aufnahmen sind farbstark und bieten eine hohe Dynamik. Der Weißabgleich überzeugt ebenfalls. Xiaomi setzt eher auf gesättigte Farben für kräftige Bilder. Meiner Einschätzung nach ist ein guter Balanceakt gelungen, sodass die Fotos nicht unnatürlich wirken. Fans eines neutralen Looks sollten den „Leica Authentic“-Modus verwenden.
Nachtaufnahmen Hauptkamera
Auch bei Nacht liefert die Hauptkamera hervorragende Ergebnisse. Wenn ihr euch die Bilder auf einem HDR-kompatiblen Bildschirm anschaut, strahlen euch die Leuchttafeln und LED-Lichter auf den chinesischen Straßen richtig entgegen. Rauschen ist kaum wahrnehmbar. Der Kontrast in den Aufnahmen ist ebenfalls stark. Einziger Kritikpunkt ist der Himmel, der teilweise etwas zu grau und nicht tiefschwarz dargestellt wird.
Zoom-Kamera
Bevor wir zu den Aufnahmen kommen, ein kurzer Exkurs zum Vorteil der variablen Brennweite: Mit dem Bereich von 75mm bis 100mm landet ihr voll im „Sweet Spot“ für Porträts, da diese Brennweiten Gesichter schmeichelhaft und ohne optische Verzerrungen abbilden. Durch den echten optischen Zoom und die 1/1,4-Zoll-Sensorgröße erhaltet ihr eine natürliche Tiefenunschärfe, die eure Motive mit einem weichen Bokeh professionell vom Hintergrund freistellt. Dass die Linsengruppen beweglich sind, ist der Gamechanger, weil ihr den Bildausschnitt flexibel variieren könnt, ohne die Distanz zur Person zu verändern oder bei der Bildqualität Kompromisse einzugehen. Schaut euch dieses Bild an:
Auf meiner Fotosafari hatte ich am meisten Spaß mit der Zoom-Kamera. Die Aufnahmen entsprechen vom Farbprofil der Hauptkamera und sind kräftig. Die Bildschärfe ist über das gesamte Foto hinweg gut und der Weißabgleich gelingt ebenfalls zuverlässig. Xiaomi integriert in die Kamera-App einen Schieber für die Zoomstufen 2x, 3,2-4,3x und 8,6x. Die Qualität ist bis zu dieser Vergrößerungsstufe beeindruckend.
Auch bei Nacht liefert die Kamera sehr gute Ergebnisse. Die Aufnahmen haben einen starken Kontrast und eine ausgeglichene Farbdarstellung. Bis zur 4,3-fachen Zoom-Stufe erhaltet ihr dabei eine Qualität, die fast mit der Hauptkamera vergleichbar ist, abgesehen von den etwas weicheren Details.
Portraits
Für Porträtaufnahmen ist das Xiaomi 17 Ultra mit seiner variablen Brennweite bestens geeignet. Die Randerkennung funktioniert hervorragend. Zudem überzeugt das Gerät hier mit einer natürlichen Farbdarstellung. Es fällt besonders einfach, einen ästhetischen Bildausschnitt zu finden, ohne dass ihr euch mit dem Smartphone in der Hand bewegen müsst.
Ultraweitwinkel-Kamera
Die Ultraweitwinkel-Kamera liefert gute Ergebnisse. Die Aufnahmen erreichen jedoch nicht die Brillanz der Fotos der beiden anderen Kameras. Dennoch ist die Qualität in Ordnung. Es gibt ausreichend Details und die Dynamik der Farbdarstellung ist ebenfalls ausgeglichen. Im Vergleich fallen aber der schwächere Kontrast und die weniger leuchtstarken Farben auf. Dennoch lassen sich gute Schnappschüsse produzieren, auch wenn die Kamera nicht an die beiden anderen Sensoren heranreicht.
Erfreulicherweise liefert die Ultraweitwinkel-Kamera auch bei Nacht noch sehr gute Ergebnisse. Es gibt fast kein Rauschen, Lichtquellen werden gut eingefangen und auch der Kontrast passt.
Selfies
Die Selfies sind gut, aber nicht bahnbrechend. Hervorzuheben ist die natürliche Hautdarstellung, die die Bilder echt wirken lässt. Die Details sind gut, wenngleich beim Hineinzoomen alles minimal weichgezeichnet wirkt. Auch schwierige Lichtbedingungen bereiten dem Gerät keine Probleme und der HDR-Effekt wird gut umgesetzt. Bei Nacht lässt sich mit ausreichend Licht noch ein gutes Selbstporträt anfertigen. Alles in allem ist die Selfie-Kamera dem restlichen Setup würdig, aber nach den starken Hauptkamera-Aufnahmen des Xiaomi 17 Ultra haut uns die Qualität nicht mehr vom Hocker.
Fazit: erstklassige Flexibilität!
Vor allem die variable Telekamera erweist sich im Test als der versprochene Gamechanger, der euch eine enorme Flexibilität ohne Qualitätsverlust bietet. Zusammen mit der starken Performance des 1-Zoll-Hauptsensors liefert Xiaomi hier ein beeindruckendes Smartphone für Foto-Enthusiasten ab. Auch wenn die Ultraweitwinkel- und die Selfie-Kamera im direkten Vergleich etwas abfallen, bleibt ein exzellenter Gesamteindruck direkt aus der Praxis.
Qualitativ ordne ich das Xiaomi 17 Ultra auf einem Level mit dem Vivo X200 Ultra und Oppo Find X8 Ultra (im Kameravergleich) ein. Ohne einen direkten Vergleich mit dem Xiaomi 17 Ultra ist das aber etwas schwierig einzuschätzen und die beiden letztgenannten Alternativen sind aktuell ohnehin nicht mehr verfügbar. Wirklich schade ist allerdings, dass Xiaomi auf das rückseitige Display des Xiaomi 17 Pro Max (zum Test) verzichtet hat.
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Für mich persönlich gibt es interessantere Geräte von anderen Herstellern mit saubererem OS zum gleichen Preis, wenn nicht sogar günstiger aber ebenso mit Top-Ausstattung (ich gehe davon aus, dass es zum Marktstart hier, wenn es denn hier veröffentlicht wird Minimum 1000€ wenn nicht sogar um einiges mehr Kosten wird). Da habe ich persönlich lieber ein Gerät mit etwas schlechterer Kamera (von einem anderen Hersteller) aber ein saubereres OS. Ist aber nur meine Meinung, da die Kamera eines Smartphones für mich nicht an erster Stelle steht und ich dort Abstriche machen kann.
Servus, wenn die Kamera nicht das wichtigste für dich ist, dann bist du bei 1000€ Kamera Flagships ohnehin völlig falsch. Hier sollten einem auch zusätzlich Sensoren sehr wichtig sein. Unter 500€ gibt es ohne Ende Alternative mit nicht riesigem Kamerahügel und auch andere Systeme. Etwa bei den Pixel Smartphones oder Motorola Modellen.
beste Grüße
Jonas
Ob nach mehrmaligem Sturz, diese verstellbaren Linsen immer noch einwandfrei funktionieren werden?
Servus, Handys sind heuzutage sehr resistent und auch bewegliche Teile wie etwa die ausfahrbare Selfie Kamera waren dort keine Ausnahme.
Beste Grüße
Jonas