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Nothing Phone 4a im Test

Getestet von Erik Schmid am Bewertung: 85%
Vorteile
  • starke 3,5-fach Zoomkamera
  • ordentliche Hauptkamera
  • helles LTPS-AMOLED
  • guter Prozessor
  • cooles Design + Glyph-Bar
  • ordentliche Akkulaufzeit
Nachteile
  • schwache Ultraweitwinkel-Kamera
  • keine eSIM-Unterstützung
  • Netzteil fehlt
  • Kunststoffrahmen
Springe zu:
CPUSnapdragon 7s Gen 4 - 1 x 2,7GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz
RAM8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher256 GB
GPUAdreno 810
Display 2720 x 1224, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED)
BetriebssystemNothing OS - Android 16
Akkukapazität5080 mAh
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera50 MP + 8MP (dual) + 50MP (triple)
Frontkamera32 MP
USB-AnschlussUSB-C 2.0 (480MBit/s)
KopfhöreranschlussNein
EntsperrungFingerabdruck, Face-ID
4G1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41
5G1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78
NFCJa
SIMDual - nano
Gewicht205 g
Maße163,9 x 77,6 x 8,5 mm
Antutu (v10)874500
Benachrichtigungs-LEDJa
Updatezeitraum3 + 6
Hersteller
Getestet am24.03.2026

Das Nothing Phone 4a markiert den neuesten Vorstoß des Londoner Herstellers in das hart umkämpfte Mittelklasse-Segment. Schon mit den Vorgängermodellen bewies das Unternehmen, dass sich frische Design-Ideen und eine aufgeräumte Software-Erfahrung erfolgreich gegen die Masse an Geräten von Xiaomi, Samsung und Co. behaupten können.

Nothing Phone 4a Test Bilder Head

Mit der vierten Generation geht Nothing nun einen weiteren Schritt und bringt eine technische Neuerung in die Preisklasse um 300€, die selten ist: ein Periskop-Teleobjektiv mit 3,5-fachem Zoom. Sonst gibt es nur behutsame Upgrades: Der Snapdragon 7s Gen 4 liefert etwas mehr Leistung, das AMOLED-Panel löst höher auf und leuchtet heller.

Preis und Speichervarianten

Nothing Phone 4a Test Beitragsbild png
Nothing Phone 4a
Nothing Phone 3A Test Review
Nothing Phone 3a
Nothing Phone 3 Test Beitragsbild weiss
Nothing Phone 3
Größe 163,9 x 77,6 x 8,5mm 163,5 x 77,5 x 8,5mm 160,6 x 75,6 x 9mm
Gewicht 205g 201g 218g
CPU Snapdragon 7s Gen 4 - 1 x 2,7GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz Snapdragon 7s Gen 3 - 1 x 2,5GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz Snapdragon 8s Gen 4 - 1 x 3,2GHz + 3 x 3,0GHz + 2 x 2,8GHz + 2 x 2,0GHz
RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM 16 GB RAM
Speicher erweiterbar Nein Nein Nein
Display 2720 x 1224, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) 2392 x 1080, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) 2800 x 1260, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED)
Betriebssystem Android 16, Nothing OS Android 15, Nothing OS Android 15, Nothing OS
Akku 5080 mAh (50 Watt) 5000 mAh (50 Watt) 5150 mAh (65 Watt)
kabelloses Laden
Kameras 50 MP + 8MP (dual) + 50MP (triple) 50 MP + 50MP (dual) + 8MP (triple) 50 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple)
Frontkamera 32 MP 32 MP 50 MP
Anschlüsse USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID
Empfang 5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 30, 34, 66, 38, 39, 40, 41
Zum Testbericht Zum Testbericht

Um den gestiegenen Komponentenpreisen entgegenzuwirken und dennoch ein Modell unter der 400-Euro-Grenze anzubieten, hat Nothing das Portfolio leicht modifiziert und eine Zwischenvariante eingeführt. Die Preise gestalten sich beim Nothing Phone 4a wie folgt:

  • 8+128GB: 349€
  • 8+256GB: 389€
  • 12+256GB: 429€

Die branchenweite Speicherkrise fordert zwar auch bei Nothing ihren Tribut, was sich in einer leichten Preisanpassung niederschlägt, doch mit einem Startpreis ab 349€ und soliden Spezifikationen positioniert sich das Nothing Phone 4a im aktuellen Jahr als starke Mittelklasse-Alternative.

Schauen wir uns im Praxistest also an, warum ihr zu Nothing greifen solltet: Weil ihr etwas Neues sucht? Euch mit der Marke identifiziert? Oder doch, weil die Hardware genau eure persönlichen Ansprüche abdeckt?

Design und Verarbeitung

Mit Abmessungen von 163,95 x 77,57 x 8,55 Millimeter und einem Gewicht von 205 Gramm fügt sich das Nothing Phone 4a in die Riege aktueller Mittelklasse-Smartphones ein. Sucht ihr ein kompaktes Smartphone, seid ihr hier an der falschen Adresse. Das Gerät liegt dennoch gut und ausbalanciert in der Hand, was nicht zuletzt an den sanft abgerundeten Ecken und der sauberen Gewichtsverteilung liegt.

Das markante, transparente Äußere behält Nothing bei, sorgt jedoch bei den Farbvarianten für frischen Wind. Neben den klassischen Tönen Schwarz und Weiß stehen nun auch Blau und Pink zur Auswahl, eine farbliche Hommage an den iMac.

Die Front schützt ein kratzresistentes Corning Gorilla Glass 7i. Auf der Rückseite bildet Nothing unter dem Glas wie gewohnt eine Komponenten-Struktur nach. Das Kameramodul ist dieses Mal mittig im oberen Drittel positioniert und ragt 1,3mm hervor. Der Rahmen besteht aus mattem Kunststoff, der haptisch nicht ganz an echtes Aluminium heranreicht. Die Verarbeitungsqualität, insbesondere die gleichmäßigen Spaltmaße und die präzisen Druckpunkte der Tasten, ist jedoch auf einem hohen Niveau.

Eine ergonomische Anpassung ist die Neupositionierung des „Essential Key“. Versehentliche Eingaben, die beim Phone 3a durch die Nähe zum Power-Button häufig auftraten, gehören damit der Vergangenheit an. Mit dem Button ruft ihr den Essential Space (zum Test) auf, eine Art digitales Notizbuch mit KI-Power.

Auf der Rückseite verabschiedet sich Nothing von den weit verteilten LED-Streifen und bündelt die visuelle Kommunikation in der neuen „Glyph Bar“. Diese vertikale, leicht abgesetzte Leiste rechts neben dem Kameramodul besteht aus 63 einzeln ansteuerbaren Mini-LEDs, die in sieben Zonen unterteilt sind. Diese leuchten hell auf und lassen sich auch als gedimmte Taschenlampe nutzen. Die Funktionalität bleibt weitreichend: Die „Glyph Bar“ dient als optischer Timer, der sich langsam abbaut, fungiert als Lautstärkeindikator oder pulsiert bei Benachrichtigungen. Dank generativer Klingeltöne passen sich Licht- und Soundeffekte dynamisch an. Die „Glyph Bar“ ist eine Alternative zum Always-on-Display.

Ein Kompromiss ist die IP64-Zertifizierung. Das Smartphone ist somit offiziell nur gegen Spritzwasser und das Eindringen von Staub geschützt. Dass das Gerät bei diesem Schutzgrad auch mal versehentlich feucht werden darf, reicht für den Alltag in dieser Preisklasse in der Regel aus. Nothing gibt an, interne Härtetests in 25 Zentimetern Wassertiefe für 20 Minuten erfolgreich absolviert zu haben.

Lieferumfang des Nothing Phone 4a

Nothing Phone 4a Test Bilder Lieferumfang

Der Lieferumfang des Nothing Phone 4a fällt minimalistisch aus. In der Papp-Verpackung finden sich neben dem Smartphone selbst ein 1 Meter langes USB-C-Kabel, eine SIM-Nadel, die obligatorischen Kurzanleitungen sowie eine transparente Schutzhülle aus Silikon.

Nothing Phone 4a Test Bilder Case

Das beiliegende Case ist solide.

Ein Netzteil liegt dem Gerät nicht bei. Möchtet ihr die maximale Ladegeschwindigkeit ausreizen, müsst ihr ein 50-Watt-Ladegerät nutzen, das idealerweise den PPS-Standard (Programmable Power Supply) unterstützt. Auf dem Display ist ab Werk eine einfache Kunststoff-Schutzfolie appliziert. Diese verkratzt schnell, weshalb sich langfristig der Wechsel empfiehlt. Eine Glasfolie hält dank des planen Displays einwandfrei.

Display

Die Front wird von einem 6,78 Zoll großen AMOLED-Display dominiert, das zu den Stärken dieses Geräts zählt. Die Auflösung wurde im Vergleich zum Vorjahr auf 2720 x 1224 Pixel erhöht. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 440 Pixeln pro Zoll. Einzelne Pixel sind mit bloßem Auge nicht mehr auszumachen.

Dank der LTPS-Technologie passt sich die Bildwiederholrate adaptiv zwischen 30 bis 120 Hertz an den jeweils dargestellten Inhalt an. Das bedeutet in der Praxis: Scrollt ihr durch Instagram oder die Systemmenüs, arbeitet das Panel mit flüssigen 120 Hertz. Betrachtet ihr hingegen ein statisches Foto, taktet das Display herunter, was den Energieverbrauch senkt. Die Aktualisierungsrate lässt sich auf dynamisch oder dauerhaft auf 60 beziehungsweise 120 Hertz festlegen.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
smartzone logo
2.650 Lux
2.150 Lux
1.900 Lux
1.800 Lux
1.750 Lux
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000

In puncto Leuchtkraft überzeugt das Panel. Wir messen bei manueller Regelung 1.320 Lux und im Automatikmodus 2.650 Lux. Damit bleibt der Bildschirm auch am Strand oder bei direkter Sonneneinstrahlung auf der Terrasse problemlos ablesbar. Nichtsdestotrotz neigt das verbaute Glas bei direkter Einstrahlung zu unerwünschten Reflexionen. Für Nutzer mit empfindlichen Augen bietet das Display eine Hochfrequenz-PWM-Dimmung von 2.160Hz, was potenzielles Flackern bei sehr niedrigen Helligkeitsstufen minimiert. Die Farbdarstellung lässt sich in den Einstellungen anpassen, liefert im Modus „Dynamisch“ aber bereits starke Kontraste und ein tiefes Schwarz. Ein Always-on-Display ist vorhanden und nach Belieben terminierbar.

Leistung

Unter der Haube des Nothing Phone 4a arbeitet der Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4. Der Octa-Core-Prozessor wird im 4-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt und taktet auf dem Prime-Core mit bis zu 2,7GHz. Flankiert wird die CPU wahlweise von 8 oder 12GB LPDDR4X-Arbeitsspeicher. Gegenüber dem Vorgänger sind der neue Prozessor und der Wechsel auf den UFS-3.1-Speicherstandard kleine Upgrades.

Antutu (v11)
smartzone logo
MediaTek Dimensity 8500 2.121.290
Snapdragon 7s Gen 4 1.141.000
0
300.000
600.000
900.000
1.200.000
1.500.000
1.800.000
2.100.000
2.400.000
2.700.000
3.000.000
Antutu (v10)
smartzone logo
Snapdragon 8s Gen 4 2.088.292
MediaTek Dimensity 8500 1.648.079
Exynos 1580 899.211
Snapdragon 7s Gen 4 874.500
Snapdragon 7s Gen 3 806.000
Snapdragon 7s Gen 3 801.280
Snapdragon 7s Gen 4 770.306
0
300.000
600.000
900.000
1.200.000
1.500.000
1.800.000
2.100.000
2.400.000
2.700.000
3.000.000
Geekbench Single (v6)
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000
Geekbench Multi (v6)
0
800
1.600
2.400
3.200
4.000
4.800
5.600
6.400
7.200
8.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
4.500
5.000

In synthetischen Benchmark-Tests positioniert sich das Smartphone solide im gehobenen Mittelfeld. Im täglichen Einsatz, sei es beim Wechsel zwischen dutzenden Browser-Tabs, beim Beantworten von E-Mails, während Spotify im Hintergrund läuft, oder beim Scrollen durch Social-Media-Feeds, arbeitet das System durchgehend zuverlässig. Auch das grafisch anspruchsvolle Open-World-Spiel „Genshin Impact“ lässt sich auf mittleren bis hohen Detaileinstellungen flüssig nutzen.

Positiv ist dabei das thermische Verhalten: Eine spürbare Leistungsdrosselung („Thermal Throttling“) oder eine unangenehme Wärmeentwicklung am Gehäuserahmen tritt auch unter andauernder Belastung in fordernden 3D-Spielen nicht auf. Möchtet ihr euer Smartphone jedoch primär für Gaming nutzen und seid auf maximale Rohleistung angewiesen, findet ihr in dieser Preisregion bei Poco stärkere Smartphones.

System

Das Nothing Phone 4a wird mit Nothing OS 4.1 ausgeliefert, das auf dem aktuellen Android 16 basiert. Nothing garantiert für das Phone 4a drei große Android-Versionsupdates sowie sechs Jahre lang regelmäßige Sicherheitspatches.

Mit Nothing OS 4.1 treibt das Unternehmen seine eigene Android-Vision weiter voran. Begann die Benutzeroberfläche einst primär als optisches Statement im Dot-Matrix-Look, präsentiert sie sich heute als funktionsreiches System. Interessant ist die zukünftige Ausrichtung: Dank fortschreitender KI-Integration plant Nothing, bis 2027 einen Großteil herkömmlicher Drittanbieter-Apps durch nativen, nutzergenerierten Code zu ersetzen.

Schon jetzt greifen KI-Elemente tief in die Bedienung ein. Der physische „Essential Key“ am linken Rand fungiert als direkte Brücke zum sogenannten „Essential Space“. Dies ist ein umfassendes digitales Dashboard, das Screenshots, markierte Texte, Weblinks und gesprochene Sprachnotizen sammelt und mithilfe künstlicher Intelligenz übersichtlich zusammenfasst, To-Do-Listen generiert oder Kerninformationen extrahiert.

Ebenfalls neu ist die „Essential Search“, eine systemübergreifende Suche, die nahtlos in einen Chatbot übergeht, der Fragen direkt im Suchfenster beantworten kann. Wer gerne individualisiert, freut sich über die Beta-Funktion der „Essential Apps“: Hier lassen sich über einfache Texteingaben (Prompts) rudimentäre Widgets für den Homescreen programmieren – etwa ein persönlicher Wasser-Trink-Reminder oder ein Countdown bis zum nächsten Konzert.

Trotz all dieser neuen Features bleibt das System aufgeräumt und performant. Bloatware oder störende Werbe-Apps dritter Hersteller findet ihr hier nicht.

Kamera

Das rückseitige Kameramodul profitiert von einem Upgrade. Zu der optisch stabilisierten 50-Megapixel-Hauptkamera und dem 8-Megapixel-Ultraweitwinkel gesellt sich nun eine vollwertige 50-Megapixel-Periskop-Kamera, mit 3,5-fachen statt 2-fachen Zoom. Dies ist eine Besonderheit für die Mittelklasse, zumal Nothing hier auf exakt denselben Sensor zurückgreift, der bereits im Flaggschiff, dem Nothing Phone 3 (zum Test), zum Einsatz kommt. Damit steht euch ein verlustfreier 3,5-facher optischer Zoom zur Verfügung, der auch bei 7-facher Vergrößerung noch detailreiche Aufnahmen liefert. Die Frontkamera löst mit 32 Megapixeln auf.Nothing Phone 4a Test Bilder Kamera

  • Hauptkamera: 50MP (Samsung GN9), f/1.88, 1/1,57 Zoll Sensorgröße, OIS
  • Zoomkamera (Periskop): 50MP (Samsung JN5), f/2.88, 1/2,75 Zoll Sensorgröße, OIS, 3,5-facher optischer Zoom
  • Ultraweitwinkel: 8MP (Sony IMX355), f/2.2, 120° Aufnahmebereich
  • Frontkamera: 32MP (Samsung KD1), f/2.2, 1/3,42 Zoll Sensorgröße

Die Software bietet einen ordentlichen Umfang. Nützlich sind die vordefinierten und eigens einstellbaren Filter: Hier lässt sich der Stil nach Geschmack anpassen und auch Hardware-Voreinstellungen treffen. Das hinterlegt ihr auf Wunsch einfach als Schnellzugriff auf dem Homescreen und habt z.B. das individuelle Porträt-Setup parat.

Hauptkamera – Tag

Bei guten Lichtverhältnissen liefert der 50MP-Hauptsensor (Samsung GN9) gute Ergebnisse. Die Aufnahmen zeichnen sich durch einen markanten, lebendigen und teils leicht stilisierten Look aus. Die Farbgebung bei Schnappschüssen fällt sättigungsstark aus, die Kontraste sind hoch. Dies mag Puristen, die absolute Farbtreue suchen, nicht zu 100% überzeugen, macht die Bilder jedoch gut geeignet für Social-Media-Plattformen. Der Dynamikumfang fällt weitreichend aus, sodass selbst in schwierigen Gegenlichtsituationen die Himmelspartien nicht völlig ausbrennen. Die Schärfe überzeugt bis tief in die Bildränder.

Hauptkamera – Nacht

Fällt das Licht, greift der automatische, im Hintergrund berechnete Nachtmodus zuverlässig ein. Die Hauptkamera produziert dank des optischen Bildstabilisators (OIS), der Verwacklungen durch unruhige Hände ausgleicht, und einer cleveren Software-Abstimmung ansehnliche Low-Light-Fotos. Die Bilder haben wenig Rauschen, aber Details wirken ziemlich verschwommen. Das Niveau der Aufnahmen entspricht etwa dem, was man von günstigen Redmi- oder Poco-Smartphones bekommt.

Ultraweitwinkel

Das 8-Megapixel-Ultraweitwinkelmodul (Sony IMX355) fällt gegenüber der Haupt- und Zoomkamera qualitativ ab. Das Sichtfeld von 120 Grad ist weit. Bei gutem Sonnenschein gelingen kaum ansprechende Landschaftsaufnahmen. Analysiert ihr die Bilder auf einem großen Monitor, fehlt es sichtbar an Datendichte und Details. An den äußeren Rändern tritt zudem eine Unschärfe auf. Bei Nachtaufnahmen bricht die Leistung dieses Sensors mangels ausreichender Lichtempfindlichkeit völlig ein.

Zoomkamera

Ein Highlight des Smartphones ist die neue 50-Megapixel-Periskop-Kamera. Der 3,5-fache optische Zoom liefert bei Tageslicht sehr detailreiche und farblich stimmige Aufnahmen. Objekte lassen sich gut heranholen, ohne dass das Bild an Qualität verliert. Durch einen geschickten Sensor-Crop („In-Sensor-Zoom“) sind auch 7-fache Vergrößerungen mit ansprechenden Ergebnissen möglich.

Der 3,5-fache Zoom ist bei Nacht noch eine gut nutzbare Alternative für beleuchtete Motive. Der 7x-Zoom hat bei Nacht mehr Probleme und nutzt gar nicht den Nachtmodus. Beleuchtete Motive können abgelichtet werden. Der Makromodus nutzt lediglich die Hauptkamera.

Portrait

Der Portraitmodus nutzt wahlweise die Hauptkamera für weite Ausschnitte oder die Zoomkamera für eine klassische Portrait-Brennweite. Die softwareseitige Trennung von Vorder- und Hintergrund gelingt dem Nothing Phone 4a zuverlässig. Selbst komplexe, feine Strukturen wie abstehende Haare oder Brillengestelle werden in den allermeisten Fällen präzise freigestellt. Das künstliche Bokeh im Hintergrund wirkt weich, die Hauttöne der porträtierten Personen werden natürlich eingefangen.

Selfie

Die 32-Megapixel-Frontkamera (Samsung KD1) schießt bei ausreichendem Tageslicht scharfe und hochauflösende Selfies. Auf Wunsch wird auch ein breiter Bereich aufgenommen. Der Dynamikumfang überzeugt, Kleidung und Hintergründe werden akkurat belichtet. Fotografiert ihr jedoch bei schwachem Kunstlicht in Innenräumen, greift die Software-Nachbearbeitung recht aggressiv ein. Die Gesichtszüge werden geglättet, was in einem gewissen Detailverlust resultiert. Es gibt einen automatischen Nachtmodus, der dem kleinen Kamerasensor sichtlich hilft, aber Rauschen wenig eliminiert.

Video

Bewegtbilder lassen sich mit der Haupt- und der Zoomkamera in 4K bei 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Möchtet ihr das Ultraweitwinkel nutzen, seid ihr auf 1080p limitiert. Die Frontkamera schafft immerhin 1080p bei flüssigen 60fps. Die Bildstabilisierung, die optische und elektronische Maßnahmen kombiniert, verrichtet gute Arbeit und sorgt für ruhige Kameraschwenks beim Gehen. Der Autofokus reagiert flott und pumpt nicht, die Tonqualität der verbauten Mikrofone ist solide.

Zwischenfazit Kamera

Das Nothing Phone 4a liefert eines der spannendsten Kamera-Setups im Segment unter 400 Euro. Die Implementierung einer Periskop-Zoomkamera liefert einen klaren Mehrwert, der sich in der Praxis auszahlt. Die schwächelnde Ultraweitwinkelkamera und die ausbaufähige Nacht-Performance des Tele-Sensors sind in der Preisklasse die üblichen Mankos.

Konnektivität und Kommunikation

Nothing Phone 4a Test Bilder SIMDas Nothing Phone 4a nimmt im SIM-Schlitten zwei physische SIM-Karten auf und erlaubt somit den Dual-SIM-Betrieb. Eine Lücke im ansonsten modernen Datenblatt ist das Fehlen von eSIM-Support im europäischen Raum. Folgende Mobilfunkfrequenzen werden unterstützt:

  • 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 38, 40, 41, 42, 48, 66, 71
  • 5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n48, n66, n71, n77, n78

Die Empfangsqualität im 4G- und 5G-Netz präsentierte sich im Testzeitraum durchgehend stark, Verbindungsabbrüche waren keine zu verzeichnen. Zum Telefonieren werden VoLTE und VoWiFi genutzt. Die SAR-Werte liegen bei 1,29W/kg (Kopf) und 1,37W/kg (Körper). Für lokale Drahtlosnetzwerke stehen Wi-Fi 6 sowie Bluetooth 5.4 zur Verfügung. An hochwertigen Audiocodecs sind LDAC, AptX HD / Adaptive und LHDC dabei.

NFC für kontaktloses Bezahlen, z.B. mit der Google Wallet, ist ebenfalls an Bord. Die Positionsbestimmung arbeitet präzise über die Satellitensysteme GPS, GLONASS, Galileo, QZSS und BDS. Allerdings wird nur Single-Band genutzt. Der Navigationstest im Auto verlief, wie gewohnt, problemlos.

Beim USB-C-Anschluss handelt es sich um den 2.0-Standard, wie bei allen Mittelklasse-Smartphones. Für die Audioausgabe sorgen Stereo-Lautsprecher. Diese generieren eine hohe Maximallautstärke, mit der sich problemlos ein kleiner Raum beschallen lässt, lassen es konstruktionsbedingt aber hörbar an Tiefe und Bassvolumen vermissen. Der optische Fingerabdrucksensor, der unsichtbar unter dem Display verbaut ist, verrichtet seinen Dienst schnell und präzise. Die Gesichtsentsperrung mit der Frontkamera kann unterstützend eingerichtet werden.

Akkulaufzeit

Nothing Phone 4a Test PC Mark

Benchmark läuft nur bei 60 Hertz

Im Bereich der Energieeffizienz erweist sich das Nothing Phone 4a als ausdauernd. Der Akku bietet eine Kapazität von 5.080mAh. Nothing setzt auf die Silizium-Kohlenstoff-Technik, in überdurchschnittlich hoher Kapazität äußert sich das jedoch nicht. Die indische Version bietet mehr Kapazität, es wäre also mehr möglich gewesen.

Im Zusammenspiel mit dem genügsamen Snapdragon-Chipsatz und dem LTPS-Display erreicht das Smartphone im PCMark-Akkubenchmark eine gute Laufzeit von über 20 Stunden. Das Ergebnis ist bei 60 und 120 Hertz Bildwiederholrate fast identisch, weshalb wir euch in den Benchmarks das Ergebnis mit nur 60 Hertz einbinden.

An einem Tag bekommt ihr den Akku kaum geleert. Bei moderater, normaler Alltagsnutzung mit 3 bis 4 Stunden Display-On-Time sind Laufzeiten von zwei vollen Tagen ohne Zwischenladen realistisch.

Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
smartzone logo
6.580 mAh 25 Std
6.500 mAh 23,8 Std
6.500 mAh 21,7 Std
5.080 mAh 20,7 Std
5.000 mAh 20,5 Std
5.000 mAh 18,5 Std
5.000 mAh 16,4 Std
0
5
10
15
20
25
30
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
smartzone logo
100 Watt 42 min
100 Watt 46 min
90 Watt 50 min
50 Watt 60 min
50 Watt 60 min
50 Watt 65 min
45 Watt 70 min
0
10
20
30
40
50
60
70
80

Muss das Smartphone dann doch an die Steckdose, wird der Energiespeicher kabelgebunden mit 50 Watt aufgeladen. Vorausgesetzt, ihr nutzt ein kompatibles PPS-Netzteil. Der Ladevorgang von 1 auf 100% nimmt rund 65 Minuten in Anspruch. Zwischendrin lädt das Phone 4a schneller nach und der Akku ist nach 25 Minuten wieder halbvoll. Auf den Komfort des kabellosen Ladens müsst ihr in dieser Preisklasse nach wie vor verzichten.

Testergebnis

Getestet von
Erik Schmid

Mit dem Nothing Phone 4a untermauert der Hersteller seinen Anspruch, nicht nur durch das Design, sondern auch durch Software und Hardware in der Mittelklasse zu punkten. Auf der Hardware-Seite überzeugt es mit einem leuchtstarken AMOLED-Display und einem ordentlichen Prozessor. Die für diese Preisklasse starke Zoomkamera liefert Fotografen einen neuen Spielraum. Die Akkulaufzeit ist ordentlich, wenn auch die Kapazität nicht überdurchschnittlich ist.

Das puristische Nothing OS 4.1, kombiniert mit nützlichen neuen Software-Ansätzen wie dem KI-gesteuerten „Essential Space“ und der „Glyph Bar“, rundet das Bedienkonzept ab. Zwar fehlen Premium-Features wie die eSIM-Unterstützung, ein wasserdichter IP68-Schutz oder maximale Flaggschiff-Prozessorleistung, doch angesichts einer unverbindlichen Preisempfehlung ab 349€ ist das geschnürte Gesamtpaket attraktiv. Unter 300€ können wir durchaus eine Kaufempfehlung aussprechen.


Gesamtwertung
85%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
90 %
Leistung und System
80 %
Kamera
80 %
Konnektivität
85 %
Akku
85 %

Preisvergleich

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