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iQOO 15 Ultra im Test

Getestet von Lennart Moog am Bewertung: 92% Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • hervorragende Verarbeitung
  • brachiale Leistung
  • super helles LTPO-Display
  • hervorragender Vibrationsmotor
  • tolle Haupt- und Zoomkamera
  • gute Akkulaufzeit und 100 Watt-Laden
  • Thermal Throtteling dank Lüfter unter Kontrolle
  • Benachrichtigungs-LED auf der Rückseite
Nachteile
  • keine eSIM
  • Schultertasten nicht frei im System nutzbar
  • System teilweise auf Chinesisch
  • Ultraweitwinkelkamera nicht High-End
  • unruhige Stabilisierung bei Videos
Springe zu:
CPUSnapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz
RAM16 GB RAM, 24 GB RAM
Speicher1 TB, 256 GB, 512 GB
GPUAdreno 840
Display 3168 x 1440, 6,9 Zoll 144Hz (AMOLED)
BetriebssystemOriginOS - Android 16
Akkukapazität7400 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera50 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple)
Frontkamera32 MP
USB-AnschlussUSB-C 3.2 (20GBit/s)
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht227 g
Maße163,7 x 76,8 x 8,7 mm
Benachrichtigungs-LEDJa
Hersteller
Getestet am29.03.2026

Die Tochtermarke von Vivo bringt mit dem iQOO 15 Ultra ihr erstes Ultra-Smartphone auf den Markt. Bisherige Smartphones unter diesem Namen fokussierten sich besonders auf maximale Leistung und richteten sich an Freunde des mobilen Gamings. Gleichzeitig musstet ihr an anderer Stelle, wie bei der Kamera, kleine Abstriche gegenüber anderen Top-Smartphones machen.

Beim iQOO 15 Ultra bekommt ihr jetzt aber beides: ein auf Gaming getrimmtes High-End-Smartphone, das zugleich keine Kompromisse verlangt. Neben dem aktuell besten Prozessor, den ihr auf dem Android-Markt bekommt, liefert das Smartphone einen riesigen 7.400mAh Akku und ein 50MP Triplekamera-Setup inklusive Periskoplinse. Soweit sind kaum Änderungen im Vergleich zum iQOO 15 (zum Test) zu erkennen. Jedoch kommt das Ultra-Gerät mit Schultertasten und sogar einem aktiven Lüfter daher und hebt sich somit von den Ultra-Geräten anderer Hersteller ab. Wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Design & Verarbeitung des iQOO 15 Ultra

iQOO 15 Ultra Display Raender 1

Mit Abmessungen von 163,7 x 76,8 x 8,7 Millimeter und einem Gewicht von 227 Gramm habt ihr es mit einem großen und schweren Gerät zu tun. Es entspricht den Abmessungen des Xiaomi 17 Ultra (zum Test). Wer ein handliches Gerät sucht, ist hier also definitiv an der falschen Adresse. Anders als bei Xiaomis Ultra-Smartphone kommt das iQOO 15 Ultra in einem etwas unauffälligeren Design daher. Auf der Glasrückseite prangt kein übergroßes Kameraelement, die Linsen sitzen in einem eher schlichten Quadrat in der linken oberen Ecke. Das einzige Auffällige hier ist eine kleine LED, die als Benachrichtigungs- und Ladestandsanzeige verwendet werden kann. Im Rahmen des Kamera-Elements verstecken sich die ersten Lüftungsschlitze. Zudem besitzt die Rückseite ein dezentes Wabenmuster. Ansonsten ist das Design eher unauffällig: Eckiger Aluminiumrahmen, flaches Display und symmetrische Bildschirmränder.

Aber was genau macht es nun zum Gaming-Smartphone? Schaut ihr euch den Rahmen des Smartphones genauer an, fallen an der rechten Seite neben Powerbutton und Lautstärkewippe zwei weitere Tasten oben und unten auf. Hierbei handelt es sich um die Schultertasten, die in diversen Games unterschiedlich belegt werden können. Es sind jedoch lediglich touchsensitive, kapazitative Tasten und keine mechanischen. Die Tasten sind etwa vergleichbar mit Apples Kamerataste. Im Gegensatz dazu lassen sie sich aber nirgends im System nutzen, außer während des Gamings. Das ist schade, denn sie würden sich auch besonders in der Kamera-App als sinnvolle Unterstützung anbieten. Ein weiteres Indiz für die Gaming-DNA findet sich auf der rechten Gehäuseseite. Hier sind drei große Lüftungsschlitze zu erkennen, über die der aktive Lüfter die Abwärme aus dem Gehäuse transportiert.

Auf der Unterseite befinden sich nebeneinander der Einschub für bis zu zwei SIM-Karten, der USB-C-3.2-Anschluss, ein erster Lautsprecher und zwei Mikrofone. Ein zweiter Lautsprecher auf der Oberseite komplettiert das Stereo-Setup. Hier sitzen zudem noch ein weiteres Mikrofon und ein Infrarot-Sender, mit dem ihr etwa Fernseher und dergleichen steuern könnt.

Auf den ersten Blick merkt ihr nicht, dass es sich um ein Ultra-Smartphone handelt, geschweige denn um ein Gaming-Smartphone. Die Verarbeitung ist hervorragend und dank IP68- und IP69-Zertifizierung können ihm auch Wasser und Staub nichts anhaben. Das ist besonders in Anbetracht der riesigen Lüftungsschlitze am linken Rahmen bemerkenswert. Der Hersteller legt dem Gerät aber auch eine kleine Bürste bei, mit der ihr diese Schlitze im Falle des Falles von Verschmutzungen und Staub befreien könnt. Das Display auf der Vorderseite wird von Xensation Alpha-Glas des deutschen Herstellers Schott geschützt.

Lieferumfang

iQOO 15 Ultra Lieferumfang

Da es sich hierbei um ein chinesisches Gerät handelt, das ihr beispielsweise von TradingShenzhen importieren könnt, bekommt ihr hier auch den chinesischen Lieferumfang, zu dem unter anderem ein Netzteil gehört. Der Umfang im Überblick:

  • iQOO 15 Ultra
  • 100W Netzteil
  • USB-C auf USB-C-Kabel
  • SIM-Nadel
  • Reinigungstool für Lüftungsschlitze
  • Silikonhülle

Wie es sich für ein Gaming-Smartphone gehört, ist das USB-C-Kabel natürlich um 90 Grad abgewinkelt, damit ihr während des Zockens nicht vom abstehenden Ladekabel behindert werdet. Die mitgelieferte Silikonhülle fühlt sich hochwertig an und bietet präzise Aussparungen für die Schultertasten. Mithilfe der Hülle war es für mich sogar leichter, diese genau zu treffen. Da das Ladegerät keinen üblichen EU-Stecker besitzt, legt TradingShenzhen einen Adapter bei.

Display

iQOO 15 Ultra Display Test

Das OLED-Panel auf der Vorderseite misst 6,85 Zoll und löst mit 3168 x 1440 Pixel auf. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 508 Pixel pro Zoll, wodurch das Display gestochen scharf ist. Wer auf die Auflösung verzichten mag und eher auf eine gesteigerte Akkulaufzeit bedacht ist, kann in den Einstellungen auf eine HD-Auflösung von 2376 x 1080 Pixel herunterregeln. Das ist aber sichtbar weniger scharf und der Effekt auf die Akkulaufzeit ist gering. Dank 144 Hertz ist die Darstellung von Inhalten zu jedem Zeitpunkt flüssig. Mittels LTPO-Technologie passt das Smartphone die Bildwiederholungsrate dynamisch zwischen 1 und 144 Hertz an die angezeigten Inhalte an. Alternativ steht auch ein 60-Hertz-Modus zur Verfügung. Das Gerät erreicht die vollen 144 Hertz nur in einzelnen Spielen, im System ist bei maximal 120 Hertz Schluss. Neben diesen eher technischen Einstellungsmöglichkeiten ermöglicht das System auch Farbanpassungen jeglicher Art. Zusätzlich zu drei vordefinierten Farbmodi gibt es auch die Möglichkeit, die Farbtemperatur stufenlos einzustellen.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
smartzone logo
2.990 Lux
2.270 Lux
2.100 Lux
2.100 Lux
2.100 Lux
2.100 Lux
2.030 Lux
1.780 Lux
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000

Im Alltag schlägt sich das Display hervorragend. Die maximale Helligkeit liegt bei 3.000 Lux, was nicht nur zu einer problemlosen Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung führt, sondern es zu einem der derzeit hellsten Displays macht. Zudem unterstützt das Gerät HDR10+ und Dolby Vision. Auch Widevine L1 ist mit von der Partie, sodass ihr Inhalte eures Streamingdienstes der Wahl auch in HD streamen könnt. Im Alltag hat mir die Nutzung des Displays zu jeder Zeit Freude bereitet, da es immer hell genug ist und es Inhalte immer flüssig und gestochen scharf darstellt. Das Display ist also einem Ultra- und Gamingsmartphone absolut angemessen. Bei der Helligkeit werden sogar Rekorde gebrochen!

Leistung

Unter der Haube werkelt der im 3-Nanometer-Verfahren gefertigte Snapdragon 8 Elite Gen 5. Der Octacore-Chip erreicht in den Performance-Kernen eine maximale Taktfrequenz von 4,6GHz, während sechs weitere Kerne mit 3,62GHz arbeiten. Als Grafikeinheit kommt die Adreno 840 GPU zum Einsatz. Der hauseigene Vivo Q3-Gamingchip unterstützt diese zusätzlich. Dem SoC stehen je nach Konfiguration 12, 16 oder gar 24 Gigabyte LPDDR5X Arbeitsspeicher zur Verfügung. Der Massenspeicher beträgt je nach Wahl 256GB, 512GB oder sogar 1TB UFS 4.1. In unserem Test erreichte der Speicher Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von hervorragenden 4.147MB/s bzw. 4.116MB/s.

Im Alltag hat das iQOO 15 Ultra keinerlei Probleme. Sämtliche Apps starten und schließen blitzschnell und ihr bringt das Gerät nie an seine Grenzen. Selbst längere Sessions PUBG oder Asphalt Legends auf höchsten Grafikeinstellungen zwingen das Gerät lange nicht in die Knie. Auch mit deaktiviertem Lüfter erwärmt sich das Gerät im Alltag nicht. Selbst bei grafikfordernden Spielen entsteht nur eine minimale Wärmeentwicklung. Ihr nehmt sie zu keiner Zeit als störend wahr. Die Benchmarkergebnisse unterstreichen die Erlebnisse im Alltag deutlich. Andere Geräte sehen hier einfach alt dagegen aus. Unser Gerät mit 16GB/1TB erreicht einen neuen Bestwert im Antutu-Benchmark und lässt auch das Xiaomi 17 Ultra mit gleichem Prozessor deutlich hinter sich.

Antutu (v11)
smartzone logo
Snapdragon 8 Elite Gen 5 4.293.238
Snapdragon 8 Elite Gen 5 4.109.881
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.791.684
MediaTek Dimensity 9500 3.779.661
MediaTek Dimensity 9500 3.663.500
Snapdragon 8 Elite 2.898.000
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
3.000.000
3.500.000
4.000.000
4.500.000
5.000.000
Geekbench Single (v6)
0
400
800
1.200
1.600
2.000
2.400
2.800
3.200
3.600
4.000
Geekbench Multi (v6)
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000

Etwas erstaunlich hingegen ist der Thermal Throttling Test. Während ich das Gerät eigenhändig nie zur Überhitzung bringen konnte, stürzt es hier ohne eingeschaltete Lüfter regelrecht ab. Ihr seht häufige Leistungseinbrüche, die sich dann kurzzeitig stabilisieren, ehe die Leistung wieder deutlich einbricht. Mit dem aktiven Lüfter lässt sich dieser Effekt spürbar eindämmen, wenngleich er deutlich zu hören ist. Hier geht die Leistung zwischenzeitlich zwar auch auf bis zu 60 Prozent herunter, kurz darauf boostet das iQOO 15 Ultra aber wieder auf knapp 90 Prozent der Maximalleistung, und das zuverlässig dauerhaft. Auch in den sonstigen Benchmarks ist der Lüfter für ein teilweise spürbares Leistungsplus verantwortlich.

Gaming

Wie zu erwarten, macht Gaming mit dem iQOO 15 Ultra einfach Spaß! Sämtliche Spiele lassen sich problemlos auf den höchsten Grafikeinstellungen genießen, ohne dass ihr euch Sorgen über FPS-Einbußen machen müsst. Zudem wird das Smartphone auch kaum warm, wodurch auch lange Sessions kein Problem darstellen.

iQOO 15 Ultra Design Verarbeitung 4

Ein großer Vorteil sind natürlich die Schultertasten, die besonders in Shootern wie PUBG eine spürbare Bereicherung darstellen. Da es sich hierbei aber nur um kapazitive Tasten handelt, müsst ihr die Finger für jede Betätigung zuerst anheben; sie können nicht einfach locker aufliegen, wie es bei physischen Tasten der Fall wäre. Die Bestätigung für einen Klick erhaltet ihr softwareseitig über Vibrationen. Vivo wirbt hier mit einem besonderen 4D-Vibrationsmotor, der auch auf spezielle Situationen im Spiel reagieren kann. Das funktioniert gut, jedoch kann der Vibrationsmotor nicht genau vermitteln, welche der beiden Schultertasten gerade gedrückt wurde. Somit fühlt sich die Vibration bei beiden gleich an, was das Spielerlebnis etwas zerstört. Die Lautsprecher des iQOO 15 Ultra klingen hervorragend. Sie werden sehr laut und besitzen gute Tiefen. Leider ist der Lautsprecher an der Oberseite jedoch so platziert, dass zumindest ich ihn beim Gaming häufig vollständig mit meiner Hand verdecke. Hier wäre es sinnvoller gewesen, beide Lautsprecher auf der gleichen Höhe zu platzieren.

Den aktiven Lüfter müsst ihr nicht zwingend aktivieren. Das Smartphone ruft die Leistung auch ohne diesen zuverlässig und gleichbleibend über längere Zeiträume ab. Dennoch ist es ein nettes Feature, das besonders im Sommer hilfreich sein kann, wenn es ohnehin schon wärmer ist. Und auch für die Zukunft seid ihr hiermit bestens gerüstet.

System

iQOO 15 Ultra Test Testbericht 2

Dass es sich beim iQOO 15 Ultra um ein chinesisches Smartphone handelt und ihr es importieren müsst, merkt ihr nirgends so stark wie beim Lieferumfang und natürlich dem System. Zwar basiert das System hier auf Android 16, jedoch legt der Hersteller seine eigene Benutzeroberfläche in Form von OriginOS in Version 6 darüber. Diese ist für den chinesischen Markt gedacht und unterscheidet sich sowohl optisch als auch funktional von der europäischen Vivo-Software.

Das bedeutet aber nicht, dass ihr hier lediglich auf die chinesische oder englische Sprache beschränkt seid. Ein Großteil des Systems ist gut übersetzt auf Deutsch verfügbar. Lediglich vereinzelte Vivo-Apps, die es hierzulande nicht gibt, sind ebenso wie vereinzelte Untermenüs nicht übersetzt, somit begegnen euch gelegentlich chinesische Schriftzeichen im System. Den Google Play Store könnt ihr mithilfe unserer Anleitung nachträglich installieren. Anschließend hilft euch diese Anleitung, sämtliche Bloatware loszuwerden. Davon gibt es nämlich knapp 20 Apps, die bereits ab Werk installiert sind und stören können.

Darüber hinaus hat ein chinesisches Vivo-Smartphone noch weitere Eigenheiten. Google Wallet und auch Android Auto lassen sich problemlos nutzen. Dafür müsst ihr jedoch auf den Google Standortverlauf verzichten und die Verknüpfung mit WearOS-Uhren kann teilweise etwas eingeschränkt sein. Zudem kann es hin und wieder zu Problemen bei der Synchronisation mit westlichen Messenger-Apps wie WhatsApp kommen. Zwar funktionierte es im Testzeitraum meist problemlos, gelegentlich war es aber nötig, die App zu öffnen, um neue Nachrichten abrufen zu können. In diesem Falle kommen keine Push-Benachrichtigungen bei euch an.

Insgesamt bietet das System viele Personalisierungsmöglichkeiten und die Nutzung macht Spaß. Wenn ihr über die Eigenheiten hinwegsehen oder euch hiermit abfinden könnt, vermisst ihr nahezu keine Funktionen. Einfacher wäre es, wenn Vivo den Nutzern hier die Möglichkeit geben würde, einfach auf die europäische Version des Systems zu wechseln. Das ist aber nicht möglich. Wie auch beim iQOO 15 bekommt die Ultra Version in Indien 5 Jahre Android-Updates und 7 Jahre Sicherheitsupdates. Eine offizielle Bestätigung für die chinesische Version gibt es bisher nicht. Wir gehen aber davon aus, dass dieses Versprechen auch für die chinesische Version gilt.

Kamera

iQOO 15 Ultra Kameras

Bei anderen Herstellern fokussieren sich die Ultra-Versionen der jeweiligen Reihen meist auf bessere Kameraspezifikationen als die Geschwister. Nicht so jedoch beim iQOO 15 Ultra. Hier unterscheiden sich die Sensoren nicht vom normalen iQOO 15 und somit bekommt ihr auch hier drei unterschiedliche Sensoren mit jeweils einer Auflösung von 50MP und folgenden Spezifikationen:

  • Hauptkamera: 50MP Sony IMX921, f/1.88, 24mm, PDAF, OIS
  • Ultraweitwinkel: 50MP Sony ISOCELL JN1, f/2.05, Autofokus
  • Zoomkamera: 50MP Sony IMX882, f/2.65, PDAF
  • Frontkamera: 32MP Galaxycore GC32E1, f/2.2

Hauptkamera

Die Ergebnisse der Hauptkamera des iQOO 15 Ultra sind hervorragend. Dass ihr es hier nicht nur mit einem „einfachen Gaming-Smartphone“ zu tun habt, merkt ihr beim Fotografieren schnell. Die Farbwiedergabe ist gut, auch wenn das Smartphone gelegentlich den Drang hat, etwas zu übersättigen. Dadurch entsteht eine knalligere Farbdarstellung, wie ihr sie etwa von Samsung oder Xiaomi kennt. Das dürfte den meisten Nutzern aber gut gefallen. Bezüglich Kontrast und Schärfe kann das iQOO auf ganzer Linie überzeugen.

Auch bei Nacht weiß der Sony-Sensor zu überzeugen. In Verbindung mit Vivos Software gelingen auch hier hervorragende Ergebnisse. Bildrauschen sucht ihr bei nahezu jedem Foto vergebens und auch hier gefallen mir die Farbwiedergabe und Kontraste gut. Probleme hat die Kamera hingegen mit Lichtquellen und leidet unter dem sogenannten Lens Flare, was besonders bei Laternen zu erkennen ist.

Ultraweitwinkel

Wie auch beim iQOO 15 ist die Ultraweitwinkelkamera hauptsächlich für Aufnahmen bei Tag geeignet. Hier erhaltet ihr solide Aufnahmen, die jedoch besonders an den Rändern mit Unschärfe zu kämpfen haben. Darüber hinaus bieten die Aufnahmen auch deutlich weniger Details als die Hauptkamera. Die Farbwiedergabe ist jedoch auch hier gut.

Bei schlechten Lichtverhältnissen erhaltet ihr deutlich unschärfere Ergebnisse als bei Tageslicht. Lens Flare ist hier deutlicher erkennbar als bei der Hauptkamera. Dennoch sind auch bei Nacht noch zufriedenstellende Aufnahmen möglich.

Zoomkamera

Die Zoomkamera rundet das Setup auf der Rückseite ab, ist qualitativ auf einem Level mit der Hauptkamera und liefert somit auch hervorragende Fotos. Ist ein Objekt zu weit entfernt, könnt ihr mit der Zoomkamera 3-fach verlustfrei heranzoomen. Hier bekommt ihr viele Details, einen guten Kontrast und vor allem scharfe Aufnahmen. Wem eine 3-fache Vergrößerung nicht ausreicht, hat auch die Möglichkeit, bis zu 100-fach heranzuzoomen. Hier hilft die KI dann sichtbar nach und es sind plötzlich auch Dinge auf dem Bild zu sehen, die nicht vorhanden waren. Insgesamt ist es aber doch sehr beeindruckend, was Vivo hier abliefert und bis zu einer 10-fachen Vergrößerung sind die Aufnahmen auch nicht zu sehr KI-bearbeitet.

Hier seht ihr ein paar Vergleiche von 3-facher zu 10-facher Vergrößerung:

Die folgende Bilderstrecke bildet einige Zoomstufen zwischen 3-facher und 100-facher ab. Hier ist ab 20-facher Vergrößerung eine deutliche Weichzeichnung zu erkennen und es schleichen sich Artefakte ins Bild, die nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Zu erkennen ist das etwa an den Schriftzeichen neben dem Notausgang-Schild:

Auch bei Nacht kann die Zoomkamera durch ihre gute Detailtreue überzeugen. Besonders beeindruckend ist, wie detailliert die Kamera Backsteinwände trotz schlechter Lichtverhältnisse einfängt. Auch hier sucht ihr Bildrauschen vergebens und die Farbwiedergabe kann bei nahezu jedem Bild überzeugen.

Selfiekamera

Selfies gelingen mit dem iQOO 15 Ultra gut. Auch hier ist das Gerät nicht ganz auf Augenhöhe mit anderen Ultra-Smartphones, dennoch wissen die Aufnahmen zu überzeugen. Die Abtrennung von Vorder- und Hintergrund ist gut und auch die Farbwiedergabe ist solide, sodass insbesondere Hauttöne nicht zu blass dargestellt werden. Bei Nacht hingegen werden Bilder schnell unscharf und verlieren an Details.

Videos

Das Smartphone nimmt Videos mit bis zu einer Auflösung von 8K bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Hier hat das Gerät gegenüber dem iQOO 15 die Nase vorn. Ein Wechsel zwischen allen Sensoren ist während der Aufnahme möglich und die Bild- und Tonqualität können überzeugen.

Zwischenfazit Kamera

Insgesamt bietet das iQOO 15 Ultra eine hervorragende Kamera, insbesondere für ein Gaming-Smartphone. Von einem klassischen Ultra-Smartphone seid ihr hier aber etwas entfernt. Besonders die Ultraweitwinkelkamera kann diesem Zusatz nicht gerecht werden. Wer von einem Ultra-Smartphone die oder eine der besten Kameras auf dem Markt erwartet, muss zu Xiaomi oder Vivos X-Reihe greifen.

Konnektivität des iQOO 15 Ultra

iQOO 15 Ultra SIM Netz Empfang

Die Unterschiede zum normalen iQOO 15 liegen häufig im Detail. So ist es auch bei den unterstützten Netzfrequenzen. Während beide Modelle auf das hierzulande wichtige LTE Band 20 setzen und sich somit in dieser Hinsicht perfekt für einen Import eignen, unterstützt das iQOO 15 Ultra sogar noch ein paar Frequenzen mehr:

  • 5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78
  • 4G LTE: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41

Diese unterstützten Frequenzen könnt ihr mit bis zu zwei SIM-Karten nutzen. Einziger Wermutstropfen hierbei ist, dass keine eSIM-Karten unterstützt werden und ihr beide Karten als physische SIM-Karten einsetzen müsst. Für eine verbesserte Sprachqualität sorgen VoLTE und VoWiFi zuverlässig. Auch ansonsten ist das Smartphone bestens ausgestattet. Für die Internetverbindung im Heimnetz steht WiFi 7 zur Verfügung. Hiermit sind direkt neben dem Router sogar beeindruckend gute Werte von bis zu 1Gbit/s möglich. Bluetooth-Geräte verbindet ihr über Bluetooth 6. Auch das funktioniert im Alltag zuverlässig.

Zur Navigation nutzt das iQOO 15 Ultra die Systeme GPS, Beidou, GLONASS und Galileo. Wie üblich sind zudem ein Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeitssensor sowie ein Gyroskop und Kompass verbaut. Die Navigation ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad oder dem Auto problemlos möglich und das Gerät erfasst den Standort innerhalb weniger Sekunden metergenau. Dank NFC sind auch die Kommunikation mit entsprechenden Geräten wie Bezahlterminals und damit kontaktlose Zahlungen möglich.

iQOO 15 Ultra Display Raender 2

Ihr entsperrt das Smartphone wahlweise über die Frontkamera mit 2D-Gesichtserkennung oder aber über den sichereren, ultraschallbasierten Fingerabdrucksensor unter dem Display. Vivo kann schon seit Jahren mit seinen Fingerabdrucksensoren glänzen und auch hier reicht ein kurzes Auflegen des Fingers und mit dem nächsten Wimpernschlag ist das Gerät entsperrt. Die Gesichtsentsperrung funktioniert gleichermaßen schnell und zuverlässig. Beeindruckend ist zudem der Vibrationsmotor. Dieser fühlt sich so hochwertig an, dass ich die Systemvibrationen zu keinem Zeitpunkt als störend empfand und am liebsten noch mehr Vibrationen aktiviert hätte. Lobende Worte verdient auch der Lautsprecher. Er wird nicht nur erstaunlich laut, sondern bietet auch einen tollen Klang mit gut abgestimmten Tiefen und Höhen. Spürbar ist er aufgrund der immensen Lautstärkereserven bereits ab knapp 30 Prozent, verzerrt wird der Klang aber zu keinem Zeitpunkt.

Akkulaufzeit des iQOO 15 Ultra

Im Vergleich zum ähnlich großen iQOO 15 bekommt das Ultra-Smartphone sogar 400mAh mehr an Kapazität spendiert, was in einem beachtlichen 7.400mAh großen Akku resultiert. Beeindruckend ist das besonders vor dem Hintergrund, dass der Hersteller hier eine aktive Lüftung eingebaut hat, die ebenfalls Platz im Gehäuse einnimmt. Im Alltag hatte ich, trotz teils exzessiver Gaming-Nutzung an diversen Nachmittagen, meine Mühe, das Gerät an einem Tag in die Knie zu zwingen und auch zwei Tage dürften für normale Nutzer im Alltag kein Problem darstellen. Hier braucht ihr euch keine Sorgen um den Akku machen, was besonders an langen Urlaubstagen, an denen ihr viele Bilder schießt, beruhigend sein dürfte.

Akkulaufzeit Einheit: Stunden
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7.400 mAh 22 Std
6.800 mAh 21,7 Std
7.000 mAh 18,7 Std
6.000 mAh 17,5 Std
6.550 mAh 17,2 Std
6.100 mAh 15,5 Std
0
5
10
15
20
25
30
Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
smartzone logo
7.500 mAh 26,3 Std
7.000 mAh 25 Std
6.800 mAh 24,5 Std
7.400 mAh 23 Std
6.550 mAh 22,5 Std
6.100 mAh 21,5 Std
6.000 mAh 18,7 Std
5.000 mAh 14,5 Std
0
5
10
15
20
25
30
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
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100 Watt 38 min
90 Watt 50 min
90 Watt 50 min
100 Watt 50 min
90 Watt 54 min
100 Watt 60 min
44 Watt 70 min
80 Watt 70 min
40 Watt 75 min
0
10
20
30
40
50
60
70
80

Auch im Akku-Benchmark bestätigt sich dieses Bild. Im 60-Hertz-Modus hielt das Smartphone knapp 23 Stunden durch. Damit landet es im internen iQOO-Ranking aber hinter dem 15er trotz größerem Akku. Im Automatik-Modus wendet sich das Blatt hingegen und das 15 Ultra schneidet mit knapp 22 Stunden deutlich besser ab als das in der Akkugröße unterlegene iQOO 15.

Ist der Akku schließlich einmal leer, ladet ihr ihn mit dem mitgelieferten 100-Watt-Netzteil innerhalb von nur 30 Minuten bereits zu mehr als 50 Prozent auf. Eine vollständige Ladung nimmt schließlich knapp eine Stunde in Anspruch. Wer lieber kabellos lädt, tut das mit einem entsprechenden Ladegerät mit 40 Watt. Insgesamt ist das iQOO 15 Ultra ein hervorragender Begleiter mit langem Durchhaltevermögen. Dank der schnellen Ladung seid ihr auch innerhalb kürzester Zeit wieder startklar für einen kompletten Tag Nutzung. Hier dürfen sich besonders die altbekannten Hersteller dringend eine Scheibe abschneiden.

Testergebnis

Getestet von
Lennart Moog

Mit dem iQOO 15 Ultra bringt der chinesische Hersteller Vivo das erste Ultra-Smartphone heraus, das besonders auf Gaming fokussiert ist. Damit schlägt das Unternehmen einen anderen Weg ein als Xiaomi, Samsung, Oppo und Vivo selbst in seiner X-Reihe. Diese Hersteller legen ihren Schwerpunkt meist auf eine verbesserte Kamera.

Wie bereits aus der iQOO-Vergangenheit bekannt, besticht auch das iQOO 15 Ultra durch seine brachiale Leistung. Trotz gleicher Hardware unter der Haube übertrumpft es das günstigere iQOO 15. Ein Hauptgrund dafür ist die aktive Lüftung. Auch das Display ist hervorragend. In beiden Kategorien verdient das iQOO 15 Ultra den Zusatz „Ultra“ im Namen zweifelsfrei. Ebenso überzeugt der Akku. Der Hersteller macht kein Geheimnis daraus, dass das iQOO 15 Ultra nicht der neue Kamera-Champion werden soll. Auch wenn das Gerät mit den anderen Ultra-Smartphones von Xiaomi und Co. nicht mithalten kann, liefern die Haupt- und Zoomkamera brillante Ergebnisse. Spürbar zurückstecken muss hingegen nur die Ultraweitwinkelkamera, die mit Unschärfe am Bildrand kämpft.

Wenn ihr euch schon immer ein Gaming-Smartphone gewünscht habt, ohne auf ein schlichtes Design und eine gute Kamera zu verzichten, werdet ihr hier fündig. Smartphones mit Schultertasten werden immer seltener, nicht zuletzt nach dem Rückzug von Asus ROG aus dem Smartphone-Geschäft. Dass Vivo sie im iQOO 15 Ultra in Verbindung mit einem Lüfter verbaut, ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Schade ist lediglich, dass ihr die Tasten im System nicht anderweitig belegen könnt.

Das Smartphone bietet ein hervorragendes Gesamtpaket, sodass ihr einen Import des iQOO 15 Ultra durchaus in Betracht ziehen könnt. Dass das System chinesisch ist, merkt ihr im Alltag nur selten. Das Gerät lässt sich bis auf minimale Abstriche problemlos hierzulande nutzen.


Gesamtwertung
92%
Design und Verarbeitung
100 %
Display
100 %
Leistung und System
90 %
Kamera
80 %
Konnektivität
90 %
Akku
90 %

Preisvergleich

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