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Redmi Note 15 Pro+ Test

Getestet von Joscha am Bewertung: 87%
Vorteile
  • tolles curved AMOLED Display
  • guter Fingerabdrucksensor im Display
  • starke Hauptkamera bei Tag und Nacht
  • starke Akkulaufzeit
  • Dual-SIM + eSIM Unterstützung
  • super Verarbeitung (IP68)
  • vorbildlicher Update-Support (4+6 Jahre)s
Nachteile
  • Leistung nur durchschnittlich
  • nur "Sometimes-On-Display"
  • Fokus-Bug bei Videoaufnahmen mit Hauptkamera
  • kein Netzteil im Lieferumfang
  • nur Android 15 zum Marktstart!
  • Ultraweitwinkel-Kamera und Videos schwach
Springe zu:
CPUSnapdragon 7s Gen 4 - 1 x 2,7GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher256 GB, 512 GB
GPU
Display 2772 x 1280, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED)
BetriebssystemHyperOS - Android 15
Akkukapazität6580 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera200 MP + 8MP (dual)
Frontkamera32 MP
USB-AnschlussUSB-C 2.0 (480MBit/s)
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 3, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41
5G1, 3, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 77, 78
NFCJa
SIMDual - nano, eSIM
Gewicht207 g
Maße163,3 x 78,3 x 8,5 mm
Antutu (v10)770306
Benachrichtigungs-LEDNein
Updatezeitraum4+6
Hersteller
Getestet am01.01.2026

Das Redmi Note 15 Pro+ 5G positioniert sich als das Top-Modell der neuen Redmi Note 15 Serie. Für den angepeilten Straßenpreis bietet das Redmi Note 15 Pro+ 5G ein beeindruckendes Datenblatt: Ein riesiger 6.580mAh Silizium-Kohlenstoff-Akku mit 100W Schnellladen, eine 200-Megapixel-Hauptkamera und eine IP68/IP69K Zertifizierung suchen in der Mittelklasse ihresgleichen. Im Vergleich zum Vorgänger wurde nicht nur der Akku vergrößert, auch das Display ist etwas gewachsen und die Selfie-Kamera löst höher auf.

Redmi Note 15 Pro Plus Test 5

Xiaomi ruft für das Smartphone eine ambitionierte UVP von 500€ auf. Wir rechnen jedoch damit, dass das Gerät in den nächsten Wochen für 250-300€ erhältlich sein wird. Wir bewerten das Smartphone in diesem Test auf dieser Preisbasis. Seit Dezember 2025 ist das Gerät bei MediaMarkt und anderen Händlern global verfügbar. In naher Zukunft sollten bessere Preise durch AliExpress, DHGate und Tarifkombinationen möglich sein.


Ob das Redmi Note 15 Pro Plus 5G der neue König der Mittelklasse ist oder ob es sich der starken Konkurrenz aus dem eigenen Hause geschlagen geben muss, erfahrt ihr in diesem Test. Zudem gehen wir auf die marginalen Unterschiede zur normalen Pro-Version ein.

Redmi note 15 pro plus test beitragsbild png
Redmi Note 15 Pro+ 5G
redmi note 15 pro 5g test beitragsbild png
Redmi Note 15 Pro 5G
Redmi Note 14 Pro Plus Beitragsbild blau png
Redmi Note 14 Pro+
Größe 163,3 x 78,3 x 8,5mm 164 x 78,1 x 7,8mm 162,5 x 74,7 x 9mm
Gewicht 207g 211g 210g
CPU Snapdragon 7s Gen 4 - 1 x 2,7GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz MediaTek Dimensity 7400 - 4 x 2,6 GHz + 4 x 2,0 GHz Snapdragon 7s Gen 3 - 1 x 2,5GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz
RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher erweiterbar Nein Nein Nein
Display 2772 x 1280, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) 2772 x 1280, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) 2712 x 1220, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED)
Betriebssystem Android 15, HyperOS Android 15, HyperOS Android 14, HyperOS
Akku 6580 mAh (100 Watt) 6580 mAh (45 Watt) 5110 mAh (120 Watt)
Kameras 200 MP + 8MP (dual) 200 MP + 8MP (dual) 200 MP + 8MP (dual) + 2MP (triple)
Frontkamera 32 MP 20 MP 20 MP
Anschlüsse USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID
Empfang 5G: n1, n3, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n77, n78
4G: 1, 3, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 66, 38, 40, 41
Zum Testbericht Zum Testbericht

Design und Verarbeitung

Redmi Note 15 Pro Plus Leather Back 3

Das Redmi Note 15 Pro+ 5G ist ein großes Smartphone, das mit Abmessungen von 163,3 x 78,3 x 8,5 Millimeter ordentlich Platz in der Tasche beansprucht. Mit einem Gewicht von 207 Gramm wirkt es jedoch, gerade in Anbetracht des massiven 6.580mAh Akkus, erstaunlich leicht in der Hand.

Beim Rahmen kommt lediglich Kunststoff zum Einsatz. Die Tasten sind immerhin aus Metall gefertigt und bieten einen guten Druckpunkt. Wir haben die Kunstleder-Variante in Mokka-Braun im Test, die sich haptisch angenehm anfühlt. Sie ist griffig und resistent gegen Fingerabdrücke sowie Fettschlieren. Das Gerät wirkt dadurch deutlich hochwertiger als die normale Pro-Version mit Kunststoff-Rückseite, muss sich aber dem Poco F8 Pro geschlagen geben, das mit einem Metallrahmen in einer höheren Liga spielt. Zum Entsperren kommt ein optischer Fingerabdruckscanner im Display zum Einsatz, der seinen Zweck gut erfüllt. Auch das Entsperren via Face-Unlock funktioniert schnell und zuverlässig.

Redmi Note 15 Pro Plus Test Curved Display

Ein Unterscheidungsmerkmal zur Pro-Version ist das Displayglas, das hier leicht zu den Rändern hin abgerundet ist. Es ist aber weniger “curved” als noch der Vorgänger Redmi Note 14 Pro+ war. Bevorzugt ihr ein flaches Panel, müsst ihr zum normalen Redmi Note 15 Pro 5G greifen. Geschützt wird die Front durch Gorilla Glass Victus 2. Xiaomi bewirbt das Gerät als sturzsicher aus bis zu 2,5 Meter Höhe. Wir raten euch jedoch davon ab, diese Marketing-Aussage auf die Probe zu stellen! Verlass ist hingegen auf die IP68/IP69K Zertifizierung. Das Redmi Note 15 Pro+ 5G ist nicht nur staubdicht und übersteht Untertauchen bis 2 Meter Wassertiefe, sondern ist auch gegen Hochdruckreiniger geschützt, falls das für jemanden wichtig sein sollte 😄.

Das Kameramodul auf der Rückseite sitzt zentriert und beherbergt vier Linsen. Es steht 3,5mm aus dem Gehäuse hervor, sorgt aber erfreulicherweise kaum für ein Kippeln. Auf der Vorderseite sitzt die Selfie-Kamera in einem mittigen, ca. 4mm kleinen Punch-Hole.

An der Unterseite finden wir den USB-C-Anschluss, der nur mit USB-2.0-Standard arbeitet. Das ist typisch für die Mittelklasse, für ein „Pro+“ Modell aber schade. Der SIM-Slot fasst zwei physische SIM-Karten, unterstützt alternativ aber auch eSIM.

Zusammenfassend bietet das Redmi Note 15 Pro+ eine sehr hochwertige Verarbeitung. Besonders die Kunstleder-Version schmeichelt der Hand. Der Kunststoffrahmen ist angesichts der starken Konkurrenz aus eigenem Hause (Poco) jedoch ein kleiner Wermutstropfen.

Lieferumfang des Redmi Note 15 Pro+

Redmi Note 15 Pro Plus Test 3Der Lieferumfang fällt mittlerweile übersichtlich aus. Xiaomi spart sich das Netzteil in der Box. Um die 100W Ladegeschwindigkeit zu erreichen, könnt ihr auch ein Drittanbieter-Netzteil mit PowerDelivery-PPS-Unterstützung verwenden.

Immerhin liegen ein USB-A-auf-USB-C-Kabel und eine graue Silikonhülle bei, die das Smartphone erst einmal absichert. Eine Displayschutzfolie ist ebenfalls bereits ab Werk aufgetragen. Ansonsten findet ihr nur noch die übliche SIM-Nadel und etwas Papierkram in der Verpackung.

Display des Redmi Note 15 Pro+

Redmi Note 15 Pro Plus Test 15

Das Display des Redmi Note 15 Pro+ 5G ist im Vergleich zum Vorgänger (6,67 Zoll) noch einmal gewachsen und misst nun 6,83 Zoll. Es löst mit 2772 x 1280 Pixel auf, was einer gestochen scharfen Full-HD+ Darstellung entspricht. Zum Einsatz kommt natürlich ein hochwertiges AMOLED-Panel mit 12-Bit Farbtiefe, das Inhalte knackig und kontrastreich darstellt.

Die Bildwiederholrate liegt bei flüssigen 120Hz. Das System arbeitet dabei adaptiv: Bei Inaktivität regelt es auf 60Hz herunter, auf dem Always-On Display sogar auf 30Hz, um Energie zu sparen. Gamer freuen sich über eine Touch-Abtastrate von 480Hz, die Eingaben verzögerungsfrei umsetzt.

Redmi Note 15 Pro Plus Test 10

Bei der Helligkeit wirbt Xiaomi mit einer Herstellerangabe von 3200 Lux. In unserem Test konnten wir diesen Wert jedoch nicht reproduzieren und haben maximal 1820 Lux gemessen. Das ist hell genug, um das Display auch an sonnigen Tagen im Freien problemlos abzulesen. Im direkten Vergleich zur Konkurrenz ist dieser Wert aber eher Standard.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
smartzone logo
2.440 Lux
2.040 Lux
1.930 Lux
1.900 Lux
1.800 Lux
1.650 Lux
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000

Für Streaming-Fans ist das Paket komplett: HDR10, HLG, HDR10+ und sogar Dolby Vision werden unterstützt. Dank Widevine L1 genießt ihr Streaming-Inhalte von Netflix und Co. natürlich in HD. Auch an empfindliche Augen wurde gedacht, hierfür steht 3840Hz PWM-Dimming bereit.

Einen Kritikpunkt müssen wir, wie immer bei Redmi-Smartphones, beim Always-on-Display anbringen. Zwar ist die Funktion vorhanden, aber eben nicht als echte Always-on-Funktion. Das Display leuchtet bei Benachrichtigungen lediglich für 10 Sekunden auf und schaltet sich dann wieder ab. Ein dauerhaftes Anzeigen von Uhrzeit und Infos ist nicht möglich.

Die Ansprüche an Displays sind mittlerweile auch in der Mittelklasse extrem hoch. Das Redmi Note 15 Pro+ liefert mit seinem hochauflösenden Curved-AMOLED-Display ab. Lediglich das fehlende Always-On-Display könnte euch stören.

Leistung

Unter der Haube des Redmi Note 15 Pro+ 5G arbeitet der recht neue Snapdragon 7s Gen 4. Der im 4nm-Verfahren gefertigte Octa-Core-Prozessor setzt sich aus einem schnellen Cortex-A720 Prime-Core (2,7GHz), drei weiteren A720 Performance-Kernen (2,4GHz) und vier effizienten A520 Kernen (1,8GHz) zusammen. Für die Grafikberechnungen steht ihm die Adreno 810 GPU zur Seite.

Antutu (v10)
0
300.000
600.000
900.000
1.200.000
1.500.000
1.800.000
2.100.000
2.400.000
2.700.000
3.000.000
Geekbench Single (v6)
0
400
800
1.200
1.600
2.000
2.400
2.800
3.200
3.600
4.000
Geekbench Multi (v6)
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
800
1.600
2.400
3.200
4.000
4.800
5.600
6.400
7.200
8.000

Unterstützt wird der Chip von wahlweise 8GB oder 12GB Arbeitsspeicher. Beim internen Speicher habt ihr die Wahl zwischen 256GB und 512GB. Hier setzt Xiaomi allerdings auf UFS-2.2-Speicher, der Lese- und Schreibraten von etwa 1GB/s erreicht. Das ist für die Mittelklasse absolut in Ordnung, aber kein Spitzenwert.

Wie schlägt sich das Ganze nun im Alltag? Die System-Performance ist solide und ermöglicht eine weitestgehend flüssige Bedienung. Ihr merkt an der ein oder anderen Stelle jedoch, dass wir uns hier in der Mittelklasse bewegen – vereinzelt müsst ihr mit kleinen Ladezeiten rechnen. Das ist alles in Ordnung, und viele andere Hersteller bieten in diesem Preissegment auch nicht mehr. Wir müssen aber ganz klar sagen: Gegen die hauseigene Konkurrenz sieht das Redmi Note 15 Pro+ 5G kein Land! Ein Poco X7 Pro ist bereits deutlich günstiger zu haben und bietet mehr Power. Gegen die Poco F7 Reihe oder gar die neuen Poco F8 Smartphones wirkt das Redmi leistungstechnisch fast schon etwas blass.

Für Gaming gilt Ähnliches: Einfache Spiele laufen butterweich. Auch aufwendigere 3D-Games könnt ihr zocken, müsst dafür aber die Grafikeinstellungen herunterschrauben. Wollt ihr primär auf dem Smartphone zocken, greift lieber zu einem Poco-Smartphone. Thermal Throttling gibt es nicht.

Das Smartphone lässt sich im Alltag angenehm nutzen, keine Frage. Aber angesichts des „Pro+“ im Namen und des Preises hätte dem Gerät ein spürbares Leistungsupgrade sehr gut gestanden.

System

Als Betriebssystem kommt das etwas ältere Android 15 zum Einsatz, über das Xiaomi seine hauseigene Oberfläche HyperOS 2 stülpt. Ein Update auf HyperOS 3 (auf Basis von Android 16) sollte bald erscheinen. Zu erwarten sind ansonsten 4 Jahre Systemupdates sowie 6 Jahre Sicherheitsupdates. Damit wird das Gerät für seine realistische Nutzungszeit komplett mit Updates versorgt.

Typisch für Xiaomi werdet ihr nach dem ersten Start mit einigen vorinstallierten Drittanbieter-Apps begrüßt. Die gute Nachricht ist: Fast alle dieser zusätzlichen Apps lassen sich problemlos löschen, sodass ihr das System schnell aufräumen könnt. Auch das leidige Thema Werbung im System ist noch präsent, lässt sich aber bändigen. Wir haben für euch eine Anleitung parat, wie ihr die Werbeeinblendungen deaktivieren könnt.

Der Funktionsumfang von HyperOS ist gewohnt riesig. Features wie Second Space (für ein zweites, getrenntes Profil) oder Klon-Apps (um z.B. WhatsApp mit zwei Nummern zu nutzen) sind natürlich mit an Bord.

In der Praxis lief das System auf unserem Testgerät absolut stabil und fehlerfrei. Ruckler oder Abstürze konnten wir während des Testzeitraums nicht feststellen – die Software wirkt reif und gut optimiert.

Kamera des Redmi Note 15 Pro+

Das Kamera-Setup des Redmi Note 15 Pro+ 5G ist, bis auf die Frontkamera, identisch mit dem des normalen Redmi Note 15 Pro. Auf der Rückseite kommt also die gleiche Technik zum Einsatz, die ganz klar von einem Highlight dominiert wird: der 200 Megapixel Hauptkamera. Hier die Kameraspezifikationen im Überblick:Redmi Note 15 Pro Plus Leather Back design

  • Hauptkamera: 200 Megapixel (Samsung S5KHPE), f/1.7, 1/1.4 Zoll, 23mm, Autofokus, OIS
  • Ultraweitwinkel: 8 Megapixel (OmniVision OV08f10), f/2.2, 1/4.0 Zoll, 15mm
  • Selfie-Kamera: 32 Megapixel (OmniVision OV32D40), f/2.2

Die Hauptkamera kommt mit einer lichtstarken Blende, einem großen Sensor und optischer Bildstabilisierung (OIS). Daneben wirkt die 8 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera etwas mickrig. Eine dedizierte Zoom-Kamera sucht man vergebens. Dafür hat Xiaomi endlich die 2MP Makro-Linse gestrichen. Diese war ohnehin überflüssig und niemand wird sie vermissen. Der einzige Unterschied zur Pro-Version liegt auf der Front: Hier kommt nun eine höher auflösende 32 Megapixel Selfie-Kamera zum Einsatz.

Hauptkamera

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera richtig stark ab. Die Farbwiedergabe ist natürlich, der Dynamikumfang gut und es werden reichlich Details eingefangen. Es ist allerdings zu sehen, dass Xiaomi hier ordentlich nachhilft: Es gibt eine starke softwareseitige Nachschärfung. Das sorgt für sehr knackige Bilder, ist aber Geschmackssache. Da ein Tele-Objektiv fehlt, muss digital gezoomt werden. Der 2-fach Zoom sieht dabei aber überraschend gut aus und ist im Alltag absolut brauchbar.

Auch bei Nacht spielt die Hauptkamera ihre Stärken aus. Die Bilder zeigen wenig Rauschen und behalten viele Details. Die Farbsättigung ist angenehm, driftet in seltenen Fällen aber minimal ins Gelbliche ab. Insgesamt sind die Ergebnisse für diese Preisklasse exzellent.

Ultraweitwinkel

Hier folgt die Ernüchterung. Die 8MP Linse liefert bei Tag noch eine ordentliche Farbwiedergabe, fällt bei den Details aber schon deutlich ab. Nachts ist die Kamera dann schlichtweg ein Totalausfall. Die Aufnahmen sind weich, kontrastarm und kaum nutzbar. Hier klafft eine riesige Lücke zur Qualität der Hauptkamera.

Portraits

Der Portrait-Modus macht technisch einen guten Job: Die Motiverkennung und Abtrennung vom Hintergrund gelingen zuverlässig. Das ist in der Mittelklasse der wichtigste Punkt. Was die Darstellung von Hauttönen angeht, wirken die Bilder aber teilweise etwas künstlich.

Selfies

Die 32MP-Frontkamera ist definitiv ein Fortschritt gegenüber dem Redmi Note 15 Pro 5G. Die Details sind in Ordnung und die Dynamik stimmt. Die Farben sind etwas wärmer abgestimmt, gehen aber noch als natürlich durch. Ein Manko bleibt jedoch: Es gibt keinen Autofokus. Zudem wirken die Bilder oft nicht richtig scharf, da die Gesichtszüge gerne etwas weichgezeichnet werden.

Videos

Videos nimmt die Hauptkamera mit bis zu 4K bei 30fps auf. Die Stabilisierung ist dabei gut. Auch die Selfie-Kamera schafft stabilisierte 1080p bei 60fps. Die Bildqualität der Hauptkamera ist gut und auch der Sound kann überzeugen.

Es gibt jedoch ein großes „Aber“: Der Xiaomi Fokus-Bug ist wieder vorhanden. Bei Bewegungen neigt der Fokus dazu, sichtbar zu „pochen“, was in den Aufnahmen extrem stört. Ein fließender Wechsel zwischen den Linsen während der Aufnahme klappt zudem nur bei Full-HD, da die UWW-Kamera schlicht nicht mehr leistet. Die Aufnahmen der UWW-Kamera sind zudem wirklich sehr schlecht.

Zwischenfazit Kamera

Die Hauptkamera ist ausgezeichnet und liefert bei Tag und Nacht exzellente Ergebnisse. Hier bekommt ihr eine Qualität, mit der kaum ein Mitbewerber in diesem Preissegment mithalten kann. Die gute Performance wird jedoch im Videomodus durch den nervigen Fokus-Bug ausgebremst. Die Ultraweitwinkel-Kamera ist ebenfalls schwach. Wer primär „normale“ Fotos macht, wird hier aber sehr glücklich. Ein „Pro+“ Kamera-Setup ist das nicht, aber ein grundsolides.

Das Redmi Note 15 Pro und Redmi Note 15 Pro+ haben wir übrigens intern verglichen. Im Gegensatz zur Vergangenheit sorgt der unterschiedliche Prozessor hier nicht für einen nennenswerten Qualitätsunterschied. Die Kameras der beiden Versionen liefern sehr ähnliche Ergebnisse. Das Redmi Note 15 Pro+ hat zwar eine etwas bessere Selfie-Kamera, aber das war es auch schon.

Konnektivität und Kommunikation

Redmi Note 15 Pro Plus Test 4

Das Redmi Note 15 Pro+ 5G ist ein Dual-SIM-Smartphone, das euch maximale Flexibilität bietet. Ihr könnt entweder zwei physische SIM-Karten nutzen oder eine physische Karte mit einer eSIM kombinieren. Das ist in der Mittelklasse immer noch keine Selbstverständlichkeit und ein klarer Pluspunkt. Bei den Netzfrequenzen ist das Gerät breit aufgestellt und unterstützt alle für Deutschland relevanten 4G- und 5G-Bänder. Auch der Empfang und die Gesprächsqualität konnten im Test überzeugen – wir waren stets gut zu verstehen und VoLTE sowie VoWiFi sind natürlich mit an Bord.

Im heimischen WLAN funkt ihr mit WiFi 6. Das ist zwar nicht der allerneueste Standard, liefert im Test aber eine überzeugende Reichweite und einen stabilen Datendurchsatz von durchgehend 300-500Mbit/s. Für kabellose Kopfhörer steht Bluetooth 5.4 bereit. An hochauflösenden Codecs konnten wir aptX und LDAC bereits bestätigen. Vermutlich sind auch LHDC und ASHA mit dabei, hier warten wir aber noch auf eine offizielle Bestätigung seitens Xiaomi. Auch NFC für das kontaktlose Bezahlen via Google Wallet ist natürlich vorhanden.

Die Standortbestimmung erfolgt über GPS, Glonass, Galileo, Beidou und QZSS. Auf Dual-GPS müsst ihr zwar verzichten, die Positionierung klappt aber dennoch schnell und zuverlässig auf etwa 3 Meter genau. An Sensoren ist alles Wichtige verbaut: Neben Beschleunigungs-, Helligkeits- und Gyroskop-Sensoren sind auch ein Kompass und der Xiaomi-typische Infrarot-Sender an Bord, mit dem ihr das Handy als Fernbedienung nutzen könnt.

Für den Sound sorgt ein Hybrid-Stereo-Lautsprecher, bei dem die Ohrmuschel als zweiter Speaker fungiert. Der Klang ist klar und die Lautstärke hoch. Wie so oft in der Mittelklasse fehlt es dem Sound aber spürbar an Tiefe und Bässen.

Akkulaufzeit des Redmi Note 15 Pro+

Kommen wir zum absoluten Highlight des Redmi Note 15 Pro+ 5G. Xiaomi verbaut hier einen riesigen 6.580mAh Energiespeicher. Möglich wird diese hohe Kapazität bei gleichbleibender Baugröße durch die neue Silizium-Kohlenstoff-Technologie.

Die Akkulaufzeit ist schlichtweg phänomenal. Wir sprechen hier von einem echten 2- bis 3-Tage-Smartphone. Selbst bei intensiver Nutzung ist es praktisch unmöglich, den Akku an nur einem Tag in die Knie zu zwingen. Zwei Tage Laufzeit sind auch für Power-User problemlos machbar. Das bestätigen auch unsere Messungen: Eine Stunde YouTube-Streaming bei 200 Lux Helligkeit verbraucht gerade einmal 5%. Im PC-Mark Akkutest zeigt sich auch, dass der Snapdragon-Prozessor noch etwas effizienter arbeitet als das Mediatek-Pendant im normalen Redmi Note 15 Pro 5G.

Akkulaufzeit Einheit: Stunden
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
0
5
10
15
20
25
30
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
0
10
20
30
40
50
60
70
80

Wenn der riesige Akku doch mal leer ist, wird er mit bis zu 100 Watt wieder aufgepumpt. Xiaomi verspricht eine Vollladung in 40 Minuten. In unserem Test waren wir nach 42 Minuten bei 95%. Interessant ist das Verhalten danach: Um die Akkuzellen zu schonen, werden die letzten 5 Prozent extrem langsam geladen. Für den vollständigen Ladevorgang auf 100% müsst ihr dann fast eine Stunde einplanen. Diese Sicherheitsfunktion lässt sich aber auch deaktivieren. Der Akku ist dann in 49 Minuten vollständig geladen.

Kabelloses Laden fehlt klassentypisch. Dafür könnt ihr das Smartphone als Powerbank nutzen: Über Reverse Wired Charging ladet ihr andere Gadgets per Kabel mit flotten 22,5 Watt wieder auf.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Das Redmi Note 15 Pro+ 5G ist zweifellos ein rundes Gesamtpaket, das in vielen Bereichen punktet. Besonders die exzellente Akkulaufzeit, das hochwertige Kunstleder-Design und die starke Hauptkamera haben uns im Test überzeugt. Auch die IP69K-Zertifizierung und der lange Update-Support sind in der Mittelklasse willkommen.

Dennoch: Das „Pro+“ im Namen weckt Erwartungen, die der Prozessor nicht ganz erfüllt. Das Smartphone wird es schwer haben, sich gegen die hausinterne Konkurrenz zu behaupten. Das Poco F7 (zum Test) ist hier der stärkste Konkurrent, der das Redmi Note 15 Pro+ fast schon obsolet macht. Es bietet bereits für unter 300€ eine viel höhere Leistung, einen Metallrahmen, eine Glasrückseite und einen ebenso großen Akku mit identischer Ladegeschwindigkeit. Da eine hohe Performance für ein Mittelklasse-Smartphone der wichtigste Aspekt für Nutzungskomfort und Langlebigkeit ist, solltet ihr dem Poco hier klar den Vorzug geben.

Als günstigere Alternative ist auch das Redmi Note 15 Pro (zum Test) eine gute Wahl. Knapp über der 200€-Grenze bietet es mit seinem riesigen Akku ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Die langsamere Ladegeschwindigkeit ist im Alltag kein Beinbruch und die Leistung liegt auf einem vergleichbaren Niveau. Lediglich bei der Verarbeitungsqualität müsst ihr aufgrund der Kunststoff-Rückseite Abstriche machen.


Gesamtwertung
87%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
90 %
Leistung und System
70 %
Kamera
80 %
Konnektivität
90 %
Akku
100 %

Preisvergleich

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Cult
Gast
Cult (@guest_126092)
30 Minuten her

Das man noch so viele Modelle mit USB-2.0-Standard ausstattet hat doch bestimmt da mit zu tun das man in der Masse illegales streaming verhindern will Klar kann man es auch mit 2.0 und Auflösungs Abschlägen aber ich kann mir ja nicht vorstellen das der 3 Standard es so technisch komplizierter oder teuerer macht als der 2 er

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