CPU | Snapdragon 8 Elite - 2 x 4,32GHz + 6 x 3,53GHz |
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RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
Speicher | 256 GB, 512 GB |
GPU | Adreno 830 |
Display | 2688 x 1216, 6,9 Zoll 144Hz (AMOLED) |
Betriebssystem | MyOS - Android 15 |
Akkukapazität | 6600 mAh |
Speicher erweiterbar | Nein |
Hauptkamera | 50 MP + 50MP (dual) + 64MP (triple) |
Frontkamera | 16 MP |
USB-Anschluss | USB-C |
Kopfhöreranschluss | Nein |
Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 66 |
5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 25, 28, 38, 40, 66 |
NFC | Ja |
SIM | Dual - nano |
Gewicht | 228 g |
Maße | 164,3 x 77,1 x 8,6 mm |
Antutu (v10) | 2467171 |
Benachrichtigungs-LED | Nein |
Updatezeitraum | 3 Jahre? |
Hersteller | Nubia |
Getestet am | 04.08.2025 |
Inhaltsverzeichnis
Das Nubia Z70S Ultra ist der Inbegriff eines Minimal-Updates. Das Gerät unterscheidet sich nur sehr wenig von seinem Vorgänger. Wenn ihr also mit dem Nubia Z70 Ultra (zum Test) vertraut seid und euch das Gerät nicht angesprochen hat, könnt ihr eigentlich an dieser Stelle den Test beenden.
Um uns da noch mal alle auf einen Stand zu bringen: Nubia sticht mit der Z-Serie vor allem in drei Bereichen hervor. Zentral ist dabei die Kamera. Diese setzt auf 35mm Brennweite, was toll für Porträtaufnahmen ist. Dazu gibt es ein Display ohne Notch – dank der Frontkamera unter dem Display. Der dritte Punkt ist viel Leistung zum kleinen Preis. Der „Ultra“-Titel verspricht High-End und so lesen sich die Spezifikationen des Nubia Z70S Ultra auch. Dazu gehört immerhin ein Snapdragon 8 Elite. Das Ganze zu einem Preis von unter 800€. Das ist schon mal eine Ansage.
Design und Verarbeitung
Nubia nutzt für das Z70S Ultra wahrscheinlich das gleiche Gehäuse wie für dessen Vorgänger. Jedenfalls sind die Abmessungen mit 164,3 x 77,1 x 8,6 Millimeter und das Gewicht mit 228g exakt die gleichen wie beim Z70 Ultra. Die IP68 / 69K Zertifizierung wird ebenfalls vom Vorgänger übernommen. Erhalten bleibt ebenfalls der gigantische Kamerahügel. Dieser nimmt das gesamte obere Drittel des Smartphones ein. Hier misst das Z70S Ultra 12mm. Daraus steht die Hauptkamera dann noch mal 3,5mm hervor, an seiner dicksten Stelle misst das Z70S Ultra also ganze 15,3mm. Hier handelt es sich um ein bewusstes Design-Statement, das durch den roten Ring rund um die Hauptkamera noch weiter herausgestellt wird. Nubia setzt hier auf einen Kameralook, der durch ein optionales Retro-Kamera-Kit noch weiter getrieben werden kann. Dieser Look muss euch gefallen. Fans von Extravaganz kommen hier auf ihre Kosten, das Nubia Z70S sticht auf jeden Fall aus der Masse ähnlich aussehender Smartphones hervor.
Vom Vorgänger übernommen wird ebenfalls der Metallrahmen und die darin sitzenden Metallbuttons. Der Rahmen und die Buttons sind exzellent verarbeitet, und die Kombination aus schwarz gefärbtem Rahmen und ganz flachem, kantigem Display erinnert an ein S25 Ultra. Der Premium-Eindruck wird durch gerade mal 2,5mm Rand um den Bildschirm verstärkt.
Damit stehen Rückseite und restliches Design des Smartphones in einem ziemlichen Kontrast. Diesen bekommt Nubia aber gut vereinbart, auch wenn ich persönlich kein Fan der Rückseite bin. Neben dem Design ist der Hauptgrund dafür das Material der Rückseite. Nubia setzt hier auf „Premium-Glas mit geprägter Lederoptik“. Praktisch eine Glasrückseite mit Textur. Gute Idee, schlechte Umsetzung. Das Ganze fühlt sich an wie Kunststoff, hat nicht die tolle Textur von Kunstleder und nicht den edlen Look einer klassischen Glasrückseite. Dazu wirkt die Kombination aus hartem Glas und deutlich geprägtem Muster wie Schleifpapier. Sie erzeugt Abrieb, wenn ihr mit dem Nagel oder anderen weicheren Materialien darüber reibt.
- mit dem mitgelieferten Case
Die Buttons des Nubia Z70S gefallen da deutlich besser. Lautstärkewippe und Powerbutton sind auf der rechten Seite verbaut, der Powerbutton in Rot gehalten und texturiert. Dazu kommt ein Silent-Switch links oben im Rahmen und ein Kamerabutton unten rechts im Rahmen. Oben findet ihr ein Mikrofon und einen IR-Sender im Rahmen und auf der Unterseite den USB-C-Port, einen Lautsprecher, den SIM-Slot und ein weiteres Mikrofon. Den USB-Port bindet Nubia nach USB 3 ein. Der Fingerabdrucksensor ist im Display verbaut. Der Sensor ist super und entsperrt das Gerät höchst zuverlässig in etwa 0,5 Sekunden.
Das Nubia Z70 ist ein stimmiges Smartphone geworden. Die Verarbeitung ist exzellent, die Vorderseite und der Metallrahmen sind absolut flaggschiffwürdig. Die Rückseite hingegen ist Geschmackssache. Aber auch hier gibt es objektiv nichts zu meckern, das ist einfach Geschmackssache. Kritik müssen wir lediglich an dem „Glas/Leder“-Hybrid üben, das ist es irgendwie nicht.
Lieferumfang des Nubia Z70S Ultra
Leider streicht Nubia das Netzteil für das Nubia Z70S Ultra. Für das Z70 war dieses noch Teil des Lieferumfangs. Nun finden wir nur noch eine günstig wirkende, durchsichtige Hülle, etwas Papierkram und ein rotes USB-C- auf USB-C-Kabel im Lieferumfang.
Display des Nubia Z70S Ultra
Kommen wir zu einem der Highlights des Nubia Z70S Ultra. Die Kombination aus flachem Display, kaum Rundungen in den Ecken und keiner sichtbaren Frontkamera ist phänomenal! Dadurch wirkt das Display größer und ungestört. Generell handelt es sich um ein 6,85 Zoll großes Panel mit einer Auflösung von 2688 x 1216 Pixel und einer Pixeldichte von 430 Pixeln pro Zoll. Dazu kommt eine Bildwiederholrate von 144Hz. Verglichen mit noch teureren Geräten fehlt nur LTPO zum perfekten Display. Das macht Nubia durch das unterbrechungsfreie Display aber mehr als wett. Im Alltag macht das einen erstaunlich großen Unterschied, das Display sieht einfach toll aus. Die Helligkeit ist mit bis zu 1.550 Lux im Automatikmodus und 1.118 Lux im manuellen Modus ausreichend hoch, um auch bei Sonnenschein alles erkennen zu können. Hier seht ihr aber schon einen Unterschied zu einem Pixel 9 Pro oder Honor 400 Pro mit Helligkeiten über 2.000 Lux.

Auf der Einstellungsseite finden wir natürlich einen Hell- und Dunkelmodus, einen Lesemodus und Einstellungen für die Farbwiedergabe. Hier kann zwischen Presets und freier Einstellung gewählt werden. Schriftart und Schriftgröße lassen sich natürlich ebenfalls anpassen. Ein anpassbares AOD ist ebenfalls an Bord und problemlos nutzbar.
HD-Streaming ist dank Widevine L1 kein Problem und HDR-Inhalte werden durch HDR10 und HLG abgedeckt. HDR10+ und Dolby Vision sind nicht mit dabei. Ein spezielles Schutzglas gibt Nubia nicht an. Eine Displayschutzfolie ist von Werk aus aufgebracht.
Insgesamt liefert Nubia hier ein tolles Display ab. Die Kombination aus eckigem, flachem Display und UDC funktioniert wunderbar. Bei Helligkeit, LTPO und HDR macht das Nubia Z70S Ultra Abstriche gegenüber noch teureren Smartphones, das ist aber mehr als verkraftbar und fällt bei normaler Benutzung nicht auf.
Leistung
Angetrieben wird das Nubia Z70S Ultra von einem Snapdragon 8 Elite. Das hat nicht nur Vorteile bei der Leistung, sondern auch bei der Bildverarbeitung. Doch dazu später mehr. An der Leistungsfront kann das Nubia Z70S Ultra überzeugen, auch wenn die Hitzeentwicklung negativ auffällt. Dröseln wir das mal etwas auf. Zunächst ein Blick auf die Benchmarks:




Das sieht schon mal sehr gut aus, klar, im Nubia Z70S Ultra steckt eben auch einer der schnellsten Prozessoren der Welt. Gepaart wird er mit 12GB oder 16GB Arbeitsspeicher und 256GB oder 512GB Festspeicher. Wir haben die 12/256GB-Version im Test. Der UFS 4.0 Speicher ist mit 3.648MB/s Lesen und 2.676MB/s Schreiben angenehm schnell, wenn auch lange nicht führend. Der Arbeitsspeicher ist vom Typ LPDDR5X und gehört damit zum schnellsten seiner Art.
Im Alltag wird das Gerät nicht warm. Kommt es zu aufwändigeren Aufgaben, erwärmt es sich allerdings schon. Aufgefallen ist das besonders beim Fotografieren. Schießt ihr über einen Zeitraum von 10 Minuten hinweg so 40–50 Fotos, wird das Gerät dabei richtig warm. Bei Benchmarks sieht das nicht anders aus. Während Antutu haben wir das Gerät bei 42°C bis stellenweise 47°C gemessen. Im Stresstest hat sich das Gerät schlicht ausgeschaltet. Beim Zocken sieht es hingegen besser aus. Ich war positiv von der geringen Wärmeentwicklung selbst in anspruchsvollsten Games überrascht.
Auf den beiden Bildern oben seht ihr, dass die Leistung des Geräts in Benchmarks auf Dauer massiv einbricht. Das Ergebnis im GPU-Stresstest ist wirklich spektakulär schlecht. Auf unter 18% seiner originalen Leistung fällt das Nubia Z70S Ultra, das ist wirklich sehr wenig. Zum Vergleich: Ein Einbruch um 30% ist gut, mehr als 50% sollten es nicht sein. Hier sind es mehr als 80%.
Im Alltag ist das alles kein Problem, aber die Kombination aus starker Leistungseinbuße unter Dauerlast und starker Wärmeentwicklung ist definitiv nicht optimal. Dennoch: Das Nubia Z70S Ultra ist mit massiver Leistung bepackt und wird euch über Jahre bei allen Aufgaben zuverlässig unterstützen.
System
Systemseitig setzt das Nubia Z70 Ultra auf Android 15 und das neue Nebula AIOS. Das verändert wenig zu Nubias alter MyOS-Oberfläche und will wohl hauptsächlich von der KI-Euphorie profitieren. Für einen ausführlichen Blick auf Nebula AIOS empfehle ich einen Blick in unseren Nubia Z70 Test. Seitdem hat sich kaum etwas verändert. Größtes Problem bleibt Nubias unklare Updatepolitik. Zum Z70S fehlt es komplett an verlässlichen Informationen. Für das Z70 Ultra werden 3 Jahre Softwareupdates versprochen. Allerdings ist unklar, um welche Updates es dabei geht. Wirklich deutlich wird Nubia nur bei Android 16. Das wird das Z70 Ultra definitiv und damit das Z70S Ultra höchstwahrscheinlich auch bekommen.
Grundsätzlich ist Nebula AIOS ein aufgeräumtes, nicht überfrachtetes System. Wir waren positiv vom Mangel an Bloatware überrascht. Alle Google-Apps funktionieren natürlich so, wie sie sollen. Das Google Wallet klappt natürlich auch problemlos.
Kamera des Nubia Z70S Ultra
Am Grundkonzept des Kamerasetups der Z-Reihe verändert Nubia auch mit dem Z70S Ultra nichts. Das ist auch gut so, die 35mm-Brennweite der Hauptkamera war immer eines der Kaufargumente für die Nubia-Z-Geräte. Um euch da noch mal alle auf Stand zu bringen: 35mm-Brennweite gelten als besonders natürlich und werden gerne für Porträts genutzt. Die meisten anderen Smartphones setzen auf eine kürzere Brennweite und einen dadurch größeren Blickwinkel im Tausch gegen das Bokeh und den natürlichen Look, den 35mm-Brennweite erlauben.
Soweit so gut. Insgesamt sieht das Setup so aus:
- Hauptkamera: 50MP (OmniVision OV50H), 35mm, f/1.7, 1/1,3“, Autofokus, OIS
- Ultraweitwinkelkamera: 50MP (OmniVision OV50D), 13mm, f/2.05, 1/2,88″, 122° Winkel, Autofokus
- Telefotokamera: 64MP (OmniVision OV64B), 70mm, f/2.48, 1/2“, Autofokus, OIS
- Frontkamera: 16MP (OmniVision OV16E), 7. Generation UDC (Kamera unter dem Display), 16MP, f/2.0
Damit verändert sich nur die Hauptkamera im Vergleich zum Z70 Ultra. Dort war ein kleinerer Sony IMX 906 verbaut. Dafür gab es im Vorgänger eine variable Blende dazu. Insgesamt hat sich das Kamerasetup seit dem Z60 Ultra Leading Version (zum Test) kaum verändert. Es ließe sich sogar dafür argumentieren, dass die Kamera auf dem Papier schlechter geworden ist. Immerhin gab es im Z70 noch eine variable Blende dazu und im Z60 Ultra Leading Version drei Kameras mit OIS.
Dann noch ein Wort zum Kamerabutton: Fand ich im Test erstaunlich praktisch. Anfangs müsst ihr euch etwas dazu zwingen, ihn zu benutzen, mit der Zeit ist das aber immer natürlicher geworden. Für mich ein willkommenes Feature. Nun aber zu den Aufnahmen.
Farbabgleich
- Ultraweitwinkel
- Hauptkamera
- Zoomkamera
Wirklich gut sind die Kameras leider nicht aufeinander abgestimmt. Im Vergleich fällt sofort die schlechtere Qualität der UWW auf. In schwierigeren Lichtsituationen sehen ihre Bilder deutlich anders aus. Die Farbabstimmung ist ebenfalls nicht optimal. Nubia versucht hier die mäßige Hardware softwareseitig zu kompensieren und schießt dabei gerne mal übers Ziel hinaus. Farben werden unnatürlich knallig und sehen ganz anders aus als bei Haupt- und Zoomkamera.
Porträts
- Portraitmodus
- Portraitmodus + Beauty Mode
- Portraitmodus
Wir fangen heute mal mit den Porträts an, weil das die Kategorie ist, für die diese 35mm-Kamera gemacht wurde. Findet ihr den richtigen Abstand zum fotografierten Objekt, dann gelingen mit dem Nubia Z70S Ultra fantastische Porträts. Potenziell die besten, die ihr überhaupt aus einem Smartphone herausholen könnt. Die Farbsprache ist relativ kräftig, Details werden zuverlässig eingefangen und das Bokeh sieht toll aus.
Hauptkamera
Leider hat die 35mm-Kamera aber auch so ihre Nachteile. Andauernd wechselt das Z70S Ultra zum Ultraweitwinkelsensor, um Bilder zu machen. Im Bereich bis 50cm wechseln die Kameras dauernd hin und her. Das ist nervig und führt zu inkonstanten Ergebnissen.
Generell gefallen mir die Aufnahmen mit der Hauptkamera aber richtig gut. Die Farben sind schön satt, aber nicht zu knallig, und die 35mm-Brennweite wirkt besonders bei bewegten Motiven sehr natürlich. Auch Schärfe und Details überzeugen voll. Ihr solltet allerdings wissen, dass das Sichtfeld etwas enger ist als bei vielen anderen Smartphone-Kameras. Dadurch sind die Bilder weniger verzerrt, zeigen aber auch weniger vom Umfeld.
Bei Nachtaufnahmen muss die Kamera zwar gegenüber teureren Flaggschiffen ein wenig zurückstecken, liefert aber trotzdem noch einen hohen Detailgrad. Die Lichtdarstellung klappt nicht immer perfekt, dafür ist die Farbwiedergabe wirklich stark.
Insgesamt könnt ihr mit dieser Kamera tolle Fotos machen. Sie ist aber eben sehr spezialisiert und nicht für alles perfekt geeignet. Dessen müsst ihr euch bewusst sein.
Ultraweitwinkel
Die Ultraweitwinkelkamera ist ganz klar der Schwachpunkt des Smartphones. Für ein 800€-Smartphone ist das hier zu wenig. Die Bilder sind auf Niveau eines Mittelklasse-Smartphones. Für Schnappschüsse in Ordnung, aber mit vielen Imperfektionen versehen. Die Farbgebung ist tendenziell zu grell, teilweise dann viel zu blass. Dazu kommt eine konstante Unschärfe und ein noch gesteigerter Detailverlust in dunklen Bereichen.
Bei Nacht zeigen sich ebenfalls Schwächen. Die Lichtwiedergabe ist nicht gut, der Detailgrad gering. Insgesamt sind die Aufnahmen verwaschen, haben kaum Charakter. Auch wenn wir annehmen, dass das Gerät im Preis auf rund 600€ sinkt, ist das hier zu wenig.
Zoomkamera des Nubia Z70S Ultra
Die Zoomkamera ist dann wiederum eine Stärke des Z70S Ultra. Zur Verfügung steht hier ein 2x optischer Zoom. Dieser überzeugt mit vielen Details und ausgeglichener Farbwiedergabe. Bei Nacht lässt die Qualität der Zoomkamera spürbar nach. Insbesondere die Auslösezeiten gehen in die Höhe und es kommt schnell zu verwackelten Aufnahmen. Mit genügend Zeit und auch mal zwei Versuchen, kommen aber ansehnliche Bilder mit genügend Schärfe und schön abgestimmter Helligkeit raus.
Selfies
- Selfiecam
- Hauptkamera
- Hauptkamera Portraitmodus
Kommen wir zur Unter-Display-Frontkamera. Nubia verbessert diese stetig weiter und spricht hier, wie beim Z70 Ultra auch, von der 7. Generation UDC. Die Bilder sind dennoch nicht gut. Details werden gnadenlos weichgezeichnet, Lichter überblenden. Zur Not okay, aber wenn ihr Wert auf Selfies legt, ist das hier nicht euer Smartphone.
Videos
Videos könnt ihr mit dem Nubia Z70S Ultra in bis zu 8K mit 30fps aufnehmen. Ein Wechsel zwischen allen Kameras ist beim Filmen bis 4K mit 30fps möglich. Die Stabilisierung der Hauptkamera und UWW ist stark, die Zoomkamera neigt zu Artefakten. Die Frontkamera kann auch Videos, dann in 1080p mit 30fps, das sieht aber wirklich nicht gut aus. Insgesamt ist das Kamera-Setup für das ein oder andere Video geeignet, aber sticht mit seinen filmischen Qualitäten aber nicht hervor.
Zwischenfazit Kamera
Endlich macht es euch ein Smartphone mal einfach mit der Bewertung: Die Ultraweitwinkelkamera und Frontkamera sind auf dem Level eines Mittelklasse-Smartphones. Die Zoomkamera erledigt einen angemessenen Job und die Hauptkamera schießt tolle Fotos, wenn ihr sie im richtigen Szenario einsetzt. Für Porträtfotografie und natürliche Alltagsfotografie ist die Hauptkamera super bis herausragend.
Konnektivität des Nubia Z70S Ultra
Der Empfang des Nubia Z70S Ultra war in Hamburg im Telekom-Netz jederzeit super. 5G ist selbstverständlich mit dabei und auch alle wichtigen Frequenzbänder für das In- und Ausland unterstützt das Smartphone.
- 4G LTE: B1/2/3/4/5/7/8/12/17/18/19/20/25/26/28/66/34/39/40/41/38/42
- 5G: n1/n3/n5/n8/n28/n2/n7/n40/n66/n38/n25/n20/n26/n41/n77/n78
VoLTE und VoWiFi sind beide mit an Bord, Telefonate mit und ohne sehr angenehm. Auf eSIM-Support verzichtet Nubia, zwei SIM-Karten verbinden euch aber zuverlässig mit dem Netz. Ansonsten sind WiFi 7 und Bluetooth 5.4 mit an Bord. Verbindungsqualität und Geschwindigkeit waren allzeit hervorragend. NFC ist natürlich auch mit an Bord und funktioniert problemlos. Für die Ortung kommen GPS, Beidou, Galileo und Glonass zum Einsatz. Die Ortung hat teilweise etwas gedauert, war dann aber genau. Auf dem Papier wird das Gerät in etwa 8 Sekunden auf 3 Meter genau geortet. Dual Band GPS ist mit an Bord.
An Sensoren findet ihr Näherung, Beschleunigung, Kompass, Gyroskop, Helligkeit und Infrarotsender im Smartphone verbaut. Stereo-Sound kommt mit dem einzelnen Lautsprecher und der Ohrmuschel zustande. Die Lautsprecher des Nubia Z70S Ultra verzerren bei hohen Lautstärken etwas. Insgesamt ist das in Ordnung, beeindruckt sind wir vom Klang aber nicht.
Akkulaufzeit des Nubia Z70S Ultra
- 120 Hertz
- 60 Hertz
Eine der wenigen Veränderungen zum Vorgänger des Z70S Ultra ist sein Akku. Ganze 6.600mAh quetscht Nubia in das Gerät. Ziemlich genau 8 Stunden Displayzeit bekommt ihr so mit einer Akkuladung hin. Das reicht in den meisten Fällen für zwei volle Tage Nutzung. Das ist ein tolles Ergebnis, bei der Akkulaufzeit spielt das Z70S Ultra ganz oben mit! Angemerkt sei aber auch, dass ihr den Akku mit anspruchsvollen Aufgaben auch richtig schnell leer ziehen könnt. Das war beim Ausführen verschiedener Benchmarks tatsächlich auffällig. Leider schlägt sich das in unserem Akkutest nicht nieder, hier scheint Nubia das Gerät in eine Art „Benchmark-Modus“ zu versetzen, was zwar volle Leistung, aber eben auch kurze Akkulaufzeiten bedeutet.



Geladen wird das Nubia Z70S Ultra mit bis zu 80 Watt. Schade, dass das Netzteil aus dem Lieferumfang gestrichen wurde. Kabelloses Laden ist ebenfalls nicht mit an Bord, was wir bei einem 800€-Smartphone echt schade finden. Geladen ist das Nubia Z70S Ultra an meinem 65W-PD-PPS-Netzteil in gerade mal 43 Minuten. Erwartet nicht unbedingt schnellere Zeiten von dem originalen 80W-Netzteil.
Testergebnis
Die Nubia Z Serie bleibt weiterhin etwas Besonderes. Eine bestimmte Zielgruppe kann mit dem Nubia Z70S Ultra jede Menge Spaß haben. Für ganz viele Leute ist dieses Smartphone aber auch überhaupt nichts. Als generell positiv wollen wir die Verarbeitung, die hochwertigen Materialien und die IP-Zertifizierung hervorheben. Dazu kommt die brachiale Leistung des Snapdragon 8 Elite. Das stärkste Argument des Nubia Z70S Ultra ist aber wohl sein unterbrechungsfreies, echtes Full-Screen-Display.
Grundsätzlich negativ fällt die Texturierung der Rückseite, die schwache Ultraweitwinkel-Kamera und die Frontkamera auf. Ebenfalls erwähnt sei die starke Hitzeentwicklung. Damit kommen wir dann zu den subjektiven Aspekten. Die 35-mm-Hauptkamera ist und bleibt der Knackpunkt des Geräts. Sie ist in der Lage, tolle Bilder zu schießen, die sich von klassischer Smartphonefotografie absetzen. Wenn ihr da Lust drauf habt, können wir das Gerät ab Preisen um die 700 Euro Marke empfehlen. Ihr müsst euch aber der besonderen Aspekte des Nubia Z70 Ultra bewusst sein, sonst werdet ihr nicht glücklich damit.
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Wenn mich ein Smartphone begeistert hat, dann mein immer noch genutztes Nubia Z50 Ultra (12/512). Bis jetzt regelmäßige Updates, aktuell mit Android 15 (Nebula AIOS 1.0.11) ohne Root. Der Fullscreen ohne Notch, geniale Portraits, allgemein Top-Fotos auch in der Dämmerung und mit Tele (und wir sind viel herumgekommen), Turboladung, maskulines Design, muss man einfach erlebt haben – einfach nur geil. Mit Morelocale2 und dem nativen Theme “Sternenreiche Zukunft” erkennt es auch automatisch nach einem Neustart die deutsche Sprache, muss man nichts mehr manuell umstellen. Was das Z50 Ultra so besonders macht? Keine Ahnung, aber vielleicht hat unser Reiseblog dank diesem… Weiterlesen »
Ausgesucht hässliches Gerätedesign…
Ich kann von Nubia nur dringend abraten, mein Z50s Pro von 2023 bekam nicht einmal 1 OS Update, lediglich 2 Sicherheitsupdates, nach 1 Jahr (2024) war damit auch Schluss. Da gibt es deutlich bessere Alternativen. Für mich waren es 600 € in den Sand gesetzt. Für mein Gerät hatte Nubia übrigens 3 Jahre Updates kommuniziert. Alles Makulatur, fallt bitte nicht darauf herein, man kann Aussagen von Nubia nicht für bare Münze nehmen. Eine Gurkentruppe sondersgleichen.
Da hast Du vollkommen recht, bezüglich Updates hat sich bisher Nubia nicht mit Ruhm bekleckert.
Jedoch ist das Z50s Pro ein spitzen Smartphone.
Die Kamera (Pro-Mode) ist/war auf Flaggschiff-Niveau. Der Akku hält ewig und ansonsten ist das Gerät Pfeilschnell.
Sofern Nubia im Bereich Update-Politik nicht gewaltig nachbessert, bleibt es bei mir zumindest bei dem einen Experiment mit dem Z50s Pro.
Gibt ja noch genug andere Hersteller 😉
Habe jetzt ein Oppo Find X8 Pro – das Nubia Experiment habe ich zu den Akten gelegt. Das Oppo spielt in einer ganz anderen Liga, ich bin mega zufrieden.
Danke für den Test. Auch wenn ich nicht gerade ein Fan von St. Pauli bin… 😉 Ein paar kurze Anmerkungen zum Gerät. Ich habe es mir bei Aliexpress für 605 Euro besorgt. Dafür ist es eigentlich ein NoBrainer, wenn man die Einschränkungen kennt und mit ihnen leben kann. Die schlechte Frontkamera kann man dank Kamera-Button jetzt gut kompensieren, indem man mit der Hauptkamera Selfies macht und den separaten Kamera-Button als Auslöser nutzt. Das funktioniert super, und die Bilder sehen toll aus. Im übrigen kann man die Laut-und-Leiser-Wippe beim Photographien als Zoom nutzen. Wenn man gute Displayschutzfolien für das Gerät sucht,… Weiterlesen »
Die Prozessorbezeichnung Snapdragon 8 Gen 3 („Elite“) aus dem Kasten mit der Bewertung liest man ab und zu, nur was soll das für ein Prozessor sein? Es gibt einen SD8 Gen3 und einen SD8 Elite – aber die Kombination?
Servus, den gibt es nicht, da sollte 8 Elite stehen.
beste Grüße
Jonas