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Honor Magic 8 Pro Test

Getestet von Jonas Andre am Bewertung: 90%
Vorteile
  • exzellente Verarbeitung (IP68 + IP69)
  • sehr gute Akkulaufzeit
  • Top Display
  • gute Stereo-Lautsprecher
  • teils sehr starke Kameras
  • sehr solide Videoqualität
  • 100W Schnellladen
Nachteile
  • Kunststoffrückseite (Fiberglas)
  • kein Lieferumfang
  • starkes Thermal Throtteling (viel Hitze)
  • kaum Neuerungen zum Vorgänger
  • dick und schwer
Springe zu:
CPUSnapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz
RAM12 GB RAM
Speicher512 GB
GPUAdreno 840
Display 2808 x 1256, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED)
BetriebssystemMagic UI - Android 16
Akkukapazität6270 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera50 MP + 200MP (dual) + 50MP (triple)
Frontkamera50 MP
USB-AnschlussUSB-C 3.0 (5GBit/s)
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 38, 39, 40, 41
5G1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78
NFCJa
SIMDual - nano, eSIM
Gewicht219 g
Maße161 x 75 x 8,6 mm
Antutu (v10)2754273
Benachrichtigungs-LEDNein
Updatezeitraum7 Jahre
Hersteller
Getestet am15.01.2026

Für das Jahr 2026 liefert Honor mit dem Magic 8 Pro Detailverbesserungen bei der Kamera, den aktuellsten und schnellsten Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor und endlich auch in der EU einen größeren Akku. Ob das letztendlich die Punkte sind, auf die ihr gewartet habt, müsst ihr selbst entscheiden. Honor hält an Besonderheiten wie der großen Notch fest und hält sich auch sonst mit Änderungen zurück. Ich konnte das Magic 8 Pro schon einige Wochen vor Marktstart als mein Hauptsmartphone in Betrieb nehmen und ausführlich testen. Alles, was ihr vor dem Kauf wissen solltet, erfahrt ihr jetzt im ausführlichen Testbericht.

Die Honor Magic Serie wird seit dem Magic 5 Pro nicht nur von uns, sondern auch von euch gefeiert. Das liegt kaum an der stattlichen UVP des Flagships, sondern vielmehr am schnellen Preisverfall; alle Geräte der letzten Jahre gingen nach kurzer Zeit für ca. 700€ mit und ohne Vertrag über die Ladentheke. Das ist für ein derartiges Flagship sehr ungewöhnlich, aber für uns Endkunden natürlich der Hammer. Von den 1299€ zum Marktstart solltet ihr euch also erst mal nicht beeindrucken lassen. Und auch wenn ihr für 1000€ (also 300€ Rabatt) noch ein Ladegerät und ein paar Kopfhörer mit dazu bekommt, ist das unserer Meinung nach noch kein guter Deal.

Design und Verarbeitung

Das Honor Magic 8 Pro ist mit 161 x 75 x 8,6 Millimeter und einem Gewicht von 219 Gramm ein schweres und großes Smartphone. Dabei ist es trotz gewaltigem Kamerahügel gar nicht mal so kopflastig. Der Kamerahügel sitzt wie gehabt unter einer Glasscheibe, aber diesmal habe ich es nicht innerhalb kürzester Zeit geschafft, dort Kratzer zu hinterlassen. Das war bei den Vorgängern tatsächlich ein Problem. Das Kameramodul ragt gewaltige 5,7mm aus der Rückseite hervor und das Honor Magic 8 Pro liegt schräg, aber nicht wackelig auf dem Tisch. Das liegt einfach an der zentrierten Platzierung. An Premiummaterialien ist ein hochwertiger Metallrahmen in der Hand sofort spürbar. Die matte Kunststoffrückseite nennt Honor ebenso wie die anderen Hersteller Fiberglas (veganes Carbon oder wie auch immer 😁), aber haptisch merkt ihr den Unterschied zu Glas einfach deutlich. Dadurch kann die Rückseite natürlich nicht brechen und ist durch die matte Färbung resistent gegen Fingerabdrücke. Nur mit Kratzern müsst ihr natürlich aufpassen. Der silberne Honor-Schriftzug ist bei unserem schwarzen Testgerät auffällig, aber die weitere Beschriftung ist fast unsichtbar aufgedruckt.

Kurzer Hinweis noch zum Rascheln, wenn ihr das Gerät schüttelt: Die OIS-stabilisierten Kameras wackeln deutlich hörbar hin und her. Das ist völlig normal, aber immer wieder ein Thema.

Rechts außen sitzen der Powerbutton und die Lautstärkewippe und obendrein gibt es noch eine extra Kamerataste (oder AI-Button). Die Taste ist touch- und drucksensitiv. Wenn ihr euch so eine Taste gewünscht habt, dann seid ihr hier richtig. Mir selbst ist es nicht möglich, mit dieser Taste angenehm Fotos zu schießen. Den Klick mit dem Daumen ins Display und auch das Zoomen mit dem Daumen wie bei jedem Smartphone seit vielen Jahren habe ich verinnerlicht. An der Unterseite sitzen ein USB-C 3.0 (5 Gbit/s und Bildübertragung), ein Dual-SIM-Karteneinschub, eine Lautsprecheröffnung und das Hauptmikrofon. Oben befinden sich dann noch ein weiteres Mikrofon und eine Lautsprecheröffnung. Der Infrarotsender für die Nutzung als Fernbedienung ist im Kameramodul untergebracht.

Speziell bleibt beim Honor Magic 8 Pro der Look auf der Vorderseite. Dabei ist das Displayglas leicht abgerundet, und zwar in alle Richtungen. Für mich als „Curved Display“-Fan ist das nichts, aber Fans flacher Displays sollten hier gut zurechtkommen. Die große Doppel-Notch ist und bleibt gewöhnungsbedürftig. Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display ist angenehm hoch platziert und funktionierte in der Praxis makellos und pfeilschnell. Zudem ist auch die Gesichtserkennung mit zusätzlichem Sensor über jeden Zweifel erhaben. Der Vorteil gegenüber anderen Geräten ist jedoch nicht wirklich spürbar, da diese ähnlich schnell und auch sicher sind. Ich persönlich würde liebend gerne auf die riesige Notch verzichten.

Honor Magic 8 Pro Display Raender 3

Das Honor Magic 8 Pro hat sich in dieser Generation offen gestanden kaum verändert, aber das ist wahrlich nichts Schlechtes. Wenn ihr ein hochwertiges und perfekt verarbeitetes Flagship sucht, seid ihr hier an der richtigen Adresse. Das unterstreicht Honor auch diesmal mit der IP68/69 Zertifizierung. Gewicht und Größe sind wie bei jedem Kamera-Flagship ein Thema, wobei die geringe Kopflastigkeit mich hier überzeugt hat. Das Magic 8 Pro lag stets gut in der Hand und die Kunststoffrückseite hat auch ihre Vorteile. Mit symmetrischen und dünnen 2,5mm Rändern wirkt das Gerät zudem modern, wobei die große Notch das gegebenenfalls zunichte macht.

Lieferumfang des Magic 8 Pro

Honor Magic 8 Pro Lieferumfang

Honor liefert lediglich eine vorapplizierte Displayschutzfolie, ein USB-C auf USB-C Ladekabel (nur USB 2 – aber immerhin 100W ladetauglich) und etwas Papier mit. Sonst ist nichts im Lieferumfang enthalten.

Display des Honor Magic 8 Pro

Honor Magic 8 Pro Display Test

Honor bleibt nicht nur dem Design, sondern auch dem Display treu. Leicht abgerundetes „Quad-Curved“ kann man es nennen, ich sage einfach mal flach. Mit 2808 x 1256 Pixel liefert das Magic 8 Pro auf seinem 6,71 Zoll Display gestochen scharfe 458 Pixel pro Zoll. Auch die Bildwiederholungsrate wird dank LTPO-Technik schnell und zwischen 1 und 120Hz reguliert. Dabei war wirklich alles perfekt flüssig. Einzig bei der Helligkeit erreicht das Display bei uns im Test nur noch 1870 Lux. Das tut einer perfekten Lesbarkeit im Freien keinen Abbruch, ist aber angesichts der Werbung mit einem 6000 Lux Peak irgendwie schade. Mit 4320Hz bietet Honor für empfindliche Nutzer immerhin eine super hohe Frequenz. OLED-typisch sind die Kontraste exzellent und auch die Farben können angepasst werden und wirken im Standard absolut knackig und zeitgemäß.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
smartzone logo
2.600 Lux
2.300 Lux
2.100 Lux
2.100 Lux
2.100 Lux
2.030 Lux
2.000 Lux
1.917 Lux
1.870 Lux
1.780 Lux
1.780 Lux
1.750 Lux
1.680 Lux
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000

Die Widevine L1 Zertifizierung sorgt natürlich für Inhalte in HD bei bezahlten Anbietern, und auch HDR und Dolby Vision werden selbstredend unterstützt. Der 10-Punkt-Touchscreen reagierte zuverlässig und genau und Honor NanoCrystal Shield schützt zuverlässig vor Kratzern. Das anpassbare Always-On-Display verrichtet auch seinen Dienst und ist dank LTPO-Technik auch noch sehr sparsam.


Beim Display bleibt alles wie gehabt, nur mit etwas weniger Helligkeit müsst ihr in diesem Jahr beim Honor Magic 8 Pro leben. Das sogenannte „Micro-Quad-Curved“ scheint auch 2026 ein Thema zu sein, und damit müsst ihr klarkommen, dann bekommt ihr hier eines der besten Handydisplays auf dem gesamten Markt.

Leistung

Honor setzt selbstverständlich auf den neuesten und schnellsten Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor. Die neueste Kreation des Marktführers bekleckert sich aktuell nicht unbedingt mit Ruhm und hat mehr als der Vorgänger bei einigen Geräten mit Hitzeproblemen zu kämpfen. Dennoch liefert das Honor Magic 8 Pro zumindest punktuell hervorragende Werte. In den Stresstests ist aber deutliches Thermal Throttling ein Thema.

Sowohl die Grafikleistung als auch die CPU Leistung sacken nach kurzer Zeit auf nur noch 70% ab.

Antutu (v10)
smartzone logo
3.285.714
3.053.838
3.047.220
2.938.300
2.844.353
2.758.902
2.754.273
2.688.818
2.657.881
2.647.142
2.530.743
2.493.733
2.428.113
0
400.000
800.000
1.200.000
1.600.000
2.000.000
2.400.000
2.800.000
3.200.000
3.600.000
4.000.000
Antutu (v11)
smartzone logo
4.109.881
3.985.329
3.945.888
3.899.241
3.779.661
3.730.523
3.663.500
3.641.873
3.536.583
2.705.609
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
3.000.000
3.500.000
4.000.000
4.500.000
5.000.000
Geekbench Single (v6)
0
400
800
1.200
1.600
2.000
2.400
2.800
3.200
3.600
4.000
Geekbench Multi (v6)
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000

In dieser Generation bekommen wir noch 12GB LPDDR5 RAM und 512GB pfeilschnellen UFS 4.1 Speicher (3870/3677MB/s). Der liefert allerdings keine höheren Werte als 4.0 des Vorgängers. Beim zukünftigen Honor Magic 9 Pro könnte das angesichts der aktuellen Speicherkrise, die sich nicht so schnell beruhigt, anders ausschauen. Die Performance in der Praxis war exzellent und das Magic 8 Pro spulte alle Aufgaben ohne irgendwelches Ruckeln oder Verzögerungen einfach ab. Auch die Installation von Apps im Speicher war beeindruckend schnell erledigt. Nach dem Klick waren auch große Apps augenblicklich installiert. Honor platziert sich nicht nur in den Benchmarks im oberen Bereich, auch mein Praxiseindruck vom MagicOS in Bezug auf Geschwindigkeit war die letzten Wochen wirklich der Hammer.


In dieser Kategorie könnt ihr nicht mehr erwarten. Viel und pfeilschnellen Speicher, den schnellsten Prozessor auf dem Markt und starke Spitzenleistung. Das Honor Magic 8 Pro ist ein waschechtes Flagship.

System

Mit einem herausragenden Updateversprechen von 7 Jahren reiht sich Honor in die Elite von Samsung und Google ein. Mehr geht nicht und mehr ergibt auch offen gestanden keinen Sinn mehr. Die Regelmäßigkeit der Updates ist erfahrungsgemäß bei Honor nicht unbedingt herausragend, aber das kann ja noch werden. Aus zuvor 5+6 Jahre werden nun also 7 Jahre. Honors MagicOS System ist über die Jahre gereift und bietet Unmengen an Einstellungsmöglichkeiten. Wenn ihr individuelle Konfigurierbarkeit dem kaum einstellbaren, puren Android wie bei Pixel-Smartphones vorzieht, seid ihr hier genau richtig. Nicht nur die Optik ist völlig anders als bei purem Android, sondern es ist auch fast alles anpassbar. Allein die Einstellungen zur Akkuschonung sind immens und auch die Honor AI hat viele Einstellungen und Funktionen zu bieten. Etwas Bloatware ist zum Start vorhanden, lässt sich aber größtenteils einfach so deinstallieren. Nutzt einfach unsere Anleitung.


Zum individuell anpassbaren und umfangreichen MagicOS System kommt in diesem Jahr dann noch ein exzellentes Updateversprechen mit 7 Jahren. Hier müsst ihr euch also absolut keine Gedanken machen, wenn ihr wisst, worauf ihr euch beim System einlasst. Meine beiden Wochen haben Spaß gemacht und die Geschwindigkeit und Stabilität des Systems haben mich voll überzeugt.

Kamera des Honor Magic 8 Pro

Das Honor Magic 8 Pro setzt wie üblich auf ein Triple-Kamera-Setup im großen Modul auf der Rückseite: Hauptkamera, Ultraweitwinkelkamera und Periskop-Zoomkamera. Die spannendste Komponente bleibt dabei eindeutig die Zoomkamera: Honor verbaut hier einen 200MP Periskop-Sensor mit 3,7x optischem Zoom (85mm) und OIS. Wir bekommen also etwas mehr Zoom als beim Vorgänger. Die Hauptkamera kommt auf 50 Megapixel bei f/1.6 und sitzt auf einem 1/1,3 Zoll Sensor, die Ultraweitwinkelkamera ebenfalls auf 50 Megapixel mit 122° Bildwinkel. Damit ist die variable Blende vom Vorjahr bei der Hauptkamera wieder abgeschafft. Außerdem ist die Blende jetzt kleiner geworden.

Honor Magic 8 Pro Kamera Test 1

  • Hauptkamera: 50MP, f/1.6, 23mm, 1/1.3 Zoll, OIS, AF
  • Ultraweitwinkelkamera: 50MP, f/2.0, 12mm, 122°, AF
  • Zoomkamera: 200MP (wahrscheinlich HP9), f/2.6, 85mm Periskop, OIS, AF, 3,7x optischer Zoom
  • Selfie-Kamera 1: 50MP, f/2.0, 90° Winkel, AF
  • Selfie-Kamera 2: 3D-Kamera für die Gesichtserkennung

Wir verzichten an dieser Stelle wieder auf Sensor-Exkurse und schauen lieber darauf, was am Ende zählt: die Bilder in der Praxis.

Tageslichtaufnahmen

Bei Tageslicht liefert das Magic 8 Pro genau das, was ihr von einem aktuellen Flaggschiff erwartet: sehr präzise Belichtung mit breitem Dynamikumfang, dazu viele Details und meist saubere, neutrale Farben. Highlights und Schatten werden in den meisten Situationen sehr gut gehalten – also wenig ausgeblichener Himmel und trotzdem noch Details in dunklen Bereichen.

Ganz ohne Ausschuss klappte es in der Praxis aber nicht: Bei mehreren Aufnahmen hatte ich kleine Schwankungen bei Belichtung oder Weißabgleich. Das ist nicht dramatisch, aber ihr seht es, wenn ihr zwei Aufnahmen direkt nebeneinander betrachtet. Hier noch ein Vergleich der drei Modi für eine unterschiedliche Farbdarstellung:

Zoomkamera:

Die 200MP Telekamera ist ein echtes Highlight. Auch auf größeren Distanzen bleibt der Detailgrad hoch, und das Ganze wirkt erfreulich natürlich, ohne diesen typischen „totgeschärft“-Look. Der Kontrast ist eher weich, feine Strukturen bleiben sichtbar – erst ab 10x Zoom wirken die Texturen unnatürlich.

Porträts:

Porträts sind weiterhin eine klare Stärke von Honor. Hauttöne wirken überwiegend angenehm und natürlich, der Weißabgleich ist oft neutral. Insgesamt ist die Farbwiedergabe sehr gefällig. Der Bokeh-Modus macht ebenfalls einen richtig guten Job: viele Details im Gesicht, saubere Freistellung und eine insgesamt natürliche Anmutung. Nur der Fokus war gelegentlich etwas zickig und nicht da, wo ich ihn eigentlich haben wollte.

Ultraweitwinkel:

Auch die Ultraweitwinkelkamera ist solide: gute Details, angenehme Farben und insgesamt zuverlässig, wenn ihr den großen Winkel wirklich braucht.

Nachtaufnahmen

Bei Nacht ist das Magic 8 Pro grundsätzlich stark: Die Belichtung sitzt, der Dynamikumfang bleibt groß und die Details sind für Low-Light gut. Fotos wirken oft sehr sauber, weil das Rauschen meist effektiv unterdrückt wird. Allerdings sorgt der automatische Nachtmodus auch für eine Eigenheit und hellt die Fotos teilweise zu stark auf. Das sieht auf den ersten Blick spektakulär aus, wirkt aber einfach unnatürlich – und rund um Lichtquellen kann es vereinzelt auch noch zu Clipping kommen. Unterm Strich: Starke Nachtfotos, die aber regelmäßig sehr unnatürlich wirken.

Ähnliches gilt auch für die Nachtaufnahmen der Zoomkamera, die definitiv bei Details, Belichtung und auch Dynamikumfang noch punktet, wobei die hohe Helligkeit teilweise zu spektakuläre Aufnahmen erzeugt.

Die UWW könnt ihr in der Praxis selbst bei Nacht nutzen, würde ich aber meist nicht favorisieren. Die Fotos haben deutlich weniger Details als die der anderen Kameras und sind damit spätestens am großen Bildschirm nicht mehr unbedingt sehenswert, da das Rauschen deutlich sichtbar wird.

Selfies

Die Selfies bleiben nicht nur dank Autofokus auf hohem Niveau. Lediglich bei schlechtem Licht müsst ihr deutliche Qualitätseinbußen hinnehmen.

Videoaufnahmen mit dem Honor Magic 8 Pro

Bei Videos zeigt das Magic 8 Pro abermals Licht und Schatten. Die Belichtung ist meist gut und der Dynamikumfang ordentlich, aber Ersteres einfach nicht immer. Teilweise veränderte das Smartphone während der Aufnahme die Belichtung einfach zu deutlich. Auch die Details, die im Freien noch exzellent wirken, sind in Innenräumen schon deutlich geringer und ein Rauschen wird sichtbar. So etwas ist im High-End-Bereich eigentlich eher unüblich. Auch bei der Stabilisierung und dem Fokus liefert das Honor Magic 8 Pro gute Ergebnisse, aber perfekt ist gerade die Stabilisierung im Vergleich nicht.

Bei 4K mit 60 FPS ist jedenfalls ein Wechsel in alle drei Kameras auf der Rückseite möglich. Auch die Selfie-Kamera nimmt zuverlässig, stabilisiert und scharf auf, und die Soundqualität ist gut.

Zusammenfassung der Kameraqualität des Magic 8 Pro

Das Honor Magic 8 Pro ist insgesamt ein sehr rundes Kamera-Flaggschiff geworden. Aber das galt auch schon für das 5 Pro, 6 Pro und 7 Pro. So wenig Mut und Änderungen bei den Kameras kennen wir sonst nur von Apple oder Samsung. Dennoch: Sämtliche Aufnahmen gelingen extrem zuverlässig mit starker Belichtung, großem Dynamikumfang, angenehmen Hauttönen und sehr vielen Details, dazu eine richtig gute Telekamera und ein überzeugender Bokeh-Modus. Schwachstelle ist einerseits der sehr aufhellende Nachtmodus und auch die Belichtung spielt manchmal einfach verrückt, sowohl in Videos als auch bei normalen Aufnahmen. Das sollte gegebenenfalls sogar durch ein Softwareupdate zu beheben sein.

Bei Video reicht es nicht ganz für die Spitze, vor allem aufgrund der Empfindlichkeit bei weniger Licht. Wer aber primär fotografiert und gerne zoomt, bekommt hier trotzdem ein sehr starkes Gesamtpaket. An die bekannten Ultra-Flagships kommt die Kamera insgesamt nicht ran, aber für einen Platz in den Top 10 in unserer Kamerabestenliste sollte es schon reichen.

Konnektivität und Kommunikation

Das Honor Magic 8 Pro funkte die letzten Wochen exzellent und zuverlässig auf folgenden 4G (LTE) und 5G Frequenzen. Dual-SIM-Nutzung ist beim Magic 8 Pro nach wie vor physisch möglich, aber auch mit der integrierten eSIM umsetzbar.

Honor Magic 8 Pro SIM Netz Empfang

  • 4G (LTE): B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B12/B13/B17/B18/B19/B20/B25/B26/B28/B32/B34/B38/B39/B40/ B41/B42/B66/B71
  • 5G: N1/N2/N3/N5/N7/N8/N12/N20/N25/N26/N28/N38/N40/N41/N66/N71/N75/N77/N78/N79

Die Gesprächsqualität war unauffällig gut und auch das Abdunkeln des Displays am Ohr funktionierte stets zuverlässig. VoLTE (Telefonie über das 4G-Netz) und VoWiFi (Telefonie über das WLAN) werden natürlich unterstützt und sorgen für eine gute Qualität.

Mit WiFi 7 und Bluetooth 6.0 verfügt das Magic 8 Pro über die aktuellsten Empfangsstandards und liefert in meinem WLAN 7 Netz hervorragende Übertragungsraten und super Reichweiten. Auch die Bluetooth-Verbindung klappte problemlos, lediglich der bekannte Bug bei VW up! und Seat Mii ist ein Problem. An Bluetooth Codecs werden LDAC, aptX, aptX HD, aptX Adaptive, aptX Lossless, LC3, LHDC 5.0 unterstützt, was Honor auch so direkt auf der Spec-Seite angibt – ein großes Lob an der Stelle. Dual-Band GPS mit Unterstützung für GPS (L1+L5), AGPS, GLONASS / BeiDou (B1I+B1C+B2a+B2b), Galileo (E1+E5a+E5b) und QZSS (L1 + L5) sorgte in Kombination mit einem Kompass stets für einen auf 3m genauen Standort und eine fehlerfreie Navigation im Auto und als Fußgänger. Neben einem Kompass und Gyroskop sind mit Näherungs-, Helligkeits- und Beschleunigungssensor auch die bekannten Standardsensoren an Bord. Als Besonderheit ist ein Infrarotsender verbaut, den wir so meist nur von Xiaomi kennen. Ein Barometer z.B. zur Höhenmessung fehlt ebenso wie UWB auch in der achten Generation des Honor Magic Smartphones. Aber NFC zum mobilen Bezahlen steht natürlich zur Verfügung.

Der Stereo-Sound des Honor Magic 8 Pro ist beeindruckend laut und auch mit wahrnehmbarem Bass versehen. Letztendlich abermals so überzeugend wie schon beim Vorgänger. Klarer, lauter differenzierter Sound, wobei Ersteres nur gilt, wenn ihr nicht voll aufdreht.

Akkulaufzeit des Honor Magic 8 Pro

Was beim Honor Magic 6 Pro noch niemanden so wirklich interessierte, sorgte dann letztes Jahr beim Magic 7 Pro für einen kleinen Skandal. Wer will schon einen kleineren Akku als die Chinesen in ihren Smartphones haben? Wer daran letztendlich Schuld war, sei mal dahingestellt, alle waren einfach empört. In diesem Jahr sieht das zumindest bei den meisten Herstellern anders aus und die Lithium-Kohlenstoff-Akkutechnik ermöglicht große Akkus in weiterhin kompakten Flagship-Gehäusen. Der 6270mAh große Akku des Honor Magic 8 Pro ist damit überdurchschnittlich, aber dennoch nicht so groß wie der 7000mAh Akku des chinesischen Pendants. Dennoch sind es 1000mAh mehr als beim Vorgänger, und der hatte schon keine schlechte Laufzeit. Die Laufzeit des Magic 8 Pro ist jedenfalls sehr stark und ich kam in den letzten beiden Wochen auf 2,5 Tage mit einer DOT (Zeit mit eingeschaltetem Display) von 9-10 Stunden. Am Nachmittag hatte ich sogar noch 10-20% Rest im Akku.

Akkulaufzeit Einheit: Stunden
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7.500 mAh 23,1 Std
6.500 mAh 22 Std
7.000 mAh 18,7 Std
5.410 mAh 17,5 Std
6.550 mAh 17,2 Std
5.500 mAh 16,5 Std
6.270 mAh 15,6 Std
5.200 mAh 15,5 Std
5.250 mAh 13,3 Std
7.500 mAh 9,8 Std
0
5
10
15
20
25
30
Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
smartzone logo
7.300 mAh 27,2 Std
7.500 mAh 26,3 Std
7.500 mAh 26,1 Std
7.000 mAh 25 Std
6.500 mAh 24 Std
6.550 mAh 22,5 Std
5.410 mAh 21,7 Std
7.000 mAh 20,7 Std
6.270 mAh 20,5 Std
5.500 mAh 19,5 Std
5.250 mAh 18,2 Std
5.200 mAh 16,5 Std
7.500 mAh 11,6 Std
0
5
10
15
20
25
30
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
0
10
20
30
40
50
60
70
80

Was die Ladegeschwindigkeit anbelangt, ist Honor nicht mehr auf Huaweis SuperCharge begrenzt, sondern seit letztem Jahr auch offen für PowerDelivery PPS. Das klappte bei mir in der Praxis etwa mit einem Novoo 120W Netzteil (zum Test). So kam ich auf 99% in nur 43 Minuten. Auch zwischendrin mal kurz anstecken ist absolut kein Problem, wie ihr in den Screenshots eindrucksvoll sehen könnt.

Ansonsten unterstützt das Honor Magic 8 Pro auch kabelloses Laden, wird durch den großen Kamerahügel auf klassischen flachen Ladepads (etwa in Autos) aber richtig heiß und lädt auch ultra langsam. Theoretisch sind mit proprietärem Honor Zubehör sogar 80W kabellos möglich.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Nach der geringeren Akkukapazität im EU-Modell im letzten Jahr erhalten wir nun endlich auch in Europa einen flaggschiffwürdigen Akku. Das Honor Magic 8 Pro macht dennoch nicht alles besser als sein Vorgänger; die geringere Displayhelligkeit ist ein Ärgernis. Die Kamera bietet ein minimales Upgrade, wobei auch das Magic 8 Pro nicht ganz oben mitspielt. Das Gesamtpaket hat sich aber, nicht zuletzt durch das Update-Versprechen von 7 Jahren, nochmals verbessert. Nur noch der Preis muss auf das alte Niveau sinken, dann bekommt ihr auch 2026 mit dem Honor Magic 8 Pro eines der besten und in puncto Preis-Leistung überzeugendsten Flaggschiff-Smartphones. Kleinigkeiten wie ein Barometer oder UWB lässt Honor nach wie vor weg und hält auch an der großen Notch fest. Sobald der Preis bei ca. 800€ landet, könnt ihr bedenkenlos zuschlagen.

Alternativen auf dem hiesigen Markt gibt es dieses Jahr mehr denn je. Mit dem Vivo X300 Pro (zum Test), dem Oppo Find X9 Pro (zum Test) und dem Realme GT8 Pro (zum Test) stehen die neuesten Mitstreiter in Europa bereit. Ob Xiaomi dieses Jahr auch ein 17 Pro Max (zum Test) ins Rennen schickt, ist noch fraglich. Eine Preisklasse darunter liefert der Tech-Gigant unter der Marke Poco jedoch ein F8 Ultra (zum Test), das deutlich günstiger ist und im Vergleich kaum Abstriche hinnehmen muss. Gleiches gilt für ein Xiaomi 15T Pro (zum Test). Wer hingegen den Flagship-Killer schlechthin auch aus China importieren will, landet ebenfalls günstig und mit wenig Einbußen beim OnePlus 15 (zum Test).


Gesamtwertung
90%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
90 %
Leistung und System
90 %
Kamera
90 %
Konnektivität
90 %
Akku
90 %

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Otakufrank
Gast
Otakufrank
28 Minuten her

Benutze immer noch manchmal das Honor 5 Pro. Leider leidet das häufig unter extremen Lens Flair. Sobald die Sonne strahlt, muss man sehr aufpassen. So etwas hatte ich bei noch keinem Handy. Hoffe mal, das 8 Pro hat diese Probleme nicht mehr.
Interessant ist,das viele Hersteller die variable Blende wieder abgeschafft haben.Hat wohl nicht viel gebracht.War ja mal irgendwie als neues tolles Feature beworben worden.
Der Zoom war schon beim 5 Pro bei allem über 10 Fach nur noch Schlecht. Das ist wohl immer noch so. Dachte da hätte man sich vielleicht verbessert.

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