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Ulefone Armor 34 Pro Test

Getestet von Max Drechsel am Bewertung: 82%
Vorteile
  • sehr gute, robuste Verarbeitung
  • absurd hohe Akkulaufzeit
  • brauchbare Haupt und IR-Kamera
  • gute Performance
  • IP69K & IP68 Zertifizierung
  • Widevine L1, 5G & WiFi 6
  • beeindruckender Beamer
  • Benachrichtungs LED
  • sehr helle Caming-Lampe
Nachteile
  • sehr klobig und viel zu schwer (824g)
  • wahrscheinlich ohne größere Updates
  • dürftige Selfie und UWW-Kamera
  • deutlich hörbarer Lüfter im Beamerbetrieb
Springe zu:
CPUMediatek Dimensity 7300 - 4 x 2,5GHz + 4 x 2,0GHz
RAM16 GB RAM
Speicher512 GB
GPUMali-G615
Display 2460 x 1080, 6,9 Zoll 120Hz (IPS)
Betriebssystem - Android 15
Akkukapazität25500 mAh
Speicher erweiterbar Ja
Hauptkamera50 MP + 50MP (dual) + 64MP (triple)
Frontkamera32 MP
USB-AnschlussUSB-C
KopfhöreranschlussJa
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht824 g
Maße181 x 86 x 32 mm
Antutu (v10)697503
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am29.08.2025

Fragt mich nicht, wer bei Ulefone für die Nummerierung von Geräten zuständig ist, aber hier ist es, das Ulefone Armor 34 Pro! Euer perfektes Glamping-Smartphone: Es ist absolut unbrauchbar im täglichen Einsatz, aber gleichzeitig ein multifunktionales Monster unter den richtigen Bedingungen. Dazu gehören nicht nur ein Beamer und eine Taschenlampe mit Camping-Niveau, sondern auch eine gute Smartphone-Ausstattung, wie ein Full-HD-Bildschirm, ein fetter 25.500-mAh-Akku und ein Dimensity 7300 Prozessor. Freut euch auf einen wilden Test.

Design & Verarbeitung

Ulefone Armor 34 Pro Display 2

Es ist wirklich ein Wunder, dass Ulefone das Armor 34 Pro in den Handel bekommen hat, ohne dass dafür ein Waffenschein benötigt wird. Immerhin bringt es 825 Gramm (!) auf die Waage. Dazu kommen die übertrieben unhandlichen Abmessungen von 181 x 86 x 32 Millimeter. Wenn ihr ein Gefühl dafür bekommen wollt, wie sich das Ulefone Armor 34 Pro in der Hosentasche tragen würde, könnt ihr einfach drei normale Smartphones zusammengebunden nutzen, alternativ nehmt ihr einen Backstein.

Insbesondere die Dicke des Smartphones kommt nicht von ungefähr. Der massive 25.500mAh Akku und der integrierte Projektor benötigen eine Menge Platz. Abseits von diesen monumentalen Ausmaßen und Features sieht das Armor 34 Pro aus wie ein normales Outdoor-Smartphone: metallverstärkte Flanken, extra dick gummierte Ecken, eine Rückseite aus dickem Kunststoff und Metall sowie eine verschließbare Gummilasche für die Anschlüsse an der Unterseite. Denn natürlich ist das Armor 34 Pro staub- und wasserdicht nach IP69K & IP68. Kenner wird es freuen, dass die Gummilasche an den Anschlüssen über eine Torx-Schraube abgenommen werden kann.

Alle weiteren Knöpfe, die sich rund um das Smartphone gruppieren, bestehen aus Metall. Der Power- und der Multifunktions-Button sind auf der rechten Seite angeordnet, Lautstärke-Tasten und ein weiterer Multifunktions-Button befinden sich links. Hier sind auch der SIM-Schlitten und der Anschluss für Ulefones Accessoires untergebracht. So lassen sich etwa Endoskope, Mikroskope und noch einiges mehr an dem uSmart genannten Anschluss befestigen.

An der Oberseite ragen euch der Beamer und ein IR-Sensor entgegen, daneben befinden sich große Kühlrippen, denn auch das Ulefone Armor 34 Pro hat einen integrierten, aktiven Lüfter. In diesem Fall aber hauptsächlich zur Kühlung der Beamerlampe, weniger aus CPU-Performancegründen. Die Frontseite sieht dagegen aus wie bei einem x-beliebigen Smartphone. Die Selfie-Cam ist unnötigerweise als Punch-Hole ausgeführt, da im Rahmen sicher auch Platz gewesen wäre. Dafür gibt es noch eine Benachrichtigungs-LED.

Die Rückseite wird von der großen LED-Lampe und dem Kameramodul dominiert. Ulefone gibt nur an, dass hier 585 einzelne LEDs verbaut wurden, die zusammen eine Leistung von 6,5 Watt erzeugen, was umgerechnet ca. 1.100 Lumen entspricht. Subjektiv reicht sie in jedem Fall als Taschenlampenersatz und hellt auch größere Flächen auf. Wer Rettungskraft spielen will, kann hierüber auch ein rot-blaues Einsatzlicht aktivieren. Das Kameramodul im oberen Drittel beherbergt drei einzelne Kameras. Einer davon ist ein Nachtsensor, dem zusätzlich vier Infrarot-LEDs zur Seite stehen.

Das Smartphone besitzt wirklich haufenweise Schnickschnack. Es ist einfach ein massives Teil in jeder Hinsicht, wirkt aber auch unglaublich stabil und belastungsfähig. Es gibt sogar eine Öse für ein Trageband, welche sich keinen Millimeter verbiegen lässt. Und neben dem USB-C-Anschluss gibt es auch eine Kopfhörerbuchse.

Lieferumfang des Ulefone Armor 34 Pro

Ulefone Armor 34 Pro Lieferumfang

Nachdem das Smartphone schon riesig ist, fällt die Verpackung nicht schmaler aus. Dafür packt Ulefone auch ein bisschen Zubehör in die Grundausstattung. Ich glaube, wir können da auch verschmerzen, dass keine weitere Schutzhülle beiliegt.

  • Ulefone Armor 34 Pro
  • Ladegerät (EU, 66W)
  • USB-C auf USB-C-Kabel (ca. 100cm)
  • Schutzfolie (bereits aufgetragen)
  • Panzerglas
  • SIM-Nadel
  • Halsband mit Karabiner
  • mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • Garantiekarte

Zum besseren Tragen könnt ihr euch ein Holster dazu bestellen und je nach laufender Aktion gibt es zum Gerät das Holster, ein Endoskop oder Mikroskop kostenlos dazu.

Display

Ulefone Armor 34 Pro Test Testbericht 2

Bei Outdoor-Smartphones wird am Display oft gespart, meistens an der Auflösung oder Helligkeit. Das Ulefone Armor 34 Pro kann jedoch mit soliden Werten überzeugen. Das geht los mit einem Full-HD-Display (2.460 x 1.080 Pixel). Bei einer Bildschirmdiagonale von rund 6,95 Zoll erreicht das Gerät eine Pixeldichte pro Zoll von 386. Das Bild kommt aber nicht ganz an die Brillanz von High-End-Geräten heran.

Für ein IPS-Panel kommt das Armor 34 Pro auf gute 600 Lux. Damit ist das Display in den meisten Situationen gut ablesbar. Als maximale Bildwiederholrate werden 120 Hertz angegeben, allerdings ohne LTPO-Funktion. Gedrosselt werden kann maximal auf 60 Hertz.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
0
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300
400
500
600
700
800
900
1.000

Bei den Displayrändern hat sich der Hersteller eher großzügig gezeigt. So kommt das Gerät auf 6,5 Millimeter links und rechts. Oben sind es 9 Millimeter und unten satte 11,5 Millimeter. Ein weiterer Kritikpunkt ist der leichte Schatten oberhalb der Punch-Hole-Kamera, welcher besonders bei helleren Hintergründen auffällt. Ansonsten ist die Farbabstimmung recht neutral getroffen. Farben kommen gut zur Geltung und auch die Blickwinkelstabilität fällt ordentlich aus. Der Kontrast passt, wer OLED-verwöhnt ist, wird die weniger tiefen Schwarztöne aber bemerken.

Wenn ihr wollt, könnt ihr den Farbton noch weiter anpassen; neben zwei Profilen gibt es auch einen Farbkreis und noch mal gesondert die Möglichkeit, den Kontrast einzustellen. Die automatische Helligkeitsregelung arbeitet sehr fein, legt aber im Schnitt ein eher dunkles Bild an, obwohl der Akku definitiv auch etwas mehr Power bereitstellen würde. Für Streaming-Freunde, auch in Bezug auf den Beamer, ist Widevine L1 vorhanden. Inhalte bei den typischen Diensten sind also in Full-HD genießbar.

Beamer

Ulefone Armor 34 Pro Beamer

Das Armor 34 Pro ist vielleicht nicht das erste Smartphone mit integriertem Beamer, doch Ulefone hebt das Ganze auf ein neues Level. Mit 150 Lumen und einer Auflösung von immerhin 854 x 480 Pixeln. Bei der Größe ist alles zwischen 30 und 100 Zoll Bilddiagonale möglich. Die Entfernung zur Projektionsfläche sollte zwischen 0,8 und 2,9 Meter liegen. Beim Seitenverhältnis gibt Ulefone zwar 1.3:1 an, ihr könnt aber in den Einstellungen zwischen dem Verhältnis des Displays und 16:9 wählen, wobei letzteres das Bild zwar auf dem Display beschneidet, für den Beamer aber das bessere Ergebnis liefert.

Der Beamer wird also nicht als zweiter Monitor behandelt, sondern spiegelt das Displaybild des Smartphones. In dem Menü zum Beamer lassen sich verschiedene Einstellungen treffen, wie das automatische Drehen der Anzeige und auch das automatische Fokussieren, was ganz gut funktioniert. Gelegentlich musste ich aber zwei, drei Fokusversuche starten. Überragend funktioniert die automatische Keystone-Korrektur, also die Anpassung von schrägen Winkeln zur Projektionsfläche.

Ulefone Armor 34 Pro Verarbeitung 3

Das größte Thema dürfte die Helligkeit sein, denn 150 Lumen sind nicht besonders viel. Nicht bei selbstleuchtenden Smartphone-Displays und besonders nicht bei anzustrahlenden Flächen. Aktuelle Mittelklasse-Projektoren kommen auf 1.000 bis 2.000 Lumen und kämpfen bereits bei Sonneneinstrahlung. Das heißt für den Projektor des Armor 34 Pro: je dunkler der Raum, desto besser. Doch überraschenderweise reicht an einem trüben Tag schon eine weiße Wand im Inneren für eine mäßige Projektion. Natürlich sind hier weiterhin nicht viele Details zu erkennen. Aber um mal schnell etwas für mehrere Personen sichtbar zu machen, taugt es. Außen ist der Projektor tagsüber nicht zu gebrauchen. Erst, wenn es dunkel wird, ist auch hier eine Projektion sinnvoll möglich.

Im besten Fall bewegt ihr euch bei der Entfernung nahe der 1,5- bis 2-Meter-Marke. Das Bild ist dann ausreichend groß und gleichzeitig noch recht kräftig. Wer näher herangeht, bekommt noch sattere Farben, aber die Fläche schrumpft auch schnell zusammen. Schon eine leichte Abdunklung kann zu einer deutlichen Verbesserung führen. Die Lautstärke durch den Lüfter nimmt mit zunehmender Projektionszeit deutlich zu. Der Lüfter von RedMagic-Geräten mag nicht ganz so groß sein, agiert aber dennoch mit großem Abstand leiser. Die niedrige Auflösung spielt erst mal gar nicht so eine große Rolle, und besonders für ein YouTube-Video zwischendurch ist die Qualität ausreichend.

Der Beamer ist ein nettes Gimmick und könnte beim „Glamping“ durchaus Anwendung finden. Im Home-Bereich sind die Einsatzzwecke wohl eher eingeschränkt. Klar könnt ihr den Einsatz irgendwie erzwingen, in der Regel fahrt ihr aber besser damit, euer Smartphone mit einem TV zu koppeln und darüber zu streamen. Kollegen und Familie sind aber in jedem Fall beeindruckt, nicht nur von der Wuchtigkeit des Smartphones, sondern auch von dem erzeugten Bild.

Leistung & System

Neben dem Bildschirm ist die abgerufene Leistung der Outdoor-Geräte immer wieder ein Thema. Doch auch hier kann sich das Armor 34 Pro ordentlich positionieren. Für die Hauptarbeit ist ein Mediatek Dimensity 7300 zuständig. Für grafisch aufwendige Arbeiten greift dieser auf eine Mali-G615 MC2 zurück. Das gute Stück wurde im 4nm-Verfahren bei TSMC gefertigt.

  • 4x ARM Cortex-A78 bis zu 2,5 GHz
  • 4x ARM Cortex-A55 bis zu 2 GHz
  • Mali G615 MC2 @ 1 GHz
  • APU 655 für AI-Berechnungen

Die Leistung des Dimensity 7300 ist nahezu identisch mit der eines Snapdragon 7s Gen 2. Es handelt sich nicht um Top-CPUs, aber durchaus um Modelle mit genügend Leistung für alle täglichen Aufgaben und leichtes Gaming. Nicht gegeizt wird bei der Speicherausstattung. Hier verbaut Ulefone satte 16 GB LPDDR5 RAM und große 512 GB UFS 3.1 Massenspeicher. Als Feature-Monster ist es selbstverständlich, dass auch eine MicroSD-Karte zugesteckt werden kann, durch welche sich der Speicher um nochmals bis zu 2 TB erweitern lässt.

Wir haben das Armor 34 Pro natürlich auch durch die üblichen Benchmarks gejagt. Die Ergebnisse können sich in den meisten Situationen sehen lassen. Lediglich bei starker 3D-Beanspruchung knickt die Bildrate ein, für den Rest der Aufgaben ist ordentlich Leistung vorhanden. Multitasking ist kein Problem.

Antutu (v10)
0
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400.000
600.000
800.000
1.000.000
1.200.000
1.400.000
1.600.000
1.800.000
2.000.000
Geekbench Single (v6)
0
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400
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800
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1.200
1.400
1.600
1.800
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Geekbench Multi (v6)
0
500
1.000
1.500
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2.500
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3.500
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4.500
5.000
3D Mark (Wildlife)
0
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1.600
2.400
3.200
4.000
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5.600
6.400
7.200
8.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
300
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1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000

System

Ulefone bedient sich der Basis von Android 15 für das Armor 34 Pro. Dieser Unterbau wird optisch nur mäßig verändert, dafür aber mit haufenweise Zusatzfunktionen bestückt. Ich persönlich finde es gut, dass viele eher versteckte oder seltener genutzte Einstellungen bei Ulefone einen normalen Menüpunkt bekommen haben. Was die Lokalisierung angeht, ist mir genau ein Menü untergekommen, welches auf Französisch war.

Die Sondertasten links und rechts am Rahmen lassen sich frei belegen und nicht nur einfach, beide Tasten können bis zu drei Funktionen abdecken. Komplett einzelne Apps haben die Menüs für den Beamer und die LED-Taschenlampe erhalten. Auch der Lüfter lässt sich unabhängig vom Beamer aktivieren, um beispielsweise die CPU zu kühlen; Hitzeprobleme sind uns aber keine aufgefallen.

Bloatware gibt es fast keine. Die offensichtlichsten Vertreter sind DuraSpeed und der „Mobile Bewacher“. Beide Apps lassen sich zwar nicht deinstallieren, aber immerhin deaktivieren. Ein richtiges Updateversprechen gibt es nicht. Ein paar Bugfixes dürfte es geben, eventuell auch noch eine neue Android-Version, gesichert ist aber nichts.

Kamera des Ulefone Armor 34 Pro

Ulefone Armor 34 Pro LEd Rueckseite 1Das Armor 34 Pro bietet immerhin drei, sogar benannte Sensoren auf der Rückseite und einen an der Front. Und da das Gerät wasserdicht ist und sogar ohne Probleme untergetaucht werden darf, könnt ihr damit auch unter Wasser filmen (zumindest bis zu 2 Meter). Ein spezieller Modus dafür lässt sich in den Einstellungen wählen.

  • Hauptkamera: 50MP (OV50H), f/1.95, 1.197μm, 7 Linsen, FOV 85°
  • Ultraweitwinkelkamera: 50MP (Samsung JN1), f/2.2, FOV 117.3°
  • Nachtsichtkamera: 64MP (OV64B), f/1.79, FOV 79,4°
  • Selfiekamera: 32MP (Samsung GD2), f/2.45, 0.8µm, 5 Linsen, FOV 80,4°

Hauptkamera

Die mit einem OmniVision-Sensor ausgestattete Hauptkamera ist erst mal ein typischer Megapixel-Blender. Ihr bekommt ein durchschnittliches Bild mit relativ neutraler Farbgebung, aber die Details und der Kontrast lassen durchaus zu wünschen übrig. Eure Outdoor-Highlights werdet ihr damit kaum in Szene setzen können. Aber für einen Schnappschuss reicht das Gebotene. Nachts schwächelt der Sensor deutlich, dafür gibt es aber ja noch eine Nachtsichtkamera. Besonders die Stabilisierung ist ein Problem und es braucht oft einen zweiten Versuch. 50MP-Aufnahmen können manchmal für bessere Kontraste sorgen. Oft bietet der Modus aber kaum Mehrwert.

Ultraweitwinkelkamera

Ähnlich sieht es bei der UWW-Kamera aus. Nur dass hier das Bild noch etwas pixeliger ausfällt, trotz identischen 50 MP und eigentlich gutem Samsung JN1-Sensor. Es zeigt sich mal wieder deutlich, dass ein guter Sensor nicht alles ist und die Software einen großen Teil der Arbeit übernimmt. Besonders beim ersten Schuss sind auch die Farben komplett ausgewaschen. Besonders bei den Gebäuden fällt der Rotstich auf.

Nachtsichtkamera

Einziges wirkliches Goodie ist die Nachtsichtkamera. Die vier Infrarot-LEDs erzeugen ein gut ausgeleuchtetes Bild, auch bei absoluter Dunkelheit. Der Kontrast fällt gut aus. Details sind natürlich etwas rar gesät. Gemessen an den Umständen kann man aber nicht meckern.

Selfiekamera

Die Selfie-Cam macht in Räumen sowie außen farblich ganz passable Aufnahmen. Indoor sind die Farben etwas blass, aber außen bei Tageslicht kommen diese gut zur Geltung. Feinere Details halten spätestens einem leichten Zoom nicht stand. Insgesamt ist es aber eine überraschend gute Selfiekamera für Tageslichtaufnahmen. Nachts sind die Fotos allerdings unbrauchbar.

Video

Videos können laut Datenblatt mit maximal 4K und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Wenn ihr auf Full-HD zurückschaltet, sind eigentlich auch 60 Bilder pro Sekunde möglich. Bei der Selfiekamera sind maximal 1080p mit 30 FPS drin. Für die Hauptkamera lässt sich die Auflösung allerdings nur im Profi-Modus ändern. Für die FPS gibt es keine Einstellmöglichkeit und für die Selfiekamera wurde komplett auf so ein Menü verzichtet. Ein Softwareupdate könnte Abhilfe schaffen. Solange sind die Videos zwar ganz okay, bleiben aber deutlich hinter den Erwartungen, insbesondere, weil die Videostabilisierung maximal bemitleidenswert arbeitet.

Konnektivität

Ulefone Armor 34 Pro SIM Micro SD Empfang 2Nachdem die Kameras ja eher ernüchternd waren, wird in Sachen Konnektivität noch mal groß aufgefahren. So unterstützt es WiFi 6 und damit auch das 2,4-, 5- und 6-GHz-Netz. Das Armor 34 Pro ist außerdem 5G-fähig und deckt eine breite Liste an Bändern ab. Auch das immer noch begehrte Band 20 für Deutschland ist mit an Bord.

  • 4G: B1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19 /20/25/26/28A/28B/32 / B34/B38/B39/B40/B41/66/71
  • 5G: N1/2/3/5/7/8/20/25/28/38/40/41/66/71/77/78/79

Das Ulefone Armor 34 Pro hat einen Triple-SIM-Slot. So lassen sich gleichzeitig zwei SIM-Karten und eine MicroSD-Karte einsetzen. VoLTE und VoWiFi waren problemlos nutzbar.

Eine Fülle an unterstützten Satellitensystemen sorgt für eine starke Genauigkeit weltweit. Dazu zählen: GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS und NavIC. Im Test lag die Genauigkeit regelmäßig bei rund 2 Metern, und eine Navigation mit dem Armor 34 Pro war überhaupt kein Problem. Die Standortbestimmung erfolgte in offenem Gelände in Sekunden.

An Sensoren sind verbaut: Infrarot-Sender, Fingerabdrucksensor, Näherungssensor, Beschleunigungssensor, Lichtsensor, Gravitationssensor, Gyroskop, E-Kompass, Schrittzähler und ein Barometer. Dazu gesellt sich noch NFC. Der Fingerabdrucksensor befindet sich im Power-Button und entsperrt das Gerät zuverlässig und schnell. Ein FM-Radio ist auch integriert und funktioniert sogar ohne Kopfhörer.

Freunde der alten Schule wird es freuen, dass auf der Displayfront oben links zusätzlich eine Benachrichtigungs-LED untergebracht ist, welche in verschiedenen Farben auf Nachrichten oder einen niedrigen Akkustand hinweist. Neben dem USB-C (2.0) Anschluss befindet sich, wie eingangs erwähnt, der klassische Kopfhöreranschluss. Eine weitere Verbindungsmöglichkeit stellt Bluetooth 5.4 dar. Zu den unterstützten Codecs zählen LDAC und LHDC – aptX wird nicht unterstützt. Die integrierten Stereo-Lautsprecher sind sehr laut, klanglich aber etwas flach, trotz des großen Volumens, das ja eigentlich vorhanden sein muss.

Akkulaufzeit des Armor 34 Pro

Ulefone Armor 34 Pro Anschluesse

Der wohl spannendste Punkt dürfte die Leistung des gewaltigen Akkus sein. 25.500 mAh sind vorhanden. Das ist grob das Vierfache eines normalen Handyakkus. Laut Ulefone beträgt die Stand-by-Zeit 1.380 Stunden und die Sprechzeit bei Anrufen bis zu 138 Stunden. Geladen wird am besten über ein 66-Watt-Netzteil, damit es keine Jahrzehnte dauert. Außerdem ist es möglich, per Kabel andere Geräte mit bis zu 10 Watt aufzuladen. Die Ladezeit hängt sehr stark vom Netzteil ab. Mit dem beiliegenden 66-Watt-Netzteil reichten gute zwei Stunden.

Doch was uns wirklich interessiert, sind die Akkubenchmarks. Wie immer haben wir dafür die Helligkeit auf rund 200 Lumen begrenzt und lassen den PCMark von 100 % anlaufen. Dieser endet, wenn das Smartphone bei 20 % seiner Akkuladung angekommen ist.

Leider kommt es beim Akkubenchmark in jedem Durchlauf zum Absturz bei ca. 50 %. Somit erhalten wir keine verlässlichen Werte. Allerdings dauerte es bis zu diesem Punkt länger als 24 Stunden. Sollte jemand das Armor 34 wirklich für den täglichen Gebrauch nutzen wollen, dann müsst ihr wohl weniger als einmal in der Woche laden. Die einzige Funktion, die es schafft, die Prozente purzeln zu lassen, ist der Beamer. Und selbst da hält das Ulefone Armor 34 Pro über 3 Stunden durch, also ausreichend für einen Spielfilm.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Das Ulefone Armor 34 Pro bietet fast überall “mehr” als eigentlich alle anderen Smartphones, erkauft sich diese Featurefülle aber mit einer enormen Größe und einem exorbitanten Gewicht. Größtes Manko sind wohl die Kameras sowie der Softwaresupport. Besonders glänzen kann es mit Hinblick auf den Outdooreinsatz. Vollgestopft mit Sensorik und einem starken GPS, ist es ein verlässlicher Begleiter.

Für den täglichen Einsatz halte ich es jedoch für untauglich. Selbst als Baustellenhandy ist es einfach viel zu dick. Für besondere Anlässe, um etwas in Groß über den Beamer zeigen zu können oder für Glamping, als Mini-Beamer-Ersatz kann es durchaus herhalten. Für eine Hosentasche ist es auf Dauer jedoch eindeutig zu schwer und eigentlich auch zu groß.

Es ist durchaus spannend zu sehen, was alles in einem einigermaßen kleinen Format möglich ist. Rein von der Technik her kann man es voll empfehlen. Der Prozessor ist leistungsstark, das Display zeigt eine ordentliche Qualität und Helligkeit. Speicher hat es allemal genug. Aus einer pragmatischen Sicht ist es allerdings für den normalen User deutlich zu viel. Preislich siedelt das Ulefone Armor 34 Pro bei 600 € an. Das ist einigermaßen okay, sollte aber noch deutlich nach unten korrigiert werden, allein schon im Hinblick auf die Konkurrenz.

Der Hauptkonkurrent in unserem Test ist das 8849 Tank 4 Pro (zum Test), welches ebenfalls mit einem Beamer daherkommt. Während das Armor 34 Pro noch alle Leistungsdaten des Vorgängers 8849 Tank Pro 2 (zum Test) übertroffen hat, sieht das bei der vierten Generation nicht mehr ganz so rosig aus. In vielen Situationen hat mal das eine, mal das andere Gerät die Nase vorn. Wer sich also für eines der Smartphones entscheiden will, muss abwägen, was am wichtigsten ist.


Gesamtwertung
82%
Design und Verarbeitung
85 %
Display
80 %
Leistung und System
75 %
Kamera
60 %
Konnektivität
90 %
Akku
100 %

Preisvergleich

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Steinlaus
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Mitglied
Steinlaus(@steinlaus)
1 Stunde her

Den kleinen chinesischen Herstellern kann man ja durchaus einiges vorwerfen, doch Mutlosigkeit gehört definitiv nicht dazu. Einen derartig grotesken Mutanten zu konstruieren und unironisch im Markt zu platzieren; das verlangt reichlich Chuzpe. 🙂

Hier könnten sich Xiaomi und Co. innovationstechnisch tatsächlich mal eine Scheibe abschneiden, denn die Big Player servieren jährlich im Grunde immer nur dieselben Geräte mit “lediglich” schnellerer Hardware. Das mag erfolgreich sein, ist aber irgendwie auch langweilig.

Letzte Änderung 1 Stunde her von Steinlaus

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